Afrika Helfen
Afrika Helfen.
Africa- Help.org Afrika Helfen.
:

Africa-Help.org - Afrika Helfen

Solaranlagen in Burkina Faso - SEWA

COMPUTERSCHULE IN GHANA - AIM

JUGENDZENTREN IN CABO VERDE - DELTA CULTURA

 

 

 

Alle Beiträge von Afrika

UNICEF befürchtet Krise wegen Überschwemmungen

Ghana
Die von Hannes erwähnten Überschwemmungen betreffen leider auch andere Ländern wie den Sudan, Ghana, Togo, Ruanda und Uganda. Laut UNICEF sind es die schlimmsten Überschwemmungen seit 30 Jahren.

Problematisch sind dabei nicht nur die Aufrechterhaltung der Lebensmittelzufur zu entlegenen Gebieten sondern auch drohende Krankheiten. Die EU hat Fördergelder von 2 Mio Euro zugesagt. Fraglich, ob das bei mittlerweile über 1,5 Millionen Obdachlosen Menschen reichen wird.

Mehr Infos
AFP - Unicef warnt vor schleichender humanitärer Krise in Afrika

Kommentare

Stationäres Handy in Uganda

Uganda Telefon
In Uganda geht die Entwicklung im mobilen Telefonsektor ständig voran. Der mobile Anbieter hier fährt mit dieser Installation auf dem Fahrad durchs Land und verlangt 200 ugandische Schilling pro Gesprächseinheit, was hier etwa 8 Cent entspricht.

via afrigadget

Übrigens: Afrika ist keineswegs im “mobilen Mittelalter”. Das oben gezeigte Beispiel ist eine Kuriosität, auch vor Ort. In Uganda werden Ende des Jahres 2 neue Netzbetreiber das Geschäft eröffnen. Währenddessen weiß FastAfrica.net darüber zu berichten, dass Handys den freien Journalismus unterstützen können, zumindest solange die Regierung der Technik noch hinterher ist…

Doch gerade durch fehlendes Festnetz wird das Handy in weiten Teilen Afrikas immer mehr zur Standartausstattung der normalen Bevölkerung: 94 Millionen waren es schon 2005!

Mehr dazu
FastAfrica.net - Handy-Revolution in Afrika

Kommentare (1)

NIGER: Regierung weiter auf Konfrontationskurs mit Tuareg-Rebellen

16. August 2007 – NEWSLETTER newsgroup.nordniger

Weiterhin werden willkürlich Zivilpersonen im Departement Agadez von der Armee des Nigers verhaftet. Von ihnen fehlt bislang jede Spur. Unterdessen wurden in der Region um Iferouane Landminen entdeckt, wie Zivilbevölkerung und Tuareg-Kämpfer übereinstimmend berichten

In den letzten Wochen sind vermehrt Sympathisanten des MNJ (”Mouvement des Nigériens pour la Justice”) aus den Reihen der FAN (Force armée nationale) und der FNIS (Force nationale d’intervention et de sécurité) zur Rebellenbewegung übergelaufen. Im Mai desertierten Soldaten der FNIS, die eine Uranmine von der französischen Firma AREVA in Imouraren bewachten, mit ihrem Sold und Waffen, um sich dem MNJ anzuschliessen.

Daraufhin beschuldigte die nigrische Regierung AREVA, sie würde den MNJ beziehungsweise die Tuareg-Rebellion unterstützen. Dies gipfelte am 26. Juli in der Landesverweisung von Dominique Pin, dem Vertreter von AREVA in Niger. Ende Juni wurde bereits Gilles Denamur, ein Sicherheitsexperte bei AREVA, aus dem Lande verwiesen, da er laut der Regierung des Nigers ein Komplize der vergangenen Tuareg-Rebellion von 1990- 1995 gewesen sei.

