Afrika Helfen
Afrika Helfen.
Africa- Help.org Afrika Helfen.
:

Africa-Help.org - Afrika Helfen

Solaranlagen in Burkina Faso - SEWA

COMPUTERSCHULE IN GHANA - AIM

JUGENDZENTREN IN CABO VERDE - DELTA CULTURA

 

 

 

Alle Beiträge von Politik

NIGER: Regierung weiter auf Konfrontationskurs mit Tuareg-Rebellen

16. August 2007 – NEWSLETTER newsgroup.nordniger

Weiterhin werden willkürlich Zivilpersonen im Departement Agadez von der Armee des Nigers verhaftet. Von ihnen fehlt bislang jede Spur. Unterdessen wurden in der Region um Iferouane Landminen entdeckt, wie Zivilbevölkerung und Tuareg-Kämpfer übereinstimmend berichten

In den letzten Wochen sind vermehrt Sympathisanten des MNJ (”Mouvement des Nigériens pour la Justice”) aus den Reihen der FAN (Force armée nationale) und der FNIS (Force nationale d’intervention et de sécurité) zur Rebellenbewegung übergelaufen. Im Mai desertierten Soldaten der FNIS, die eine Uranmine von der französischen Firma AREVA in Imouraren bewachten, mit ihrem Sold und Waffen, um sich dem MNJ anzuschliessen.

Daraufhin beschuldigte die nigrische Regierung AREVA, sie würde den MNJ beziehungsweise die Tuareg-Rebellion unterstützen. Dies gipfelte am 26. Juli in der Landesverweisung von Dominique Pin, dem Vertreter von AREVA in Niger. Ende Juni wurde bereits Gilles Denamur, ein Sicherheitsexperte bei AREVA, aus dem Lande verwiesen, da er laut der Regierung des Nigers ein Komplize der vergangenen Tuareg-Rebellion von 1990- 1995 gewesen sei.

AREVA wies die Anklage wiederholt zurück. Am 27. Juli schaltete sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy ein und drängte auf eine rasche Lösung. Nach anschliessenden Gesprächen zwischen beiden Regierungen und AREVA verlängerte Niger die Verträge mit dem Uranabbauunternehmen AREVA, das in Niger bisher das Monopol besass. Der neue Vertrag verbessert die Konditionen zugunsten für die nigrische Regierung um ein Vielfaches.

Da die nigrische Regierung nach wie vor keine Kontrolle über die Rebellenbewegung im Norden hat, bat sie die Nachbarstaaten um Hilfe bei dem Umgang mit dem MNJ. Der Präsident, Mamadou Tandja, verharmlost die Rebellion weiterhin, indem er von “bewaffnetem Banditentum” und “Drogenschmuggel“ spricht, was Verhandlungen bislang unmöglich macht. Mitte Juli bot sich Burkina Faso als Vermittler zwischen Rebellen und Regierung an. Bereits in der vergangenen Rebellion wurden erfolgreiche Friedensgespräche u.a. mit Hilfe von Burkina Faso durchgeführt.

Bereits am 15. Juli 2007 gab der MNJ die Gründung eines politischen Büros bekannt, dessen Ziel es ist, die grosse Tuareg-Diaspora in der westlichen Welt zu erreichen, internationale Vertretungen und Beziehungen des MNJ aufzubauen und Spendenaktionen zu koordinieren.

Der MNJ signalisiert nach wie vor die Bereitschaft zu Verhandlungen. Dies wurde am 5. August mit der Befreiung von sechs Soldaten, die im Angriff auf Tazerzayt gefangen genommen worden waren, zusätzlich unterstrichen.

Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, überfiel der MNJ vom 9. auf den 10. August ein Elektrizitätswerk, das Uranabbauminen von AREVA mit Strom versorgt, sowie ein Treibstofflager in Agadez, das von der FAN genutzt wird. Bei nachfolgenden Gefechten zwischen dem MNJ und der FAN wurden zwei Zivilisten von der nigrischen Armee getötet…

Für mehr Informationen:

Link Deutschsprachig à http://de.indymedia.org/2007/07/188674.shtml
Link Französisch à http://lille.indymedia.org/spip.php?article9732
Link Englischsprachig à http://www.indymedia.org.uk/en/2007/07/377118.html
Email: newsgroup.nordniger[at]yahoo.de
Internetseite: newsgroup-nordniger.blogspot.com
Internetseite des MNJ: http://m-n-j.blogspot.com/
Nachrichtenagentur Reuters: http://www.reuters.com/, http://africa.reuters.com/NE/
newsgroup.nordniger berichtet über Ereignisse im Norden Nigers seit Frühjahr 2007, insbesondere über die Aktivitäten von MNJ und alle damit in Zusammenhang stehenden Ereignisse und Hintergründe. In der newsgroup.nordniger sind engagierte Menschen aus dem deutschsprachigen Raum aktiv, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die ansonsten nicht bzw. wenig verbreiteten Nachrichten über die Situation im Norden von Niger, die sog. Tuareg-Rebellion, die Aktivitäten von MNJ und alles, was damit im Zusammenhang steht, weiter zu verbreiten. newsgroup.nordniger steht in Kontakt mit anderen Gruppen gleicher Zielsetzung.

Kommentare

UNO will Soldaten in den Sudan schicken

Sudan KarteDem seit 4 Jahren andauernde Darfur Konflikt soll nun seitens der UNO begegnet werden. Mit der Resolution 1769 geht die Entsendung von etwa 26.000 Soldaten einher, die vor allem zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Verhinderung von Völkermord arbeiten sollen.

Kritiker bemängeln die geplante Mission, der eine Vorbereitungszeit von 12 Monaten zugeschätzt wird. Das Eingreifen erfolge zu spät und nötige Vollmachten fehlten, um einem effektiven Schutz der Bevölkerung dienlich zu sein. So dürfen Milizen erst entwaffnet werden, sobald von deren Seite ein Angriff erfolgt. Generell wird das Eingreifen, initiert der drei Vetomächte USA, Großbritannien und Frankreich, international begrüßt - immerhin sei es nach wie vor dringend nötig.

Deutschland wird sich an der Mission nicht beteiligen, die Engagements in Kosovo und Afghanistan gehen momentan vor.

> Telepolis - Spätes Eingreifen
> wikipedia - Darfur Konflikt
> Africa-Help.org - Eye on Darfur - Satellitenbilder von der Krise

Kommentare

NIGER: Erneute Tuareg-Rebellion: Hypotheken der Vergangenheit?

Seit Februar dieses Jahres schwelen im Norden der Republik Niger erneut Unruhen. Bereits werden zahlreiche Tote – darunter auch Zivilisten – und Vermisste gemeldet. Werden ungelöste Konflikte zur Neuauflage der Ereignisse von 1990-95 führen?

Zahlreiche Tuareg rund um Vertreter der Tuareg-Rebellion der Neunziger Jahre haben sich im vergangenen Februar zu einer neuen Front mit dem Namen „Mouvement des Nigériens pour la Justice“*, kurz MNJ, zusammengeschlossen. Seither ist es zu mehreren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Armee des Niger und dem MNJ gekommen. Auch wurden mehrmals kommerzielle ausländische Einrichtungen angegriffen, so zum Beispiel ein Uran-Bergwerk der französischen Firma Areva.

