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Solaranlagen in Burkina Faso - SEWA

COMPUTERSCHULE IN GHANA - AIM

JUGENDZENTREN IN CABO VERDE - DELTA CULTURA

 

 

 

Alle Beiträge von Africa-Help.org

1000 € für SEWA e.V. durch 28 Rezepte

Wir sind wirklich begeistert von der Fremdkochen Aktion, die wir gemeinsam mit huettenhilfe.de initiiert haben!

Die Kochfreunde um huettenhilfe.de haben insgesamt 28 afrikanische Rezepte eingesandt die durch Sponsoren wie ecato, kunsthandel uerpmann, stylinrooms.de, naturkost.de, germanblogs.de , noows.de und africa-help.org selbst belohnt wurden.

Wir bedanken uns bei allen Einsendern, huettenhilfe und natürlich den Sponsoren!
Das Geld kommt dem Verein Sonnenenergie für Westafrika e.V. zugute, der damit Krankenstationen in ländlichen Regionen mit Licht versorgt.

In Kürze wird es hier alle Rezepte zum Download in Form eines kleinen PDF Kochbuches geben! :)

> Hier geht’s zu huettenhilfe.de und allen eingesandten Rezepten

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Rezepte sammeln fuer Krankenstationen!

Gemeinsam mit huettenhilfe.de sammeln wir jetzt Rezepte fuer SEWA und das Projekt Licht fuer Krankenstationen!

EInfach Rezept an huettenhilfe.de schicken und schon geben verschiedene Sponsoren einen Spendenbetrag ab! Wenn wir genug Rezepte zusammenbekommen, gibt es nach Ende der Aktion wohlmoeglich sogar ein schickes Kochbuch zum kostenlosen Download!

Los gehts und ab zu huettenhilfe!

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Paten gesucht!

Um auch weiterhin dem Müll in Komenda Herr zu werden, suchen für Mülltonnen - „Paten”. Für umgerechnet 7,- € im Monat können wir 60l-Mülltonnen von der staatlichen Abfallwirtschaft „Zoomlion” bekommen, die zweimal wöchentlich entleert werden.

Werdet Pate in Afrika und tragt einen Teil dazu bei, dass Ghana sauberer wird! Gewiss, das Bereitstellen der Mülltonne ist das eine, das die Menschen sie nutzen, das andere. Doch darum werden wir uns kümmern. Mit Haus-zu-Haus Kampagnen werden wir den Bewohnern von Komenda die Entsorgung ihres Mülls in Mülltonnen näher bringen, so dass Ihre Patenschaft auch Früchte trägt.

Bei Interesse an einer Patenschaft bitte eine Email an senden, wir nehmen dann sofort Kontakt mit euch auf. Herzlichen Dank,

Jörn Preuß
AIM. Project Director
Komenda, Ghana

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AIM. räumt auf

Wie angekündigt, fand am letzten Samstag, den 31. Mai, unsere „Beach-Clean-Up”-Aktion statt. Nachdem wir uns wochenlang auf die Suche nach Unterstützung gegeben hatten, bekamen Solomon und ich erst am Donnerstag, also zwei Tage vorher, das OK von der Verwaltungsbehörde in Elmina, die uns Unterstützung bei der „Logistik” versprochen hatten. Dafür war das Ergebnis aber umso erfreulicher: Zusätzlich zu Schubkarren, Harken, Handschuhen und Schaufeln, durften bekamen wir sogar einen Trecker inklusive Anhänger und Fahrer für den Abtransport des Mülls!