AREVA wies die Anklage wiederholt zurück. Am 27. Juli schaltete sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy ein und drängte auf eine rasche Lösung. Nach anschliessenden Gesprächen zwischen beiden Regierungen und AREVA verlängerte Niger die Verträge mit dem Uranabbauunternehmen AREVA, das in Niger bisher das Monopol besass. Der neue Vertrag verbessert die Konditionen zugunsten für die nigrische Regierung um ein Vielfaches.

Da die nigrische Regierung nach wie vor keine Kontrolle über die Rebellenbewegung im Norden hat, bat sie die Nachbarstaaten um Hilfe bei dem Umgang mit dem MNJ. Der Präsident, Mamadou Tandja, verharmlost die Rebellion weiterhin, indem er von “bewaffnetem Banditentum” und “Drogenschmuggel“ spricht, was Verhandlungen bislang unmöglich macht. Mitte Juli bot sich Burkina Faso als Vermittler zwischen Rebellen und Regierung an. Bereits in der vergangenen Rebellion wurden erfolgreiche Friedensgespräche u.a. mit Hilfe von Burkina Faso durchgeführt.

Bereits am 15. Juli 2007 gab der MNJ die Gründung eines politischen Büros bekannt, dessen Ziel es ist, die grosse Tuareg-Diaspora in der westlichen Welt zu erreichen, internationale Vertretungen und Beziehungen des MNJ aufzubauen und Spendenaktionen zu koordinieren.

Der MNJ signalisiert nach wie vor die Bereitschaft zu Verhandlungen. Dies wurde am 5. August mit der Befreiung von sechs Soldaten, die im Angriff auf Tazerzayt gefangen genommen worden waren, zusätzlich unterstrichen.

Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, überfiel der MNJ vom 9. auf den 10. August ein Elektrizitätswerk, das Uranabbauminen von AREVA mit Strom versorgt, sowie ein Treibstofflager in Agadez, das von der FAN genutzt wird. Bei nachfolgenden Gefechten zwischen dem MNJ und der FAN wurden zwei Zivilisten von der nigrischen Armee getötet…

Für mehr Informationen:

Link Deutschsprachig à http://de.indymedia.org/2007/07/188674.shtml
Link Französisch à http://lille.indymedia.org/spip.php?article9732
Link Englischsprachig à http://www.indymedia.org.uk/en/2007/07/377118.html
Email: newsgroup.nordniger[at]yahoo.de
Internetseite: newsgroup-nordniger.blogspot.com
Internetseite des MNJ: http://m-n-j.blogspot.com/
Nachrichtenagentur Reuters: http://www.reuters.com/, http://africa.reuters.com/NE/
newsgroup.nordniger berichtet über Ereignisse im Norden Nigers seit Frühjahr 2007, insbesondere über die Aktivitäten von MNJ und alle damit in Zusammenhang stehenden Ereignisse und Hintergründe. In der newsgroup.nordniger sind engagierte Menschen aus dem deutschsprachigen Raum aktiv, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die ansonsten nicht bzw. wenig verbreiteten Nachrichten über die Situation im Norden von Niger, die sog. Tuareg-Rebellion, die Aktivitäten von MNJ und alles, was damit im Zusammenhang steht, weiter zu verbreiten. newsgroup.nordniger steht in Kontakt mit anderen Gruppen gleicher Zielsetzung.

Kommentare

Flutkatastrophe in Bandiagara / Mali

Dieser Text wird von AIM. und Menschenrechte3000 mit dem Einverständnis der MBS-Mali Gruppe veröffentlicht.

“Nach einem ausführlichen Telefonat mit Gabriele Riedl, die in Bandiagara für den DED bei GAAS-Mali arbeitet und unsere Projekte dort unterstützt, möchte ich die Informationen über die Situation ergänzen und gleichzeitig um Spenden für Hilfsmaßnahmen bitten.

Es wurden bisher 6 Tote gezählt, 4 aus Dörfern oberhalb Bandiagaras und zwei aus Bandiagara selbst. 1200 Menschen sind obdachlos und in verschiedenen Schulen und anderen Gebäuden untergebracht.

