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Alle Beiträge von Afrika

Freiwilligendienst bei AIM. an der ghanaischen Atlantikkueste

Liebe Leser,

an dieser Stelle moechten wir auf den Freiwilligendienst von African Information Movement (AIM.) aufmerksam machen.

In Ghana besteht die Möglichkeit, als Freiwilliger für uns in der Projektregion direkt bei AIM. mitzuarbeiten. Einsatzmöglichkeiten sind vor allem die Arbeit mit dem Jugendclub vor Ort und die Mitarbeit in den einzelnen Entwicklungsprojekten im Bereich Musik/Kultur, Umweltschutz und Bildung/Computer training. Freiwilligendienste, die mindestens sechs Monate dauern, werden im Rahmen des weltwärts-Programms der Bundesregierung finanziell gefördert. Ein Freiwilligendienst bei unserem Projekt in Ghana wird auch als Ersatz für den Zivildienst (ADiA-Anderer Dienst im Ausland) anerkannt. Es ist ebenso möglich, ein kürzer dauerndes Auslandspraktikum (selbstfinanziert) bei uns zu machen, auch im Rahmen des Studiums (z.B. Auslandssemester).

Aktuell laufen die Bewerbungsverfahren. Daher, erkundige dich rasch auf http://aim-ev.org/mitarbeit.htm und bewerbe dich fuer einen Freiwilligendienst bei AIM> Ghana.

Derzeit leben und arbeiten 5 deutsche ‘weltwärts’-Freiwillige bei uns: Milena, Toma, Adrian, Hanna und Pia. In Kuerze wird Stefanie fuer drei Monate zu uns stossen. Sei der/die naechste Freiwillige, unterstuetze unsere Projektarbeit in Ghana und sammele einzigartige Erfahrungen in einer anderen Kultur an der ghanaischen Atlantikkueste.

Akwaaba – Herzlich Willkommen !

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Santa Claus is coming to town…

… und zwar in Gestalt von African Information Movement (AIM.).

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In einer langen, dunklen Augustnacht kam ein Container für AIM. Ghana aus Deutschland in Komenda an. Fast fünf Monate ist das nun her und all die Computer, Scanner, Drucker und Monitore, die Schubkarre, die Fliesen, der Betonmischer und die Fahrräder und noch einiges  mehr haben uns Projekte ermöglicht und viele Arbeiten erleichtert. Bestes Beispiel hierfür ist das AIM. Cyber Café, welches nun seit einigen Wochen erfolgreich geöffnet ist.

Im Dezember stapelten sich jedoch noch immer Bettücher, Kissen, Plüschtiere, Spielzeug und Anziehsachen in unserem Lagerraum, welche keine direkte Verwendung in der Projektarbeit von AIM. fanden. So entstand die Idee all die Gegenstände an ein Waisenhaus zu spenden und den Kindern so eine ordentliche Weihnachtsüberraschung zu bereiten.

Gesagt, getan – ein uns bekanntes,serioeses Waisenhaus im KEEA-Distrikt wurde kontaktiert und am 18. Dezember packten Jörn, Solomon und Janna alle Sachen zusammen und machten sich, in Begleitung eines Journalisten des Daily Graphic, auf den Weg nach Eguafo zum Sankofa Mbofra Fie Kinderheims.

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In Eguafo wurde deutlich, dass die Spenden hier dringend benötigt wurden, Bettücher und Kissen waren so gut wie nicht vorhanden und auch Kleidung und Spielsachen wurden dringend benötigt, wie David, der engagierte Gründer, berichtete. Zusätzlich zum Heim hat er auch eine angeschlossene Schule für die Kinder gegründet, die auch andere Kinder aus dem Ort besuchen können. Vor der gewaltigen Kulisse des Regenwaldes lernen hier die Kinder unter Bambusdächern auf wackligen Holzbänken, während David fleißig Spenden sammelt, um die Schule erweitern zu können. Bis jetzt, berichtete David, können die Heimkinder nur bis zum Abschluss der Junior High School unterrichtet und im somit auch im Heim beherbergt werden – das möchte er so schnell wie möglich ändern. Seit 2006 besteht das Heim, welches sich ausschließlich über Spenden finanziert.

