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COMPUTERSCHULE IN GHANA - AIM

JUGENDZENTREN IN CABO VERDE - DELTA CULTURA

 

 

 

Alle Beiträge von Projekt AIM

Herausforderungen für die kommenden Monate

Liebe Blogleser,

in den letzten Wochen haben wir stets über den ghanaischen AIM.-Jugendclub informiert. Für manche mag es den Anschein gemacht haben, dass das Hauptprojekt von AIM, der Bau des lokalen Ausbildungszentrums (des „community computer-training centre”), stillsteht, was jedoch unter keinen Umständen der Fall ist. Der Jugendclub ist derzeit unser Flaggschiff. Er repräsentiert unsere Aktivitäten in Ghana und weltweit. Die Arbeit mit den Jugendlichen, das Feedback, das wir von ihnen bekommen, gibt uns den notwendigen Rückhalt und die Bestätigung, dass unser Konzept Früchte trägt. So segelt relativ unbemerkt neben dem Flagschiff das große AIM.-Projekt. Heute möchte ich euch einen kurzen Überblick über die Aktivitäten geben, die an Bord des 4-Masters vor sich gehen.

Fund Raising

Wie im täglichen Leben nicht anders, spielt Geld eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, gute Ideen in die Tat umzusetzen. Dokumente drucken und fotokopieren, sowie Transport- und Kommunikationskosten sind nur kleine Beträge, aber zusammengerechnet schluckt es eine Menge der administrativen Ausgaben. Hinzu kommen die Kosten für den Bau des Ausbildungszentrums. So ist auch AIM. auf Gelder angewiesen, und setzt Priorität in die Beschaffung von Finanzmitteln. In Ghana ist das nicht ganz einfach, jeder Schritt erfordert doppelte Mühen. Dennoch ist es unser Ziel, mittelfristig in Ghana Unternehmen, Stiftungen, Botschaften und gemeinnützige Gesellschaften zu kontaktieren, und um finanzielle Unterstützung zu werben. Die Späher haben ihre Posten bezogen, während unter Deck die Verantwortlichen Anträge schreiben. Es gilt perfekt vorbereitet zu sein, damit im richtigen Moment die dicken Fische im Netz landen.

Öffentlichkeitsarbeit

Vor etwa einem Jahr haben wir unser ghanaisches Schiff offiziell mit dem NGO-Zertifikat auf den Namen AIM. getauft. Mit unseren Aktivitäten konnten wir viele von unserem Konzept überzeugen. Dies gilt es nun noch weiter auszubauen. Eine große Schlange von Matrosenanwärtern, welche als Mitglied bei AIM. aufgenommen werden möchten, hat sich in unserem Heimathafen Komenda gebildet. Gleichzeitig möchten wir die Organisation und unser Konzept noch weiter publik machen und somit Unterstützer, Förderer und Partnerorganisationen gewinnen. Ein wichtiger Schritt dabei war, dass wir Ekow Mensah-Shalders, General Manager der drittgrößten ghanaischen Radiostation (Melody FM), als unseren ehrenamtlichen Publicity Manager an Board ziehen konnten. Mit seinen Erfahrungen und Kontakten wird er uns eine notwendige Stütze sein, die AIM. Flotte gemessen an ihren Zielen, Aufgaben und Aktionen erfolgreich nach außen zu präsentieren.

Bau der Schule

Wie bereits erwähnt, spielen hier die Kosten eine wichtige Rolle. Wir sind auf jede noch so kleine aber entscheidende Unterstützung angewiesen, damit der Bau unseres „Community computer-training centre” voranschreiten kann. An uns selbst ist es aber auch, vorab die notwendigen Schritte vorzubereiten, damit der Bau zügig starten kann, sobald die finanziellen Mittel ausreichend vorhanden sind. Die Probleme beim letzten Bauabschnitt (Teil 1 der Fundamentlegung) wurden von einem Projektteam evaluiert, geeignete Maßnahmen entwickelt. Die Ergebnisse werden nun dem ghanaischen Vorstand zur Entscheidung vorgelegt. So werden wir Zeitverzögerungen und erhöhte Kosten während des Bauvorgangs vermeiden, damit die Flotte auch weiterhin in sicheren Gewässern verkehrt.

Jugendclub

Angedacht ist, dass wir unsere Jugendaktivitäten auf einzelne, ausgewählte Dörfer ausweiten. Es gibt bereits mehrere Anfragen von Nachbarsgemeinden, welche von unseren Aktionen, unserem Konzept, überzeugt sind. Eine solche Ausweitung der Aktivitäten gilt es gut zu planen, damit die Anforderungen nicht unsere Kapazitäten und Ressourcen sprengen. Gleichzeitig gewähren wir unserem bislang einzigen ghanaischer Jugendclub die nötige Aufmerksamkeit. Regelmäßig trainieren wir die Verantwortlichen, erarbeiten und überarbeiten gemeinsam Konzepte und schulen einzelne Jugendclubmitglieder, damit unser Flaggschiff das bleibt, was es ist: Das AIM. Aushängeschild in Ghana und weltweit.

Liebe AIM. Interessenten, ich denke, damit konnte ich euch einen kurzen Überblick über die Situation geben, in der sich AIM. in Ghana derzeit befindet. Bei offenen Fragen, Ideen sowie Unterstützung jeglicher Art, freue ich mich sehr auf euren Kommentar, Email oder auch Anruf.

Soviel für heute, herzliche Grüße aus Ghana,

Jörn Preuß

Project Director

African Information Movement (AIM.)