Auf einer Breite von 50 bis 80 Metern längs des Flusses ist ALLES förmlich wegrasiert. 93 Häuser sind ganz und gar verschwunden und weitere stürzen nach und nach ein, weil die Mauern unterspült sind. Für diejenigen, die Bandiagara kennen: Die Mairie als solide gebauter Gebäudekomplex steht noch und weist nur leichte Schäden auf. Von den Gebäuden rund herum auf der gleichen Flussseite ist nichts mehr übrig.

Insgesamt sind drei Brücken zerstört. Aus der großen Brücke Richtung “Katholische Mission”, bzw. Post sind Teile herausgebrochen, zwei weitere sind nicht benutzbar, deswegen auch nicht die Teerstraße nach Mopti. Lediglich über große Umwege über die Dörfer kann man mit Hilfe einer kleinen Brücke nach Mopti gelangen. Es gibt keinen Strom, tote Tiere liegen herum, es stinkt erbärmlich, wie Gabriele Riedl sagt und man kann sicher annehmen, dass auch die Seuchengefahr wächst.

Es war tatsächlich, unglaublicherweise, ein Tsunami, eine Flutwelle im Fluss von etwa zwölf Metern Höhe, der innerhalb von drei Minuten diese Auswirkungen hatte. Ähnliches hat es in dieser Gegend noch nie gegeben, überhaupt sind Flusswellen dort eigentlich nicht bekannt, sodass die Warntelefonate aus den höher gelegenen Dörfern überhaupt nicht verstanden werden konnten. Man erwartete, wie üblich, nur stark steigende Wasserstände, aber keine Welle. Zum Glück fand das Ganze gegen neunzehn Uhr abends statt und somit wurden die Menschen nicht im Schlaf überrascht. Die möglichen Folgen bei einem späteren Zeitpunkt mag man sich gar nicht vorstellen.

Voraus gegangen war ein zweieinhalb stündiger heftiger Regen über dem gesamten Dogonplateau, sonst regnet es dort nur jeweils in begrenzten Regionen. 12 von 50 Staubecken sind zerstört, davon zwei, die gerade in mühevoller Arbeit fertig gestellt waren.

Die Gründe für den Aufbau der riesigen Welle vermutet man in Bandiagara jetzt darin, dass die ungewöhnlich großen Wassermassen des Flusses, den wir bei unseren Aufenthalten nur ausgetrocknet kennen gelernt haben, das Flussbett an der Rechtsbiegung kurz vor Bandiagara verlassen haben, sich wegen des felsigen Untergrundes dort nicht verlaufen konnten und statt dessen in voller Wucht auf Bandiagara stürzten.

Die Max-Brauer-Schule wird über den Schulverein Geld spenden und dieses zusammen mit den eingehenden Spendengeldern schnell nach Mali schicken.
Wenn Sie spenden möchten, bitte überweisen Sie auf das Konto des

Schulvereins MBS
Kto Nr.: 1048/241861
Haspa
BLZ 20050 550
Stichwort: Überschwemmung Mali

Für die Maligruppe
Elisabeth Schulte”

Für mehr Informationen:

http://www.gabriele-riedl.de/
http://www.hcme-rfa.org/
http://www.elternrat-maxbrauerschule.de/

Kommentare (1)

UNO will Soldaten in den Sudan schicken

Sudan KarteDem seit 4 Jahren andauernde Darfur Konflikt soll nun seitens der UNO begegnet werden. Mit der Resolution 1769 geht die Entsendung von etwa 26.000 Soldaten einher, die vor allem zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Verhinderung von Völkermord arbeiten sollen.

Kritiker bemängeln die geplante Mission, der eine Vorbereitungszeit von 12 Monaten zugeschätzt wird. Das Eingreifen erfolge zu spät und nötige Vollmachten fehlten, um einem effektiven Schutz der Bevölkerung dienlich zu sein. So dürfen Milizen erst entwaffnet werden, sobald von deren Seite ein Angriff erfolgt. Generell wird das Eingreifen, initiert der drei Vetomächte USA, Großbritannien und Frankreich, international begrüßt - immerhin sei es nach wie vor dringend nötig.