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Zurück am Haus fand dann die große Bescherung statt. Die Augen der Kinder wurden immer größer, genau wie der Haufen auf der Mauer vor dem Haus, auf dem ein großer Kapitän Blaubär thronte. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Dingen spendete AIM. noch fünf Säcke Reis um Weihnachten auch kulinarisch aufzuwerten. Nach einer kleinen Ansprache von Solomon und Jörn und einem Gruppenfoto mit einigen der Kinder wurde dann alles im Haus verstaut, mit den Plüschtieren gekuschelt, vor allem aber wurde sich herzlichst bedankt für die große Weihnachtsüberraschung.

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Frohe Weihnacht, euer AIM. team aus Ghana.


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AIM. ganz umweltbewusst

Was ist eigentlich eine Trockentoilette? Wie viele Brunnen gibt es in Komenda? und Wo entsorgt man am besten seinen Abfall ohne die Umwelt dauerhaft zu schaden?

Fragen ueber Fragen – und AIM. begibt sich auf die Suche nach Antworten.

In Kooperation mit zwei Ingenieuren aus Deutschland, die bereits ueber viel Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit verfuegen, ist AIM. nun einen ganzen Schritt weiter in der Planung und Realisierung des Umweltprojektes, welches zum Ziel hat die Toiletten- und Abwassersituation in Komenda zu verbessern.  

 

Hauptbestandteil soll der Bau von EcoSan Toiletten sein, die ohne Wasser funktionieren. Ausserdem wird duch dieses Toilettensystem oekologischer Duenger aus den Ausscheidungen gewonnen. Des weiteren besteht die Idee, einen oeffentlichen Platz zum Waeschewaschen und Duschgelegenheiten anzuschliessen um auch die Umweltverschmutzung durch Abwasser zu vermindern.

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Als ersten Schritt galt es jedoch sich einen detaillierten ueberblick ueber die akuten Wasserversorgungs- und Abfallprobleme in Komenda zu verschaffen:

 

Karte von Komenda mit allen Brunnen

Karte von Komenda mit allen Brunnen

Nachdem eine Kartenskizze vom Stadtgebiet Komendas erstellt wurde, haben sich Francis und Janna aufgemacht jeden noch so versteckten Brunnen aufzustoebern und auch in die verdrecktesten Toilettenschuessel  einen Blick zu werfen. Alles wurde genau in den Karten vermerkt, so dass es nun neun verschiedene Karten mit je allen Brunnen, oeffentlichen Toiletten, Wassertanks, Muellhalden, durch Faekalien verschmutzte Gebiete, allenSchulen samt Toilettenvorrichtungen, allen oeffentlichen Wasserhaehnen mit Frischwasser und allen Polytanks gibt.

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Die Notwendigkeit etwas zur Verbesserung der Muell- und Wassersituation in Komenda zu tun wurde bei diesem einmal mehr deutlich: in einigen Teilen der Stadt gibt es nur unzureichenden Zugang zu Frischwasser, viele Schulen besitzen keine- oder kaputte Toiletten, die oeffentlichen Toiletten, die es gibt sind verdreckt und kaputt, waehrend die Benutzung Geld kostet. Besonders in Flussnaehe, am Strand und an der Lagune vermischen sich riesige Abfallberge mit schmutzigem Abwasser – ausgerechnet hier ist eine sehr hohe Bevoelkerungsdichte, viele Kinder spielen in diesem Dreck.

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Mit dem neu gewonnenen Material und der Unterstuetzung unserer Partner sind wir nun auf der Suche nach interessierten Sponsoren um sobald wie moeglich unser Konzept in die Tat umzusetzen.

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Froehlicher Mitarbeiteraustausch bei AIM.