Am Samstagmorgen um 7 Uhr ging es dann los. Nachdem wir uns an der Lorrystation versammelt hatten, enterten die Jugendlichen den Anhänger und es ging mit ordentlicher Lautstärke (auch dank des organisierten Megafons) Richtung Strand, wobei wir versuchten noch möglichst viele Unbeteiligte in die Aktion zu involvieren. Am Strand angekommen ging es dann auch mit vollem Elan los - hier und da wurden schnell noch ein paar Beobachter miteinbezogen, wobei man sagen musste, dass das Staunen der Leute schon größer war, als die Bereitschaft, sich in den Kampf mit dem Schmutz am Strand zu begeben. So durften wir zuerst größtenteils alleine den Kampf gegen ein Meer an Plastiktüten und -Teilchen antreten, bis dann nach ca. einer halben Stunde Verspätung nicht nur die Zeitungsreporter, sondern auch die eingeladenen Teilnehmer des Komenda Teacher Training Colleges eintrafen!

Gemeinsam ging das Ganze dann doch noch etwas schneller voran, während Francis der Jugendclubpräsident eifrig Informationsbroschüren über die Konsequenzen von Strandverschmutzung an die Umstehenden verteilte und Interviews gab, wie auch Solomon und Jörn, die AIM-Projektleiter, die natürlich auch anwesend waren.

Gerade als wir dabei waren, einen Bereich am Strand auszusparen, der aufgrund von zu starker Verschmutzung durch Fäkalien, ausgespart werden musste, traf dann auch Ghana TV ein, die ihr für 7 Uhr angekündigtes Eintreffen um anderthalb Stunden nach hinten „verschoben” hatten. So konnten diese also auch noch etwa eine Stunde Beach-Clean-Up filmen und anschließend sogar eine Cultural Performance unserer Tanzgruppe an dem jetzt sauberen (oder wenigstens saubereren) Strand aufnehmen.

Nachdem sich Ghana TV dann um kurz vor 10 verabschiedet hatte, gab es dann auch eine kurze Verschnaufpause mit einem kleinen Snack: Frische Kokosnüsse direkt von der Palme geschüttelt, musste man schon einen gewissen Sicherheitsabstand von der ca. 20 Meter hohen Palme neben, von der auf einmal Kokosnüsse en masse herunter regneten.

Anschließend säuberten wir noch einmal etwa eine Stunde lang den verbleibenden Strandabschnitt, um anschließend auf dem „rollenden Mistwagen” auf dem Rückweg noch einmal die Trommeln und das Megafon hervorzuholen und eine laute Party zu feiern - bis dann die letzte Herausforderung des Tages eintrat: Der Hänger hatte sich samt Traktor in dem etwas lockeren Strandweg eingefahren und unter dem Gewicht des Mülls und der laut feiernden Jugendclubmitglieder auf dem Hänger steckengeblieben. In diesem Falle halfen dann nur stückweises, und angesichts der prallen Sonne sehr anstrengendes, Anschieben… Welches sich erst nach geschlagenen 30 Minuten auszahlte - für die Youth Club Members aber kein Grund  nicht noch einmal aufzuspringen und die Feierei zu beenden!

Zum sinnvollen Ende gehörte dann natürlich auch, dass Jörn und Solomon den Fahrer noch bis zur Müllkippe in einem der nächsten Dörfer auf dem Rückweg zum Verwaltungsgebäude in Elmina, von wo der Traktor ja ausgeliehen war, zu begleiten und dort den Müll zu entladen.

Eine Aktion, die auf jeden Fall wiederholt werden muss.

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Schüler Eric Essah aus Komenda/Ghana

Um nicht nur aus unserer Sicht auf das Projekt einzugehen und aus Ghana zu berichten, sondern Euch als Lesern auch die Möglichkeit zu geben, Ghana aus der Perspektive der lokalen Bevölkerung mitzukriegen, hat sich der Jugendclub folgendes überlegt: Einige Mitglieder des Jugendclubs werden ihren eigenen Blogeintrag verfassen. Auf diese Weise erfahrt ihr Leser mehr über die Zielgruppe des Projektes, und vor allem auch bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, durch Ihre Beiträge auf sich aufmerksam zu machen und in einen „interkulturellen” Austausch zu treten.