Komenda, Ghana

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Übung macht den Meister

Mittlerweile haben sich der Theater- und der Singworkshop am Freitag- bzw. Samstagnachmittag etabliert.
Während des Theaterworkshops vergangenen Freitag beschäftigten wir uns hauptsächlich mit Übungen, die dazu dienen, den Bühnenauftritt „lebendiger” zu gestalten. Dazu versuchten wir geräuschlos mit etwa 8-10 „Statisten” eine Baustelle als Kulisse zu erstellen. Die verschiedenen Schauspieler mussten also geräuschlos verschiedene Arbeiten, die auf einer Baustelle stattfinden, darstellen, wie z.B. Graben mit einer Schaufel, Eimer schleppen usw. Das Ganze hört sich relativ einfach an, ist aber ganz schön schwer, reibungslos hinzukriegen, damit die Kulisse anschließend nicht das eigentliche Theater, also z.B. den Dialog im Vordergrund, stört.
Mit solchen und ähnlichen Übungen beschäftigen wir uns momentan, um eine gewissen Grundlage an schauspielerischen Fähigkeiten zu erarbeiten, und auch eine gewissen Routine hineinzubringen, damit anschließend bei Proben zu einem geplanten Theaterstück die grundlegenden Dinge keine Hindernisse mehr darstellen und der Akzent auf das Schauspielern gelegt werden kann.
Am Anfang verhielten sich die jungen Schauspieler alle noch etwas zögerlich auf dem neuen „Terrain”, nicht lange allerdings und das Ganze wurde zu einer sichtlich amüsanten Angelegenheit, die durch ein paar schauspielerische Albernheiten gekrönt wurde.
Wir werden versuchen, uns in der nächsten Zeit erst einmal mit solcher Art von Aufgaben aufzuhalten, um ein paar grundlegende Fähigkeiten, die später beim Einüben eines Stückes hilfreich sein werden, einfach noch einmal durchzugehen. Falls hier jemand geeignete Übungen oder Ideen hat, immer her damit!
Vorerst einmal zum Singen, das am Samstagnachmittag nach dem General Assembly stattfand. Diese Woche waren wir mit drei verschiedenen Liedtexten ausgestattet, die sich die Jugendlichen die Woche zuvor ausgesucht hatten: „Killing Me Softly” in der 1996er Version von den Fugees und der relativ aktuelle Titel „Ghetto” von Akon, einem englischsprachigen Künstler aus dem Senegal. Für ein erstes Treffen mit Singen lief alles ziemlich gut, und ich denke die Chorgruppe wird schnell voranschreiten können, sodass sie die Musikstücke mit einigen „Extras”, wie Solos und Hintergrundchor usw. ausstatten können.
Am Samstag fand dann wie jeden Samstag auch die Jugendclubvollversammlung statt, der alle Mitglieder teilhaben, da hier vor allem organisatorische Dinge angesprochen werden. Natürlich kommen samstags hin und wieder auch besondere Workshops hinzu, wie es in meinem letzten Bericht bereits erwähnt wurde, wenn z.B. Vertreter der Ghana AIDS-Commission Vorträge zu besonderen Themen halten, wie Herr Dramani zwei Wochen zuvor.

Bei dem letzten Samstagsmeeting wurden unter anderem sogenannte „task forces” ins Leben gerufen. Die „task forces” – die neue „Errungenschaft” des Jugendclubs – sind im wörtlichen Sinne „Aufgabengruppen”. Das Ziel dieser Gruppen ist es, fixiert auf ein spezifisches Problem Komendas (wie z.B. Müllverschmutzung) eine Art Projekt zu entwickeln, das zur Lösung des jeweiligen Problems beitragen soll.
Momentan gibt es zwei dieser Gruppen. Die eine versucht nach Lösungen für die erheblichen Trinkwasserversorgungsprobleme zu finden, die andere soll sich mit der Verbesserung der internen Strukturen des Jugendclubs auseinandersetzen, denn noch hapert es hier und da, wenn es auf ein „eingespieltes Miteinander” des Jugendclubvorstandes geht. Hier wird die Gruppe nun ansetzen und Verbesserungsvorschläge einbringen, um die Organisation von Treffen durch den Vorstand zu erleichtern. Innerhalb dieser Woche werden von beiden Teams Ergebnisse erwartet. Genaueres dazu dann im Laufe der nächsten Blogeinträge.

Liebe Grüße aus Ghana,
Max Obbarius
Volunteer bei AIM. in Ghana

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Ereignisreiche Woche in Komenda

Wie ich ja im letzten Eintrag erwähnte, stand innerhalb der vergangenen Woche relativ viel an.
Vorbereitung zum Drama Workshop

Am Donnerstag fand ein kleines Vorstandstreffen statt, das sich mit den Vorbereitungen für den „Drama-Workshop“ am folgenden Freitag beschäftigen sollte. Teil dieses Vorbereitungstreffens sollten diesmal vor allem Mitglieder des „jüngeren“ Jugendclubvorstandes sein. Dieser jüngere Jugendclubvorstand ist im Prinzip die Nachfolgegeneration des regulären Clubvorstandes. Eine Aufteilung in einen „jüngeren“ und „älteren“ Clubvorstand soll bewirken, dass die jüngere Generation sozusagen ihren kommenden Aufgaben gewachsen ist, bevor sie die Positionen der älteren Generation übernehmen, indem sie durch Einbindung in die Führung des Jugendclubs bereits Erfahrung in einigen Aufgabenbereichen erhalten.

Das Vorbereitungstreffen selber war eigentlich sehr erfolgreich, was das Strukturieren der kommenden Session anging. Sogar verhältnismäßig pünktlich fanden sich die drei Kandidaten, der Younger President, der Younger Treasurer (Schatzmeister), sowie der Porter („Hausknecht“) bei mir ein, um die Planung in Angriff zu nehmen. Es wurde unter anderem festgelegt, wer vorerst die „Führungsposition“ bei den kommenden Treffen innehalten solle; diese Aufgabe sollte auf Francis fallen, den Younger President. Weiterhin wurde eine Art Zeitplan erstellt, der dazu dienen sollte, etwas mehr Struktur in solche Treffen mit der Theatergruppe zu bringen, die ansonsten mehr oder weniger aus freien Stücken zusammenmodelliert werden. - Ein durchaus fruchtbares Treffen also.