Die Verhaftung und Ermordung von drei zivilen, hochbetagten Tuareg-Männern durch das Militär in der Region Tezirzayt (inzwischen durch mehrere, auch militärische Quellen in Niger bestätigt) und Vermisstmeldungen von über 250 nach Verhaftungen verschwundenen Zivilisten, brachte den Konflikt zur Eskalation. Als Vergeltungsakt haben die Rebellen des MNJ einen Angriff auf den militärischen Stützpunkt in Tezirzayt unternommen, wobei 17 nigrische Soldaten getötet, weitere 43 verletzt und über 70 gefangen genommen wurden. Kurz nach dem Angriff rief der MNJ das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) an, die medizinische Versorgung der schwerverletzten Gefangenen zu sichern. Am 25. Juni wurden die 30 schwerstverwundeten Soldaten freigelassen und einer Delegation des IKRK zur Überführung ins Spital von Arlit übergeben.

Trotz der internationalen Beachtung, welche die Ereignisse in den letzten Wochen fanden, spricht die Regierung des Niger weiterhin von “bewaffnetem Banditentum” und “Drogenschmuggel“. Sie weigert sich, die Tuareg-Rebellen und ihre Organisation MNJ anzuerkennen, welche sich gemäss der MNJ-Website für alle Nigerier, unabhängig ihrer ethnischen Zugehörigkeit, einsetzt. Entsprechend haben sich bereits zahlreiche Nicht-Tuareg den MNJ-Kämpfern angeschlossen.

Neben der Weigerung der Regierung, die Rebellion anzuerkennen, wird eine aktive Pressezensur betrieben: Am 1. Juli wurde die unabhängige Zeitung “Aïr Info” in Agadez aufgrund ihrer Berichterstattung über die Geschehnisse für 3 Monate suspendiert. Drei andere private Zeitungen in Niamey erhielten Verwarnungen.

Aktuell hat der französische Radiosender RFI Radio France International ein Sendeverbot für 1 Monat erhalten. RFI hatte gegen das Verbot der Regierung von Niger, einen Sonderberichterstatter in die Konfliktzone zu entsenden, Widerspruch eingelegt. Der RFI-Sonderberichterstatter Moussa Kaka, ist daraufhin von einem der obersten nigrischen Militärs, General Moumouni Boureima, mit dem Tode bedroht worden.

Die Tuaregrebellen haben mehrmals ihre Bereitschaft zu Gesprächen mit der Regierung signalisiert. Dies jedoch unter der Bedingung, dass diese ihre Organisation MNJ als Rebellionsbewegung anerkennt.

Mehrmals kuriserten (allerdings unbestätigte) Informationen, gemäss welchen die Regierung des Niger andere Länder um militärische Untersützung angefragt hätte. Zuletzt wurde am 3. Juli auf der Website des MNJ gemeldet, Präsident Mamadou Tandja wolle von der Ukraine Kampfhubschrauber des Typs MI-24 erwerben, um die Lager des MNJ anzugreifen.

Die Gründe für den Konflikt sind in der anhaltenden Benachteiligung des Nordens sowie in der Ausbeutung und Exploration (insbesondere durch Frankreich und China) der reichen Uranvorkommen zu sehen, die ein bedeutendes Gesundheits- und Umweltrisiko für die dort lebende Bevölkerung darstellt. Unter der Mediation von Frankreich, Algerien und Burkina Faso war 1995 der letzte bewaffnete Aufstand der Tuareg durch ein Friedensabkommen zwischen den Tuareg und der nigrischen Regierung beendet worden. Dieses Abkommen beinhaltet neben einer umfassenden administrativen und militärischen Dezentralisierung des Landes auch vermehrte Investitionen in die nördliche Region, insbesondere in das Bildungswesen und die medizinische Grundversorgung. Ebenso wurde der Bevölkerung des Nordens, grösstenteils aus Tuareg bestehend, gewisse Selbstverwaltungsrechte zugestanden. Gemäss dem MNJ wurden die Zugeständnisse aus dem Friedensabkommen von 1995 von der Regierung allerdings nur punktuell bis gar nicht in Tat umgesetzt.

* Bewegung der Nigerier für die Gerechtigkeit

newsgroup.nordniger

newsgroup.nordniger berichtet über Ereignisse im Norden Nigers seit Frühjahr 2007, insbesondere über die Aktivitäten von MNJ und alle damit in Zusammenhang stehenden Ereignisse und Hintergründe.