Waehrend Solomon und Joern einen Besuch bei AIM. Deutschland in Freiburg abstatten, hat AIM. Ghana ersatzweise auch Besuch aus Deutschland bekommen - Jannik und Flo stellen sich vor:

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Nach alter Tradition war unsere Planung, am 25. Juli nach Ghana zu reisen, eher von unstrukturierter und aufregender Natur. Das Visum mussten wir persönlich in Berlin abholen, weil wir den ersten Visumsantrag ohne Reisepass geschickt hatten, das Ticket (bestellt im Internet) sah eher nach einer unverständlichen spanischen Rechnung aus und unser Schlafplatz in Komenda musste erst noch gefunden werden.

Natürlich wusste “unsere” NGO AIM. das wir kommen, nur das “wann” und “was wir tun” stand lange in den Sternen. So machten wir uns also dann auf den Weg und flogen doch glatt in der Buisness Class, dank der lieben Lufthansa, für 2 Monate nach Ghana.

Wir, Florian Koch (Vorsitzender der Jugendarbeit AIM. in Freiburg) und Jannik Held (ehemaliger Koordinator von AIM. und dem Rotteckgymnasium), sind beide aus Freiburg und engagieren uns seit ein paar Jahren mit vollem Einsatz für AIM..

Da wir uns gerade in der Schwebephase zwischen Schule und Studium befinden und wir uns mit dem Zivildienst das nötige Kleingeld erarbeitet haben, beschlossen wir, Ghana mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und AIM. Ghana zum wiederholten mal zu besuchen. Unser letzter und erster Besuch liegt jetzt schon 3 Jahre zurück- die Planung war ähnlich chaotisch.

Die Zielsetzung unseres jetzigen Aufenthaltes war eine einmonatige Reise durch das Land, die Mitarbeiter von AIM. Ghana persönlich kennenzulernen und die Fortschritte der NGO zu begutachten. Im Grunde hat sich unsere Zielsetzung voll und ganz erfüllt und sich unser Aufenthalt total gelohnt! Wir wurden sehr nett in die AIM. Family aufgenommen und uns wurde mit großer Offenheit alles gezeigt, erklärt und wenn nötig auch aufgemalt. (Es wurde gerade ein Stadtplan von Komenda erstellt.) Wir konnten fleißig mithelfen, einen Container voller Computer, Fahrräder, Tischen, Stühlen etc. auszuräumen, haben einige Jugendclubstunden geleitet, den AIM. Mitarbeitern Deutschunterricht gegeben und zusammen mit dem Jugendclub die Stadt aufgeräumt.

Gegen Ende unseres Aufenthalts war der Betrieb von AIM. durch die Ferien und Geschäftsreise einiger AIM. Mitarbeiter nach Deutschland eingeschränkt und wir konnten auch wegen unseren regelmäßigen Aufenthalten im Krankenhaus weniger Initiative zeigen.

Trotzdem nehmen wir genügend Photomaterial, Eindrücke und neue Motivation mit nach Hause und werden am Rotteckgymnasium unsere Errungenschaften und Erfahrungen über die Arbeit von AIM. so bald wie möglich präsentieren.

(Unsere Reise durch Ghana war mit Sicherheit sehr erlebnisreich und horizonterweiternd, hatte aber auch ihre Rückschläge: unsere Krankheitsbilanz war leider insgesamt verheerend und zeitraubend     – aber zum Glück nichts wirklich schlimmes!!!)

Vielen Dank an die ghanaischen Mitarbeiter von AIM., die Voluntäre‚ und natürlich Joern dem “director” :).

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Was fuer ein Schock!

Theo

Theo

Theophilus Elton Exbert Onumah, genannt Theo, hat uns verlassen. Unser geliebter Sohn, Bruder und Freund; frueherer Leiter des AIM. Jugendclubs in Komenda, Vorstandsmitglied und Betreuer der Praktikanten.

