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Solaranlagen in Burkina Faso - SEWA

COMPUTERSCHULE IN GHANA - AIM

JUGENDZENTREN IN CABO VERDE - DELTA CULTURA

 

 

 

Santé, succès, argent, amour … Bonne année 2009!

Wir wünschen euch ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr! Auch hier in Burkina Faso wurde der Jahreswechsel ordentlich gefeiert - im Zivihaus fand eine lustige Silvesterparty statt.

Seit längerem schon hatten wir einigen unserer Freunde versprochen, bei uns im Zivi-Haus eine Silvesterparty zu machen und so haben wir um die 30 Leute eingeladen, mit uns ins neue Jahr zu feiern. Um die Kosten für das Fest durch die teuren Getränke nicht ins Unermessliche steigen zu lassen, hat unser Freund und MicroSow-Techniker Hamidou, der selber überhauptkeinen Alkohol trinkt, vorgeschlagen, mit uns zusammen Bissap-Wein zu machen. Das ginge ganz einfach, meinte er.

So haben wir auf dem Markt getrocknete Bissap-Blüten gekauft. Bissap ist eine Hibiskusart, deren Saft hier oft getrunken wird. Gefroren in kleinen Plastiktüten ist er eine sehr angenehme Erfrischung an heißen Tagen. Die Bissap-Blüten haben wir zwei Tage vor Silvester mit heißem Wasser übergossen und einen halben Tag ziehen lassen. Dann haben wir Trockenhefe, Vanillezucker, Annanasaroma und viel Zucker eingerührt, das ganze in einen 20-Liter-Kanister gefüllt und fest verschlossen. “Fertig”, meinte Hamidou und ließ uns alleine. Die böse Überraschung kam zwei Stunden später, als wir in die Küche kamen und der Kanister sich durch das beim Gährungsprozess entstandene Gas aufgebläht hatte! Aus einem kleinen Loch spritzte schon mit Hochdruck die tiefrote Flüssigkeit an unsere Küchenwand und der Kanister war kurz vorm Platzen.  Es war zwar schon spät, aber glücklicherweise fanden wir in einer Boutique im Viertel noch einen neuen Kanister. Bis wir unseren Wein umgefüllt hatten, war unser Küchenboden allerdings schon mit 5 Litern Wein geflutet.

Am Silvesterabend hatten wir dann aber doch noch einen dreiviertel Kanister wirklich leckeren “Zivi-Wein”. Um diese Bezeichnung lässt sich zwar streiten, da die Flüssigkeit zwar wie Wein aussah und auch so ähnlich schmeckte, aber nicht mit Weintrauben gemacht wurde, sondern mit Hefe, aber trotzdem haben wir gleich mal ein Etikett für unser neues Produkt entworfen.

Dazu bereiteten wir dann noch Couscous zu und hatten Tantie vom Télécentre nebenan gebeten, uns einen großen Topf Sauce zu machen. Einige Gäste brachten dann noch Pizzaschnecken, Chips mit Salsa und kleine Biscuit-Kuchen mit und so war an dem Abend kulinarisch einiges geboten.

Unser Freund Lukas hatte sogar auf seinem Laptop “Dinner for One” mitgebracht, das wir dann ganz traditionsgemäß anschauen konnten. Um Mitternacht gingen wir alle auf die Straße und zählten - auf einer Uhr ohne Sekundenanzeige - den Countdown zum neuen Jahr. Ein großes Feuerwerk wie in Deutschland war am Nachthimmel über Ouagadougou natürlich nicht geboten, aber wir hatten ein paar Wunderkerzen und Kleinfeuerwerk. Später wurde noch bis in die Morgenstunden getanzt oder geplaudert und so ging unsere Neujahrsparty langsam zu Ende.

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Tropische Weihnachten …

… ein sauberes Komenda und die Expansion des Youth Clubs über die Grenzen Komendas hinaus – das wären die letzten Aktivitäten AIM.’s im Jahr 2008 in Kurzform.

