Afrika Helfen.
Africa- Help.org Afrika Helfen.
:

Africa-Help.org - Afrika Helfen

Solaranlagen in Burkina Faso  - SEWA

COMPUTERSCHULE IN GHANA - AIM

JUGENDZENTREN IN CABO VERDE - DELTA CULTURA

 

 





Kochbuch PDF Download - Fremdkochen für Afrika

 

<meta http-equiv="refresh" content="0;url=/?framerequest=1">

Alle Beiträge von Projekt Delta Cultura

Erster Nachbesuch der Krankenstation in Sambin

Nachdem im Mai 2013 die Krankenstation des Dorfes Sambin durch Spenden des Georg Thieme Verlags mit einer Solaranlage ausgestattet werden konnte, hat SEWA der Krankenstation im Januar den ersten Follow-up Besuch abgestattet. Die Solaranlage wird stark genutzt und erleichtert dem Personal die Arbeit ungemein.

Auf den letzten Kilometern führt die Reise über eine staubige SandpisteObwohl das Dorf Sambin nicht einmal 80 Kilometer von Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, entfernt liegt, ist es nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen. Seit Mai 2013 jedoch verfügt dort zumindest die Krankenstation über elektrisches Licht. Mit der finanziellen Unterstützung des Georg Thieme Verlags konnte SEWA dort eine Solar­anlage installieren, die nun auch nachts die Räume der Geburten- und Krankenstation beleuchten kann.

Um mit den Angestellten der Krankenstation über ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit der Solaranlage zu sprechen, hat sich nun erneut ein Team von SEWA auf den Weg ins Dorf gemacht. Das Dorf ist nur über staubige Sandpisten zu erreichen, die lediglich mit einem Geländewagen zu bewältigen ist. Einige Kilometer von der Teerstraße entfernt erreicht man den Markt von Sambin. Doch bevor das Team sich zur Krankenstation begibt, stattet es dem Dorfchef einen Besuch ab. Nach Tradition der Mossi wird allen Fremden noch vor der Begrüßung Wasser angeboten, erst nach dieser Erfrischung unterhält man sich über den Grund des Besuchs.

Der Dorfchef empfängt die Gäste vor seinem HausDer Dorfchef, der Sab Naba, erzählt, dass sich eine seiner älteren Verwandten erst kürzlich nächtlich behandeln lassen musste, wobei die Solaranlage enorm geholfen hätte. Damit ist sie kein Einzelfall: An der Krankenstation angekommen berichtet die Krankenschwester das im Monat etwa 180 Patienten Nachts an der Krankenstation behandelt werden. Besonders Geburten finden häufiger nachts statt und sind ohne anständige Beleuchtung schwierig. Monatlich erblicken nachts durchschnittlich 15 Kinder an der Krankenstation Sambins das Licht der Welt. Durch die Solaranlage sind die Zeiten nun vorbei, in denen die Hebamme sich eine Taschenlampe zwischen Kopf und Schulter klemmen musste oder Angehörige bitten musste, ihr eine Lampe zu halten. „Das Licht hat unsere Aufgabe sehr, sehr viel leichter gemacht und das kommt auch den Patienten zu Gute“, so die Krankenschwester Seïtta Sana.

Im Gespräch mit dem Verwaltungsrat der Krankenstation, der aus Bewohnern Sambins besteht, und dem Krankenpersonal wird klar, dass die Regeln zur Wartung und Nutzung der Solaranlage bekannt sind und eingehalten werden: So werden beispielsweise die Solarpaneele regelmäßig gereinigt, was besonders in den staubigen Monaten von Januar bis März wichtig ist, um die Leistungsfähigkeit der Solarpaneele zur erhalten.

Das Projekt scheint auf sehr gutem Weg zu sein. Über die kommenden eineinhalb Jahre wird SEWA der Krankenstation noch mindestens zwei weitere Besuche abstatten, um nach dem Rechten zu sehen. Nach einem Gruppenfoto und den Verab­schiedungen macht sich das Team auf in ein benachbartes Dorf. Nur ein Dutzend Kilometer entfernt liegt das Dorf Rakaye, das auch über eine Krankenstation verfügt, aber ebenfalls nicht an das Stromnetz ange­schlossen ist. Der Besuch soll prüfen, ob hier schon bald die nächste Solaranlage SEWAs installiert werden könnte.