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Ein kleines „Drama“

Umso frustrierender war dann die Situation am nächsten Tag: Alle waren da, nur nicht Francis, der eigentlich durch die ganze Session führen sollte. Das war eigentlich das gewesen, womit ich am wenigsten gerechnet hatte - völlig unvorbereitet musste ich also irgendwas aus dem Stand inszenieren, um die Mitglieder zu beschäftigen. Da ich weder etwas über die bisherigen Theaterstücke, die der Jugendclub in der Vergangenheit einstudiert hatte, wusste, noch sonderlich mit den Mitgliedern der Theatergruppe und deren Erwartungen vertraut war (für mich war dies ja schließlich der erste richtige Workshop, dem ich teilhatte), wusste ich zuerst nicht richtig was ich anstellen sollte. Nachdem ich die Mitglieder gefragt hatte, was denn in ihrem Interesse liege und ich eine Art Antwort wie „keine Ahnung, was wir wollen“ erhielt, entschied ich mich dann einfach für die „Schauspielern aus freien Stücken“-Version. Mit anderen Worten, es wurden immer 2-3 zufällig ausgewählte Personen ausgewählt, die eine Szene spielen sollten, die vorher in einem gemeinsamen Beschluss festgelegt worden war. Z.B. sollte ein Streit zwischen einer Tochter und ihrem Vater gespielt werden - ein festes Skript für den Inhalt gab es dabei nicht; sprich es ging nicht um den Inhalt des Stückes, sondern vielmehr um die Fähigkeiten etwas spontan und möglichst überzeugend herüberzubringen. Ein anschließendes Feedback von Seiten der restlichen beobachtenden Mitglieder sollte dann positive, wie auch negative Kritiken beinhalten, die zu einer Verbesserung der Schauspielfähigkeiten der Darsteller führen sollten. So wurden die Darsteller darauf aufmerksam gemacht, wenn sie zu leise sprachen oder wenn sie sich nicht zum Publikum wandten. Genauso wurden gute Performances durch Applaus und positive Kommentare hervorgehoben.

Großversammlung am Samstag

Am Samstag kam es dann zu unserem wöchentlichen „general assembly“, wobei die Mitglieder durch ihre fast makellose Pünktlichkeit sehr überzeugten! (Bis auf 2-3 Ausnahmen waren die ca. 30 Mitglieder alle pünktlich - Um so eine Statistik würde uns meine Schule in Deutschland beneiden.)

Abgesehen von einigen organisatorischen Dingen die anstanden, war der eigentliche Kern des Treffens ein Referat zu dem Thema „richtige Entscheidungen treffen (good decision-making)“. In dem Referat, das von unserem Gast von der „Central Regional Ghana Aids Commission“, Herrn Dramani, vorgetragen wurde, wurde den Jugendlichen verdeutlicht, wie schwerwiegend Entscheidungen das Leben eines jeden Einzelnen beeinflussen können. Ein sehr wichtiges Thema, bedenkt man doch, dass mir gerade einen Tag zuvor eines meiner Nachbarsmädchen von ihrer Freundin erzählt hatte, die im Alter von 16 Jahren schwanger geworden ist. Und wie Herr Dramani an eben dem Schwangerschaftsbeispiel richtig feststellte, kann der betroffene Junge in diesem Fall leicht behaupten, dass dies nichts mit ihm zutun habe - bei dem schwangeren Mädchen dürfte sich das jedoch spätestens ab dem dritten Monat als etwas schwieriger erweisen. Von daher auch Herrn Dramanis Appell an die Jugendlichen, wie wichtig es sei, Entscheidungen überlegt und nicht leichtsinnig zu treffen. Ein sehr sinnvolles Referat also, das sich die Jugendlichen hoffentlich zu Herzen nehmen.

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Der ursprünglich für den Samstagnachmittag geplante „Singing-workshop“ fiel auf Grund von Zeitmangel, hervorgerufen durch den oben genannten Vortrag, an diesem Samstag auf Wunsch der Teilnehmer aus und wurde um eine Woche verschoben. Darüber also dann in einer Woche mehr.
Vorstandstreffen
Ansonsten stand abgesehen vom Wäschewaschen (ätzend) noch das Jugendclubvorstandstreffen an, das von nun an einmal wöchentlich, jeden Dienstag, stattfinden soll, und bei welchen der Jugendclubvorstand (jüngerer, wie älterer) gemeinsam organisatorische Dinge besprechen werden. Bei diesem Treffen standen die Planung von verschiedenen Workshops innerhalb der nächsten paar Monate im Vordergrund und es wurden zum ersten Mal sogenannte „task forces“ gebildet, die dazu dienen sollen, in kleinen Gruppen gezielt auf einzelne Workshops hinarbeiten zu können. Es wird also mehr und mehr Struktur innerhalb des Jugendclubs geschaffen, die sich hoffentlich als wirksam herausstellt; der erste Schritt zur Effizienzmaximierung ist bereits getroffen: Auch zum Vorstandstreffen waren alle Mitglieder pünktlich - bis auf mich; meine Uhr ging aber auch unfairerweise 10 Minuten nach.
Das war’s dann auch vorerst mal…
Liebe Grüße aus Ghana,
Max Obbarius
AIM. Voluntär in Komenda

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News vom AIM. Youth Club

Vor etwas mehr als einer Woche, nämlich am Dienstag vergangener Woche, fand wie geplant das erste Jugendklubvorstand-Meeting in meiner Anwesenheit statt. Jede Menge organisatorische Dinge standen dabei auf dem Programm – von der generellen Struktur über geplante Projekte innerhalb des nächsten halben Jahres, wie auch die Frage, wie man in Zukunft für den finanziellen Rückhalt sorgen kann, den der Jugendclub benötigt, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Während des Treffens stellte sich vor allem heraus, dass noch einiges getan werden muss, was die Struktur des Jugendklubs angeht, vor allem, was das Verantwortungsbewusstsein der einzelnen Vorstandsmitglieder angeht. Einige Zeit wird so sicherlich noch vergehen, bis jeder der Vorstandsmitglieder seine eigenen Aufgabenbereiche kennt und seinen Pflichten dann auch ohne Anweisung selbstständig nachgeht – ein bisschen Routine fehlt hier noch, um den gewünschten Elan erzielen zu können.