Deutschland wird sich an der Mission nicht beteiligen, die Engagements in Kosovo und Afghanistan gehen momentan vor.

> Telepolis - Spätes Eingreifen
> wikipedia - Darfur Konflikt
> Africa-Help.org - Eye on Darfur - Satellitenbilder von der Krise

Kommentare

Sudans Präsident behauptet, alles sei in Ordnung

sudan al-baschirSudans Präsident al-Baschir unternahm eine dreitägige Reise durch sein Land um danach die Lage als “ruhig” zu bezeichnen.

Das vom Bürgerkrieg zerrütete Land ist seit 4 Jahren im Krisenzustand. Schwarzafrikanische Stämme kämpfen seitdem gegen die arabisch dominierte Regierung, der schwere Kriegsverbrechen wie Massenvertreibung und Völkermord vorgeworfen werden. Al-Baschir wird nach den neuerlichen Auskünften vorgeworfen, eine Lügen-Kampagne zur Verhinderung internationaler Friedenstruppen in der Darfur Region zu führen.

In der TAZ liest man hierzu:

Kritiker warfen Baschir am Montag die Verleugnung der Wirklichkeit vor: “Baschir hat kein einziges Flüchtlingslager besucht, mit keinem Kriegsversehrten gesprochen und sich vor allem in klimatisierten Räumen aufgehalten”, so ein mitreisender Journalist. Baschirs Provokationen sind Teil einer seit Wochen laufenden Kampagne, die die geplante Entsendung von 26.000 Friedenssoldaten unter gemeinsamem Mandat von UN und Afrikanischer Union (AU) verhindern soll. Baschir hatte kürzlich behauptet, die auf zweieinhalb Millionen geschätzten Flüchtlinge seien spätestens in einem Monat wieder zu Hause. Im staatlichen Fernsehen wurde zudem vor Krankheiten und Unmoral gewarnt, die die Soldaten nach Darfur bringen würden.

Mehr Informationen
taz - Sudans Präsident im Blindflug
Wikipedia - Darfur Krise
Africa-Help.org - Eye on Darfur - Satellitenbilder von der Krise

Kommentare

Kino: Als der Wind den Sand berührte

Die Wüste wächst, die endlose Dürre lässt die Brunnen austrocknen. Ihrem Instinkt folgend, ziehen die meisten Bewohner eines afrikanischen Dorfs nach Süden. Nur Dorflehrer Rahne hält das für falsch und geht mit seiner Frau Mouna und seinen drei Kindern nach Osten, obwohl dort Krieg herrscht. Ihre einzigen Besitztümer sind ein paar Schafe, einige Ziegen und Chamelle, das Dromedar. Doch ihr Marsch führt sie unter brennender Sonne direkt in Feindesland.

Ab 26. Juli im Kino.

Mehr Infos
Kinowelt - Details zum Film

Kommentare

Hungerkatastrophen in Afrika können sich ständig wiederholen

In einem neuen Bericht des International Institute for Environment and Development wird vor der weiterhin bestehenden Gefahr vor Hungerkatastrophen gewarnt. So sei von “chronischer Verletzbarkeit” zu sprechen, solange die Regierungen der betroffenen Länder ihre Politik an die Gefahren nicht anpassen.

Laut dem Bericht mit dem Titel “Beyond any Drought” sind allein in Niger etwa 3 Millionen Menschen ständig in Gefahr, in tiefe Krisen zu fallen. “Die Geschichte wird sich wiederholen, wenn Regierungen und Geber für die Region nicht eine völlig neue Strategie entwickeln”, wird im Bericht unterstrichen. Regierungen der Länder Burkina Faso, Niger und Mali werden ausdrücklich aufgefordert, Investitionen im Agrarbereich und in der Bildung zu intensivieren.

