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Solaranlagen in Burkina Faso - SEWA

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Alle Beiträge von Projekt SEWA

En brousse … unterwegs im Osten Burkinas

In den Jahren 2004 und 2005 hat SEWA sieben Schulen im Osten Burkina Fasos elektrifiziert. Um diese Schulen zu besuchen und an einer weiteren Schule einen Vorbesuch durchzuführen, machten wir uns Anfang Januar mit unserem Mitarbeiter Yéral auf eine Reise.

Der Schuldirektor von Yagance bei seiner Rede

Der Schuldirektor von Yagance bei seiner Rede

Unsere Reise begann am ersten Tag mit dem Vorbesuch der Grundschule von Yagance. Yagance ist das Heimatdorf von Inossa Guene, der mit Ilse Rüggenmann aus Ulm verheiratet ist und nun in Deutschland lebt. Als die beiden von dem SEWA-Schulen-Programm hörten, wollten sie sich dafür zu engagieren, dass auch die Schule in Yagance von einer Solaranlage profitieren kann. Für diese Projekt haben die beiden bereits mehrere Partner gefunden.
Unterzeichnung des Fich dEngagement

Unterzeichnung des "Fiche d'Engagement"

Die Grundschule Pfuhl hat z.B. eine  Spendenaktion organisiert, bei der die Schüler mit einer Supermarktkette eine Nikolauswette machten. Und da tatsächlich am Nikolaustag mehr als 50 verkleidete Schüler in den Supermarkt kamen, gewann die Schule die Wette und der Supermarkt spendete 500 Euro für das Projekt. Mit weiteren Aktionen und dank großzügiger Spender ist inzwischen schon mehr als die Hälfte der Finanzierung gesichert!

Ilse und Inossa waren Anfang Januar in Burkina und so trafen wir uns mit ihnen in Yagance, um der Schule das Projekt vorzustellen und ihnen zu erklären, dass auch von den Lehrern und Elternvertretern ein Engagement vor allem bei der Instandhaltung und Wartung der Solaranlage gefordert wird.

Schon zwei Kilometer vor Yagance wurden wir von einer Gruppe Dorfbewohnern herzlichst begrüßt und dann bis ins Dorf von einer Kolonne von Fahrrädern und Mofas begleitet. Im Dorf angekommen fanden wir uns umringt von dutzenden Schulkindern, die alle im Chor “Bonne arrivé, bonne arrivé!” riefen. Einen solchen Empfang hatten wir bisher in noch keiner Schule erlebt! Das ganze war uns fast ein bisschen viel des guten und ein wenig unheimlich…

Gruppenfoto beim Vorbesuch von Yagance

Gruppenfoto beim Vorbesuch von Yagance

Nach einer Besichtigung der gerade erst neu gebauten Schule begann eine offizielle Zeremonie, bei der zunächst eine Schülerin einen Begrüßungstext vorlas und der Direktor der Schule eine Rede hielt. Dann stellte Yéral in einer kurzen Rede unser Vorhaben in groben Zügen vor und anschließend besprachen wir das Projekt genauer im kleineren Kreise mit dem Direktor und den Elternvertretern. Dabei war insbesondere wichtig, dass die Schulgemeinschaft die Verantwortung für die teure Solaranlage übernehmen muss. Die Verantwortlichen hatten noch einige Fragen bezüglich der Sicherheit der Installation, z.B. wie die Paneele auf dem Dach befestigt würden, schließlich waren sie aber einverstanden und wir hielten  ihre Verpflichtungen in einer schriftlichen Vereinbarung fest.

Werbung für Solaranlagen in Fada

Werbung für Solaranlagen in Fada

Nach diesem sehr erfolgreichen Vorbesuch in Yagance fuhren wir noch am selben Tag weiter nach Fada N’Gourma, der größten Stadt im Osten Burkinas. Hier lebt die Familie unseres Chefs Souley, bei der wir dann auch Unterkunft fanden. Fada diente uns in den folgenden Tagen als “Basislalger”, von dort aus unternahmen wir unsere Ausflüge zu den Schulen.

In Fada fanden wir auch dieses Fischgeschäft mit Näherei. Oder ist es eine Näherei für Fische?

