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Solaranlagen in Burkina Faso  - SEWA

COMPUTERSCHULE IN GHANA - AIM

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Computerschule in Ghana - Der Wassertank width=


Kochbuch PDF Download - Fremdkochen für Afrika

 

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Archive for Juli, 2010

15 Euro Wikipedia-Computer

Nach mehreren Versuchen mit Notebooks im $100 Bereich, nun eine viel günstigere Lösung, die darauf angelegt ist mit TV Bildschirmen zu arbeiten. Erfinder des Humane PC Braddock Gaskill erklärt:

“Hundreds of millions of households have TVs but no access to the internet”

Daher besteht das Gerät lediglich aus einem micro SD Kartenleser und Anschlüssen für TV und Tastatur. Die Technik ist das Günstigste, was man finden konnte. Auf den micro SD Karten ließe sich dann beispielsweise die offline Version von Wikipedia oder andere Publikationen verstauen.

“The combination of a computing platform and a encyclopedia opens up the world to them.”

>> mehr Infos

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Goumsins Krankenstation beleuchtet

Im Dorf Goumsin konnten wir die vierte ländlich Krankenstation in der Geschichte SEWAs mit einer Solaranlage versehen.

Ein kleiner Junge wird im CSPS verarztet

Ein kleiner Junge wird im CSPS verarztet

Drei Tage verbrachte ich mit meinem Kollegen Yéral und den Technikern in dem gar nicht mal so kleinen Dorf, das sich etwa 70 Kilometer südwestlich von Ouagadougou und damit weit außerhalb der Reichweite des nationalen Stromnetzes benfindet.

Die Geburten-und Krankenstation wurde erst vor knapp zwei Jahren fertiggestellt und sollte bereits damals von SEWA elektrifiziert werden, doch dauerte es noch eine ganze Weile, bis das so gennante CSPS voll funktionstüchtig war: Betten und Ausrüstung fehlten, das Personal wurde nicht rechtzeitig geschickt und das Dorfkommitee, das die Krankenstation leitet brauchte seine Zeit um sich zu organisieren. Um so größer war die Freude im Dorf, als die Arbeiten endlich beginnen konnten. Die Dorfältesten, die uns während der Installation immer wieder besuchten um uns den Dank des Dorfes auszudrücken, waren sichtlich begeistert.

Bei diesen Lichtverhaeltnissen fanden bisher Behandlungen statt

Bei diesen Lichtverhaeltnissen fanden bisher Behandlungen statt

Auch für mich war diese Elektrifizierung etwas besonderes. Der Vorbesuch in Goumsin war Nils’ und meine erste Reise für SEWA ohne die Begleitung unseres Vorgängers und so war auch ich ziemlich froh, nach so langer Zeit nun endlich mit der Umsetzung des Projektes fortfahren zu können. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Burkina Faso-Gruppe des Gymnasiums Fürstenried, die nicht nur die Finanzierung für dieses Projekt auf die Beine gestellt, sondern auch geduldig auf die Umsetzung gewartet hat ohne auf schnelle Ergebnisse zu bestehen, die die Qualität des Projektes unter Umständen gefährdet hätten.

Die Solarpaneele werden auf dem Dach gesichert

Die Solarpaneele werden auf dem Dach gesichert

Vor allem aber das engagierte Personal der Krankenstation hat diese Elektrifizierung zu etwas besonderem gemacht. Es lag ihnen sehr am Herzen mir zu zeigen, wie und unter welchen Bedingungen sie arbeiten und so riefen sie mich zu fast jeder Behandlung im CSPS dazu. Zwar habe ich in meinem Leben schon einige Krankenstationen besucht und weiß dass die Bedingungen dort schwierig und das Leben auf dem Land hart ist, doch es ist etwas ganz anderes mit eigenen Augen zu sehen, was das konkret bedeutet. Der Hebamme zuzuhören wie sie sichtlich bewegt erzählt, dass sie einige Tage zuvor einer Frau nicht mehr helfen konnte als es nachts bei der Geburt zu Komplikationen kam und sie bei dem schwachen Licht ihrer Taschenlampe die Gefahr nicht rechtzeitig erkennen konnte um sie ins Provinzkrankenhaus bringen zu lassen. Da spürt man sehr direkt, warum das Projekt ins Leben gerufen wurde.