 

In der längeren Ausführung, beginnt alles mit einer verfrühten Weihnachtsüberraschung unseres Projektmanagers Solomon Appiah.

Schon lange existiert die Idee, neben dem Jugendclub in Komenda, auch einen solchen im Nachbarort Ayensudo zu etablieren. Gespräche mit den Schulleitern, den Dorfältesten und dem Chief von Ayensudo wurde bereits vor langer Zeit geführt.

Mitte Dezember hat ‚Solo’ uns dann alle mit der Nachricht überrascht, dass er - „da jetzt schon mal was organisiert hat…“ und alle AIM. Mitarbeiter zum 18.12. nach Ayensudo, in die Schule, in welcher er unterrichtet, einlädt.

Zusammen mit Michael, einem der jungen Lehrer, und gut 20 Schülern seiner Schule hatte er die Gründung des zweiten AIM. Youth Clubs, in Ayensudo, ganz einfach mal in die Hand genommen. Für den 18. hatten sie ein großes Programm auf die Beine gestellt: auf dem Schulhof waren Zelte aufgebaut, die Dorfältesten und Vertreter vom Chief waren gekommen, und die neuen Jugendclubmitglieder hatten ein beeindruckendes Programm vorbereitet. Neben einer Tanzperformance, einigen Gedichten, die vorgetragen wurden, war vor allem das aufwendige spannende und toll gespielte Theaterstück beeindruckend. Wir hatten alle großen Spaß und waren absolut positiv überrascht von dem, was uns geboten wurde, und hoffen, dass alle beteiligten in Ayensudo mit soviel Freude und Elan dabei bleiben! Danke auch noch einmal an Solo und vor allem Michael – all die Arbeit hat sich mehr als gelohnt!

 

 

 

Nach dieser verfrühten Weihnachtsüberraschung rückte dann das richtige Fest schnell immer näher und wir hatten die Idee mit allen Jugendlichen aus beiden Gemeinden am Strand Weihnachten zu feiern, und so dem Jahr einen würdigen Abschluss zu verleihen. Zum 21. Dezember wurde dann also zur X-Mas Party geladen, welche wir unter anderem mit einem Teil einer Spende vom Welthaus Bielefeld finanzieren konnten (Vielen Dank für eure tolle Unterstützung).

Wir trafen uns allerdings schon früh morgens am 21., um die letzte Clean-Up-Campaign dieses Jahres durchzuführen. Auch der Jugendclub aus Ayensudo war (einheitlich in Schwarz und Weiß gekleidet) schon so früh nach Komenda gekommen um uns tatkräftig zu unterstützen. Nachdem wir also die Lorry Station und den Weg zum Strand von Müll befreit hatten, haben wir auch noch den Platz, an dem unsere Party stattfinden sollte, gesäubert.

Während die Jugendlichen aus Komenda nach Hause gingen um sich für die Party fertigzumachen, besichtigten die Leute aus Ayensudo das lehrstehende Gebäude der ehemaligen Zuckerfabrik in Komenda und wurden von uns mit einer ersten Erfrischung in Form eines Fruchtpunsches versorgt.

Am frühen Nachmittag war dann die Sound Anlage aufgebaut, das Essen und Trinken zum Ort des Geschehens transportiert worden, alle Spiele waren vorbereitet und Meer, Strand und Palmen bildeten den perfekten Rahmen für eine tropische Weihnachtsfeier. Während die Jugendclubmitglieder aus Ayensudo schon in den Startlöchern für die geplanten Spiele standen, mussten unsere Komenda-People erst ihre „Solche – Spiele – sind – was – für – Kinder – und – deswegen – total - uncool-Phase“ überwinden. Das ging dann jedoch relativ schnell, als die anderen einfach anfingen zu spielen und es war rückblickend, trotz den ein oder anderen Schwierigkeiten, die in der Arbeit mit Jugendlichen wohl ganz normal sind, ein absolut gelungener Nachmittag, an dem alle viel getanzt, gelacht und natürlich auch im Meer gebadet haben.