In Fada fanden wir auch dieses Fischgeschäft mit Näherei. Oder ist es eine Näherei für Fische?

Die Ergebnisse der Schulenbesuche waren äußerst unterschiedlich. Wir fanden leider sogar eine Schule vor, bei der von der ursprünglich von uns installierten Anlage so gut wie nichts mehr übrig war. Ein Dorftechniker hatte die Energiesparlampen gegen Neonröhren ausgetauscht, den Laderegler überbrückt und nun war die Batterie kaputt. Hier merkten wir deutlich, dass die Sensibilisierungsarbeit, die SEWA vor fünf Jahren geleistet hat, noch nicht sehr erfolgreich war. So wurde damals z.B. das Engagement der Schulgemeinschaft noch nicht schriftlch vereinbart und es waren auch noch keine regelmäßigen Nachbesuche geplant. In dieser Hinsicht hat sich das SEWA-Schulen-Programm auf jeden Fall sehr stark weiterentwickelt.

Ein Treffen mit den Verantwortlichen einer Schule

Ein Treffen mit den Verantwortlichen einer Schule

Bei den meisten Schulen funktionierten die Solaranlagen allerdings noch recht gut. Ein paar kaputte Energiesparlampen fanden wir vor und bei einigen Schulen zeigten die Batterien erste Anzeichen von Altersschwäche, was nach fünf Jahren ganz normal ist. Wir bereiteten also die Verantwortlichen in den Schulen darauf vor, dass sie bald eine neue Batterie kaufen müssen. Eine solche Investition von umgerechnet ca. 120 Euro ist für die allermeisten Schulen hier nicht leicht zu finanzieren und muss längerfristig geplant werden. Umso erfreuter waren wir, dass an einer Schule die Elternvertreter nach kurzer Beratung auf uns zukamen und uns baten, sie doch beim Kauf einer neuen Batterie zu begleiten, damit sie auch die richtige Batterie fänden.
Bei einem technischen Problem ließen wir uns per Telefon von den Technikern in Ouaga beraten. Empfang hatte man jedoch nur, wenn man auf einen Termitenhügel stieg und in die richtige Richtung schaute.

Bei einem technischen Problem ließen wir uns per Telefon von den Technikern in Ouaga beraten. Empfang hatte man jedoch nur, wenn man auf einen Termitenhügel stieg und in die richtige Richtung schaute.

Dass die Schule nun selber die Finanzierung für eine neue Batterie aufbrachte, zeigte uns, wie sehr die Schule das nächtliche Licht wertschätzt und ist natürlich eine super Bestätigung für den Erfolg des Projekts.

Am letzten Tag unserer Reise waren wir mit unserem geplanten Programm schon mittags fertig und entschlossen uns daher kurzfristig noch der Anfang 2008 elektrifizierten Krankenstation Salogo einen Besuch abzustatten. Die Anlage war noch in technisch einwandfreiem Zustand. Den letzten Besuch der Schule hatten wir im August noch zusammen mit unserem Vorgänger Hannes gemacht. Damals hatte die Krankenstation noch keine Leiter und konnte deshalb die Solarpaneele nicht vom Staub befreien.

Ein Motorrad, an das hinten eine Ladefläche und zwei Räder angebaut wurden. Sogar mit Blaulicht uns Sirene!

Der Krankenwagen in Salogo: Ein Motorrad, an das hinten eine Ladefläche und zwei Räder angebaut wurden. Sogar mit Blaulicht uns Sirene!

Inzwischen hatten einige engagierte Dorfbewohner eine Leiter gebaut und nun wird das Panel regelmäßig gereinigt. Außerdem hat die Krankenstation seit neuestem einen eigenen Krankenwagen, den uns der Präsident des Verwaltungskomitees stolz vorführte. Der Zugang zu einer Gesundheitsversorgung für die Menschen in der Umgebung von Salogo wurde so noch einmal erheblich verbessert.

Als wir auf der Rückfahrt nach Ouaga an einigen für burkinische Verhältnisse sehr, sehr hohen Hügeln vorbei fuhren, packte uns noch die Kletterlust und wir fragten unseren burkinischen Kollegen Yéral, ob er 10 Minuten auf uns warten könnte und wir auf einen der Hügel hochklettern könnten. Wir machten uns an den Aufstieg, doch der war gegen Ende dann länger als gedacht. 