Die Ausdehnung der Wüste in der Sahelzone ist ein geologisches Problem, welches mit richtigen Entscheidungen begegnet werden muß. So fehlt vielen Menschen der freie Zugang zu Wasser.

IIED - “Beyond any Drought” Report
Africa-Start.de - Strategie gegen ständige Anfälligkeit gefordert

Kommentare (1)

NIGER: Erneute Tuareg-Rebellion: Hypotheken der Vergangenheit?

Seit Februar dieses Jahres schwelen im Norden der Republik Niger erneut Unruhen. Bereits werden zahlreiche Tote – darunter auch Zivilisten – und Vermisste gemeldet. Werden ungelöste Konflikte zur Neuauflage der Ereignisse von 1990-95 führen?

Zahlreiche Tuareg rund um Vertreter der Tuareg-Rebellion der Neunziger Jahre haben sich im vergangenen Februar zu einer neuen Front mit dem Namen „Mouvement des Nigériens pour la Justice“*, kurz MNJ, zusammengeschlossen. Seither ist es zu mehreren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Armee des Niger und dem MNJ gekommen. Auch wurden mehrmals kommerzielle ausländische Einrichtungen angegriffen, so zum Beispiel ein Uran-Bergwerk der französischen Firma Areva.

Die Verhaftung und Ermordung von drei zivilen, hochbetagten Tuareg-Männern durch das Militär in der Region Tezirzayt (inzwischen durch mehrere, auch militärische Quellen in Niger bestätigt) und Vermisstmeldungen von über 250 nach Verhaftungen verschwundenen Zivilisten, brachte den Konflikt zur Eskalation. Als Vergeltungsakt haben die Rebellen des MNJ einen Angriff auf den militärischen Stützpunkt in Tezirzayt unternommen, wobei 17 nigrische Soldaten getötet, weitere 43 verletzt und über 70 gefangen genommen wurden. Kurz nach dem Angriff rief der MNJ das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) an, die medizinische Versorgung der schwerverletzten Gefangenen zu sichern. Am 25. Juni wurden die 30 schwerstverwundeten Soldaten freigelassen und einer Delegation des IKRK zur Überführung ins Spital von Arlit übergeben.

Trotz der internationalen Beachtung, welche die Ereignisse in den letzten Wochen fanden, spricht die Regierung des Niger weiterhin von “bewaffnetem Banditentum” und “Drogenschmuggel“. Sie weigert sich, die Tuareg-Rebellen und ihre Organisation MNJ anzuerkennen, welche sich gemäss der MNJ-Website für alle Nigerier, unabhängig ihrer ethnischen Zugehörigkeit, einsetzt. Entsprechend haben sich bereits zahlreiche Nicht-Tuareg den MNJ-Kämpfern angeschlossen.

Neben der Weigerung der Regierung, die Rebellion anzuerkennen, wird eine aktive Pressezensur betrieben: Am 1. Juli wurde die unabhängige Zeitung “Aïr Info” in Agadez aufgrund ihrer Berichterstattung über die Geschehnisse für 3 Monate suspendiert. Drei andere private Zeitungen in Niamey erhielten Verwarnungen.

Aktuell hat der französische Radiosender RFI Radio France International ein Sendeverbot für 1 Monat erhalten. RFI hatte gegen das Verbot der Regierung von Niger, einen Sonderberichterstatter in die Konfliktzone zu entsenden, Widerspruch eingelegt. Der RFI-Sonderberichterstatter Moussa Kaka, ist daraufhin von einem der obersten nigrischen Militärs, General Moumouni Boureima, mit dem Tode bedroht worden.

Die Tuaregrebellen haben mehrmals ihre Bereitschaft zu Gesprächen mit der Regierung signalisiert. Dies jedoch unter der Bedingung, dass diese ihre Organisation MNJ als Rebellionsbewegung anerkennt.

