Dezember 22, 2007 at 2:44 pm
Verfasst von Hannes Mehrer
Letzten Mittwoch wurde auch in Ouaga das islamische Opferfest begangen.
Dabei wird “des Propheten Ibrahim gedacht, der die göttliche Probe bestanden hatte und bereit war, seinen Sohn Ismael Allah zu opfern. Als Allah seine Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt und Ibrahim und Ismail opferten daraufhin voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder.”
(Quelle: Wikipedia)
Kurz vor neun uhr morgens strömten die Massen in Richtung der Moscheen oder des Platzes der Revolution.
Einige zu Fuß, die anderen zu Pferd.
Alle gleichzeitig beten zu sehen war wirklich beeindruckend.
Unter ihnen war einer, der aus der Reihe tanzte
Anschließend werden Schafe als Opfergabe geschächtet
und anschließend auf dem Selbstgebauten Grill zum Verzehr bereitet.
Dezember 8, 2007 at 6:25 pm
Verfasst von Hannes Mehrer
Drei Tage der letzten Woche nutzten Jonas Lanz (Zivi bei AMPO - www.sahel.de) und wir, die beiden SEWA-Zivis, um uns vom stressigen Stadtleben zu erholen.
Auf dem AMPOeigenen Bauernhof nicht weit im Süden Ouagadougous werden alle zwei Jahre knapp 90 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren ausgebildet, um später ihr Feld bestellen zu können oder auch um Tiere zu halten.
Sie lernen hier nicht nur die Praxis in Form neuer Anbau- oder Bewässerungsmethoden kennen,
sondern auch die theoretischen Hintergründe dazu.
Gestärkt mit frischem Reisbrei starten auch wir Zivis in den Tag,
um uns bei der Reparatur von Schulbänken zu verdingen
oder um die hauseigene Biogas-Anlage zu besichtigen.
Drei erholsame gingen viel zu schnell vorüber, so dass wir nächstes Jahr wohl wiederkommen werden.
Dezember 6, 2007 at 10:20 am
Verfasst von Markus Maassen
Und es war wiedermal soweit…
Letzte Woche Montag (26.11) ging es für uns wieder im geliehenen 4×4 aufs Land, um Schulen nachzubesuchen!
Diesmal standen die Schulen von Tamsé, Pathiri, Tindila und Barga auf dem Plan. Zusätzlich war die Schule von Saya auf der Tagesordnung, um diese vorzubesuchen.
Zunächst ging es am Montag um 7.00 Uhr los…. nach 3 1/2 Stunden Fahrt und davon 2 1/2 (Irrfahrt) durch den Busch erreichten wir nicht die Schule von Tamsé, sondern eine unbekannte andere Schule die bei Pathiri lag. Somit bedankten wir uns bei den vielen Bauern, die uns sehr genau und sicher nach Tamsé geführt hatten
In Pathiri kam Hannes Größe richtig zum Einsatz: Die Außenlampe musste ausgetauscht werden.Als Dankeschön wurde uns zum Abschied und Dank ein Hahn geschenkt.
…weiter gings nach Tindila! Dort wird die Installation täglich von über 200 Schülern genutzt!
Zum Abscheid gab es auch dort einen Hahn als Dank unseres Besuches…
…danach übernachteten wir in Ouahigouya, um am nächsten morgen früh auf zu brechen, um die Schulen von Barga und Saya zu besuchen!
In Barga wurde zu nächst wie iimmer das obligatorische technische Gutachten vollzogen und danach eine Gesprächsrunde mit den Verantwortlichen geführt. Leider stellte sich später heraus, dass die zweite Batterie bisher nicht gewartet wurde, da man dort davon ausgin, es würde reichen eine Batterie zu warten.
.
Anschließend ging es weiter durch die Trockensavanne, um die Schule von Saya vor zubesuchen…
…nach Unterzeichnung der “Fiche d’Engagement”, also Engagement-Verträg für Lehrer und Elternvertretung, reisten wir nach Ouahigouya zurück, um dort in Hannes 20. Geburtstag hineinzufeiern…
Am nächsten Morgen wurde auf dem Weg nach Ouaga ein CSPS bei Gourcy besucht.
Hier sieht man wie man mit etwas Licht auf dem Land in einer Geburtenstation arbeitet:
…Zum Schluss besuchten wir noch die Schule von Tamsé.
Dort waren so gut wie alle Lampen defekt. Wir konnten durch mitgebrachte Lampen die Installation wieder reparieren…
…jetzt können wieder deutlich mehr Kindern abends von dem Licht in den zwei Klassenräumen profitieren!
Dann wurde es auch schon dämmerisch und wir kehrten gegen 18 uhr nach Ouagadougou zurück!