Jan beim erklimmen der Felsen

Jan beim erklimmen der Felsen

Wir schlugen uns durch knochentrockenes Gebüsch, wirbelten dabei so viel Staub auf, dass wir bald von einer dicken Staubschicht bedeckt waren und die letzen Meter kletterten wir dann fast senkrechte Felswände hinauf. Oben angekommen, wurden wir schließlich mit einem wunderschönen Ausblick belohnt, der uns den anstrengenden Aufstieg sofort wieder vergessen ließ.

Wie so oft war der Abstieg noch schwieriger als der Aufstieg und bis wir wieder beim Auto waren, war dann eine volle Stunde vergangen. Zurück in Ouaga luden wir Yéral und den Chauffeur, die ja während unserer Klettertour in der Hitze lange auf uns gewartet hatten, als Entschädigung auf ein kühles Bier ein und fanden so einen runden Abschluss für unsere Reise.

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Santé, succès, argent, amour … Bonne année 2009!

Wir wünschen euch ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr! Auch hier in Burkina Faso wurde der Jahreswechsel ordentlich gefeiert - im Zivihaus fand eine lustige Silvesterparty statt.

Seit längerem schon hatten wir einigen unserer Freunde versprochen, bei uns im Zivi-Haus eine Silvesterparty zu machen und so haben wir um die 30 Leute eingeladen, mit uns ins neue Jahr zu feiern. Um die Kosten für das Fest durch die teuren Getränke nicht ins Unermessliche steigen zu lassen, hat unser Freund und MicroSow-Techniker Hamidou, der selber überhauptkeinen Alkohol trinkt, vorgeschlagen, mit uns zusammen Bissap-Wein zu machen. Das ginge ganz einfach, meinte er.

So haben wir auf dem Markt getrocknete Bissap-Blüten gekauft. Bissap ist eine Hibiskusart, deren Saft hier oft getrunken wird. Gefroren in kleinen Plastiktüten ist er eine sehr angenehme Erfrischung an heißen Tagen. Die Bissap-Blüten haben wir zwei Tage vor Silvester mit heißem Wasser übergossen und einen halben Tag ziehen lassen. Dann haben wir Trockenhefe, Vanillezucker, Annanasaroma und viel Zucker eingerührt, das ganze in einen 20-Liter-Kanister gefüllt und fest verschlossen. “Fertig”, meinte Hamidou und ließ uns alleine. Die böse Überraschung kam zwei Stunden später, als wir in die Küche kamen und der Kanister sich durch das beim Gährungsprozess entstandene Gas aufgebläht hatte! Aus einem kleinen Loch spritzte schon mit Hochdruck die tiefrote Flüssigkeit an unsere Küchenwand und der Kanister war kurz vorm Platzen.  Es war zwar schon spät, aber glücklicherweise fanden wir in einer Boutique im Viertel noch einen neuen Kanister. Bis wir unseren Wein umgefüllt hatten, war unser Küchenboden allerdings schon mit 5 Litern Wein geflutet.

Am Silvesterabend hatten wir dann aber doch noch einen dreiviertel Kanister wirklich leckeren “Zivi-Wein”. Um diese Bezeichnung lässt sich zwar streiten, da die Flüssigkeit zwar wie Wein aussah und auch so ähnlich schmeckte, aber nicht mit Weintrauben gemacht wurde, sondern mit Hefe, aber trotzdem haben wir gleich mal ein Etikett für unser neues Produkt entworfen.

Dazu bereiteten wir dann noch Couscous zu und hatten Tantie vom Télécentre nebenan gebeten, uns einen großen Topf Sauce zu machen. Einige Gäste brachten dann noch Pizzaschnecken, Chips mit Salsa und kleine Biscuit-Kuchen mit und so war an dem Abend kulinarisch einiges geboten.