 

 

 

Allein in diesen drei letzten Wochen des Jahres, ist also so viel passiert, blickt man zurück auf das gesamte vergangene Jahr, war es noch so viel mehr, was bei AIM. und drum herum getan wurde. Begonnen mit der offiziellen Gründung des Youth Clubs im Januar und dessen Entwicklung mit vielen neuen Workshops, wie die Cultural Group mit neuen Trommeln, Beadmaking, der Singing Group, regelmäßigen Clean-Up Campaigns und vielem anderen, was den Jugendclub einen bedeutenderen Teil im Gesamtprojekt  AIM. werden ließ.

Von dem neuen Youth Club Leader Theo, der uns im September wieder verließ und dessen Stelle nun von Francis besetzt ist, über die freiwilligen Alrun, Max und Kathleen, zu inzwischen vier deutschen Volontären, die gleichzeitig für AIM. in Ghana arbeiten, hat sich auch personell viel getan in diesem Jahr. So ist inzwischen auch der ehemals freiwillig arbeitende Projektassistent David fest angestellt. Auf für die die Culture Group des Jugendclubs wurde mit Magibo ein neuer Leiter gefunden. Weiterhin dabei sind unsere Ghana-Vorsitzender Kojo, Projektmanager Solomon, Bauexperte Ben und Finanz’minister’ Charles. Mit Jörn als Projektleiter bilden alle zusammen das perfekte AIM.-Team.

Bezüglich des eigentlichen Hauptprojekts von AIM., dem Bau des Ausbildungszentrums in Komenda, konnte 2008 der Abschluss der Fundamentlegung als wichtiger Schritt zur Fertigstellung verzeichnet werden.

Ein weiterer wichtiger Erfolg des letzten Jahres war  die erfolgreiche Durchführung des „Water Sanitioin Projects“, durch welches Komenda nun um zwei Frischwasserquellen reicher ist.

Das nur als kleiner Rückblick auf das vergangene Jahr, in dem eigentlich noch so viel mehr Erwähnenswertes geschehen ist.

Nun also auf all die Projekte, Ideen, Möglichkeiten und Personen, die im neuen Jahr auf AIM. zukommen mögen, auf das es mindestens genauso erfolg- und ereignisreich wie das Vergangene wird!

 

Einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

 

Wünscht,

 

Janna, AIM. Volontärin in Komenda, Ghana

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Frohe Weihnachten!

Hallo liebe Leser,

wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest!

Wir begehen Weihnachten dieses Jahr bei ungewohnten 30-35°, was uns aber nicht davon abhält ein wenig zu feiern! Gestern haben wir die kitschige kleine Plastiktanne aus dem Schrank gekramt, die praktischerweise auch schon wunderhübsch geschmückt war. Nur die Lichterkette und die Soundanimationen funktionieren leider nicht mehr. Am Abend kam dann AMPO-Zivi Lukas vorbei und hat mit Nils ein paar besinnliche Lieder gesungen. Und dank einer netten Oma,  deren selbstgebackener Stollen die weite Reise unbeschadet überstanden hatte, hat sich der Abend dann doch ein bisschen wie der Abend vor Heiligabend angefühlt.

Heute haben wir uns einen wunderbaren Weihnachtsbrunch mit Kostbarkeiten wie Vollkornbrot, Schinken und Salami gemacht (an dieser Stelle noch einmal tausend Dank an Uwe). Später werden wir dann noch mit deutschen Freunden und beim Waisenhaus AMPO feiern. Die burkinischen Christen feiern Weihnachten erst am 25. - praktisch, denn so können wir zweimal feiern!