November 30, 2007 at 11:28 pm
Verfasst von Hannes Mehrer
Im Karité-Projekt arbeiten wir eng mit einer Frauenorganisation Namens RIMTEREB-SOM zusammen. Diese benutzt zur Herstellung der Karité-Butter einen sogenannten Papillon. Hier werden Sonnenstrahlen gebündelt, um die Butter zu erhitzen. Herkömmlicherweise wird mit dem kostbaren Gut Holz geheizt.
Letztes Wochenende hatten wir nun die Möglichkeit auch anderen Karité-Butter produzierenden Frauenorgansiationen diesen Kocher vorszutellen.
Durch eine Freundin auf Mooré übersetzt, konnten wir den Teilnehmerinnen die Vorteile gegenüber der Produktion mit Holz zeigen. Diese hatten nicht nur Lust, den Kocher zur Butterproduktion zu nutzen, sondern ihn darüber hinaus noch mittags zum Kochen zu verwenden.
Die Präsentation war also ein voller Erfolg, bei dem wir aussichtsreiche Kontakte knüpfen konnten. Hinzu kommt, dass wir den Frauen eine Möglichkeit zeigten, der Desertifikation des Landes entgegenzuwirken.
November 21, 2007 at 3:43 pm
Verfasst von Markus Maassen
Am letzten Dienstag war es soweit: Unsere nächste Nachbesuchsreise stand an und auf unserem Plan standen nicht etwa 2 oder 3 Schulen, nein, wir hatten an diesem Tag 5 Schulen im Programm.
Also gings morgens um 7.00 Uhr vom Büro los in Richtung Süd-Westen, nach Goumsin…
Nach 2stündiger Fahrt erreichen wir Goumsin und besichtigen die musterverdächtige Installation. Keine Mängel durch Fehlwartung oder Vernachlässigung der Anlage,die Anlage läuft auch nach vier Jahren einwandfrei und wird zudem täglich von unmengen an Schülern genutzt. Die Batterie wird langsam schwächer, was jedoch bei dem Alter der Batterie völlig normal ist.
Nach unserer obligatorischen Sensibilsierung der Anwesenden, arbeiten wir mit dem Direktor und den Lehrern unseren Fragebogen zur Nutzung der Anlage durch.
Nun geht es weiter zur zweiten Schule: Tampouy. Dort wurde die Batterie nicht regelmäßig genug gewartet, nun ist diese eventuell defekt. Wir erklären daraufhin dem neuen Direktor die Wartungsaufgaben der solaren Installation.
Direkt geht es weiter zur nächsten Schule: Sigdin. Hier ist die Anlage seit längerer Zeit defekt. Wir sprechen mit dem Direktor der Schule, wie dem Präsidenten der APE (Elternvertretung). Wir hinterlassen einen Kostenvoranschlag für die Reparatur, da die Elternvertretung für die Reparaturkosten aufkommen muss.
…und schon gings in die nächste Schule: Kienfangué.
Hier war die Schule seit einigen Monaten im Umbau, der Unterricht findet nun verteilt in verschiedenen Häusern im Dorf statt.
Und zum Schluss gings noch zur fünften Schule an diesem Tag, nämlich Bassem Yam.
Dort passten wir noch gerade den Direktor ab und konnten somit noch einige wichtige Details mit ihm klären.
Daraufhin ging es in der Abenddämerung zurück nach Ouaga.
Und wir hatten es geschafft: 5 Schulen in 12 Stunden - ein neuer Rekord
November 18, 2007 at 9:54 pm
Verfasst von Markus Maassen
…und die ASAO-Reise ging weiter…
wir besuchten auch an den folgenden Tagen viele Grundschule als auch Collèges (weiterführende Schulen). Leider konnten sich nicht bei allen Schulen die Direktoren daran erinnern, dass im Mai eine Ankündigung versendet wurden war, somit standen wir auch manchmal völlig alleine da. Oder manchmal war nur einige Kinder aus der Umgebung gekommen, um die viele Nassaras (Weiße) zu bestaunen.
In einem CSPS, das nahe einer Grundschule lag, spendete die Apothekerin der ASAO-Gruppe Medikamente für die Bevölkerung. Dazu wurden die Medikamente erstmal betrachtet und dann erklärt.
und dann gings weiter…
…und wir landeten in der Schule, auf die der heutige burkinische Botschafter in Berlin gegangen ist….
…und schließnlich erreichten wir die Schule von Dialgay. Ein großes Programm mit Ansprachen, Tanz, Gesang und großen Festessen wurde uns geboten.
Anmerkung:
Man sollte sich als deutscher Vize-Präsident der NRO die, die Schule finanziert hat, nicht wundern, dass während man eine Rede hält fast alle Zuschauer komentarlos verschwinden und 15 Minuten später wiedergekehren. Es war nicht etwa langweilig oder unhöflich von den Zuschauern gemeint, nein, es war einfach Punkt 18.00 Uhr
Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von der ASAO-Gruppe und fuhren zurück nach Ouaga.
November 12, 2007 at 10:05 am
Verfasst von Hannes Mehrer
Um unter anderem zwei Schulen im Westen den Landes einen Nachbesuch abzustatten sind wir letzte Woche in Richtung der zweitgrößten Stadt Burkinas, Bobo-Dioulasso aufgebrochen.