Kommentare

Zu Besuch in Burkina Faso

Pünktlich zum Jahresbeginn ist derzeit der SEWA Vorsitzende Jan Sonntag in Burkina Faso unterwegs, um einige Projekte des Vereins zu besuchen und alten Bekannten und Partnern einen Besuch abzustatten.

Solange Bambara testet das neue Projektverwaltungsprogramm„Neben den Reisen an einige der Dörfer in denen SEWA Schulen und Krankenstationen elektrifiziert hat, geht es bei meinem Besuch vor allem darum, die Projektverwaltung für die stetig wachsende Zahl an Projekten anzupassen. Damit geht SEWA sicher, dass der deutsche und der burkinische Teil des Vereins auch nach mehr als 60 elektrifizierten Schulen und 10 Krankenstationen, stets den Überblick über die Situation in den Projekten behalten. Dazu werde ich in den kommenden 2 Wochen die burkinischen SEWA Mitarbeiter Solange Bambara und Yéral Dicko mit einem neuen Projektverwaltungsprogramm vertraut machen, das wir gemeinsam weiterentwickeln wollen.

Über die Arbeit für SEWA hinaus ist es auch einfach wieder schön in Burkina zu sein und alte Gesichter wieder zu sehen, die ich noch meiner Zeit als Zivi bei SEWA 2008-2009 kenne. Zwar kann man heute dank E-Mail und Co. problemlos über die lange Distanz kommunizieren, aber es ist doch schön sich wieder persönlich gegenüberzustehen.

Ouagadougou hat sich seit meinem letzten Besuch sehr verändert: es gibt eine neue Ringstraße, die Stadt ist weiter gewachsen und überall wird weiter gebaut. Es ist spannend zu sehen wie sich die Stadt weiterentwickelt und man malt sich aus, wie einige Orte wohl beim nächsten Besuch aussehen werden.“

 

 

Kommentare

Digataos Grundschule erhält eine Solaranlage

Auf dem Dach der Grundschule des burkinischen Dorfes Digatao konnte  am 21. Mai 2013  eine Solaranlage installiert werden, die es nun ermöglicht in den Abendstunden einen Klassenraum zu  beleuchten. So können die Kinder Hausaufgaben machen und sich auf Prüfungen vorbereiten, Lehrer den Unterricht des nächsten Tages planen. Das Projekt kam durch von der Jugendrunde der Pfarrgemeinde St. Nikolaus mit viel Engagement gesammelte Spenden zustande. Erfahren Sie mehr in unserem Bericht zur Installation und in der Bildergalerie auf http://flic.kr/s/aHsjGFReis.

Projektreferenz: 

Kommentare

SolarWorld fördert die Hilfsprojekte von SEWA

50 Solarpaneele von SolarWorld finden ihren Weg nach Burkina Faso

Im Juni 2012 war es endlich soweit: Nachdem alle bürokratischen Hürden der Einfuhr überwunden waren, konnten die burkinischen Mitarbeiter des Vereins Sonnenenergie für Westafrika e.V. (SEWA) endlich die Lieferung aus Deutschland im Hauptlager des Zolls in Ouagadougou abholen. Es handelte sich um 50 Solarmodule der Marke SolarWord mit einer Gesamtleistung von 3,75 kW, die im Rahmen des Hilfsprojekts Solar2World für die Projekte von SEWA in Burkina Faso gesponsert wurden.

Mit den gesponserten Solarmodulen werden nun in 15 Grundschulen und 5 Gesundheitszentren im ländlichen Raum Photovoltaikanlagen gebaut. Ziel des Projekts ist es, dass an den Projektschulen mehr Kinder den Grundschulabschluss erlangen. Im Gesundheitsbereich sollen die tragischen Fälle von Komplikationen bei Geburten verringert werden.

