Sudans Präsident behauptet, alles sei in Ordnung
Sudans Präsident al-Baschir unternahm eine dreitägige Reise durch sein Land um danach die Lage als “ruhig” zu bezeichnen.
Das vom Bürgerkrieg zerrütete Land ist seit 4 Jahren im Krisenzustand. Schwarzafrikanische Stämme kämpfen seitdem gegen die arabisch dominierte Regierung, der schwere Kriegsverbrechen wie Massenvertreibung und Völkermord vorgeworfen werden. Al-Baschir wird nach den neuerlichen Auskünften vorgeworfen, eine Lügen-Kampagne zur Verhinderung internationaler Friedenstruppen in der Darfur Region zu führen.
In der TAZ liest man hierzu:
Kritiker warfen Baschir am Montag die Verleugnung der Wirklichkeit vor: “Baschir hat kein einziges Flüchtlingslager besucht, mit keinem Kriegsversehrten gesprochen und sich vor allem in klimatisierten Räumen aufgehalten”, so ein mitreisender Journalist. Baschirs Provokationen sind Teil einer seit Wochen laufenden Kampagne, die die geplante Entsendung von 26.000 Friedenssoldaten unter gemeinsamem Mandat von UN und Afrikanischer Union (AU) verhindern soll. Baschir hatte kürzlich behauptet, die auf zweieinhalb Millionen geschätzten Flüchtlinge seien spätestens in einem Monat wieder zu Hause. Im staatlichen Fernsehen wurde zudem vor Krankheiten und Unmoral gewarnt, die die Soldaten nach Darfur bringen würden.
Mehr Informationen
taz – Sudans Präsident im Blindflug
Wikipedia – Darfur Krise
Africa-Help.org – Eye on Darfur – Satellitenbilder von der Krise