In der newsgroup.nordniger sind engagierte Menschen aus dem deutschsprachigen Raum aktiv, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die ansonsten nicht bzw. wenig verbreitete Nachrichten über die Situation im Norden von Niger, die sogenannte. Tuareg-Rebellion, die Aktivitäten von MNJ und alles, was damit im Zusammenhang steht, weiter zu verbreiten.

newsgroup.nordniger steht in Kontakt mit anderen Gruppen gleicher Zielsetzung.

E-Mailadresse:

Internetquelle MNJ: http://m-n-j.blogspot.com/

siehe auch: RFI
http://fr.news.yahoo.com/afp/20070719/tbs-niger-france-violences-touareg-armee-f41e315.html
und: REUTERS
http://www.alertnet.org/thenews/newsdesk/L19455420.htm

Kommentare

Kanzlerin Merkel zum G8 Schwerpunktthema Afrika

Videopodcast mit Kanzerlin MerkelDie deutsche Kanzerlin Angela Merkel äußert sich in einem Video Podcast zum Thema Afrika und wie sie sich engagiert. Zunächst zählt sie einige Prominente auf, mit denen sie sich “getroffen und diskutiert” hat.

So sei die Hilfe für Afrika in erster Linie aus “humanitären Gründen” wichtig, Frau Merkel lässt aber auch nicht außer Acht, dass man mit vorbeugender Hilfe “Flüchtlingsbewegungen” entgegenwirken kann. Um positive Ergebnisse zu erzielen, verspricht die Kanzerlin erhöhte Entwicklungsgelder.

>> zum Videopodcast | bundesregierung.de

Kommentare

Wahlausgang in Nigeria mit neuem Präsidenten und Toten

Trotz Kritik und Drohungen seitens der Konkurrenten konnte Yar’Adua, ein 56 jähriger Muslim, sich in den Wahlen zum neuen Präsidenten Nigerias behaupten. Die Volksdemokratische Partei bleibt damit unter einem neuen Präsidenten an der Macht.

Dagegen sind nationale wie internationale Beobachter der Ansicht, die Wahlen seien “nicht glaubwürdig” und würden “internationalen Standarts nicht entsprechen”.

Gruppen aus den verschiedenen Lagern sind verantwortlich für über 200 Tote, darunter sehr viele Polizisten. So sollen Menschen in einigen Fällen mit Gewalt zur Abgabe ihrer Stimme für eine bestimmte Partei gezwungen und tausende Stimmzettel durch Gewaltätige gestohlen worden sein.

Weitere Konflikte werden befürchtet.

Die Oppostionsparteien haben vor, das Ergebnis der Wahlen vor Gericht anzukämpfen. Ob sie damit eine Chance haben, sei in Frage gestellt. Sicher ist jedoch, dass die Spaltung des Landes in Muslime und Christen weitere Konflikte hervorrufen wird.

Als achtgrößter Ölproduzent spielt Nigeria auch für westliche Industrie-Vertreter eine bedeutende Rolle. Unruhen im Land könnten gerade seitens der USA politische Reaktionen mit sich ziehen, der Ölpreis ist mittlerweile gestiegen.

Der amtierende Präsident Yar’Adua zweifelt jedoch weder an Ergebnissen noch an der Sicherheit in Nigeria.

> Telepolis - Umstrittener Wahlausgang in Nigeria
> Africa-Help.org - Nigeria’s Öl - Eher Fluch als Segen?

Kommentare

Jeffrey Sachs zum Thema Hilfe für Afrika

Jeffrey Sachs, US-Ökonom und Berater bei den UN Millenium Development Goals, gab der Süddeutschen Zeitung ein Interview.