Doch die instabile politische Lage im Nachbarland Mali und die Intervention der französischen Armee im Januar 2013 haben auch Auswirkungen auf Burkina Faso und die Projektarbeit von SEWA. Mehrere Reisen zu den Projekten im Norden des Landes mussten kurzfristig aus Sicherheitsgründen abgesagt werden und einige Schulen und Gesundheitsstationen, denen die Aufnahme in das Elektrifizierungsprogramm in Aussicht gestellt wurde, mussten länger als geplant auf die Installation der Solaranlage warten. Dennoch konnte SEWA im ersten Jahr nach Ankunft der Solarmodule in Ouagadougou bereits in fünf Schulen und zwei Krankenstationen Solaranlagen aufbauen. In den Dörfern Gambo, Kampiti, Kolel, Djigo und Digatao können Lehrer und Schüler inzwischen dank des Solarstroms auch abends die Klassenräume für die Unterrichtsvorbereitung nutzen. Die Arbeitsbedingungen der Krankenpfleger und Hebammen in Bonsomnoré und Sabin haben sich seit der Elektrifizierung der Gesundheitszentren deutlich verbessert und die Behandlungs- und Geburtsräume sind nun auch nachts ausreichend beleuchtet.

 

 
 

 

Geburten müssen nun nicht mehr im Licht von Taschenlampen stattfinden

Für die von Solar2World geförderten Projekte hat SEWA Dörfer ausgesucht, in denen es keine Aussicht auf einen baldigen Anschluss an das nationale Stromnetz gibt. Die Gesundheitsstation in Sabin liegt beispielsweise 35 Kilometer vom nächsten Strommasten entfernt. Sie ist für über 5000 Menschen in den umliegenden Siedlungen die einzige Möglichkeit einer medizinischen Versorgung. Jeden Monat werden hier etwa 500 Patienten behandelt und 20 Geburten betreut. 80 % der Kinder kommen nachts zur Welt. Früher war die Taschenlampe daher das wichtigste Arbeitsinstrument der Hebammen. Sie klemmten sich die Lampe zwischen Kopf und Schulter um beide Hände frei zu haben, wenn sie die werdenden Mütter bei der Geburt unterstützen. Heute produzieren die vier SolarWorld-Photovoltaikmodule auf dem Dach der Gesundheitsstation elektrische Energie, die in Batterien gespeichert wird und nachts den Kreißsaal hell erleuchtet. So muss kein Kind mehr im Halbdunkel einer elektrischen Taschenlampe geboren werden und auch lang andauernde Geburten können von den Hebammen professionell begleitet werden.

 

 

 

Licht für Schulen

Die fünf Schulen, die bisher mit den Solarmodulen von SolarWorld elektrifiziert wurden, liegen 7 bis 37 Kilometer vom Stromnetz entfernt. Die meisten Familien in diesen Dörfern leben von dem, was sie in der kurzen Regenzeit auf ihren Feldern anbauen können. Nur die wenigsten können sich Batterien für Taschenlampen oder Öl für Petroleumlampen leisten. In den fünf Projektschulen besuchen insgesamt über 1000 Schüler den Unterricht. Genau gesagt sind es 566 Schülerinnen und 514 Schüler. Bei der Auswahl der Projektschulen achtet SEWA unter anderem darauf, dass die Lehrer und die Elternvertreter sich für gleiche Bildungschancen für Mädchen und Jungen einsetzen.

Auf die 1080 Schüler kommen insgesamt 24 Lehrer. Dies bedeutet eine durchschnittliche Klassengröße von 45 Schülern. Bei diesen Verhältnissen ist eine individuelle Förderung schwächerer Schüler schwierig bis unmöglich. Zudem können es sich viele Familien nicht leisten, alle ihre Kinder 6 Jahre zur Schule zu schicken, da sie auch im Haushalt und der Landwirtschaft Aufgaben übernehmen müssen. Dies führt dazu, dass an den Projektschulen oft weniger als 10 Schüler an den jährlichen Abschlussprüfungen für die Grundschule teilnahmen.

Nun verfügen die fünf Projektschulen jedoch über elektrisch beleuchtete Klassenzimmer. Dies gibt den Lehrern die Möglichkeit, in den Abendstunden ihren Unterricht vorzubereiten und die Hausaufgaben der Schüler zu korrigieren. Doch vor allem haben nun die Schüler der 5. und 6. Klasse einen Ort, an dem sie abends bei ausreichendem Licht und mit der nötigen Ruhe ihre Hausaufgaben erledigen und den Unterrichtsstoff wiederholen können. In den meisten Schulen organisieren die Lehrer der 6. Klasse in den Wochen vor der Abschlussprüfung ein intensive Lernphase. Zwei Wochen lang übernachten dann die Schüler in der Schule, um sich optimal auf die Examen vorzubereiten.