Nach drei Stunden auf dem Goudron (geteerte Straße) mussten wir noch einige Kilometer auf unwegsamerem Weg zurücklegen, um die erste Schule in Koussarou zu erreichen.
Hier besichtigten wir zuerst die Klassenräume und anschließend die vor zwei Jahren installierte Anlage.
Bei einem anschließenden Gespräch mit den Lehrern erörterten wir die bisherigen und in Zukunft darüber hinaus wünschenswerten Möglichkeiten der Nutzung des Panels. So soll das abendliche Licht nicht nur den Schülern und Lehrern der Schule, sondern auch den Dorfbewohnern in Form von Alphabetisierungskursen zu Gute kommen.
Im späteren Verlauf unserer Reise durften wir am Straßenrand in einem etwas abgelegenen Dorf über anderweitige Nutzung von Sonnenenergie freuen. Solch ein Anblick ist in Burkina leider noch nicht so häufig.
In einem nicht weit entfernten Städtchen wurde uns allerdings Mut gemacht: hier fanden wir tatsächlich einen Solar-Laden.
Weiter ging die Reise vorbei an Baumwollfeldern, die uns aber zu einem anderen Bericht führen…
November 7, 2007 at 5:58 pm
Verfasst von Markus Maassen
Mitte Oktober eröffnete für Hannes und mich als auch für usneren Freund Jonas (Zivi von AMPO), die Möglichkeit bei einer Reise der NRO ASAO mitzureisen.
Diese deutsche NRO (aus der Eifel!) führt jährlich mit Freunden und Bekannten des Vereins eine Nachbesuchsreise aller Schulen durch, die von ihnen erbaut wurden. Somit ging es für uns drei am Sonntag den 7. Oktober mit insgesamt neun anderen Deutschen und vier Burkinabés auf eine Reise durch die Region um Sagla, Koupela und Tenkodougou.
Wir besuchten am ersten Tag eine Schule, deren Gebäude von ASAO erbaut wurde. Hier werden wir feierlich empfangen, es werden kurze Gespräche geführt und Geschenke ausgetauscht.
Darauf fahren wir weiter zum Dorf Sagla, um dort am folgenden Tag eine neue Grundschule einzuweihen. Nachdem wir beim “ungewöhlich übertrieben freundlichen Naba” mit Champagne und Köstlichkeiten versorgt worden waren, schlugen wir in desen Hof unser Lager auf.
Am nächsten Tag ging es dann weiter…
…aber jedoch die Strecke wurde etwas schwieriger, doch der Chauffeur meisterte mit dem Bus alle Schwierigkeiten!
Oktober 29, 2007 at 2:42 pm
Verfasst von Markus Maassen
Letztes Wochende war es soweit, mein 20. Geburtstag (Markus) wurde im Zivihaus mit der Firma, Freunden und Nachbarn gefeiert.
Mit etwas Bier, Limo, Cola wie Baguette mit Salat und Brochetten/Hackfleisch beköstigte wir die Geburstagsgäste.
Einige “weiße Gesichter” kamen auch zur Party: deutsche Freunde, unsere holländische Nachbarin, eine Schweitzerin und eine Französin. Alles war vertreten - eine sehr bunte Mischung.
Ob bei afrikanischer Musik, Oldies oder Partyklassikern - egal -später tanzten alle zusammen.
Es war ein sehr schöner und fröhlicher Abend - wir denken schon an die nächsten Feiern:)
Wir sind sehr glücklich über die vielen Bekanntenschaften, die wir neben der Arbeit mit anderen “Weißen”, aber besonders auch mit den vielen Burkinabé, schon gemacht haben.
Oktober 25, 2007 at 8:31 pm
Verfasst von Hannes Mehrer
Um in Ouaga einmal joggen zu gehen oder um sich allsonntäglich die Beine zu vertreten, ist es ratsam den einzigen Park der Stadt zu nutzen. Dieser befindet sich etwas außerhalb des meist stickigen Kerns und wird besonders am Wochende viel von Studenten besucht. Die teils aus Deutschland bekannten, teils etwas sonderbaren Schilder am Wegesrand lassen einen lachen, grübeln oder zumindest schmunzeln. Aber seht selbst, was der Schilderwald an Erstaunlichem birgt:
Die folgenden Hinweise sind nicht spärlich gesäht.
Es fehlt weder an allgemeinen Erinnerungen, doch bitte alles sauber zu halten,
noch an konkreten Verboten, wie denen, dass Baumschlag, Feuer und Fischen untersagt seien.
Interessant wird es, wenn man zu den anderen Schildern kommt.
Hier wird vor der Erregung öffentlichen Ärgernisses gewarnt,
die automatische Tötung freilaufender Hunde angekündigt
und abschließend versucht, die Versammlung von Sekten zu unterbinden.