Jan und Christian, die neuen Volontäre, sind in Komenda eingetroffen
Hallo, wir sind Christian und Jan, die neuen Volontäre bei AIM Ghana und werden für die nächsten 3 Monate hier in Ghana sein. Wir sind nun einige Tage hier und haben schon vieles Neues, Interessantes und Spannendes erlebt.

Mit dem Flug über das Mittelmeer und die Sahara nach Ghana, begann unsere Reise in das für uns noch fremde Ghana. Janna (deutsche AIM. Volontärin) und Ray, ein Mitarbeiter von AIM. in Ghana, empfingen uns gleich am Flughafen und begleiteten uns nach Komenda. Auf dem Weg bekamen wir einen ersten Eindruck von der Hauptstadt Accra und erlebten auf dem Kaneshi Markt direkt ein ganz anderes, buntes, impulsives Leben. Nach dem „Höllenritt” mit einem Trotro nach Komenda empfingen uns viele Mitarbeiter, die weiteren Volontäre Milena, Franz und Jörn, der Direktor aus Deutschland, und unsere Nachbarn sehr freundlich. Schnell wurde Akwaaba das erste Fantiwort welches wir lernten und soviel wie „Herzlich Willkommen” heißt.
Unser erstes Projekt umfasst die Gestaltung von Membershipcards für die Jugendclubs in Komenda und Ayensudo. Des Weiteren werden wir für die Highschools und Jugendclubs ein Fussball- und Volleyballtunier organisieren, Deutsch unterrichten, Computerkurse geben und im Youthclub Komenda den ein oder anderen Workshop anbieten.
Nebenbei fallen uns immer wieder neue Ideen ein. So haben wir beispielsweise gestern eine Regenrinne aus Bambusstämmen konstruiert und am Haus befestigt. Dank der Hilfe einiger hilfsbereiter Nachbarn, ist uns dies nach ein paar Stunden Tüftelei dann auch gelungen. Nun warten wir auf den nächsten Regen……
Viele Grüße aus Komenda
Jan & Christian











Tabea Walther sagt,
Mai 21, 2009 @ 5:29 pm
Hallo ihr Zwei :)
Ich habe mich sehr gefreut einen Blogeintrag von frisch angekommenen Volontären zu lesen. Ich möchte nämlich nach meinem Abitur über das “weltwärts”-Programm zu AIM. nach Ghana kommen. Im Moment bin ich noch dabei mich zu informieren, ob das wirklich etwas für mich ist und da helfen mir eure Blogeinträge wirklich weiter. Ich würde mich freuen wenn ihr hier immer wieder einen Eintrag machen würdet, in dem ihr von euren Erfahrungen erzählt, damit ich eure Arbeit nachvollziehen kann. Ich hoffe, dass es euch gut geht und die Arbeit Spaß macht. War der Kulturschock zu Beginn sehr heftig? Wie kommt ihr mit dem Klima klar? Wie war die Vorbereitung auf den Aufenthalt? Fühlt ihr euch jetzt gut betreut? Wie sind die hygienischen Bedingungen? Ich hatte in einem anderen Blogeintrag gelesen, dass es keine oder nur wenige fest installierten Toiletten und keine Müllbehälter gibt. Stimmt das? Und wenn ja, wie kommt ihr damit klar? Ich weiß, das sind jetzt ziemlich viele Fragen, aber ich wäre sehr glücklich, wenn ihr sie mir beantworten könntet.
Ganz liebe Grüße aus Deutschland,
Tabea Walther
Christian Krawczyk sagt,
Mai 27, 2009 @ 3:20 pm
Hallo Tabea,
es freut uns, wenn wir euch und dir unsere Arbeit etwas naeher bringen koennen.
Gut, ich versuche mal moeglichst auf alle deine Fragen einzugehen. Solltest du noch Fragen haben kannst du dich sehr gerne an AIM wenden, ueber die Email-Adresse: info@aim-ev.org .
War der Kulturschock zu Beginn sehr heftig?
Also Jan und ich haben uns sehr schnell eingelebt und keinen wirklichen Kulturschock verspuert. Ich denke ganz wichtig ist einfach, dass man sich vorher schon moeglichst viel mit Afrika, bzw. Ghana beschaeftigt.
Wie kommt ihr mit dem Klima klar?
Es ist super heis und auch die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Bis auf das staendige Schwitzen, bereitet uns das Klima keine Probleme. Ich schaetze, dass das Klima insbesondere in unserem Alter keine Probleme bereiten duerfte. Aber das ist sicherlich von Person zu Person etwas unterschiedlich.
Wie war die Vorbereitung auf den Aufenthalt?
Da wir nur fuer ein 3 monatiges Praktikum hier fuer AIM arbeiten, ist die Vorbereitung nicht mit der Vorbereitung von weltwaerts-Freiwilligen vergleichbar. Die weltwaerts-Leute mit denen ich bis jetzt gesprochen habe, waren alle sehr zufrieden mit den Vorbereitungsseminaren. Die Vorbereitungsgespraeche die wir mit AIM hatten, waren sehr hilfreich.
Fühlt ihr euch jetzt gut betreut?
Ja, absolut. Natuerlich sollte man schon eine gewisse Selbststaendigkeit mitbringen. Aber, egal was ist, es ist immer jmd. da, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht. Da muss man sich echt gar keine Gedanken drueber machen.
Wie sind die hygienischen Bedingungen?
Toiletten sind noch nicht so weit verbreitet und werden von den Einheimischen eher selten genutzt. In Komenda, also im Quatier der Freiwilligen, haben wir eine Toilette. Wenn man aber unterwegs ist, muss man schon damit rechnen, dass man nicht direkt auf Anhieb eine Toilette findet, geschweige denn das sie Papier hat, noch das sie auch wirklich sauber ist.
Muell ist hier aehnlich problematisch. Es wird viel Muell einfach auf die Strasen geworfen oder auf kleinen Muellbergen privat verbrannt.
Also was die Hygiene angeht, ist man hier von europaeischen Standards schon weit entfernt. Jedoch muss ich sagen, dass alle von uns Freiwilligen damit gut klar kommen. Zum einen muss man schon etwas vorsichtiger sein, insbesondere was das Essen von der Strase angeht, und zum anderen ist es denke ich wichtig, dass man nicht zu pienzig ist.
Ich hoffe wir konnten dir etwas weiter helfen, wie gesagt kannst dich gerne an AIM wenden, wenn du naehere Fragen hast. Ich denke das weltwaerts-Programm ist eine tolle Chance, aber es ist gut, sich das alles vorher durch den Kopf gehen zu lassen.
Viele Gruese aus Cape Coast
Christian Krawczyk