Im Gegensatz zu Europa sind die Straßen nicht schon seit Oktober im Weihnachtsanstrich, sondern erst seit etwa einer Woche, aber dennoch gibt sich alles erstaunlich weihnachtlich: die großen Boulevards sind mit Weihnachtsbeleuchtung dekoriert, Straßenhändler hängen aufblasbare Weihnachtsmänner zum Verkauf an Bäumen auf (sieht so grotesk aus wie es sich anhört), usw.

Ein frohes Fest und einen guten Rutsch wünschen

Nils und Jan

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Frohe Weihnacht

.. und einen guten Rutsch ins Jahr,

das wuenscht das AIM. Team aus Deutschland und aus Ghana allen Lesern, Machern, Unterstuetzern und Foerderern von africahelp.org !

Auf ein erfolgreichen neues Projektjahr 2009.

Euer AIM. Team

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Zurück in die Schule !

Nachdem ich im Frühjahr dieses Jahres mein Abitur bestanden habe, hatte ich eigentlich nicht vor, mich so bald wieder regelmäßig in eine Schule zu begeben.

Schon Ende November hat sich das allerdings geändert… Eine ganze Woche lang sind Tim, Francis und ich, in vier Highschools in Komenda gegangen um dort eine Umfrage unter 100 Schülern der Form 3 durchzuführen und gleichzeitig Werbung für den AIM. Youth Club zu machen.

Die Umfrage haben wir, hauptsächlich Tim, selbst ausgearbeitet, mit dem Ziel Daten über das Freizeit- und Umweltverhalten sowie über die Interessen bezüglich verschiedener Schulfächer und die Pläne nach dem Highschoolabschluss der Jugendlichen von Komenda zu erfahren. Letztere Ergebnisse sind hauptsächlich als Update für die Ergebnisse Umfrage mit dem selben Inhalt von vor zwei Jahren gedacht. Diese Ergebnisse dienen uns dazu, das Programm des entstehenden Ausbildungszentrums auf die Bedürfnisse und Wünsche der zukünftigen Schüler abzustimmen. Der Freizeitteil der Umfrage ist auf das Programm des Jugendclubs bezogen, während die Ergebnisse zu Fragen der Umwelt in Komenda für Tims Umweltprojekt von Bedeutung sind.

Nachdem wir Montags bei allen Schulleitern vorgesprochen und uns die Erlaubnis für unsere Pläne abgeholt haben, Hunderte von Zetteln sortiert und zu Fragebögen zusammengeheftet haben konnte es dann losgehen.

Von Dienstag bis Freitag sind wir in jeweils eine Schule gegangen, um zuerst um halb acht bei der morgendlichen Versammlung, bei der die Ghanaischen Schüler sich alle vor der Schule einfinden die Nationalhymne singen und die Flagge hissen, etwas über den Youth Club und unsere Aktivitäten zu erzählen. Nach dieser kleinen Werbeaktion haben wir dann von jeweils 25 Schülern pro Schule die Fragebögen ausfüllen lassen.

 

Da wir uns von der morgendlichen Werbung in den Schulen viele neue Mitglieder erhofften, haben wir am 27. November ein Neugründungsmeeting angesetzt, bei welchem wir detaillierter über AIM. und unsere aktuellen und vor allem neuen Jugendclubaktivitäten berichten wollten.

Am Nachmittag des 27. tauchten jedoch außer unseren „alten“ Mitgliedern nur sechs neue Leute auf… Wahrscheinlich war die Zeitspanne zwischen unserer Werbekampagne und dem eigentlichen Meeting einfach zu groß, so haben wir spontan Plakate gedruckt, sie morgens in den vier Schulen verteilt und ein neues Meeting (ein Re-Refoundationmeeting also quasi…) für Samstag den 29. angesetzt und das auch noch mal in allen Highschools bei der Versammlung  angesagt.