Unser Freund Lukas hatte sogar auf seinem Laptop “Dinner for One” mitgebracht, das wir dann ganz traditionsgemäß anschauen konnten. Um Mitternacht gingen wir alle auf die Straße und zählten - auf einer Uhr ohne Sekundenanzeige - den Countdown zum neuen Jahr. Ein großes Feuerwerk wie in Deutschland war am Nachthimmel über Ouagadougou natürlich nicht geboten, aber wir hatten ein paar Wunderkerzen und Kleinfeuerwerk. Später wurde noch bis in die Morgenstunden getanzt oder geplaudert und so ging unsere Neujahrsparty langsam zu Ende.

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Frohe Weihnachten!

Hallo liebe Leser,

wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest!

Wir begehen Weihnachten dieses Jahr bei ungewohnten 30-35°, was uns aber nicht davon abhält ein wenig zu feiern! Gestern haben wir die kitschige kleine Plastiktanne aus dem Schrank gekramt, die praktischerweise auch schon wunderhübsch geschmückt war. Nur die Lichterkette und die Soundanimationen funktionieren leider nicht mehr. Am Abend kam dann AMPO-Zivi Lukas vorbei und hat mit Nils ein paar besinnliche Lieder gesungen. Und dank einer netten Oma,  deren selbstgebackener Stollen die weite Reise unbeschadet überstanden hatte, hat sich der Abend dann doch ein bisschen wie der Abend vor Heiligabend angefühlt.

Heute haben wir uns einen wunderbaren Weihnachtsbrunch mit Kostbarkeiten wie Vollkornbrot, Schinken und Salami gemacht (an dieser Stelle noch einmal tausend Dank an Uwe). Später werden wir dann noch mit deutschen Freunden und beim Waisenhaus AMPO feiern. Die burkinischen Christen feiern Weihnachten erst am 25. - praktisch, denn so können wir zweimal feiern!

Im Gegensatz zu Europa sind die Straßen nicht schon seit Oktober im Weihnachtsanstrich, sondern erst seit etwa einer Woche, aber dennoch gibt sich alles erstaunlich weihnachtlich: die großen Boulevards sind mit Weihnachtsbeleuchtung dekoriert, Straßenhändler hängen aufblasbare Weihnachtsmänner zum Verkauf an Bäumen auf (sieht so grotesk aus wie es sich anhört), usw.

Ein frohes Fest und einen guten Rutsch wünschen

Nils und Jan

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Alumni Portal

Vergangenes Wochenende veranstalteten diverse deutsche Institutionen einen Kongress für Burkinabé, die in Deutschland eine Ausbildung gemacht oder studiert haben.

Solange auf dem SEWA-StandFür SEWA war dies eine Gelegenheit, sich auf der an diese Veranstaltung angeschlossenen Messe mit einem Stand zu präsentieren, ein bisschen für die Projekte zu werben und interessate Kontakte zu knüpfen, um sich noch besser vernetzen zu können.
Also machten wir uns daran, unseren Messeauftritt durch ein Banner und ein paar Plakate vorzubereiten und unseren Stand aufzubauen.

Das Interesse war dann auch tatsächlich recht groß und der deutsche Botschafter war nach der Messe wohl so ziemlich der einzige, der unseren Stand (übrigens dank MicroSow mit Solarstrom versorgt) nicht besucht hatte. Viele hofften auf die Elektrifizierung der Schule in ihrem Heimatdorf, sodass wir wahrscheinlich bald neue Anfragen bei uns auf dem Schreibtish liegen haben werden, andere wollten sich das Prinzip des Solarkochers erklären lassen, und das Ding in Aktion sehen!

Für Nils und mich war es mal wieder spannend, die SEWA-Projekte vorzustellen, denn es versetzte uns ein wenig in unsere Vorbereitungszeit zurück, mit dem Unterschied, dass wir nun um einige Erfahrungen reicher und noch mehr in die Projekte involviert sind. Zusätzliche Herausforderung war, das Ganze nicht mehr nur auf Deutsch, sondern vor allem auf Französisch und -ungewohnter Weise- auch auf Englisch zu erklären - ständig im Wechsel versteht sich.

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Elektrifizierung in Youba

Stellvertretend für Nils’ Post bei dem das Video durch den Import verlorengegangen ist, nun hier das Video. Es sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass dieses Projekt durch die Fremdkochen Aktion mit huettenhilfe.de um 1000 EUR gefördert wurde. (Kochbuch gibts hier)

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Unsere Straße

In diesem Blogeintrag möchten wir euch einmal die direkte Umgebung unseres Zivi-Hauses vorstellen.