 

 

Langfristige Projektverfolgung und Ausweitung des Elektrifizierungsprogramms in den nächsten zwei Jahren

Sowohl die Gesundheitszentren als auch die Grundschulen werden nach der Installation der Solaranlagen von den lokalen Mitarbeitern des Vereins SEWA regelmäßig besucht. Die Verantwortung für die Instandhaltung und zweckgerechte Nutzung der Solaranlage wird jedoch lokalen Strukturen übertragen, wie zum Beispiel der Elternorganisation in den Grundschulen oder dem Verwaltungsbeirat der Gesundheitszentren. So wird ein langanhaltender positiver Effekt der Hilfsprojekte erzielt.

In den kommenden beiden Schuljahren wird SEWA dank der von Solar2World gesponserten Solarmodule weitere 10 Grundschulen und 3 Gesundheitszentren in das Elektrifizierungsprogramm aufnehmen.

 

 

Kommentare

Solaranlage für Kampiti

Am 14. Mai 2013 konnte SEWA die Grundschule Kampitis mit einer Solaranlage ausstatten. Dank der Spende der Firma Saferay kann das Dorf im Norden Burkina Fasos die Schule nun auch in den Abendstunden nutzen. Das ist wichtig in einer Gegend, in der die Alphabetisierungsquote zu den niedrigsten des Planeten gehört: Kinder können am frühen Abend ihre Hausaufgaben machen und sich auf Prüfungen vorbereiten und Erwachsene bekommen die Chance in Abendkursen Lesen und Schreiben zu lernen. Mehr Bilder zur Installtion gibt es auf http://flic.kr/s/aHsjJdtq3r und den ausführlichen Bericht finden Sie hier.

Projektreferenz: 

Kommentare

Praktika bei SEWA in Burkina Faso

Übersicht

SEWA e.V. bietet im Rahmen unserer bestehenden Entwicklungszusammenarbeit Praktika in Burkina Faso an. Die Praktika richten sich an Studenten im Diplom, Bachelor oder Master, die Interesse daran haben die Ziele und Projekte des Vereins Sonnenenergie für Westafrika e.V. in Burkina Faso durch technische Expertise und Projektarbeit zu unterstützen. Bei entsprechenden Voraussetzungen kann das Praktikum als Pflichtpraktikum oder Abschlussarbeit ausgestaltet werden. SEWA e.V. blickt auf 15 Jahre erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit in Westafrika zurück und fördert seit dem die Nutzung von Solarenergie, insbesondere im ländlichen Raum. Unsere Arbeit vor Ort wurde immer wieder durch Freiwillige unterstützt. Aus diesem Grund können wir, zusammen mit unseren zuverlässigen Partnern vor Ort, eine sehr gute Betreuungssituation bieten und blicken auf viele erfolgreiche Entsendungen zurück.

Eckdaten

  • Einsatzort: Ouagadougou / Burkina Faso (mit Reisetätigkeit)
  • Mindestdauer: 4 Monate
  • Betreuung: deutschsprachige Betreuung vor Ort
  • Entsendungen sind prinzipiell über das ganze Jahr hinweg möglich (Eine Vorlaufzeit von 6-8 Monaten vom Zeitpunkt der Bewerbung bis zur Ausreise ist ideal)

Gesuchtes Profil

  • Angesprochen sind Studierende technischer und naturwissenschaftlicher Fächer, Studiengängen mit Bezug zur Entwicklungszusammenarbeit und erneuerbaren Energien u.ä.
  • Bewerber sollten Interesse und Motivation für die Entwicklungszusammenarbeit mitbringen.
  • Hohes Maß an Motivation und Eigeninitative
  • Interesse an den Projekten von SEWA (regenerative Energien, angepasste Lösungen für den lokalen Gebrauch etc.)
  • Tropentauglich und nicht zu zart besaitet sein
  • Bereit sein für einen limitierten Zeitraum auf europäischen Komfort zu verzichten
  • Mindestens solide Grundkenntnisse in Französisch mitbringen
  • Von SEWA e.V. keine Unterstützung für die Finanzierung ihres Aufenthaltes (Flugkosten, Verpflegung, Impfungen, Visa, etc) erwarten. Beim Aufbau eines Spendenkreises und der Bewerbung für Stipendien unterstüzen wir gerne.