Mehrmals kuriserten (allerdings unbestätigte) Informationen, gemäss welchen die Regierung des Niger andere Länder um militärische Untersützung angefragt hätte. Zuletzt wurde am 3. Juli auf der Website des MNJ gemeldet, Präsident Mamadou Tandja wolle von der Ukraine Kampfhubschrauber des Typs MI-24 erwerben, um die Lager des MNJ anzugreifen.

Die Gründe für den Konflikt sind in der anhaltenden Benachteiligung des Nordens sowie in der Ausbeutung und Exploration (insbesondere durch Frankreich und China) der reichen Uranvorkommen zu sehen, die ein bedeutendes Gesundheits- und Umweltrisiko für die dort lebende Bevölkerung darstellt. Unter der Mediation von Frankreich, Algerien und Burkina Faso war 1995 der letzte bewaffnete Aufstand der Tuareg durch ein Friedensabkommen zwischen den Tuareg und der nigrischen Regierung beendet worden. Dieses Abkommen beinhaltet neben einer umfassenden administrativen und militärischen Dezentralisierung des Landes auch vermehrte Investitionen in die nördliche Region, insbesondere in das Bildungswesen und die medizinische Grundversorgung. Ebenso wurde der Bevölkerung des Nordens, grösstenteils aus Tuareg bestehend, gewisse Selbstverwaltungsrechte zugestanden. Gemäss dem MNJ wurden die Zugeständnisse aus dem Friedensabkommen von 1995 von der Regierung allerdings nur punktuell bis gar nicht in Tat umgesetzt.

* Bewegung der Nigerier für die Gerechtigkeit

newsgroup.nordniger

newsgroup.nordniger berichtet über Ereignisse im Norden Nigers seit Frühjahr 2007, insbesondere über die Aktivitäten von MNJ und alle damit in Zusammenhang stehenden Ereignisse und Hintergründe.


In der newsgroup.nordniger sind engagierte Menschen aus dem deutschsprachigen Raum aktiv, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die ansonsten nicht bzw. wenig verbreitete Nachrichten über die Situation im Norden von Niger, die sogenannte. Tuareg-Rebellion, die Aktivitäten von MNJ und alles, was damit im Zusammenhang steht, weiter zu verbreiten.

newsgroup.nordniger steht in Kontakt mit anderen Gruppen gleicher Zielsetzung.

E-Mailadresse:

Internetquelle MNJ: http://m-n-j.blogspot.com/

siehe auch: RFI
http://fr.news.yahoo.com/afp/20070719/tbs-niger-france-violences-touareg-armee-f41e315.html
und: REUTERS
http://www.alertnet.org/thenews/newsdesk/L19455420.htm

Kommentare

Burkina Faso: Tischler gesucht!

Burkina FasoFranz Grandits vom Verein Hilfe Direkt aus Österreich sucht für seine Projekte gerade eine qualifizierte Hilfe. Wenn sich jemand angesprochen fühlt, bitte direkt melden.

Für unsere Lehrlingsausbildungsstätte in Kongoussi suchen wir wieder einen Tischler, nachdem der Vertrag von Alexander Johannik am 20. August 2007 ausläuft.
Geboten wird eine interessante und spannende berufliche Herausforderung im Norden von Burkina Faso: Der österreichische Tischler soll gemeinsam mit dem Eigentümer einer Tischlerei zehn Lehrlingen im Alter von 14 bis 21 Jahren europäische Qualitätsstandards vermitteln.
Der Verein übernimmt Kosten für Flug, Versicherung, Unterkunft sowie eine angemessene Aufwandsentschädigung.

Grundkenntnisse in Französisch sind erforderlich.

Mehr Infos
Hilfe-Direkt.at - Tischler gesucht

Kommentare

« Vorherige Seite

Blog Information Profile for k0ochy

Add to Netvibes

Design based on Beccary, Weblogs.us and Africa-Help.org

Africa-Help.org Sponsoren - Werbit, Spreadshirt & HUYNH Communications

· XHTML · CSS



2005-2008 Africa-Help.org e.V. | Impressum & Kontakt | Presse
Details Blog Beitraege