Unser Zivi-Haus

Unser Zivi-Haus

Wir wohnen im Stadtviertel Somgandé, das im Norden von Ouagadougou liegt. Die Umgebung von unserem Zivi-Haus gehört eindeutig zu den reicheren Stadtteilen, wie man an einigen teilweise auch im Vergleich mit deutschen Einfamilienhäusern sehr großen Villen und dicken Autos auf den Straßen leicht erkennen kann. Außerdem hat jedes Haus fließend Wasser und ist an das Stromnetz angeschlossen. In den meisten anderen Teilen Ouagadougous gibt es - wenn überhaupt - nur einen einzigen Wasserhahn für einen ganzen Hof, auf dem mehrere Familien zusammen leben.

Da unser Stadtteil zu den gehobeneren Gegenden Ouagas gehört, ist auch auf der Straße direkt vor unserem Haus nicht so viel los, wie in anderen Teilen der Stadt, wo die Straße meist gleichzeitig als Kinderspielplatz, Hühnerauslaufgehege, Kuhweide und Müllkippe dient. Dafür können wir uns aber in unserem Viertel sehr sicher fühlen: Die Straßen sind beleuchtet und von den Nachtwächtern der umliegenden Häuser gesäumt, die in ihren Liegestühlen vor sich hindösen.

Die Straße vor unserem Zivi-Haus

Die Straße vor unserem Zivi-Haus

Unsere Straße bei Nacht

Unsere Straße bei Nacht

Direkt gegenüber von unserem Haus ist ein kleiner Laden, in dem man alle möglichen Sachen, die man mal eben schnell braucht, kaufen kann: Von Spaghetti über Eier und Seife bis Toilettenpapier gibt es einfach alles. Und morgens holen wir hier oft Baguette zum Frühstück.

Die Boutique direkt gegenüber (rechts im Bild)

Die Boutique direkt gegenüber (rechts im Bild)

In unserer Straße gibt es auch in paar Baustellen, auf denen wir aber seit wir hier sind erst einmal gesehen haben, dass auch wirklich weitergebaut wird. Wahrscheinlich wird an diesen Großprojekten immer nur so viel weitergebaut, wie der Bauunternehmer gerade bezahlen kann.

Die Bauruine nebanan

Die Bauruine nebanan

Auf der Baustelle wird weitergearbeitet

Ein seltener Anblick: Auf der Baustelle wird weitergearbeitet

Unser Nachtwächter wohnt in einer Hütte auf dem Grundstück einer solchen Bauruine direkt neben unserem Haus und er lässt uns gerne auf das Dach des halbfertigen Hauses klettern, von dem man einen fantastischen Ausblick über das ganze Viertel hat!

Ein 360°-Panorama der Aussicht von der Bauruine gibt es hier als .mov-Datei zum Download. Zum Betrachten wird der QuickTime-Videoplayer benötigt.

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Das magische Viereck

Was machen die ADAler eigentlich, wenn sie nicht gerade unterwegs sind? Wir berichten viel über unsere Missionen, doch was machen wir eigentlich den Rest der Zeit in unserem Büro?

Filme schneiden und Berichte schreiben zum Beispiel. Vorgestern wurden Video und Bericht zur Elektrifizierung des CSPS in Youba auf die SEWA-Homepage gestellt. Beide haben wir frisch von Ouaga aus auf die Server geladen.
So ein Video zu schneiden macht eine Menge Spass, ist aber nicht immer einfach. Denn in Burkina Faso laufen wir ständig Gefahr in einem magischen Viereck aus Klima, Hardware, Internetverbindung und Stromversorgung die Nerven zu verlieren. Wenn eine Festplatte das Zeitliche segnet, ein Stromausfall die Arbeit des halben Tages vernichtet, die Videobänder unter Hitze und Staub zu sehr gelitten haben oder die störungsanfällige Internetverbindung es über Wochen hinweg verhindert, den fertigen Film hochzuladen, dann ist Geduld gefragt. Und so kommt es, dass alles gerne mal ein bißchen länger dauert und verständnisvolle Mitarbeiter uns mit ein paar Gläsern Tee wieder aufpeppeln müssen.