So haben die interessierten Jugendlichen vorerst einmal alle „irgendwas und etwas über sich selbst” (So hieß die Aufgabe) geschrieben. Das erstens, weil die Jugendlichen so eine Möglichkeit haben sich vorzustellen, und zweitens, weil die Jugendlichen von etwas wie einem „Blog” noch nie gehört haben und wir uns erhoffen, dass die Jugendlichen möglichst ohne unsere Anweisungen, sondern durch Anregungen und Fragen der Leser ermuntert und in die richtige Richtung geleitet werden.

Wir werden dies so weiterführen, dass sich die Jugendlichen in regelmäßigen Abständen treffen, um neue Blogeinträge zu verfassen, die dann uns, bzw. dem jeweiligen Volontär, auf dem Computer abgetippt werden und dann unverändert veröffentlicht werden - jegliche Leser-Kommentare werden dann für die jeweiligen folgenden Treffen für die Jugendlichen ausgedruckt, so dass diese in den Austausch mit den Lesern treten können - dies solange sie noch nicht Zugang zu den benötigten Computern mit Internetzugang haben.

Liebe Leser. Wir würden euch dann persönlich noch einmal darum bitten, besonders eifrig auf die Beiträge mit Kommentaren oder Nachrichten zu reagieren - denn das erfreut die Jugendlichen und motiviert sie weiterhin. Wir haben die Texte bewusst nicht auf Deutsch übersetzt, und würden euch darum bitten, auf Englisch zu antworten. Falls ihr meint, dass es einer Übersetzung benötigt, teilt uns das bitte mit.

Lieben Dank, und nun viel Spaß beim Lesen, Antworten und Austauschen.

[Die Texte der Jugendlichen sind unverändert widergegeben (lediglich Rechtschreibfehler sind korrigiert) und dem freien Gestaltungswillen des jeweiligen Jugendlichen überlassen.]

My name is Eric Essah, I am fifteen years old and I attend College Practise at Junior High School B in Komenda. Mathematics is my favourite subject.

The food I like best is rice and stew and the game I like best is Lido.

If you have any questions or comments I will be forwarded your e-mails or blog commentaries. Otherwise you can of course also send me a letter; my post address is as follows:

Eric Essah

P.O. Box KM 5

Central Region

Ghana

The Acute Shortage of Water in Komenda and Poor Sanitation

Water and sanitation is the backbone of life. We cannot leave them out when we are dealing with social issues.

Komenda, Edina, Eguafor, Abrem all belong to one district in the Central Region as parts of Ghana. And all these towns are developing faster than Komenda because we do not have someone to talk on our behalf for us.

However, as we do not have anyone to talk on our behalf, we neither have water to drink nor for domestic use (cooking, washing, etc) and our sanitation is very poor.

Also, our situation is bad because we do not have toilets and dustbins around. So we just throw the rubbish wherever we like and we go to toilet anywhere. And our people are dying because of diseases in the town.

On sanitation problem we want the District Chief Executive to help us to build toilets and they should provide dustbins for the people of Komenda so that we will put the rubbish in the dustbins and we will stop going to toilet at the beach because all this causes diseases to the people of Komenda.

However, we the school children are always late to school because we do not have water so we have to go to look for water before we can bath - that causes us to be late.

On water problems we want the Assembly Men to talk to the Regional Minister to give us a poly tank so we can keep water in it and we will have water every time.

Poem

The title of my poem is “HIV or Auntie Esi”

HIV/AIDS or Auntie Esi

I am HIV/AIDS

And some students call me Aunti Esi.

And the first letters of my name are seven.

But I have killed more than millions of people in the world.

And I don’t know whether you are young or old, rich or poor,

I am always ready for anyone in the world.

Everyone in the world is afraid of me.

So my sisters, my brothers, and my friends aware of yourself!