Am Samstag konnte das Meeting dann endlich stattfinden. Gut 50 Jugendliche kamen dann auch und wir stellten alle neuen Workshops vor. Zum Abschluss haben wir noch zusammen mit den Jugendlichen Volleyball gespielt und sind so doch noch zu einem Erfolgreichen Meeting gekommen.

Inzwischen sind viele der neuen Mitglieder schon fester Bestandteil unserer Cultural- und Singing Group!

Auf das es so weiter geht …

 

Janna Peters

AIM. Volontärin in Komenda, Ghana

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Alumni Portal

Vergangenes Wochenende veranstalteten diverse deutsche Institutionen einen Kongress für Burkinabé, die in Deutschland eine Ausbildung gemacht oder studiert haben.

Solange auf dem SEWA-StandFür SEWA war dies eine Gelegenheit, sich auf der an diese Veranstaltung angeschlossenen Messe mit einem Stand zu präsentieren, ein bisschen für die Projekte zu werben und interessate Kontakte zu knüpfen, um sich noch besser vernetzen zu können.
Also machten wir uns daran, unseren Messeauftritt durch ein Banner und ein paar Plakate vorzubereiten und unseren Stand aufzubauen.

Das Interesse war dann auch tatsächlich recht groß und der deutsche Botschafter war nach der Messe wohl so ziemlich der einzige, der unseren Stand (übrigens dank MicroSow mit Solarstrom versorgt) nicht besucht hatte. Viele hofften auf die Elektrifizierung der Schule in ihrem Heimatdorf, sodass wir wahrscheinlich bald neue Anfragen bei uns auf dem Schreibtish liegen haben werden, andere wollten sich das Prinzip des Solarkochers erklären lassen, und das Ding in Aktion sehen!

Für Nils und mich war es mal wieder spannend, die SEWA-Projekte vorzustellen, denn es versetzte uns ein wenig in unsere Vorbereitungszeit zurück, mit dem Unterschied, dass wir nun um einige Erfahrungen reicher und noch mehr in die Projekte involviert sind. Zusätzliche Herausforderung war, das Ganze nicht mehr nur auf Deutsch, sondern vor allem auf Französisch und -ungewohnter Weise- auch auf Englisch zu erklären - ständig im Wechsel versteht sich.

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Besuch des Deutschen Botschafters bei AIM. in Komenda

Anlässlich der offiziellen Eröffnung des zweiten AIM. Polytanks in Komenda hatte sich hoher Besuch in Komenda angekündigt. Der Deutsche Botschafter aus Accra, nebst Familie, die Direktorin des Educational Service der KEEA Municipal Assembly (also in etwa die Bildungsministerin unserer Region), ein Vertreter des Chiefs und diverse Fernseh- und Radiostationen(GTV, Coastal TV und Cape Coast Radio) fanden sich also am 27.11. in Amotoe, einem Stadtteil von Komenda, an unserem Polytank ein.

Der ein oder andere mag sich fragen, wer oder was überhaupt ein Polytank ist und aus welchem Grund wir dergleichen in Komenda aufstellen und dann dafür auch noch eine Party organisieren…

Der Ausgangspunkt ist die schlechte Trinkwasserversorgung in Komenda, welches nur selten an das Wassernetz angeschlossen ist und demzufolge unter Problemen wie z. B. einer überdurchschnittlich hohen Cholerarate leidet. Sehr viele Leute beziehen ihr Wasser aus dem „Puupuu-water“, einem dreckigen Tümpel. Um diese Situation zu verbessern, hat AIM., finanziert von der Deutschen Botschaft in Accra, zwei Polytanks in zwei Stadtteilen Komendas installiert.

Polytanks sind große (unsere fassen 10.000 Liter) Trinkwasserbehälter, aus denen nun die Bevölkerung Komendas günstig sauberes Wasser erwerben kann.

Nachdem der erste Polytank in „Southafrica“ schon seit September in Betrieb ist, wurden im Oktober auch die Arbeiten am Tank in Amotoe fertiggestellt.