Die Mitglieder des Jugendclubs selbst wurden dann innerhalb der Woche auf anstehende Chancen zur Projektförderung des Youth Clubs aufmerksam gemacht. Insbesondere sollen Projekte entwickelt werden, die sich mit der Verbesserung der Umweltsituation in Komenda beschäftigen, sowie aber auch im sozialen und sanitären Bereich gibt es Möglichkeiten für den Youth Club, die Hilfe von europäischen Benefizorganisationen sinnvoll in Anspruch zu nehmen. Konkrete Informationen wird es eventuell schon innerhalb der nächsten Wochen geben!

Ende dieser Woche werden sich nun erstmal am Freitag die Theatergruppe und am Samstag die Chorgruppe treffen. Auch hier hat der Vorstand einige Veränderungen vorgenommen, was die Strukturierung des Youth Clubs angeht: In Zukunft wird es unter der Woche verschiedene Workshops zu unterschiedlichen Themen wie Theater, Singen, Tanz und Gedichtvortragen geben. Diese Aufspaltung in verschiedene Themen gab es vorher noch nicht, sondern im Prinzip war ein großer Workshop für alle Bereiche zuständig. Durch diese Aufspaltung verspricht sich der Vorstand mehr Seriosität unter denn Teilnehmern, die sich die Workshops ihres Interesses nun frei auswählen können.

Abgesehen davon erwartet der Jugendclub am Samstag als Zusatzprogramm einen Vertreter der regionalen Ghana AIDS Commission. Dieser wird eine AIDS/HIV-Präventionslektion halten, und bestimmt werden hierbei auch eine Menge Fragen seitens der Mitglieder des Youth Clubs auftreten. Bereits im November 2007 hielt eine regionale Sozialarbeiterin einen speziellen Workshop für die Mitglieder unseres Jugendclubs zum Thema HIV/AIDS. Nun kann dieses Wissen vertieft werden.

Soweit also erst einmal – was sich dann aus den ganzen angesprochenen Dingen innerhalb der nächsten Woche entwickelt, werde ich dann so schnell wie möglich berichten.

Herzliche Grüße, Max. 

AIM. Volontär in Komenda.

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Maximus – der neue AIM. Praktikant in Ghana

Ersatz

Gerade einmal zwei Wochen nach Alruns Rückkehr nach Deutschland, freue ich mich, mich, Max Obbarius, als neuen „German Volunteer“ im AIM. Projekt vorstellen zu können. Am Freitag Abend kam ich mit dem Trotro-Kleinbus in Komenda an, um bei Jörn Quartier zu beziehen.

Ein „ganz“ neuer German Volunteer bin ich dabei gar nicht und so ganz das erste Mal, dass ich auf diese Art in Komenda ankomme, ist es eigentlich auch nicht, sondern inzwischen schon das dritte Mal. Bereits seit Anfang November, befinde ich mich in Ghana und arbeite hier als Freiwilliger, nicht aber bei AIM, sondern bisher in einem Waisenhausprojekt (Bau eines Waisenhauses, sowie Betreuung der Waisen) in der abgelegenen Northern Region Ghanas.

Wieso ich denn dann jetzt auf einmal bei AIM. bin, mögen sich einige fragen.

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Aus dem Norden in den Süden

Ich war schon längere Zeit unzufrieden in meinem Projekt in der Northern Region, in welchem ich und die beiden anderen Freiwilligen, mit denen ich dort zusammengearbeitet habe, kennengelernt haben, wie eine von vielen ghanaischen NGOs an mangelnder Organisationsfähigkeit bzw. zu breiten Operationsradien scheitert. So war das Waisenhaus nur eines neben vielen anderen Projekten, die mein Gastvater, zugleich Projektkoordinator, im Namen seiner Organisation ins Leben gerufen hatte. Daraus resultiert in vielen Projekten, dass es zwar ein breites Operationsspektrum gibt, jedoch keines der Projekte die erforderliche Intensität innehält, die es benötigen würde, um wirklich effektiv zu sein.

In unserem Projekt verdeutlichte sich das besonders dadurch, dass die Fertigstellung des fertigzustellenden Waisenhaus-Gebäudes immer weiter hinauszog, was unsere Arbeit mit den Waisen erheblich erschwerte und ineffizient machte; war doch ursprünglich Anfang Dezember für die Fertigstellung des Baus vorgesehen gewesen, ist jetzt gerade einmal die Hälfte geschafft—sprich die Bauzeit hat sich bereits versechsfacht.

Vor etwa 2-3 Wochen begann ich dann irgendwann, ziemlich frustriert, mich nach Alternativprojekten umzuschauen und wie es der Zufall oder Google so wollte, traf ich bei meiner Internetdurchforstung auf die Internetpräsenz von africahelp.org und den damit verbundenen Blog von AIM. in Komenda. Wahrscheinlich war hierbei auch die Aufmachung der Internetpräsenz, die mir besonders ins Auge fiel, ein Grund dafür, mich bei dem Projekt zu bewerben und mich dann ca. eine Woche später persönlich nach Komenda zu begeben, um das Projekt persönlich begutachten zu können und mich einem Interview durch die AIM. Functional Executive Ghana unterziehen zu lassen. Ein weiterer Besuch anlässlich einer sehr gelungenen Aufführung des Youth Clubs folgte genauso wie ein „Willkommen“ von Seiten der ghanaischen Geschäftsführung.

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So befinde ich mich jetzt also in Komenda — vorerst einen Monat, findet meine Arbeit Gefallen, aber auch gerne bis zum Ende meines Ghanaaufenthalts im Juni.

AIM. Youth Club

Als „German Volunteer“ wird der Fokus meiner Arbeit, wie bei Alrun, wohl auf den Youth Club fallen. Dementsprechend habe ich mich am Samstag kurz mit zwei Mitgliedern des Youth Club-Vorstandes getroffen und mich ein bisschen einweisen und informieren lassen. Hauptanliegen war hierbei vor allem die Gestaltung von Projekten für das Youth Club-Projekt für das kommende Quartal – wie gestaltet man so ein Programm am besten, was gehört dazu? Wie bettet man politische, kulturelle und soziale Aspekte am besten in ein Jugendclub-Programm ein, möglichst ohne dabei an Schule zu erinnern?