VorherNachher

Mit der Elektrifizierung von Goumsin ging meine vorerst letzte Elektrifizierungsreise zu Ende. Ich verabschiede mich also aus Burkina Faso, bedanke mich bei allen Lesern, und werde mich hoffentlich bald aus Deutschland mit einigen Videos der letzten Elektrifizierungen melden können.

Jan im Gespraech mit der Dorfgemeischaft

Jan im Gespraech mit der Dorfgemeischaft

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Goumsins Krankenstation beleuchtet

Im Dorf Goumsin konnten wir die vierte ländlich Krankenstation in der Geschichte SEWAs mit einer Solaranlage versehen.

Ein kleiner Junge wird im CSPS verarztet

Ein kleiner Junge wird im CSPS verarztet

Drei Tage verbrachte ich mit meinem Kollegen Yéral und den Technikern in dem gar nicht mal so kleinen Dorf, das sich etwa 70 Kilometer südwestlich von Ouagadougou und damit weit außerhalb der Reichweite des nationalen Stromnetzes benfindet.

Die Geburten-und Krankenstation wurde erst vor knapp zwei Jahren fertiggestellt und sollte bereits damals von SEWA elektrifiziert werden, doch dauerte es noch eine ganze Weile, bis das so gennante CSPS voll funktionstüchtig war: Betten und Ausrüstung fehlten, das Personal wurde nicht rechtzeitig geschickt und das Dorfkommitee, das die Krankenstation leitet brauchte seine Zeit um sich zu organisieren. Um so größer war die Freude im Dorf, als die Arbeiten endlich beginnen konnten. Die Dorfältesten, die uns während der Installation immer wieder besuchten um uns den Dank des Dorfes auszudrücken, waren sichtlich begeistert.

Bei diesen Lichtverhaeltnissen fanden bisher Behandlungen statt

Bei diesen Lichtverhaeltnissen fanden bisher Behandlungen statt

Auch für mich war diese Elektrifizierung etwas besonderes. Der Vorbesuch in Goumsin war Nils’ und meine erste Reise für SEWA ohne die Begleitung unseres Vorgängers und so war auch ich ziemlich froh, nach so langer Zeit nun endlich mit der Umsetzung des Projektes fortfahren zu können. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Burkina Faso-Gruppe des Gymnasiums Fürstenried, die nicht nur die Finanzierung für dieses Projekt auf die Beine gestellt, sondern auch geduldig auf die Umsetzung gewartet hat ohne auf schnelle Ergebnisse zu bestehen, die die Qualität des Projektes unter Umständen gefährdet hätten.

Die Solarpaneele werden auf dem Dach gesichert

Die Solarpaneele werden auf dem Dach gesichert

Vor allem aber das engagierte Personal der Krankenstation hat diese Elektrifizierung zu etwas besonderem gemacht. Es lag ihnen sehr am Herzen mir zu zeigen, wie und unter welchen Bedingungen sie arbeiten und so riefen sie mich zu fast jeder Behandlung im CSPS dazu. Zwar habe ich in meinem Leben schon einige Krankenstationen besucht und weiß dass die Bedingungen dort schwierig und das Leben auf dem Land hart ist, doch es ist etwas ganz anderes mit eigenen Augen zu sehen, was das konkret bedeutet. Der Hebamme zuzuhören wie sie sichtlich bewegt erzählt, dass sie einige Tage zuvor einer Frau nicht mehr helfen konnte als es nachts bei der Geburt zu Komplikationen kam und sie bei dem schwachen Licht ihrer Taschenlampe die Gefahr nicht rechtzeitig erkennen konnte um sie ins Provinzkrankenhaus bringen zu lassen. Da spürt man sehr direkt, warum das Projekt ins Leben gerufen wurde.

