Wahlausgang in Nigeria mit neuem Präsidenten und Toten
Trotz Kritik und Drohungen seitens der Konkurrenten konnte Yar’Adua, ein 56 jähriger Muslim, sich in den Wahlen zum neuen Präsidenten Nigerias behaupten. Die Volksdemokratische Partei bleibt damit unter einem neuen Präsidenten an der Macht.
Dagegen sind nationale wie internationale Beobachter der Ansicht, die Wahlen seien “nicht glaubwürdig” und würden “internationalen Standarts nicht entsprechen”.
Gruppen aus den verschiedenen Lagern sind verantwortlich für über 200 Tote, darunter sehr viele Polizisten. So sollen Menschen in einigen Fällen mit Gewalt zur Abgabe ihrer Stimme für eine bestimmte Partei gezwungen und tausende Stimmzettel durch Gewaltätige gestohlen worden sein.
Weitere Konflikte werden befürchtet.
Die Oppostionsparteien haben vor, das Ergebnis der Wahlen vor Gericht anzukämpfen. Ob sie damit eine Chance haben, sei in Frage gestellt. Sicher ist jedoch, dass die Spaltung des Landes in Muslime und Christen weitere Konflikte hervorrufen wird.
Als achtgrößter Ölproduzent spielt Nigeria auch für westliche Industrie-Vertreter eine bedeutende Rolle. Unruhen im Land könnten gerade seitens der USA politische Reaktionen mit sich ziehen, der Ölpreis ist mittlerweile gestiegen.
Der amtierende Präsident Yar’Adua zweifelt jedoch weder an Ergebnissen noch an der Sicherheit in Nigeria.
> Telepolis - Umstrittener Wahlausgang in Nigeria
> Africa-Help.org - Nigeria’s Öl - Eher Fluch als Segen?