Ideen und Anregungen von eurer Seite sind hier ganz besonders willkommen!!

Dies wird also die Aufgabe für den Jugendclub-Vorstand und mich für die nächste Woche sein, wobei ich als Volunteer, der laut Youth Club Constitution die „Oberserver-Funktion“ innehält, versuchen werde, besonderen Wert darauf zu legen, dass die unter Alrun ins Leben gerufene Struktur des Vorstandes, der für Autonomie des Jugendclubs sorgen soll, eingehalten und sinnvoll genutzt wird. Das wird ein Zusammenwirken aller Mitglieder des Vorstandes voraussetzen, was sich vielleicht als etwas kompliziert bei der ghanaischen Denkweise herausstellen könnte… Pünktlichkeit und Verlässlichkeit seien hier mal an erster Stelle genannt. Aber auch das bekommt man schon irgendwie hin!

Zuletzt sei noch einmal kurz gesagt, dass ich mich echt freue, von jetzt an Teil des AIM.-Projektes zu sein und ich hoffe, meine Arbeit wird eben, wie jene von Alrun, Früchte tragen!

Dank an dieser Stelle nochmal an das gesamte AIM.-Team für die freundliche und problemlose Aufnahme in das Projekt!

Grüße und bis bald wieder

 

Max

Volunteer bei AIM. Ghana

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Ein kurzer Überblick über die AIM. Januar Aktivitäten

Alrun, unsere erste weibliche deutsche Praktikantin, ist wieder gut in Deutschland angekommen. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für ihr außerordentliches Engagement, ihre nie enden wollende Motivation und ihre zukunftsgerichteten Ideen bedanken. Durch ihr Wirken ist der Jugendclub in Ghana nun das AIM. Flagschiff, wie unser lieber ghanaischer Vereinsvorsitzender Kojo Mbir zu sagen pflegt. Auch Solomon Appiah, unser Projektmanager, hat sie sehr ins Herz geschlossen. Danke, Alrun, für die erfolgreiche und schöne Zeit. Wir vermissen dich.

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Von der Gründungsveranstaltung unserer Jugendclubs haben wir schon intensiv berichtet. Falls ihr noch mehr Fotos sehen möchtet, sagt einfach Bescheid, kein Problem. Und wenn ihr selbst Interesse habt, AIM. in Ghana als PraktikantIn zu unterstützen, freuen wir uns sehr auf eure Bewerbungen (Beachtet dafuer bitte unsere Website http://www.aim-ev.org ).

Danke auch an Baobab Children Foundation, Kissi, für ihre immerwährende Unterstützung. Als kleines Dankeschön und Zeichen unserer NGO-Partnerschaft überreichte unser Jugendclub während ihrer Gründungswoche dieses Banner an die Jugendlichen von Baobab.

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Noch im alten Jahr tagte unser ghanaischer Vereinsvorstand. AIM. Ghana hat sein erstes Jahr als NGO nicht nur gut überstanden, sondern hervorragend gemeistert. Immer mehr Menschen konnten durch unsere Aktitäten von AIM. überzeugt werden. Wir bereiten uns nun darauf vor, unsere Strukturen zu professionalisieren, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

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Hinzu flitzen Solomon und ich von einen Meeting zum nächsten. Einmal, um AIM. in der gesamten Region und Ghana bekannt zu machen (wie zum Beispiel der Besuch bei der Parlamentsabgeordneten Christine Churcher, MP Cape Coast), und zum anderen, um auch in Ghana Geld zu akquirieren. Bereits für die Gründungsveranstaltung des Jugendclubs konnten viele kleinere Beträge gesammelt werden (zusammen mit Sachspenden umgerechnet insgesamt 150 Euro, bei der Veranstaltung selbst wurden noch einmal etwa 280 Euro eingenommen). Mit Dupaul Ltd. (dem größten nationalen Holzunternehmen) feiert AIM. Ghana nun jedoch seinen ersten ernsthaften Projektsponsoren. Etwa 80 Euro wurden bereits als Zeichen des guten Willens ausgehändigt. Es stehen aber noch abschließende Gespräche mit dem Besitzer an. Bei diesen Gesprächen wird dann auch unser ghanaischer Publicity Manager, Ekow Mensah Shalders (vom drittgrößten ghanaischen Radiosender Melody FM), mit von der Partie sein. Drückt uns dennoch die Daumen.

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Soviel für heute. Mehr beim nächsten Mal. Und falls ihr bestimmte Fragen habt, lasst sie mich wissen.

Es grüßt euch,

Jörn Preuß

AIM. Project Director
Ghana

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Durbar Day: Es ist vollbracht …

Lange haben wir euch auf die Folter gespannt, jetzt lasst uns berichten wie die Einweihungswoche unseres Jugendclubs verlaufen ist.

Montag morgen starteten 15 Jugendliche im Trotro nach Elmina. Die Fahrt verlief mit Gesang und Geklatsche bis wir bei der Radiostation Ahomka FM eintrafen. Dort hoerten unsere Kids mehr ueber die Ablaeufe beim Radio und hatten die Moeglichkeit, Fragen zu stellen, bevor sie live die Hoerer mit Interviews und dem deutschen Hit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ begluecken konnten. Gleichzeitig lief in Takoradi bei Melody FM ein Interview mit unserem Youth Club Leader und einem unserer Juengsten im Club: John, 12 Jahre jung, gewaehlter Jugendclubschatzmeister, und die Faehigkeit sich zu presentieren, wie ein ganz Grosser.

Kurz gesagt war AIM. Montag morgen auf zwei Programmen in halb Ghana uebers Radio zu hoeren. Ein toller Erfolg!