Am Donnerstag den 27. November war dann also der große Tag der offiziellen Eröffnung gekommen.

Alle Vorbereitungen waren getroffen, ein großer Banner hing über der Hauptstraße in Komenda, Zelte und Stühle waren aufgestellt und geschmückt, unsere Cultural Group hatte einige extra Trainingseinheiten absolviert und auch der Polytank war mit einer großen Schleife versehen.

So konnte die Opening Ceremony also beginnen…

Als die Gäste ankamen, wurden sie von den AIM. Offiziellen und den Trommlern und Tänzerinnen des AIM. Jugendclubs begrüßt und zu ihrem Platz geleitet.

Eröffnet wurde die Zeremonie von dem AIM. Project Manager Solomon Appiah, der alle Gäste begrüßte, AIM. und das Polytankprojekt vorstellte. Kojo Mbir, Vereinsvorsitzender von AIM. in Ghana, führte dann weiter durch das Programm. Nach einer Rede der Bildungsministerin und einem Gedicht über Ghana, vorgetragen von dem Jugendclubmitglied Catherine, hielt auch der Deutsche Botschafter eine Rede, in welcher er das Engagement von AIM. bezüglich des Wasserproblems Komendas begrüßte und der Gemeinde einen Legobausatz und einen Fußball überreichte. Auch betonte der Botschafter, wie sehr er Besuche wie den in Komenda mag, da er es genießt „ das wahre afrikanische Leben“ in den Dörfern und Kleinstädten zu erleben.

Nach dem Auftritt der Youth Club Cultural Group, begaben sich alle Besucher zum Polytank, um diesen ganz offiziell einzuweihen. Unter Applaus, durchschnitt der Botschafter, gemeinsam mit der Bildungsbeauftragten und dem Vertreter des Chiefs, das Band und erklärte den Tank für eröffnet.

Anschließend besichtigten alle Anwesenden das nahegelegene „Puupuuwater“, was die Bedeutung des Projektes allen noch einmal bewusst machte.

Abschließend bleibt uns nur noch einmal der deutschen Botschaft für ihre Unterstützung zu danken, durch deren finanzielle Mittel Komenda zu mehr erschwinglichem Trinkwasser verholfen wurde.

ME DA WO ASE - DANKE!!!

Janna Peters

AIM. Volontärin in Komenda Ghana



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Unsere neuen AIM. Volontaere

Seit über einem Monat leben Franz (der Älteste) und Milena (die Jüngste) nun in der netten 4-er WG mit Tim und Janna in Komenda, Ghana.

Die ersten Höhen und Tiefen sind überwunden und die Augen fallen nicht mehr jeden Tag aus dem Kopf.

Die ersten Wochen dienten hauptsächlich dem Einleben und kennen lernen der neuen Umstände.

Es lässt sich gut leben, die Menschen sind offen und wissbegierig.

Milena tut sich vorerst schwer mit dem Konzept, dass verlangt wird. Am liebsten würde sie gleich anfangen, eine Musikgruppe zu leiten und einfach mal schauen, was passiert.

Doch sie soll nicht anfangen, bevor etwas auf Papier ist.

Nach etwas Widerstand und schlechter Laune beginnt sie ein Konzept zu schreiben und merkt tatsächlich, dass es ihr doch hilft bei ihrem großen Plan:

Das Ziel ist, eine CD mit den Jugendlichen des AIM Youthclub aufzunehmen.

Dies beeinhaltet die Gründung eines großen Chores, in welchem die Jugendlichen lernen können, wie Folk, Pop, Hip Hop, Reggae und R’n’B-Songs gesungen werden.

Des weiteren wird es eine Rapgruppe für Jungs und werdende Männer geben, in der sie ihre Erlebnisse und Gefühle ausdrücken können, ohne die Fäuste zu benutzen und in der sie ein Gefühl für Improvisation bekommen können.

