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Grundeinkommen: Der Test in einem afrikanischen Dorf

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Das Grundeinkommen ein neuer, sehr radikaler Ansatz zur Lösung der Verteilungs- und Beschäftigungsproblematik ist, spricht sich langsam herum. Die Idee sieht vor, jedem Menschen ein Grundgehalt für ein Leben in Würde und damit die Macht über das eigene Leben in die Hand zu geben. Vielen ist diese Idee noch zu radikal und es schreit gerade zu nach Feldversuchen. In einem Dorf in Namibia wurde ein Solcher nun gestartet. Die Druckversion des Spiegel berichtet darüber.

Ich zitiere den gleichen Ausschnitt, wie INITIATIVE GRUNDEINKOMMEN, die den Spiegel Artikel freundlicherweise eingescannt hat. Es beschreibt, was eine Dorfbewohnerin mit diesem Geld unternahm:

“Mit den ersten 100 Dollar kaufte sie sich einen Sack Mehl, etwas Hefe, Feuerholz und eine Alu-Platte. Sie grub ein Loch in den Sand vor ihrer Hütte, legte das Holz hinein und zündete es an. Darüber stellte sie eine Öltonne, die sich erhitzte. Aus dem Mehl hatte sie einen Teig angerührt, den sie in leere Sardinendosen füllte, stellte sie in die Tonne, legte die Platte obendrauf, wartete. Nach 20 Minuten hatte sie ihre erste Ladung Mini-Brot.

Sie fing an zu verkaufen, für einen Namibia-Dollar das Stück. Schnell sprach sich herum, dass Frieda Brot verkaufte, günstig und gut, dass man früh da sein müsse. Nach zehn Monaten hatte sie so viel Gewinn gemacht, dass sie sich einen Herd kaufen konnte für 3000 Namibia-Dollar, kaum jemand sonst besitzt einen Herd. Sie ist stolz, ‘guckmal, drei Platten’. Sie öffnet die Klappe, schliesst sie wieder, öffnet sie, holt ihr kleinen Sardinenbüchsen heruas. ‘Jetzt kann ich 250 kleine Brote am Tag backen’, sagt Frieda. Das macht täglich 250 Dollar.”

>> zur Seite von INITIATIVE GRUNDEINKOMMEN und dem Spiegel Artikel

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Warum die Entwicklungshilfe „tot“ ist

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Die in Sambia geborene Ökonomin Dambisa Moyo ist nicht die erste Person aus Afrika, die ein Ende der Entwicklungshilfe fordert. Auch wir denken so.

Seit Jahrzehnten pumpen westliche Regierungen und Organisationen Geld, Nahrungsmittel und Güter nach Afrika. Viel hat sich in den meisten Regionen trotzdessen nicht zum Besseren verändert. Aber warum? Sollten von dem Geld nicht Schulen gebaut und von den Nahrungsmitteln das Hungern beendet werden? Ist „spenden” nun also doch nicht gut?

Der Absicht ist sicher nicht falsch, nur wurde bisher das Konzept der Entwicklungshilfe von Regierungen und den meisten größeren Organisationen nicht weiter entwickelt – oder – viel besser gesagt, es hat sich verselbstständigt zu ökonomischen Operationen, die den Absendern der „Hilfe” mehr hilft, als den Empfängern.

Regierungen, die nicht in der Lage sind, ein Land zu verwalten und aufzubauen, wurden während der letzten Jahrhunderte in Europa meist durch Revolutionen oder von Nachbarländern beseitigt. So wurden Staaten im damaligen Ostblock vielmehr sanktioniert, als das so etwas wie Entwicklungshilfe betrieben wurde. Die Regierungen litten unter dem Druck seitens ihrer Bevölkerung und kamen im beispielhaften Fall von Ostdeutschland auch durch diesen zum Fall.

In Afrika dagegen erleben wir in vielen Ländern einen Herrschaftsstil, der kaum tragbar ist. Die Charts der korruptesten Länder werden von afrikanischen Ländern angeführt. Nur durch die Aufrechterhaltung minimalster Standards wie die Ernährung geht es weiter, auch wenn die Regierung sich mehr um den Kauf von Waffensystemen zur eigenen Machterhaltung kümmern. Das Problem ist nur, um die Aufrechterhaltung müssen sie sich selbst nicht kümmern. Die Bereitstellung von Zahlen zu Hungernden unter der eigenen Bevölkerung gleicht einer Bestellung – einer kostenlosen Bestellung im Westen. Und dort geht es weiter: statt ein Ziel zu suchen, orientieren sich die Organisationen am Bekämpfen von Symptomen und vermarkten diese medial etwa mit entsprechenden Bildern meist aufgeblähter Kinderbäuche. Selbstregulierung wie in der Werbeindustrie haben diese Art & Weise der Werbung zwar geächtet, doch sie verschleiert nur das Anliegen dieser Organisationen: Die Schaffung kontinuierlicher Geldströme zur Finanzierung gigantischer Apparate und zur Abwicklung großer Deals.