Er ist bei einem tragischen Unglueck am Sonntag, den 19. Juli 2009, im Alter von 21 Jahren ums Leben gekommen.

Ein grosser Schock fuer AIM., seine Familie und Komenda. Er war einer unserer engsten Mitarbeiter; stets motiviert fuer die Entwicklung in Komenda und das Wohl von AIM. Ein brillanter und vielversprechender junger Mann, der eine aussichtsreiche Zukunft vor sich hatte. Ein Freund, auf den man sich verlassen konnte; ein Bruder, der immer fuer einen da war; ein Sohn, auf den man voller Stolz geblickt hat.

Wir koennen es immer noch nicht fassen, und koennen doch daran nichts aendern. Es bleiben die schoenen Erinnerungen an ein ganz besonderes Mitglied der AIM. Familie.

Danke, Theo, fuer deine Hingabe, deine Liebe und deine Begeisterung. Danke fuer die Zeit, die wir mit dir verbringen durften.

Ruhe in Frieden!

Gez. AIM. Ghana / AIM. Deutschland

Theo wurde am Freitag, den 24. Juli 2009, in Komenda beerdigt.

AIM. moechte seine Familie bei der Finanzierung der Trauerzeremonie unterstuetzen! Spenden an das AIM. Spendenkonto (siehe Website) sind erwuenscht. Stichwort ‚Abschied von Theo’. Vielen Dank fuer Ihre Unterstuetzung.

Einen Uebersicht/Tribut ueber Theo’s Verdienste fuer AIM. koennen Sie auf der englischsprachigen AIM. Website finden: http://www.aim-ev.org

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African Kiss – der AIM. Jugendclub singt!

Die CD-Produktion geht ihrem Ende entgegen, wir planen ein großes Musik-Video und die Jugendlichen werden von Woche zu Woche “Auftritts-Reifer”.

Da es nun eine Deadline Mitte August gibt, bei der alle Songs fertig aufgenommen sein müssen und nach Deutschland geschickt werden sollen, verbrachten wir mehrere Tage im Studio in Cape Coast.

Auch in Accra war ich wieder auf der Jagd nach guten Feature-Musikern für das Album.  Glücklicherweise klappte diesmal alles hervorragend. Sammi B., Atsu Koliko und Old Sodja haben uns ihre erfolgreichen Stimmen geliehen.

Aus der Zusammenarbeit wurden sogar enge Freundschaften und wir können uns an einer großen Unterstützung erfreuen.

Teilweise wurde die Zeit bis hin zur Deadline sehr knapp, da ich die Kinder nur Samstags ins Studio mitnehmen konnte. Denn die Schule geht bis Nachmittags und Sonntags steht die Kirche ganz oben auf dem Tagesablauf der Schüler.

catherine, Jugendclubmitglied, bei Studioaufnahmen in Cape Coast

catherine, Jugendclubmitglied, bei Studioaufnahmen in Cape Coast

Die wenigen Samstage, die ich mit den Jugendlichen im Studio verbringen konnte, waren großartig. Mir wurde bewusst, dass die meisten von Ihnen überhaupt nie aus ihrem Dorf rauskommen. Sie kamen morgens überpünktlich zum Treffpunkt, was ich schon sehr erfreulich fand und trugen ihre besten und schicksten Kleider, die sie besitzen.

Wenn sie gerade nicht mit Aufnahmen dran waren, übten sie fleißig ihren nächsten Part.

Nach Beendigung der Arbeit ging es noch an den Strand mit einem erfrischenden Eis. Es war schön, die glücklichen Gesichter mit Stolz in den Augen zu sehen.

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Wenn die Musik im fertig im Kasten ist, möchten wir ein professionelles Musikvideo zu “Stick together”, einem der sieben Songs, drehen. Dazu steht wieder viel Arbeit an: eine Choreographie, Handlung, Kostüme etc…

Unterstützt werden wir vorraussichtlich von Old Sodja und Atsu Koliko, die beide bei dem Song vertreten sind.