Hier übrigens noch die Frucht unserer Arbeit, der Film zur Elektrifizierung in Youba!

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Das Müllproblem

Wohin mit all dem Müll? Ob Neapel oder Bern, die Frage stellt sich weltweit und auch Burkina kommt nicht um sie herum.

Müll ist in Ouaga allgegenwertig, er liegt überall herum. Was man nicht mehr braucht wirft man weg und da es keine Mülleimer gibt, landet alles auf der Strasse. Der Hausmüll wird meistens irgendwo in den Strassengraben oder die nächste Wiese gekippt, der Wasserbeuteutel landet an der Stelle, an dem man ihn leergetrunken hat. Dass Trinkwasser eben meist in kleinen Plastikbeuteln (0,4 oder 0,5 Liter) verkauft wird, senkt die Menge an Müll nicht gerade. Ebensowenig wie die Tatsache, dass man zu allem eine Plastiktüte bekommt. Kauft man sich eine einzelne Packung Nudeln in der Boutique direkt vor der Haustür, muss man den Verkäufer davon abhalten, sie in eine Plastiktüte zu packen. Letzerer straft einen dafür mit einem verständnislosen Blick.

Was also tun damit die Stadt nicht im Müll versinkt? Nun, die meisten verbrennen den Abfall einfach irgendwo am Strassenrand. Abends sieht man an vielen Ecken kleine oder große Müllhaufen lodern.
In Ouagadougou aber gibt es noch eine Alternative. Eine Frauenorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Stadt sauber zu halten. Die (meist alten) Frauen fahren mit Eselskarren durch die Stadt und laden von allen den Müll auf, die bereit sind dafür 1000 CFA (1,50€) im Monat zu zahlen. Wo dieser dann abgeladen wird, haben wir aber noch nicht herausgefunden.

Dass das eine echte Großtat ist, merkt man spätestens wenn man zum Beispiel nach Djibo fährt, wo es keine Frauenorganisation gibt die das Problem in Angriff nimmt. Dort ist der Boden ohne Übertreibung mit Müll bedeckt. Morgens wird der ganze Müll zu vielen kleinen kegelförmigen Häufchen zusammengekehrt und dann angesteckt. So schlängelt man sich dann als Fussgänger zwischen lauter Minivulkanen aus Müll hindurch.

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Kochbuch Download: Fremdkochen für Afrika

Get your own - Open publication

Die Rezepte aus unserer Aktion mit huettenhilfe.de gibt’s nun auch zum Download und selber-ausdrucken. Vielen Dank an alle Einsender und Sponsoren, die 1000 EUR für SEWA e.V. und ihr Projekt “Licht für Krankenstationen” in Burkina Faso möglich gemacht haben!

>> Download als PDF

(rechtsklick und “speichern unter”)

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Essen in…Gaoua - ein weiteres Serienspezial!

Auf unserer Gaoua-Reise machten wir eine großartige kulinarische Entdeckung: Foutou.

Foutou ist eine Art Tô, der aus den Kartoffel-ähnlichen Yamswurzeln gemacht wird. Dazu werden Die Yams zunächst geschält, dann gekocht, in kleine Stücke geschnitten und mit einem übergroßen Mörser gestampft. Diese anstrengende Arbeit wird fast ausschließlich von Frauen ausgeführt. Eine stampft, eine andere knetet den so entstehenden Teig. Beide Arbeitsschritte finden zeitgleich statt, wobei beide Frauen einen perfekt aufeinander abgestimmten Rhythmus haben, der verhindert, dass die eine der anderen auf die Finger stampft. Es war sehr faszinierend, die Frauen bei dieser Arbeit zu beobachten.

Schließlich wird der Teig zu großen Knödeln geformt und mit einer Tomatensoße mit Fisch und Fleich serviert. Ein Hochgenuss. A l’attaque!

Die Herstellung von Foutou haben wir auch noch in einem kurzen Film festgehalten, den wir auf dem Markt in Batie im Süden Burkinas drehten. Viel Spaß beim ansehen!

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