Was nun ist dann noch sinnvoll?

Wir können nicht leugnen, dass in Afrika vielerorts weiterhin von Instabilität, Hunger und Krankheiten geplagt wird. Die Entwicklung in vielen Bereichen liegt weit zurück, während westliche Länder ständig einen Gang zulegen müssen, um im globalen Markt weiter bestehen zu können.

Die meisten Staaten Afrikas haben hier kaum eine Chance, in den nächsten Jahrzehnten über die Rolle von Abnehmern billiger chinesischer Güter hinwegzukommen.

Sollen wir hier helfen? Doch wo?

Sicherlich kann man behaupten, die afrikanischen Länder sollen alles selbst machen. Sie werden ihre Entwicklung so durchleben, wie unsere Vorfahren es gemacht haben. Aber was ist dann mit dem globalen Markt? Können wir uns sicher sein, dass afrikanische Länder die Kraft von alleine aufbringen, um im Turbo an uns heranzukommen? Wie lange wird es dauern, und kann es Hunger und Krankheiten beseitigen? Oder werden diese eher einer der Gründe sein, warum sie es nie schaffen werden?

Ganz sicher können wir da nicht sein. Und deswegen ist es unsere Verantwortung, zu unterstützen. Allerings mit dem Ziel uns selbst überflüssig zu machen. Denn nur so werden wir die richtigen Maßnahmen ergreifen, um das Fundament zu legen, sodass die afrikanischen Länder ihr Profil finden und ihre Reichtümer in Wohlstand umsetzen. Und nur gebildete, verantwortungsvolle Afrikaner werden dazu in der Lage sein.

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SMS Hilfe: Bildung in Komenda

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Nach langer Vorbereitungszeit zusammen mit den Jungs von Spendino können wir nun endlich auch Hilfe per SMS entgegennehmen. Wer Joern, Milena, Janna und Co. in Komenda/Ghana bei ihren Projekten wie dem Bau des IT-Ausbildungszentrums unterstützen will, kann in Zukunft einfach eine SMS mit “BILDUNG” an 81190 senden und gibt so 2,99 EUR direkt an das Projekt!

Ich bin mir sicher, so können wir noch direkter in die Arbeit in Komenda eingreifen und die sinnvolle Arbeit finanziell unterstützen!

Wir sehen das als Test und werden bei Erfolg unsere beiden Partnerprojekte SEWA und Delta Cultura auch mit diesem Feature ausstatten!

>> Mehr Infos!
>> Presse-Infos

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Travel 4 handicaped

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Stephanie vom Radeberger Verein Offroad Travel e.V. hat mich freundlicherweise über das Projekt von ihr und ihrer Mitstreiter/innen informiert!

Das Projekt veranstaltet Touren für behinderte Menschen in Entwicklungsländer, vor allem Afrika, anbieten. Diese Menschen helfen dort aktiv mit, Entwicklungshilfe zu leisten. So werden unter anderem ausgediente Rollstühle, Gehstöcke und anderes verteilt.
Weitere Infos und Videos gibt es hier.

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1000 € für SEWA e.V. durch 28 Rezepte

Wir sind wirklich begeistert von der Fremdkochen Aktion, die wir gemeinsam mit huettenhilfe.de initiiert haben!

Die Kochfreunde um huettenhilfe.de haben insgesamt 28 afrikanische Rezepte eingesandt die durch Sponsoren wie ecato, kunsthandel uerpmann, stylinrooms.de, naturkost.de, germanblogs.de , noows.de und africa-help.org selbst belohnt wurden.

Wir bedanken uns bei allen Einsendern, huettenhilfe und natürlich den Sponsoren!
Das Geld kommt dem Verein Sonnenenergie für Westafrika e.V. zugute, der damit Krankenstationen in ländlichen Regionen mit Licht versorgt.

In Kürze wird es hier alle Rezepte zum Download in Form eines kleinen PDF Kochbuches geben! :)

> Hier geht’s zu huettenhilfe.de und allen eingesandten Rezepten

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Rezepte sammeln fuer Krankenstationen!

Gemeinsam mit huettenhilfe.de sammeln wir jetzt Rezepte fuer SEWA und das Projekt Licht fuer Krankenstationen!

EInfach Rezept an huettenhilfe.de schicken und schon geben verschiedene Sponsoren einen Spendenbetrag ab! Wenn wir genug Rezepte zusammenbekommen, gibt es nach Ende der Aktion wohlmoeglich sogar ein schickes Kochbuch zum kostenlosen Download!