Vom Radio ging es nach Cape Coast. Im Internetcafe „Obi“ gab es eine kostenlose Einfuehrung in die Welt der Computer und des „world wide webs“ (in Ghana manchmal mehr :world wild warten…“). Anschliessend durften die Jugendlichen selber an die Computer. Die meisten sassen das erste mal in ihrem Leben vor einem Computer und die Moeglichkeiten des Internets faszinierte alle. Dabei besuchten sie die AIM. website und konnten ueber google kleine recherchen machen (habe ich bei meinen ersten Versuchen auch so lange nach den richtigen Tasten gesucht???). Allerseits sehr zufrieden fuhren wir zurueck nach Komenda.

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Dienstag ging es mit der gesammelten Mannschaft uniform, in unseren selber mit dem AIM. Logo bedruckten T-Shirts zum Castle in Elmina. Ein freundlicher Fuehrer brachte uns durch das Schloss und erzaehlte uber die Zeiten der Sklaverei von 1448 bis 1957 wo tausende von Menschen unter schwersten Bedingungen Leben und Sterben mussten. Etwas erschuettert aber doch aufgrund des angereicherten Wissens zufriegen ging es am fruehen Nachmittag wieder nach Komenda.

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Mittwoch war der Tag des Sports. Filling of Bottles, Sack races, table tennis und natuerlich Fussball war angesagt, wobei unser tapferes AIM. Team nach hartem Kampf und unzaehligen vergebenen Chancen, 1:2 unterlag (gegen das gleiche Team haben wir vor ein paar Monaten noch 1:4 verloren!)

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Donnerstag ging es zu unserer Partnerorganisation „Baobab Children Foundation“ in Kissi. Baobab ist eine Organisation aus Deutschland, welcher der unseren zeitlich um ein paar Jahre vorraus ist. Kinder, einst von der Strasse, wohnen und besuchen die Schule auf dem Gelaende. Nach einem muendlichen, als auch einem taenzerischen und sportlichen Austausch mit zwischendrin gemeinsamen Essen und spaeterer Ausgabe von Cola und Fanta waren alle sehr gluecklich und zufrieden.

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Freitag wurde morgens ab sieben Uhr Komenda gereinigt. Anschliessend die Zelte aufgebaut und die letzten Vorbereitungen getroffen, wobei die Jugendlichen ein dickes Lob verdienten. Die Selbstverstaendlichkeit, mit der hier in Ghana besonders von Kindern mit angepackt wird, erstaunt mich immer wieder aufs neue. Am Nachmittag bei den Final Rehearsals (Generalproben) musste unser Project Manager Solomon Appiah mit geschickt gewaehlten Worten noch einige Unstimmigkeiten in der Gruppe beseitigen, die wohl ueberall auf der Welt zustande kommen, wenn Jugendliche viel Zeit auf engem Rahmen gemeinsam verbringen.

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Zusammengefasst moechte ich zu dieser Woche sagen, dass einige der Youth Club Members zum ersten Mal Komenda richtig verlassen haben (dass heisst, mehr als 10km von ihrem Heimartort entfernt waren) und das die Umsetzung und Teilnahme an einer solchen Aktivitaetenwoche fuer alle grossartig und keineswegs sebstverstaendlich war.

Samstag war nun der grosse Tag. Durbar Day! Ab halb sechs uhr morgens war alles auf den Beinen. Stuehle wurden von den Kirchen geholt, Musikanlage, Buehne und Tisch fuer die special guests gerichtet und hier und da versucht, alles bestmoeglich in Ordnung zu haben. Mit ghanaischer Verspaetung und nach der enttaeuschenden Nachricht, dass unserer Partner und Publicity Manager Ekow Mensah Shalders von Melody FM, der eigentlich durch das Programm fuehren wollte, krank ist und nicht kommen kann, nahm Solomon das Mikrofon und startete das Programm. Um die Menschen in Komenda anzulocken, tanzte die Baobab Truppe als warming up, bevor die grossen AIM. Anhaenger ihre Reden schwangen und unserer eigener Club ihre Taenze und ein Theaterstueck vorfuehrten. Kurzer Schock nach Haelfte des Programms: Der geborgte Eektrizitaetsgenerator hatte ein Loch im Benzintank, daher ging uns der Saft aus. Komenda hatte den ganzen Vormittag keine Elektrizitaet, aber das auch noch unser geliehener Generator kaputt ist, war nicht geplant. Das Problem konnte Gott sei Dank nach seiner Endhuellung schnell behoben werden und das Programm ging weiter. Die geladenen Gaeste genossen das Programm und hielten ihre Reden. Besonders hervorzuheben ist hierbei Dr. Mrs. Linda Dzama Ford, Professorin an der Universitaet von Cape Coast. Das Fund Raising brachte uns 402 Ghana Cedis (ca. 290 Euro) ein, ein voller Erfolg fuer den Jugendclub und auch das Projekt (Der ghanaische Jugendlcub hatte vorab entschieden, 90 Prozent der Einnahmen an das Gesamtprojekt zu spenden!).

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Vielen Menschen gebuehrt unser Dank, ohne sie haette das ganze Programm niemals stattfinden koennen. Sowohl Sach- also auch Geldspenden vorab erbrachten genug Unterstuetzung (ca. 250 Euro) um im Endeffekt auf Null zu laufen. Der groesste Erfolg ist jedoch, dass die Interessierten in Ghana und besonders die Menschen in Komenda endlich verstehen, was wir von African Information Movement vorhaben, und worum es hier eigentlich geht. Die Einweihung des Jugendclubs hat in vieler Hinsicht bei den verschiedensten Menschen die Augen geoeffnet und ein Fundament geschaffen, auf das wir unbedingt aufbauen mussen, damit sowohl das Gebaeude, als auch das Bewusstsein ueber unseren Verein weiter wachsen kann.

Danke an alle Helfer und Unterstuetzer, an alle Ghanaien, alle Spender, das AIM. Local Board, die deutschen Aktiven und schlussendlich auch den Jugendclub, ohne dessen grossen Einsatz die Veranstaltung nicht moeglich gewesen waere.