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Namuncha Zentrum fuer Bildung - Namuncha centre for Children Education

Blog No.1

Hallo liebe Besucher von africahelp.org,

mit diesem Artikel beginnt eine neue Serie von Tagebucheinträgen, die euch ein weiteres Entwicklungshilfe-Projekt in Afrika vorstellen wird. Das Namuncha Projekt – „Namuncha Centre For Children Education“ in Kenia, Ostafrika.

kenyan_childs.jpg

Dies ist das erste Projekt, welches von Africahelp.org unterstützt wird und keine Partnerorganisation in Europa hat. Das Projekt wird komplett von kenianischen Einheimischen (den Masaii) entwickelt und organisiert. Der Kontakt mit dem Projektkoordinator Joseph Kishau entstand durch Jörn Preuß, dem African Information Movement (AIM.) – Projektkoordinator in Ghana, bei einer UNO – Arbeitsgruppe in Genf (Schweiz).

Wir sind sehr dankbar, dass dieser Kontakt und Africahelp.org es nun ermöglichen, das Namuncha Projekt über den Blog einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Wir haben uns dazu entschieden, das Projekt peu à peu vorzustellen und jede Woche einen neuen Aspekt des „Namuncha Centre For Children Education“ unter die Lupe zu nehmen. Der Ablauf sieht wie folgt aus.

  1. Vorstellung des Projektorts / Klima
  2. Vorstellung der Bevölkerung / der Bevölkerungsstruktur
  3. Probleme der Bevölkerung / Bildungssituation?
  4. Ansatz und Ziele des Projektes?
  5. Was wurde bisher erreicht?
  6. Die nächsten notwendigen Schritte?
  7. Details zum Projekt / Kosten

Wir hoffen euch damit so viel Informationen wie möglich zu geben, und euch neugierig zu machen, mehr über das Projekt zu erfahren, und in persönlichen Kontakt mit den Verantwortlichen des Projektes zu treten. Dabei wird euch Jörn Preuß gerne behilflich sein.

Nächste Woche geht es los, wir freuen uns darauf ..

Jörn Preuß

Selbständiger Internationaler Kulturmanager & AIM. Projektkoordinator in Ghana

Dear visitors of africahelp.org,

Starting with this article, a new series of articles is going to present you a further development aid project in Africa: The Namuncha Project – “Namuncha Centre for Children Education” in Kenya, Eastern Africa.

kenyan_childs.jpg

This is the first project supported by africahelp.org that is not originated in Germany. The project is developed and organized completely by Kenyan locals (the Masaii’s). The contact with the project coordinator, Joseph Kishau, was established by Jörn Preuß (African Information Movement, AIM. – Project Coordinator in Ghana), at an UNO – Working group in Geneva (Switzerland).

We are very grateful to have now the possibility, by using this platform, to present the Namuncha Project to a broader public.

We have decided to introduce the project peu-à-peu by taking weekly a closer look at a new aspect of the “Namuncha Centre for Children Education”. The schedule will be as follows:

  1. Presenting the place of the project, including climate circumstances
  2. Presenting the population’s structure
  3. People’s problems, educational situation
  4. Approach and objectives of the project
  5. What has been done so far
  6. The next necessary project steps
  7. Building / Cost details

We hope to give as much information as possible to make you eager learning more about the project and to get in personal contact with the responsible persons of the project. Jörn Preuß would like to help you establishing this contact.

We’re going to start next week and are looking forward…

Jörn Preuß

International Arts Manager & AIM. Project Co-ordinator in Ghana

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Jugendzentren in Cabo Verde

delta culturaWir sind sehr glücklich, ein weiteres Projekt vorstellen zu dürfen!

Cabo VerdoDelta Cultura ist ein unabhängiger caboverdeanischer Verein mit Partnerorganisation in Österreich. Die Inseln von Cabo Verde vor der afrikanischen Westküste haben mit einer starken Abwanderung der Jugend zu kämpfen. Delta Cultura baut Jugendprojekte auf, die Perspektiven schaffen sollen.

