In geheimer gemeiner Mission
Irgendwie denkt man ja schon: Kindern ihre Spiel- und Bastelsachen kaputtmachen - das gehört eigentlich in das Portfolio von Comic-Schurken. Trotzdem machten wir uns letztens daran, in großem Stil Hefte auseinander zu nehmen und Buntstifte zu zersägen. Aber in diesem Fall für eine gute Sache. Im neu erleuchteten Klassenraum sollten die Kinder der Schule von Barga nämlich ein wenig malen und schreiben - dumm nur, wenn wir zwar ungefähr 50 Stifte, die Klassen aber an die 100 Schüler haben.
Also machten wir uns daran, aus den Materialien, die uns von hilfsbereiten Freunden und Bekannten zur Verfügung gestellt worden waren, eine Freude nicht nur für die größten und stärksten, sondern für sämltiche Kinder zu machen. Mit halsbrecherischen (naja, fast) Werkbank-Konstruktionen und den treuen Multitools, die uns hier in allen Lebenslagen begleiten, sägten, rissen und zerrten wir knapp eineinhalb Stunden an Heften und Stiften.
Dann kam allerdings das böse Erwachen, denn die zurechtgestutzten Stifte mussten ja auch noch angespitzt werden (das ist dann der Part, den sich die Comic-Schurken sparen). Wer denkt, dies sei eine einfache Arbeit, weil das die Leute bei Herlitz in der Fabrik acht Stunden am Tag tun, hat sich geschnitten. Wir jedenfalls hatten schon nach kurzer Zeit neben gewaltigen Bergen von Anspitz-Sondermüll (rot-grün-gelber Feinstaub und ungefähr zwei mittlere Eichen an Schnittmaterial) auch gewaltige Blasen an den Zeigefingern.