Keiner in Europa glaubt daran, irgendwelche Ziele erreichen zu können. Man wartet lieber bis zur nächsten Wahl, bevor heikle Themen wieder thematisiert werden. Es gibt zu viele Zweifel und deshalb in Afrika keine Chance, die Nahrungsmittelproduktion, den Infrastrukturaufbau oder den Kampf gegen die Malaria auch nur zwei Jahre im Voraus zu planen. Wir stecken fest, müssen um minimale Beträge kämpfen und warten Jahr für Jahr auf das große Geld. Dabei sollten wir uns längst ernsthafte Gedanken darüber machen, was wir mit den versprochenen 50 Milliarden Dollar in Afrika überhaupt anstellen wollen.

Die Haltung im Interview, dass Afrika aus europäischer Sicht vor allem zum Selbstschutz geholfen werden sollte, muss im Kontext des Interviews gesehen werden, in dem es um die Frage langfristig gedachter Politik geht.

> sueddeutsche.de - Jeffrey Sachs Interview “Noch sind wir zu retten”
> Wikipedia - Jeffrey Sachs

Kommentare

USA widmet Afrika eigenes Militär-Kommando

africausa.jpgUm der wachsenden geostrategischen Bedeutung Afrikas gerecht zu werden, will die US-Regierung laut Verteidigungsminister Robert M. Gates nun die 5 bisherigen, lokalen Militär-Kommandos auf 6 erweitern.

weltkarte usaBis jetzt wurde Afrika vom Kommando USEUCOM kontrolliert, dessen Sitz sich in Stuttgart befindet. Doch nun soll das “United States Africa Command” die Befehlsstrukturen für diese Regionen “integrieren und zentralisieren”.

Die neue Befehlsstelle soll zum “Schutz nichtmiliträischer Missionen und sofern es nötig ist, auch für militärische Operationen zur Verfügung stehen”, so Gates.

Ökonomisch ist Afrika für die USA sehr bedeutend, es ist trotz der weit verbreiteten Armut in der Bevölkerung in weiten Teilen mit großer Rohstoff-Reichheit gesegnet. Außerdem gilt es als großer Absatzmarkt für die kommenden Jahrzehnte und in solchen Fällen haben sich gesicherte Verhältnisse für hegemoniale Mächte schon immer als äußerst lohnenswert gezeigt.

Diplomatisch fragwürdig ist die Aktion vor allem durch den aktuellen Besuch des chinesischen Regierungschefs Hu Jintao. China hat die Beziehungs zu vielen afrikanischen Staaten in den letzten Jahren erheblich erweitert. Es geht um Erdöl und Gas, auch Konsumgüter wird der ehemals kommunistische Staat hier los - das Handelsvolumen zwischen den China und Afrika wird auf 50 Milliarden Dollar jährlich geschätzt. China zahlt darüberhinaus große Summen an Entwicklungshilfe.

Mehr Infos
> US Department of Defence - offizielle Pressemitteilung
> Deutsche Welle - Hu Jintao: Afrika’s Lieblingsgast
> Africa-Help.org Blog - China investiert in Afrika

Kommentare

„Partnerschaft mit Afrika – Ein Resümee“

Das Afrika Forum „Partnerschaft mit Afrika – Zwei Generationen, eine Zukunft“ ist nun schon 10 Tage alt, der Trubel in Ghana vorbei, und es scheint, als waere vieles so, wie es vorher war. Das stimmt so nicht ganz. Die Ergebnisse des Forums können einiges bewegen, müssen es aber zwingerweise nicht.

Solomon, Gernot Erler, Anne-Christine von Duhm

Für AIM. war es nicht das Forum, da wir hierfür keine Akkreditierung erhalten haben, aber ein Side-Event, welches uns einen enormen Schritt voran gebracht hat.