In diesem Sinne, in allem Ende steckt ein neuer Anfang. Meine Zeit in Komenda ist am Donnerstag beendet. Ich hoffe der Jugendclub wird seine Aktivitaeten dadurch nicht stoppen und jemand anderes kann weiterfuehren, wofuer ich mich hier ueber fast vier Monate eingesetzt habe.

Ganz liebe Gruesse und bis bald in Deutschland oder wo auch immer?!

Noch aus Ghana, eure AIM. Voluntaerin,

Alrun Schnabel

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Noch 22 Stunden …

.. bis zur offiziellen Gründungsveranstaltung des AIM. Youth Club in Ghana. Und wir können euch garantieren: Dies wird ein Spektakel, das Komenda und Umgebung so schnell nicht vergessen werden.

Die vergangenen Tage haben unsere Jugendlichen die verschiedensten Exkursionen und Aktivitäten unternommen. Wir haben zwei Radiofrequenzen zeitgleich mit einem speziellen AIM.-Programm blockiert, die Kolonialgeschichte mit einem Besuch bei einer früheren Sklavenburg aufgearbeitet, erste Schritte im Internet mit unseren Jugendlichen unternommen, ihnen africahelp.org gezeigt, wo sie ihre fotos bestaunen konnten, und und und …

Aber all das wird vom Durbar Day am Samstag übertroffen werden, zu dem es nun nur noch 19 Stunden und 40 Minuten sind. Daher, wir müssen los, die Vorbereitungen rufen.

Wenn ihr Zeit habt, kommt morgen nach Komenda .. Ihr werdet sonst was verpassen.

Herzliche Grüße,
Alrun & Jörn

PS: Keine Sorge, ausführliche Berichte und Fotos folgen.

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AIM. - Neujahrsgrüße aus Ghana

Frohes neues Jahr nach Deutschland.

Wir melden uns im Jahr 2008 nun zu zweit aus Ghana. Das Team Jörn Preuß (Project Director), Alrun Schnabel (Volontaer) und alle ghanischen Aktiven sind vollauf mit den Vorbereitungen fuer die Einweihung des Jugendclubs beschäftigt.

Am Montag 7. Januar beginnt das einwoechentliche Programm mit einem Auftritt beim Radio und anschliesendem Besuch im Internet Cafe in Cape Coast. Dienstags wird das Elmina Castle besichtigt und fuer Mittwoch ist Spiel und Sport angesetzt. Donnerstag gehts nach Kissi zur Baobab Children Foundation zum Tanzen und Trommeln und Freitag wird die Stadt gesäubert, damit Samstag beim grossen Festtag auf dem Marktplatz in Komenda alles sauber verlaufen kann.

Mehr gibt’s nach Abschluss der Feierlichkeiten von den hoffentlich nicht zu überarbeiteten Germano Ghanaiens – und bis dahin drückt uns die Daumen, oder überschlagt eure Fusszehen, wie man es in Ghana machen wuerde, dass alles gut klappt und unser AIM. Youth Club in Komenda erfolgreich eingeweiht wird.

Aus der Sonne Ghana,
Jörn und Alrun

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Lol-a-(lrun) rennt …

Weihnachten steht vor der Tür. In Ghana bei 30 Grad und strahlender Sonne mit Fufu und Tuwa (auf Anfrage erkläre ich gerne genauer was das ist J), in Deutschland mit Minusgraden bei denen man lieber im Haus bleibt, Plätzchen bäckt und den Weihnachtsbaum schmückt. Und doch feiern wir das gleiche Ereignis: Christus Geburt auf Erden (das vergisst man manchmal gerne, in Deutschland vor lauter Vorbereiten, Schenken und Geschenken, in Ghana vor zu viel Essen oder grosser Geldnot – oder?).

Doch nun die Frage, was ist die letzten Wochen in Komenda passiert? Wie geht es unserem AIM. Youth Club? Was steht als nächstes an? Wie weit sind die Planungen fuer unsere Einweihungsfeier?

Die Workshops laufen mal besser mal schlechter, Donation Lists oder Gelder ohne Listen kommen schleppend und noch lange nicht vollzählig, die Jugendlichen wollen viel, doch wissen es nicht umzusetzen und ich renn täglich von einem zum anderen und versuche die Organisation und Gelderbeschaffung fuer die Veranstaltungswoche weiterzubringen. Dies bedeutet tägliche Laufarbeit von ein bis zwei Stunden durch Komenda, wobei ich entweder die betreffenden nicht antreffe oder diese mir sagen, sie konnten unsere Anfrage noch nicht bearbeiten, ich solle morgen nochmal kommen… Als ich im Sommer 5 Tage im Schwarzwald wandern war, dachte ich, meinen Laufrekord aufgestellt zu haben. Hier hab ich ihn jedoch bestimmt schon gebrochen. Es ist zäh, aber wenn wir uns nicht dahinter klemmen, wird es nichts.

Als kleine Erfolge kann man 5 Cedis (knapp 4 Euro – was hier schon einiges an Geld ist) vom Grace Hotel abzeichnen und die Möglichkeit vor zwei Wochen, vor gesammelter Kirchengemeinschaft AIM. vorzustellen. Die Kirche spielte mit dem Gedanken, einen Sonntag das Opfer fuer AIM. einzusammeln. Dies waere grossartig, nur leider konnten wir den Pastor die 7 mal, wo wir an seiner Tuer standen, nicht antreffen…

Ghanas Lifestile ist ein anderer. Lasst mich ein Ereignis genauer beschreiben: den Informationsnachmittag mit Vorführungen aus den Workshops für die Eltern unserer Jugendlichen. Am Vortag waren Proben angesetzt, bei denen schnell zu sehen war, das Programm ist noch nicht aufführungsreif. Was tun? Die Zeit eilt!

