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Meningitiswelle in Burkina Faso

Burkina Faso - und besonders die Hauptstadt Ouagadougou - wird derzeit von einer Meningitisepidemie heimgesucht. Die durch Husten und Niesen übertragbare Hirnhautentzündung hat laut UN-Angaben schon über 10.000 Menschen infiziert -

allein im Land der Aufrechten. Die hohe Sterblichkeitsrate von fünf bis zehn Prozent innerhalb der ersten zwei Tage nach Ausbruch der Symptome schlägt sich in der erschreckenden Zahl von mehr als 800 Todesfällen seit Anfang des Jahres nieder. Bis zu 20 Prozent der Überlebenden leidet an lebenslangen Folgeschäden wie Beeinträchtigungen der Hirnfunktion oder Hörverlust.

Ein großes Problem im sogenannten “Meningitisgürtel”, der sich vom Senegal bis nach Äthiopien erstreckt und in der Trockenzeit fast jährlich von Epidemien heimgesucht wird, ist die weit verbreitete Armut. Es existieren wirksame Impfstoffe - auch wir Zivis sind noch in Deutschland gegen Meningitis geimpft worden - doch die Menschen sind zu arm, um sich diese Maßnahmen vorbeugend leisten zu können. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als im Katastrophenfall auf die Hilfe internationaler Organisationen zu hoffen. So führt das burkinische Gesundheitsministerium derzeit mit Hilfe einer Kooperation aus WHO, Ärzte ohne Grenzen, UNICEF und dem Roten Kreuz eine Massenimpfungskampagne in Ouagadougou durch.

Anstehen für die Impfung im Stadtteil Somgandé

Direkt neben unserem Haus, auf dem Gelände der Universität Ouagadougou, bildeten sich in den vergangenen Tagen lange Schlangen, um eine der begehrten Impfungen zu erhalten. Eine gewaltige logistische Herausforderung: Nach offiziellen Angaben sollen bis zu 1,5 Millionen Menschen von einer kostenlosen Dosis profitieren. Und doch werden wohl auch dieses Mal wieder viele Burkinabè nicht von den Anstrengungen der Helfer profitieren können, an einigen Impfstellen soll es bereits Engpässe geben.

Besorgniserregend ist auch, dass die Krankheit auch in sechs Gesundheitsbezirken wütet, die eigentlich letztes Jahr schon komplett geimpft wurden. Man bemühe sich, möglichen Diebstahl von Impfstoffen durch Seriennummern und Kontrollen der leeren Kanülen zu verhindern, hieß es aus Kreisen der zuständigen Behörde.

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