Um die CD verkaufstüchtig zu machen, sollen auch Videoclips gedreht werden, bei denen die Jugendlichen Choreographien tanzen können sowie Schauspielern.

Mit Hilfe von professionellen Musikern aus Ghana und Deutschland und der Frontvoice der Volontärin, welche eine ausgebildete Stimme hat und Musikerin ist und viel Erfahrung mit Kindern hat, soll die CD in die große Welt hinaus.

Hierfür spielt der Kontakt und die Zusammenarbeit mit dem ghanaischen sowie mit dem deutschen Fernsehen, den Radiosendern und den Zeitungen eine große Rolle.

Die Einnahmen könnten dem Erhalten des Musikprojekts und dem geplanten Bau des ausbildungszentrums dienen. Die von Janna und Tim durchgeführte Umfrage an Schulen in Komenda besagt, dass 57 Prozent der Jugendlichen sich eine Gesangs und Rapgruppe wünschen.

Die erste Gesangsstunde mit dem Chor beginnt diesen Freitag, am 28. November und wird nun regelmäßig einmal pro Woche stattfinden.

Franz: tja erst mal sorry, das es so lange gedauert hat den ersten Eintrag zu schreiben, aber jetzt ist er endlich da.

Ich bin nicht wie die meisten ueber das Weltwaerts Program hier, sondern absolviere ein verlaengertes Praxissemester in Komenda, Ghana. Ich studiere im 6. Semester Sozialmanagement und kuemmere mich groestenteils um die Konzeptionierung eines geplanten Internetcafe und Businesscenter, was gleichzeitig auch bis zur Fertigstellung des Ausbildungszentrums als Trainingscenter fuer Jugendliche und alle anderen Interessieten dienen soll. Gelehrt werden sollen die gaengigen Office Programme wie Word, Excel, Powerpoint und Internet sowie die Grundlagen der fuer die Menschen hier anwendbaren Betriebswirtschaftslehre. Dazu gehoert natuerlich auch potenzielle Geldgeber zu finden. Zur Zeit arbeite ich an den Bewerbungen fuer die entsprechenden Geldmittel von drei verschiedenen Stiftungen bzw. Organisationen.

Zunaechst habe ich eine guten Einblick in die Kostenrechnung und Buchfuehrung von AIM. bekommen und war positiv ueberrascht von der professionellen Arbeitsweise rund um die Buchfuehrung. Saemtliche Ein und Ausgaenge sind gut nachvollziebar gebucht, so dass es fuer mich in diesem Bereich lediglich der Controllingfunktion bedarf.

Meine Ankunft in Accra, der Hauptstadt von Ghana um 2.00h nachts war echt spannend, da ich mich gleich dem erst besten laechelnden Ghanaer anvertraut habe der mich freudig begruesst hat . Dieser freundliche Mann hat mich dann gleich Richtung Taxi geleitet mit dem ich dann beinahe ins 200km weit entfernte Komenda gefahren waere. Zum Glueck habe ich dann Joern und Solomon gesehen, die extra gekommen sind um mich abzuholen und das Missverstaendniss war schnell aufgeklaert…

Vom Flughafen ging es dann Richtung Trotro Station, dem meist genutzten Verkehrsmittel in Ghana und gleichzeitig der erste Kulturschock. Ueberall riecht es nach geraeuchertem Fisch und ein funktionierendes Muellsystem gibt es in Ghana noch nicht.

Zeit ist hier relativ und das Trotro faehrt meist erst los, wenn alle Plaetze des Kleinbusses besetzt sind.