VorherNachher

Mit der Elektrifizierung von Goumsin ging meine vorerst letzte Elektrifizierungsreise zu Ende. Ich verabschiede mich also aus Burkina Faso, bedanke mich bei allen Lesern, und werde mich hoffentlich bald aus Deutschland mit einigen Videos der letzten Elektrifizierungen melden können.

Jan im Gespraech mit der Dorfgemeischaft

Jan im Gespraech mit der Dorfgemeischaft

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News aus Ghana

Ein kurzer Ueberblick ueber die Aktivitaeten von African Information Movement in Ghana. Was laeuft beim Bau des Ausbildungszentrum? Gibt es andere Projekte? Wie sieht es im AIM. Cyber Cafe aus?

Nachdem im Fruehjahr die Waende gebaut wurden, soll im Spaetsommer/Herbst nun endlich das Dach drauf gesetzt werden. Das Geld wurde von der deutschen AIM.Jugend in Freiburg gesammelt – mit der jaehrlichen grossen Benefizveranstaltung „African Kiss“. Auch der Verkauf der hauseigenen CD „African Kiss – riddims for education“ konnte dazu beitragen. Die Spenden sind mittlerweile in Ghana eingetroffen. Die ersten Bauplanungen laufen. Unter anderen gibt es die Idee, mit einem live-stream vom Bau zu berichten – dass heisst: Ihr koennt die Bauarbeiten LIVE im Internet verfolgen. Was haltet ihr von dieser Idee?

Auch sonst gibt es viel zu tun. So zum Beispiel bei „Soccer for Democracy“. Der Name ist Programm. AIM. bereitet fuer die anstehenden Gemeinderatswahlen in KEEA Distrikt besondere Aktivitaeten vor. Zum einen sollen die Kandidaten in Workshops trainiert werden; und die Bevoelkerung in den Doerfern mittels eines eigens erstellten Dokumentarfilm ueber die anstehenden Wahlen sensitisiert werden. Der Hoehepunkt ist jedoch ein Fussballturnier zwischen den Kandidaten eines Bezirks gegen jene eines Nachbarbezirks. Das Ganze soll den Fair-Play gedanken betonen. 2010 ist das Fussballjahr – und wir sind dabei. „Soccer for Democracy“ wird vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) finanziert.

Leider gibt es eine weniger schoene Nachricht: In unserem AIM. Cyber Cafe in Komenda wurde eingebrochen. Vor 10 Tagen verschafften sich die Diebe in der Nacht ueber ein Fenster Zugang zum Internetraum. Glueck im Unglueck: „nur“ 3 Laptops, ein paar Webcams, Headsets und andere technsche Geraete wurden entwendet. Die Flachbildschirme, das Internetmodem und andere wichtige Sachen wurden stehen gelassen. Dennoch ist es fuer AIM. ein grosses finanzieller Verlust. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage gab es keine Versicherung. Ein Rueckschlag fuer uns. Die Polizei ist nicht in der Lage, den Fall aufzuklaeren. Wir sind nun dabei, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhoehen. Geld fehlt jedoch an allen Ecken und Enden. Das Internet wird in Komenda noch nicht zu sehr genutzt, die angebotenen Kurse greifen noch nicht. Aus diesen Gruenden schreibt das Internet Cafe jeden Monat rote Zahlen. Ein schwierige Aufgabe.

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Fussballturnier in Ayensudo!

Der Ayensudo Youth Club lud zu einem großen Fussballturnier ein. Grund dafür war das alljährliche Turnier zwischen dem Jugendclub in Komenda und Ayensudo.  Dieses Mal wurden jedoch drei verschiedene Teams gebildet, zum einen der Komenda Youth Club, zum ersten Mal auch die Jugendlichen aus Dutch Komenda (dort soll bald ein neuer Jugendclub eröffnet werden) und natürlich der Gastgeber Ayensudo selber. Der SC Freiburg hat uns glücklicherweise zuvor ein drittes Jersey Outfit zukommen lassen, sodass jedes Team sein eigenes Jersey tragen konnte.