Es war uns möglich in das Golden Palm Beach Hotel vorzudringen. Verkleidet als ghanaischer Politiker und deutscher Jungunternehmer sind wir (Solomon Appiah & Jörn Preuß) vorbei an den Sicherheitskontrollen bis in die Lobby des Edelhotels vorgestossen, an dem sich die hochrangig vertretenen Forumsteilnehmer zum Plausch nach dem Forum versammelten. Sechs Staatspräsidenten, führende Politiker aus Deutschland und Afrika, afrikanische und deutsche Jungunternehmer, und, nicht zu vergessen, ein ordentlicher Schwung an Journalisten waren in dem Hotel untergebracht. Die ganz großen Namen saßen wohl noch in Besprechungen, aber mit dem Angebot der Anwesenden waren wir zufrieden. Nachdem wir es uns ein wenig gemütlich gemacht hatten, kamen wir auch schon mit verschiedenen Teilnehmern ins Gespräch. Diese vermittelten uns, dass dieses Forum die Erwartungen übertreffe: frische Ideen der Jungunternehmen, Detailfreudigkeit, rege Beteiligung der Präsidenten. Klingt vielversprechend. Ebenso Gernot Erler, Schirmherr von AIM. und Staatssekretär im Auswärtigen Amt, zeigte sich vom Forum begeistert, wie er uns in einem Privatgespräch erklärte. Hört sich alles nicht schlecht an.

Solomon with Southafrica Businessman

Die Abschlußerklärung der „Gruppe von jungen Führungspersönlichkeiten“ von Accra liest sich zukunftsweisend. Worte der Dankbarkeit erhört zu werden, aber eben auch eine Reihe von Forderungen an die Staatsoberhäupter und Politiker bezüglich der Themen „Umwelt und natürlicher Lebensraum“, „Alltägliche Gewalt und bewaffnete Konflikte“, „Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten“ sowie „Politische Partizipation“ verdeutlichen die Bedeutung, welche die jungen Führungspersönlichkeiten dem Afrika Forum zumessen. Diese Forderungen gehen dabei an Afrikanische Staaten und auch Deutschland bzw. Europa.

Damit schließt sich der Kreis zu der Eröffnungsrede von Horst Köhler, in welcher er betont hatte,

dass wir im Norden unser Verhalten ändern müssen.“

(Zitat von Horst Köhler, Eröffnungsrede zweites German Africa Forum, 12.01. – 14.01.2007, Accra, Ghana, )

Jörn Preuß

Internationaler Kulturmanager & AIM. Projektkoordinator in Ghana

Tipp: Es lohnt sich im Internet nach der Abschlußerklärung der jungen Führungspersönlichkeiten zu recherchieren, z.b. deutsche Botschaftsseite in Accra.

[Kommentare ausdrücklich erwünscht und erhofft!]

Kommentare

Partnerschaft mit Afrika

Ganz Ghana steht die Tage Kopf. Zum ersten Mal in der Geschichte Ghanas besucht ein deutscher Präsident das Land an der Goldküste. Grund hierfür ist das von Bundespräsident Horst Köhler initiierte zweite „German Africa Forum – Partnerschaft mit Afrika“, welches vom 12. bis 14. Januar im “Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre” in Accra stattfinden wird.

Unter dem Motto „Zwei Generationen – eine Zukunft“ treffen hochrangige Staatschefs, Intellektuelle und Jungunternehmer aus Europa, insbesondere Deutschland, und aus westafrikanischen Staaten zusammen, um über eine weitergehende Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika zu diskutieren, und sich in vier Arbeitsgruppen ueber Bildung, Konflikte, Umwelt und Politik auszutauschen.

Bereits bei dem ersten Treffen 2006 in Wittenberg machte die Botschafterin der Republik Mali, Fatoumata Siré Diakité, mit dem plastischen Satz „wenn Europa sich nicht in Afrika engagiert, kommen meine Landsleute eben nach Europa“ klar, worauf es den afrikanischen Staaten bei diesem Forum ankommt. Ebenso Bundespräsident Horst Köhler verdeutlichte in seiner Einladung die Bedeutung des zweiten Afrikaforums: „Am Schicksal Afrikas entscheidet sich die Menschlichkeit unserer Welt”.