Erfahren Sie jetzt mehr über Delta Cultura!
> Delta Cultura - offizielle Website | Africa-Help.org Infoseite
> Wikipedia.org - Cabo Verde

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Schenken & Spenden für nachhaltige Hilfe in Afrika

Schenken & Spenden
Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Für viele Menschen ist zu Weihnachten die Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen von großer Bedeutung. Aber auch der Familie zu Hause soll eine Freude bereitet werden.

Wir möchten versuchen, beides unter einen Hut zu bekommen: Unter dem Motto Schenken & Spenden kann jeder von zuhause aus Geschenke kaufen und gleichzeitig spenden. Unser Partner Amazon.de zahlt die Vermittlungsprovision direkt in die Kassen des SEWA Projekts in Burkina Faso, mit dem die lokale Fertigung von Photovoltaikanlagen gefördert wird.

Frohe Weihnachten!

> Jetzt Schenken & Spenden

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„Dritte-Welt-Geisterbahn“ auf dem 38. Berliner Frühlingsfest

Berlin, 08. April 2006. Die Besucher des 38. Berliner Frühlingsfestes staunten an diesem Samstag über eine vermeintlich neue „Attraktion“: hungernde Kinder in Afrika auf dem Eingangstor einer Geisterbahn.

Wir stellten zusammen mit den Berliner Künstlern zeitlos space works eine Wand auf, die den Eingang in eine “Dritte Welt Geisterbahn” darstellte.

Dahinter befand sich natürlich kein Geister-Zug mit Afrikanern in Armut und Hunger. Wir, in diesem Fall Franziska, Ben, Stephen und Richard von Africa-Help.org standen mit Flyern und Worten bereit für die Besucher des Jahrmarktes. Wir verteilten Flyer in denen wir auf die andauernde Notlage in weiten Teilen Afrikas hinwiesen und erklärten die Idee hinter Africa-Help.org

Die Reaktionen auf die Wand waren gemischt. Von agressivem Desinteresse über Gleichgültigkeit bis hin zu regen Interesse konnten wir viele Eindrücke einsammeln. Bemerkenswert waren vor allem die Reaktionen der Kinder, die ihre Eltern fragten, um was es sich bei der “Geisterbahn in die Dritte Welt” denn handelt.

Unsere Idee, den Bau einer Schule in Burkina Faso per Video den Besuchern von Africa-Help.org zu zeigen wurde durchwegs positiv aufgenommen. Wir als ehrenamtliches Projekt können unseren Unterstützern maximale Spendeneffizienz und Tranparenz bieten.

Wir möchten uns bei allen Beteiligten für die gelungene Aktion bedanken! Weitere Infos und Fotos folgen in Kürze!

> Download Pressemitteilung PDF

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Afrika und sein Reichtum

Man möchte es kaum glauben, aber Afrika gehört zu den rohstoffreichsten Regionen der Erde. Wo andere Länder durch derartige Vorteile wirtschaftlich profitieren, herrschen in Afrika Chaos und Ausbeutung.

Die Weltmächte nehmen den Kontinent ins Visier

Die Ölfelder der Welt werden in diesen Tagen bis zum Anschlag ausgepumpt. Schon lange haben die Öl-Konzerne ein Auge auf den schwarzen Kontinent geworfen. Im „Spiegel“ wird ein amerikanischer Kongressabgeordneter mit folgenden Worten zitiert: „Im letzten Jahr wurden weltweit acht Milliarden Barrel Öl gefunden, sieben davon lagen vor der Westküste Afrikas.“ Die USA haben hier natürlich ein großes Interesse, immerhin wird geschätzt, dass in Westafrika insgesamt etwa 100 Milliarden Barrel Öl liegt, das entspricht dem Volumen vom Irak.

Schon jetzt wird Westafrika als „eine der am schnellsten wachsenden Öl- und Gasquellen für den amerikanischen Markt“ gehandelt (Dick Cheney, Vizepräsident der USA). Umso besser, dass die westafrikanischen Staaten bis auf Nigeria nicht Mitglied in der OPEC sind, womit die USA von der arabischen Preispolitik unabhängig werden können.