Auch in Deutschland arbeitet der Jugendclub an sieben Songs für die CD. Das Album wird also sehr vielfältig sein. Wir sind alle sehr gespannt. Gemeinsam machen wir uns nun Gedanken über die Gestaltung des CD-Booklets. Bei einer Sache sind wir uns auch schon einig: der Name der CD soll “African Kiss” sein, gleichnamig zum African Kiss Festival in Freiburg, welches dieses Jahr im November stattfinden wird.

(von Milena, AIM. weltwaerts Praktikantin)

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AIM. Jugendclubs im Kakum National Park

Verschlungene Lianen, Bäume so hoch wie Wolkenkratzer, tellergroße Blätter, exotisches Vogelgezwitscher im dunkelgruenen Dickicht…

…und mittendrin, im Ghanaischen Regenwald – ca. 70 Jugendliche, die interessiert einem Tourguide lauschen und von denen einige sogar die, für sie wichtigsten, Fakten mitschreiben.

Wir befinden uns nördlich von Cape Coast, im Kakum National Park in der Central Region in Ghana auf einer Exkursion mit den zwei AIM. Jugendclubs aus Komenda und Ayensudo

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Ganz aufmerksam sind die Jugendclubmitglieder, kaum das wir den Wald betreten haben. Und das, nachdem sie keine zwanzig Minuten zuvor, die gesamte einstündige Fahrt von Komenda zum Nationalpark, noch einen permanenten Sturm aus afrikanischem Gesang, Rhythmus und überschäumender Freude produziert haben.

In einem Mix aus Fante und Englisch, damit auch Volus und der Director etwas verstehen, berichtet der Ranger anschaulich und informativ über das Ökosystem Regenwald und seine verschiedenen Pflanzen- und Tierarten.

Wir lernen, in welchem Baum Papageien nisten, aus welchem traditionell Weihrauch gewonnen wird und welche Baumrinde zu wohlriechendem Parfum verarbeitet wird.

Nach diese lehrreichen Expidition durch den dichten Urwald, begeben wir uns in luftige Höhen…

Einzigartig in Ghana, bietet der Kakum National Park den Canopy Walk: Eine aus fünf Hängebrücken bestehende und insgesamt über 300 Meter lange Begehung des Regenwaldes in luftigen 30 Meter Höhe. Hier kann man gut Vögel beobachten und das riesige Waldareal von oben betrachten ohne ihm dabei zu schaden.

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Bis auf drei Jugendclub Mitglieder wagen sich auch alle auf die wackeligen Brücken. Der ein oder andere bekommt dabei einen ordentlichen Adrenalinstoß, was sich wahlweise in lässigen Tanzschritten in den Baumwipfeln des Regenwalds, lautem kreischen oder auch einfach der permanenten Wiederholung des Satzes: „I’m not scared at all!” äußert.

Nachdem alle den atemberaubenden Ausblick genossen und mit mehr oder weniger wackeligen Knien wieder festen Boden unter den Füßen haben, wird der lehrreiche Tag, noch mit einer Führung durch die anschaulich-bunt gestaltete Ausstellung zum Kakum National Park abgerundet.

Ganz entspannt im Schatten, stärken sich alle mit den von zu Hause mitgebrachten Lunch Pakten und erholen sich von so viel Input, Bewegung und Adrenalinzufuhr.

Noch ein paar Gruppenfotos vor der imposanten Kulisse des Regenwaldes und schon ging es zurück an die Küste nach Komenda und Ayensudo.

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Warum die Entwicklungshilfe „tot“ ist

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Die in Sambia geborene Ökonomin Dambisa Moyo ist nicht die erste Person aus Afrika, die ein Ende der Entwicklungshilfe fordert. Auch wir denken so.