Offene Praktikumsstellen

  • Solarer Handy Lader (Excess Energie Nutzung): STELLE BESETZT BIS HERBST 2014
  • Nutzung von LED Technologie: STELLE BESETZT BIS HERBST 2014
  • Nutzung Windenergie: coming soon

Bewerbung

  • Bewerbungsmodus: Bewerbungen (sowie auch die Ausreise von potentiellen Kandidaten) sind prinzipiell über das ganze Jahr hinweg möglich
  • Bewerbungsunterlagen in einem pdf zusammenfassen und an philip.mewes@solar-afrika.de schicken (Betreff: Bewerbung Praktika Student)
  • Tabellarischen Lebenslauf mit Photo
  • ein einseitiges Motivationsschreiben aus dem auch die fachlichen Interessen hervorgehen
  • Nachweis über Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit (optional)
  • Fachliche Empfehlungsschreiben (optional)
  • Zeugnisse (optional)

 

Solar panel installation

 Stand: April 2014

Kommentare

Die Geburtsstation in Bonsoumnoré erhält eine Solaranlage von SEWA

Etwa 25 km südwestlich der Provinzhaupstadt Ouahigouyah liegt das Dorf Bonsoumnoré. Für die Menschen in Bonsoumnoré ist der Zugang zu einer medizinischen Versorgung extrem schwierig. Das nächstgelegene CSPS (Centre de Santé et de Promotion Sociale) liegt fast 10 km entfernt. In einer Umgebung, in der die Bewohner keine Autos haben, ist dies für Kranke und für Frauen kurz vor der Geburt eine schier unüberwindbare Distanz. Daher hat die Dorfgemeinschaft selbstständig ein Gesundheitszentrum in Bonsoumnoré errichtet. In dem kleinen Gebäude, das hierfür gebaut wurde, können nun seit kurzem Geburten unter professioneller Begleitung von Hebammen stattfinden. Eine medizinische Versorgung von Kranken ist in dem Gesundheitszentrum mangels Räumlichkeiten und ausgebildetem Personal leider noch nicht möglich. Doch die Dorfgemeinschaft setzt sich dafür ein, dass die Geburtsstation Bonsoumnoré schnellstmöglich zu einem richtigen CSPS ausgebaut wird.

SEWA unterstützt die Menschen in Bonsoumnoré bei ihrem Engagement für eine bessere Gesundheitsversorgung. Am 11. März 2013 wurde in der Geburtsstation eine Solaranlage installiert. So steht den Hebammen nun bei ihrer Arbeit eine ausreichende Beleuchtung zur Verfügung. Das Risiko, dass es bei nächtlichen Geburten zu Komplikationen mit lebensgefährlichen Folgen für Mutter und Kind kommt, kann dadurch deutlich verringert werden. Das Projektbudget in Höhe von 1.500 Euro wurde von Bernd Deutschmann, den Gästen seiner Geburtstagsfeier im Dezember 2012 sowie vom Weltladen in Rothenburg ob der Tauber gespendet. Außerdem stellte der deutsche Solarmodulhersteller SolarWorld kostenlos ein Solarpaneel für das Projekt zur Verfügung.

  

  

Weitere Photos von der Elektrifizierung der Geburtsstation in Bonsoumnoré

Kommentare

Yéral Dicko lernt Partnerschulen in Lörrach, Wuppertal und Düsseldorf kennen

Auch der zweite Teil der Deutschlandreise von Yéral Dicko führte zu vielen interssanten Begegnungen. Bei einem Besuch in Lörrach lernte er die Schüler, Lehrer und Eltern kennen, die sich für eine Solaranlage auf dem Dach der Freien Evangelischen Schule Lörrach engagiert haben. Mit den Einnahmen aus diesem Projekt konnte auch eine Solaranlagen in der burkinischen Schule Debere-Ling finanziert werden. Bei der Besichtung der 11-kWp-Anlage in Lörrach erfuhr Yéral Dicko, wie die Schüler mit einem schweißtreibenden Spendenlauf und vielen weiteren Aktionen das Projekt ermöglicht hatten. Auch war Yéral Dicko einen ganzen Schultag in verschiedenen Klassen von Stufe 7 bis 11 zu Besuch. Er berichtete von seinen letzten Reisen zu der Partnerschule Debere-Ling und erzählte den Schülern vom Schulalltag in einer burkinischen Grundschule. Das Interesse der Schüler war enorm und sie hatten sehr viele Fragen an Herrn Dicko. Worauf schreiben die Schüler in der Schule? Gibt es in der Schule auch Sportunterricht? Wie sehen in der Schule die Toiletten aus? Was für Kleidung tragen die Schüler? Wie sehen die Wohnhäuser aus? Welche Religion haben die Menschen in Debere-Ling? Wie ist das Familienleben in Burkina Faso? Gibt es Polygamie? Bei einem Besuch im Musikunterricht erzählte Herr Dicko den Schülern von der Bedeutung von Musik in der burkinischen Gesellschaft. Er erklärte, wie die traditionelle Musik in Familien von Generation zu Generation weitergegeben wird und was die Hintergründe bestimmter Tanzrituale sind.