Am naechsten morgen lief ich mit meinem Youth Club Praesident Theohilus durch ganz Komenda (schon wieder so viel laufen!), klapperte jede Schule ab und bat bei den Direktoren um Schulbefreiung unserer Mitglieder ab elf Uhr. Da es der letzte Schultag vor den Ferien war, gaben alle Rektoren ihre Einstimmung. Zwoelf Uhr sollten die Jugendlichen vor Ort, der Town Hall im Zentrum Komendas, sein. Zwoelf Uhr war ich die Erste. Ein Uhr waren wir zu Fünft. Zwei Uhr zu Zwoelft. Drei Uhr wollten wir starten und es war noch nichts geprobt. Baafi, unser Youths Leader, war plötzlich wieder verschwunden. Das selbe mit unserem Culture Workshop verantwortlichen. Zu allem Übel rief mich noch Solomon, unser Projektmanager, an. Er wäre gestürzt, hätte sich das Handgelenk verstaucht, und ist nun im Krankenhaus. Er will versuchen noch zu kommen.

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Die Town Hall fühlte sich mittlerweile – nur leider nicht mit Eltern der Jugendlichen, sondern mit Hunderten von Kids, die mitbekamen, dass es hier etwas „umsonst zu schauen“ gab. Was sollte ich machen? Allein mit gerademal der Hälfte unserer Youth Club Member und umringt von unendlich vielen Kids, die sich wie ein Schwarm von Insekten überall hinsetzten und durcheinander summten. Dazu war die Hiplife Musik zur Unterhaltung so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte, und um dies noch zu bestätigen, trommelten die wartenden, gelangweilten Jugendlichen noch eifrig auf die Trommeln. Was lief schief? Wo sind die Jugendlichen? Einer unseren Jüngsten kam auf einmal zu mir, sagte mir, unser jüngerer Youth Club Präsident Francis (wir haben einen jüngeren und einen älteren Präsident zur Aufgabenteilung und Anleitung des Jüngeren..) wäre bei seiner Schule und spiele Fussball…?!

Das war die Höhe, ich konnte es nicht glauben. Zweieinhalb Stunden nach verabredetem Zeitpunkt vergnügt sich unser Präsident beim Fussballspielen? Hat er denn gar kein Verantwortungsgefühl?? Was geht in diesem Kopf vor??? Ich schnappte mir ein Fahrrad, trat in die Pedale, sauste zum Fussballfeld, schnappte mir Francis, hielt ihm eine Predigt ohne Punkt und Komma bis er ganz klein war und nur noch meinte: „Du musst mich bestrafen!“ Anschliessend fuhr ich zur nächsten Schule, schauen, wo die anderen sind. So zog ich aus jeder Schule, die ich am morgen noch besucht hatte, Jugendliche aus ihren Klassenzimmern. Die Erlaubniss der Rektoren war nicht zu den Lehrern weitergegeben worden und Jugendliche haben in Ghana meist nicht den Mut eigenständig nachzufragen. Sie warten bis sie durch einen Erwachsenen zum Gehen aufgefordert werden, ansonsten bleiben sie, wo sie sind.

Als ich nun völlig verschwitzt und fertig zurück bei der Townhall ankam, war es bereits nach drei Uhr. Trotz, dass wir die vorherigen Tage persönliche Besuche bei den Eltern gestartet hatten, um sie neben einem schriftlichen Brief auch noch persönlich einzuladen, waren nur drei Eltern sichtbar, die umständlich zwischen den ganzen Kids zu einem Stuhl gebracht wurden. Ich wollte auf Solomon warten, doch die Zeit lief. Auch war sein Telefon inzwischen ausgeschaltet, so dass ich gar nicht mehr wusste, wo er ist und ob er kommt.

Chaos; pures, blankes Chaos. Ich wollte einfach nur noch nach Hause gehen und schlafen! Was habe ich mir da nur überlegt, eine Aufführung für die Eltern? Wir sind nicht in Deutschland, hier laufen Dinge anders! Alrun, du musst auch immer meinen du könntest du Welt verändern, da hast du’s!

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Einer nach dem anderen kam zu mir, fragte, was wir nun machen sollen? Ich beauftragte Theophilus, die Leute mit einem Spiel zu unterhalten, was er auch tat. Dann fingen die inzwischen vollzähligen Youth Club Member als Lückenfüller an zu tanzen. Dank Solomons Organisation hatten wir sogar Kostüme. Nach und nach trudelten noch ein paar Eltern ein. Wir konnten nicht mehr länger auf Solomon warten. Kurz nach halb vier begrüßte unser wieder aufgetauchter Cultur Workshopleiter Isaac die Anwesenden. Während dem ersten Programmpunkt tauchte nun auch Solomon auf. Seine Hand war verbunden aber ansonsten war ihm nichts schlimmes passiert. So konnten wir unser Programm doch noch nach Plan durchführen. Knappe 10 von 35 Eltern waren letztendlich da, immerhin! Auch wenn ich zu fertig war, um die Aufführung zu geniessen, wurde doch viel gelacht. Solomon und ich berichteten ueber AIM., über den Youth Club, unsere Aktivitäten und die bevorstehende Einweihungsfeier. Die Anwesenden hörten interessiert zu. Wäre ich selber erst um halb vier aufgetaucht und hätte den ganzen vorherigen Stress nicht gehabt, wäre ich sicher zufrieden gewesen! In Ghana bedarf es an unendlichem Durchhaltevermögen, gewaltigem Einsatz und grosser Geduld um ein einfaches Ereignis auch umsetzen zu koennen. Und doch würde ich unsere Bemühungen nicht als verschenkte Zeit bezeichnen. Jegliche Aufführung bringt Bewegung in unsere Jugendlichen, schweisst die AIM. Mitglieder zusammen und gerade diese Aufführung in der Town Hall mit all ihren Schwierigkeiten hat uns gezeigt, wie viel noch zu tun ist, bis unsere Einweihung ein gelingendes Ereignis werden kann.

Was bleibt mir noch hinzuzufuegen? Alrun rennt weiter und freut sich darauf, bald mit Jörn Preuß, unserem Project Director, der am 29. Dezember in Ghana eintreffen wird, zusammen zu rennen…

Ein schönes Fest mit viel Wärme wünscht euch,

Eure Alrun

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