Seit Jahrzehnten pumpen westliche Regierungen und Organisationen Geld, Nahrungsmittel und Güter nach Afrika. Viel hat sich in den meisten Regionen trotzdessen nicht zum Besseren verändert. Aber warum? Sollten von dem Geld nicht Schulen gebaut und von den Nahrungsmitteln das Hungern beendet werden? Ist „spenden” nun also doch nicht gut?

Der Absicht ist sicher nicht falsch, nur wurde bisher das Konzept der Entwicklungshilfe von Regierungen und den meisten größeren Organisationen nicht weiter entwickelt – oder – viel besser gesagt, es hat sich verselbstständigt zu ökonomischen Operationen, die den Absendern der „Hilfe” mehr hilft, als den Empfängern.

Regierungen, die nicht in der Lage sind, ein Land zu verwalten und aufzubauen, wurden während der letzten Jahrhunderte in Europa meist durch Revolutionen oder von Nachbarländern beseitigt. So wurden Staaten im damaligen Ostblock vielmehr sanktioniert, als das so etwas wie Entwicklungshilfe betrieben wurde. Die Regierungen litten unter dem Druck seitens ihrer Bevölkerung und kamen im beispielhaften Fall von Ostdeutschland auch durch diesen zum Fall.

In Afrika dagegen erleben wir in vielen Ländern einen Herrschaftsstil, der kaum tragbar ist. Die Charts der korruptesten Länder werden von afrikanischen Ländern angeführt. Nur durch die Aufrechterhaltung minimalster Standards wie die Ernährung geht es weiter, auch wenn die Regierung sich mehr um den Kauf von Waffensystemen zur eigenen Machterhaltung kümmern. Das Problem ist nur, um die Aufrechterhaltung müssen sie sich selbst nicht kümmern. Die Bereitstellung von Zahlen zu Hungernden unter der eigenen Bevölkerung gleicht einer Bestellung – einer kostenlosen Bestellung im Westen. Und dort geht es weiter: statt ein Ziel zu suchen, orientieren sich die Organisationen am Bekämpfen von Symptomen und vermarkten diese medial etwa mit entsprechenden Bildern meist aufgeblähter Kinderbäuche. Selbstregulierung wie in der Werbeindustrie haben diese Art & Weise der Werbung zwar geächtet, doch sie verschleiert nur das Anliegen dieser Organisationen: Die Schaffung kontinuierlicher Geldströme zur Finanzierung gigantischer Apparate und zur Abwicklung großer Deals.

Was nun ist dann noch sinnvoll?

Wir können nicht leugnen, dass in Afrika vielerorts weiterhin von Instabilität, Hunger und Krankheiten geplagt wird. Die Entwicklung in vielen Bereichen liegt weit zurück, während westliche Länder ständig einen Gang zulegen müssen, um im globalen Markt weiter bestehen zu können.

Die meisten Staaten Afrikas haben hier kaum eine Chance, in den nächsten Jahrzehnten über die Rolle von Abnehmern billiger chinesischer Güter hinwegzukommen.

Sollen wir hier helfen? Doch wo?

Sicherlich kann man behaupten, die afrikanischen Länder sollen alles selbst machen. Sie werden ihre Entwicklung so durchleben, wie unsere Vorfahren es gemacht haben. Aber was ist dann mit dem globalen Markt? Können wir uns sicher sein, dass afrikanische Länder die Kraft von alleine aufbringen, um im Turbo an uns heranzukommen? Wie lange wird es dauern, und kann es Hunger und Krankheiten beseitigen? Oder werden diese eher einer der Gründe sein, warum sie es nie schaffen werden?

Ganz sicher können wir da nicht sein. Und deswegen ist es unsere Verantwortung, zu unterstützen. Allerings mit dem Ziel uns selbst überflüssig zu machen. Denn nur so werden wir die richtigen Maßnahmen ergreifen, um das Fundament zu legen, sodass die afrikanischen Länder ihr Profil finden und ihre Reichtümer in Wohlstand umsetzen. Und nur gebildete, verantwortungsvolle Afrikaner werden dazu in der Lage sein.

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