Wie viele andere in Afrika tätige Nicht-Regierungs-Organisationen hat sich auch AIM. erfolglos um eine Akkreditierung für das Treffen in Accra bemüht, um den Teilnehmern in der Arbeitsgruppe Bildung ihr Konzept für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit und ein Vorbeugen des Emigrationsgedankens in Afrika vorzustellen. So bleiben die Politiker und Unternehmer unter sich, ohne den Arbeitern an der Basis Gehör zu schenken.

African Information Movement wird dennoch nach Accra reisen und über private Kanäle sich mit dem ein oder anderen interessierten hochrangigen Politiker treffen, und ihnen die Dringlichkeit einer ehrlichen Partnerschaft mit Afrika ans Herz zu legen, damit der propagierte Dialog auf gleicher Augenhöhe ein Stückchen näher in den Focus gerät.

AIM. – Projektmanager Solomon Appiah und Projektkoordinator Jörn Preuß werden sich in Accra unter anderem auch mit Gernot Erler besprechen, Schirmherr von AIM., Mitglied des Bundestages und Staatsminister im Auswärtigem Amt.

Nähere Details der Reise werden im Anschluß bei Africa-Help.org veröffentlicht.

Jörn Preuß

Internationaler Kulturmanager & AIM. Projektkoordinator in Ghana

[Kommentare ausdrücklich erwünscht und erhofft!]

Kommentare

China investiert in Afrika

Hu JintaoDer chinesische Staatschef Hu Jintao sagte diesen Samstag auf einem Gipfel mit 41 afrikanischen Regierungschefs in Peking einen umfassenden Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu. Durch Schuldenerlass und spezielle Fonds soll schon bis zum Jahre 2010 das Handelsvolumen auf 10 Mrd. USD verdoppelt sein.

Doch auch in Sachen Entwicklungshilfe sind gab es großmundige Versprechungen. 100 Schulen und 40 Krankenhäuser will China bauen. Zusätzlich sollen 30 Mio. EUR für den Kampf gegen Malaria bereitgestellt werden.

Schon lange hat China ein Auge ( >> Afrika und sein Reichtum ) auf Afrika geworfen. Der Kontinent braucht Handelspartner und hat in China ein gigantischen Schwellenland in guter Investitionslaune und Suche nach Absatzmärkten gefunden.

Von europäischer und amerikanischer Seite kam immer wieder die Kritik, dass humanitäre Notsituationen nicht beachtet und Diktatoren weiter unterstützt werden. So wie im Sudan, wo die Regierung sich das Öl angeblich direkt mit Waffen aus China bezahlen lässt, um die eigene Macht zu erhalten. (>> Notsituation in Darfur )

Das Engagement von China muss aus mehreren Perspektiven betrachtet werden. Immerhin aber setzt China den schwarzen Kontinent keiner wirtschaftlichen Isolation aus, wie sie von Westen kommt. China will “ZDF heute” zufolge in den nächsten Jahren 15.000 Afrikaner weiterbilden, Agrarexperten entsenden und 10 Zentren für landeswirtschaftliche Technologie in Afrika einrichten.

Mehr Informationen
> ZDF heute - China verspricht Milliarden für Afrika
> nachrichten.ch - China sagt Afrika neue Hilfe zu - Verständnis für Sudan
> Wikipedia - Darfur Krise

Kommentare (1)

« Vorherige Seite

Blog Information Profile for k0ochy

Add to Netvibes

Design based on Beccary, Weblogs.us and Africa-Help.org

Africa-Help.org Sponsoren - Werbit, Spreadshirt & HUYNH Communications

· XHTML · CSS



2005-2008 Africa-Help.org e.V. | Impressum & Kontakt | Presse
Details Blog Beitraege