  

Ein weiterer Besuch bei einer unserer Partnerschulen führte Herrn Dicko nach Wuppertal an die Gesamtschule Else Lasker-Schüler. Hier wurde er von der Schulleiterin Dorothee Kleinherbers-Boden und der Lehrerin Marina Palm herzlich empfangen. Schon bei einer Besichtigungstour durch die Gebäude der Schule kam er mit vielen Schülern und Lehrern ins Gespräch. Als er dann in einigen Klassen im Unterricht zu Besuch war, reichte die Zeit nicht aus um alle Fragen der Schüler zu beantworten. Einige Schüler schrieben ihre Fragen deshalb auf Zettel und baten Herrn Dicko um eine Antwort per Email. Die Else Lasker-Schüler Gesamtschule möchte die Partnerschaft mit dem burkinischen Dorf Karaba weiter fördern und sich auch in Zukuft für einen kulturellen Austausch zwischen Burkina Faso und Deutschland engagieren. Dazu gibt es bereits viele Ideen, von einem Filmfestival für Schüler bis zu einem Schüleraustausch. Die Realisierung diese Pläne birgt große Herausforderungen, doch ein Ziel zu haben ist schonmal ein guter Anfang.

Nach einem anstrengenden Schultag blieb zum Glück auch noch Zeit für eine Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn. Generell haben die öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland Herrn Dicko sehr beeindruckt. Ob ICE oder U-Bahn, die Effizienz des schienengebundenen Personentransports wurde ihm sehr schnell deutlich. Auch wenn die Deutsche Bahn unter Einheimischen nicht gerade für ihre Pünktlichkeit berühmt ist, so ist allein die Existenz eines minutengenauen Fahrplans für einen Burkinabe erstaunlich. Mit der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sind aber natürlich auch einige Fußwege verbunden. Zusammen mit dem kalten Winterwetter machte dies die Reise für Herrn Dicko teilweise anstrengend. In Ouagadougou nutzen die meisten Menschen Mofas und Motorräder und man fährt üblicherweise direkt von Haustür zu Haustür. Außerdem sind mehrstöckige Häuser in Ouagadougou noch relativ selten. "In den drei Wochen in Deutschland bin ich mehr gelaufen, als in den letzten drei Jahren in Burkina!", stellte Herr Dicko fest.

  

Weitere Stationen auf der Reiseroute waren ein Besuch am Humboldt-Gymnasium Düsseldorf, dem Spender für die Solaranlage in Saya, und ein Treffen mit den SEWA-Mitgliedern Gero Trost, Stefan Haussner und Nils Goldbeck in Köln. Nach einem privaten Besuch in Belgien ging es dann weiter nach Karlsruhe/Ettlingen, wo in der Ausländerbehörde noch die Visaformalitäten erledigt werden mussten.

Am 26. Januar startete Yéral Dicko schließlich vom Flughafen Frankfurt in Richtung seines Heimatlandes. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Menschen bedanken, die daran beteiligt waren, dass er so viele schöne Erinnerungen aus Deutschland mitgenommen hat. Die Projekte unseres Vereins werden mich Sicherheit davon profitieren, dass Yéral Dicko nun auch die deutsche Seite unserer Entwicklungszusammenarbeit kennengelernt hat.

Projektreferenz: 

Kommentare

« Vorherige Seite


Sehen wie nachhaltig unterstützt wird und Projekte selbst bewegen! Afrika helfen. Africa-Help.org e.V.

Africa-Help.org Sponsoren - Werbit, Spreadshirt & HUYNH Communications

· XHTML · CSS



2005-2011 Africa-Help.org e.V. | Impressum & Kontakt | Presse
Details Blog Beitraege