Los gehts und ab zu huettenhilfe!

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Social Camp 2008 in Berlin

socialcamp

Ich war heute beim Social Camp in Berlin Kreuzberg, wo verschiedene Netzaktivisten oder Vertreter von NGOs zusammentrafen und diskutierten oder referierten.

Auch ich habe mich beteiligt und versuchte einen knappen Überblick zum großen Thema “Online Marketing” zu geben. Es war leider etwas zuviel Inhalt für die doch recht kurze Zeit von 60 Minuten angesichts meines Vorhabens, alle relevanten Bereiche zumindest grob zu behandeln. Wer möchte, kann sich dennoch hier die Präsentation mit den wichtigsten Stichpunkten downloaden.

bild via

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re:publica 08 – Aktivismus 2.0

republica 2008 berlin

Auf der re:publica 08 in Berlin trifft sich die Blogger-Szene seit dem 2. April um vor allem über (netz-)politische Themen zu diskutieren.

Ein Punkt auf der Agenda: Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus.
Hier traf eine interessante Mischung an Vertretern bzw. Initiatoren aus dem Aktivismus-Bereich zusammen: Greenpeace und Aktion Mensch /dieGesellschafter sowie netzpolitik.org und 2 der Initiatoren der Free Burma Blogaktion.

Alle 5 Vertreter stellten zunächst ihre Projekte vor und schnell zeichneten sich die beiden Lager “große Organisation” und grassroot ab – hier & da eben Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite standen große Medienkampagnen die durch vorhandene finanzielle Mittel möglich gemacht worden und auf der anderen Seite eben die Aktionen, die von der Basis kamen, wo Menschen sich einig waren etwas zu tun und das unabhängig von Spenden.

Interessant fand ich vor allem das Beispiel Greenpeace, die bekannt für ihre Aktionen sind, bei denen beispielsweise mal eben Schlauchboote auf einen Öltanker zufahren und dort einen Banner draufpacken. Diese Aktionen sind uns allen bekannt und haben sicher viele zum Nachdenken angeregt, den ein oder anderen sicher auch zum Handeln. Jedenfalls hat es Greenpeace in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft, die Medien “zu hacken”. Volker Gassner von Greenpeace gab gleich am Beginn der Diskussionsrunde zu, dass sie das Internet noch nicht in dieser Form verstanden haben und nun Communites und Blogs aufziehen wollen, Community gibt es ja schon, braucht nur noch eine Plattform.

Man fragt sich ja schon an dieser Stelle, wie es sein kann dass netzpolitik.org & andere kleine Organisationen 15.000 Leute zum Thema Datensicherheit auf die Straßen bringen kann oder die Medien “hacken” kann, in dem ein paar Pinguine ins Abgeordnetenhaus zur Microsoft Lobbyaktion geschickt, die per Handy wiederrum direkt ins Netz gespeist werden.

Die großen Organisationen leiden ähnlich wie große Unternehmen unter verschiedenen Problemen:

  • zentrale Organisation mit Hierachie, verhindert u.U. die Durchsetzung der besten Idee, nur weil eine höhergestellte Person diese nicht akzeptiert
  • Level an Professionalität, denn das ein oder andere spannende Risiko kann oder darf eben nicht eingegangen werden, um Probleme mit Anwälten oder aber eben vllt. auch Unterstützern und Duldern aus dem Weg zu gehen
  • Trägheit, denn zuviele Menschen die sich abstimmen und dabei zuviele Dinge beachten müssen kommen langsamer zu einer Entscheidung und gehen dabei die Gefahr ein, einen “faulen Kompromiss” zu finden

Die Diskussionsrunde hat sich entsprechend des Bloggerumfeldes auf der republica natürlich ein wenig oppositionell gegenüber den “Großen” entwickelt. Was wird mit den Spendengeldern gemacht – Briefe versenden? Unterschriften sammeln? Die Großen konnten dagegenhalten, dass sie durchaus mehr tun und auch vieles erreichen – fundiert das Gegenteil zu beweisen vermochte aber meiner Ansicht nach niemand der Vertreter, dass gewisse Trends verschlafen wurden unter der die Effizenz zumindest im Vergleich leiden muß. Dafür gab es einen Hinweis auf die Kurzfristigkeit der Blogger Aktionen, am Beispiel der Free Burma Bloggeraktione gibt es hier eine Antwort darauf.

Schöne Schlußworte gab es seitens aller Beteiligten: “Hauptsache ist doch dass man sich für etwas einsetzt” (Volker Gassner, Greenpeace) und “Nie war es einfacher, seine Stimme zu erheben”. (Markus Beckedahl, netzpolitik.org)

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