Doch nicht nur die USA haben in Afrika eine Lösung für die Engpässe mit Versorgung des wichtigsten Rohstoffes der Weltwirtschaft gefunden. Längst hat auch eine weitere Supermacht den nötigen Treibstoff für sein Wirtschaftswachstum ausgemacht: China. Nachdem die US-Regierung den Sudan zum „Schurkenstaat“ erklärten, womit die amerikanischen Öl-Konzerne ihr Engagement dort aufgeben mussten, sprang die chinesische Regierung rasch ein. Schon bald soll die Fördermenge des Sudan auf 800.000 Barrel täglich steigen.

Der Gewinn fließt in den Machterhalt

Noch immer sind jedoch die afrikanischen Regierungen nicht in der Lage, diesen Reichtum vernünftig einzusetzen. So lässt sich Umar Al Bashir, Regierungsoberhaupt des Sudan, den Transfer zu 60% mit chinesischen Waffen entlöhnen, die dann in Krisenregionen wie Darfur eingesetzt werden. Die chinesischen Regierungsleute geben sich gleichgültig und pochen auf die Souveränität anderer Staaten: „Geschäft ist Geschäft.“

So ist es auch möglich, dass der UN-Sicherheitsrat zu keiner Verurteilung und Sanktionierungen für die Kriegsverbrechen der sudanesischen Regierung kommt, wenn die chinesische Regierung Gebrauch von ihrem „Veto-Recht“ macht.

„Die Bemühungen, afrikanische Staaten zu Demokratie und Transparenz zu zwingen, werden ad-absurdum geführt“, weist eine Studie der Stiftung Wissenschaft und Poltik aus: „politisch bedeutsam ist Chinas vehemente Verteidigung des Prinzips der staatlichen Souveränität, die dazu beiträgt, die Handlungsspielräume autoritärer Regierungen zu erweitern“.

Wirtschaftliche Ausbeutung macht es möglich, das korrupte und demokratiefeindliche Regierungen in Afrika gestärkt weiterleben können. Die Sanktionen der EU oder der UNO bleiben so nutzlos.

Die Bevölkerung hat meist wenig von diesen wirtschaftlichen Kooperationen. Ihre Regierung investiert in die Zementierung ihrer eigenen Macht und nicht zuletzt auch den Schutz der Förderanlagen. Rebellengruppen sehen in diesen einen besonders wunden Punkt der verhassten Herrscher und sprengen schon einmal die Pipelines und entführen oder töten die Mitarbeiter der Öl-Konzerne.

Doch Öl ist nicht alles: Tropenholz, Kupfer, Diamanten, Mangan und Gold gibt es in Afrika reichlich. Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN weist darauf hin, dass der Goldabbau in Ländern wie Ghana fatale Folgen für die umliegende Bevölkerung hat: Vernichtung von Agrarland, Verseuchung des Wassers und Misshandlungen der Anwohner durch Sicherheitspersonal.

Solange afrikanische Despoten die Rohstoffe ihres Landes zu niedrigsten Preisen an internationale Konzerne verkaufen und diese mageren Gewinne auch noch in ihren Machterhalt investieren wird es nicht ruhig werden in Afrika. Einige der Rebellengruppen fordern zu Recht, die Rohstoffe als Eigentum der gesamten Bevölkerung auch dieser zugute kommen zu lassen. Dann könnte man den Rohstoff-Reichtum des schwarzen Kontinents auch als eine Chance betrachten.

weiterreichende Informationen

> weltpolitik.net - Die Bedeutung der Erdölindustrie in Afrika

> Handelsblatt - Rohstoffvorkommen machen Investitionen attraktiv

> Mittwoch, 23.11.05, 21:35 Uhr bei ARTE reportage - Beitrag zum Thema “China’s Vormarsch auf Afrika“

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