Unsere Nachbarn in Komenda sind absolute Klasse. In den ersten Tagen habe ich mich bei den Nachbarn vorgestellt und wurde ueberall mit einem freudigen Akwaaba begruesst, was auch genau so gemeint ist: Herzlich Willkommen. Mein erstes Fufu ( ein Klosteig in scharfer Suppe mit Fisch oder Huhn) gab es dann auch recht schnell und auch davon bin ich positiv ueberrascht, ich liebe es mit den fingern zu essen…

Auch der Strand von Komenda laesst keine wuensche offen (das gilt leider nicht fuer alle Straende, da viele Stellen als Toilette und Muellentsorgungsplaetze dienen), auf drei kilometern laenge gibt es nur Palmen, Sand und Meer und weit und breit keine Menschenseele!Traumhaft!

Milena und Franz

AIM. Volontaere in Komenda, Ghana



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Elektrifizierung in Youba

Stellvertretend für Nils’ Post bei dem das Video durch den Import verlorengegangen ist, nun hier das Video. Es sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass dieses Projekt durch die Fremdkochen Aktion mit huettenhilfe.de um 1000 EUR gefördert wurde. (Kochbuch gibts hier)

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Unsere Straße

In diesem Blogeintrag möchten wir euch einmal die direkte Umgebung unseres Zivi-Hauses vorstellen.

Unser Zivi-Haus

Unser Zivi-Haus

Wir wohnen im Stadtviertel Somgandé, das im Norden von Ouagadougou liegt. Die Umgebung von unserem Zivi-Haus gehört eindeutig zu den reicheren Stadtteilen, wie man an einigen teilweise auch im Vergleich mit deutschen Einfamilienhäusern sehr großen Villen und dicken Autos auf den Straßen leicht erkennen kann. Außerdem hat jedes Haus fließend Wasser und ist an das Stromnetz angeschlossen. In den meisten anderen Teilen Ouagadougous gibt es - wenn überhaupt - nur einen einzigen Wasserhahn für einen ganzen Hof, auf dem mehrere Familien zusammen leben.

Da unser Stadtteil zu den gehobeneren Gegenden Ouagas gehört, ist auch auf der Straße direkt vor unserem Haus nicht so viel los, wie in anderen Teilen der Stadt, wo die Straße meist gleichzeitig als Kinderspielplatz, Hühnerauslaufgehege, Kuhweide und Müllkippe dient. Dafür können wir uns aber in unserem Viertel sehr sicher fühlen: Die Straßen sind beleuchtet und von den Nachtwächtern der umliegenden Häuser gesäumt, die in ihren Liegestühlen vor sich hindösen.

Die Straße vor unserem Zivi-Haus

Die Straße vor unserem Zivi-Haus

Unsere Straße bei Nacht

Unsere Straße bei Nacht

Direkt gegenüber von unserem Haus ist ein kleiner Laden, in dem man alle möglichen Sachen, die man mal eben schnell braucht, kaufen kann: Von Spaghetti über Eier und Seife bis Toilettenpapier gibt es einfach alles. Und morgens holen wir hier oft Baguette zum Frühstück.

Die Boutique direkt gegenüber (rechts im Bild)

Die Boutique direkt gegenüber (rechts im Bild)

In unserer Straße gibt es auch in paar Baustellen, auf denen wir aber seit wir hier sind erst einmal gesehen haben, dass auch wirklich weitergebaut wird. Wahrscheinlich wird an diesen Großprojekten immer nur so viel weitergebaut, wie der Bauunternehmer gerade bezahlen kann.

Die Bauruine nebanan

Die Bauruine nebanan

Auf der Baustelle wird weitergearbeitet

Ein seltener Anblick: Auf der Baustelle wird weitergearbeitet

Unser Nachtwächter wohnt in einer Hütte auf dem Grundstück einer solchen Bauruine direkt neben unserem Haus und er lässt uns gerne auf das Dach des halbfertigen Hauses klettern, von dem man einen fantastischen Ausblick über das ganze Viertel hat!

Ein 360°-Panorama der Aussicht von der Bauruine gibt es hier als .mov-Datei zum Download. Zum Betrachten wird der QuickTime-Videoplayer benötigt.

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