Komenda Youth Club

Dutch Komenda

Ayensudo Youth Club

Wenn sich so viele Fussballspieler treffen, lockt dieses natürlich auch die Bewohner  Ayensudos an das Spielfeld, und bald hatte sich eine grosse Zuschauermenge versammelt.
Der Anfang wurde mit einem kleinen Volleyballturnier gemacht. Komenda gewann dieses Mal gegen Ayensudo, obwohl Ayensudo sich schon lange im Volleyballtraining versucht.

Gleichzeitig fand ein Turnier zwischen den Mädchen von Komenda und Ayensudo im Netball statt, ein sehr beliebtes Spiel bei den Jugendclubmitgliedern, dass ein bisschen an Basketball erinnert, obwohl man sich immer nur ein oder zwei Schritte fortbewegen darf. Schließlich hatten die Ayensudo Mädchen gewonnen und die letzten Turnierteilnehmer waren angekommen.

Auf dem großen Fußballfeld traten Dutch Komenda und Komenda Youth Club gegeneinander an. Der Komenda Youth Club gewann und das letzte Spiel gegen den Ayensudo Youth Club entschied schließlich Ayensudo als den Gewinner des Turniers.
Dank einer großzügigen Spende des SC Freiburgs, konnten die Gewinner eine Stiftemappe des Vereins erlangen und der zweite Platz, der Komenda Youth Club, hatte eine Schirmmütze vom Verein gewonnen.

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Es bewegt sich was in Ouaga

Wenn man nach einem knappen Jahr wieder in eine Stadt der Größe Ouagadougous zurückkehrt, hat sich dort natürlich einiges getan. Auf den ersten Blick ist zwar noch alles beim alten, doch wird an allen Ecken und Enden die städtebauliche Entwicklung vorangetrieben. Am meisten fallen dabei die neuen “échangeurs” auf, die Über-und Unterführungen an der großen Ringstraße, die Ouaga umschließt.

Ouaga 2000

Ouaga 2000

Noch vor einem Jahr gab es nur ein kleines “Autobahnkreuz”, und zwar in Ouaga 2000, dem neuen und etwas gigantisch anmutenden Nobel-Stadtviertel, das neben dem neuen Präsidentenpalast auch das beste Hotel der Stadt, diverse Botschaften, Unternehmen und Ministerien beherbergt. Das Kreuz verbindet den Ring mit der sechsspurigen Schnellstraße, die zum Präsidentenpalast und vorbei an dem riesigen Kreisverkehr am Place des héros nationaux führt- und an einer weiten unbebauten Fläche, die sich erst langsam beginnt mit Baustellen zu füllen. Wenn manchmal eine kleine Karawane aus Kamelen die Autobahn kreuzt, bringt das den starken Kontrast zwischen dem Leben in Ouaga 2000 und dem Rest des Landes gut auf den Punkt.

Neuer Echangeur Richtung Fada

Neuer Echangeur Richtung Fada

Inzwischen wurden zwei weitere solcher Kreuze (fast) fertiggestellt, die dazu dienen sollen, die Ringstraße mit den Straßen nach Fada N’Gourma (Osten) und Bobo-Dioulasso (Westen) zu verbinden, ohne dabei den Verkehr weiter zu verdichten.

Auch sonst wird viel gebaut: nach den Überschwemmungen vom letzten Jahr wurden die Brücken am Stausee renoviert, neue Brücken werden gebaut, Straßen betonniert, neue Viertel entstehen. So ändert dieses Stadt langsam aber stetig ihr Gesicht.
Es wird gebaut in OuagaBrueckenbauDer neue Echangeur im Westen

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Professionelle Ausbildungen in Tarrafal scheitern an zuständiger Behörde

In Tarrafal werden professionelle Ausbildungsangebote von Nichtregierungsorganisationen durch das zuständige staatliche Institut CEFP sabotiert. (Tarrafal, 15.07.2010) Die Fortsetzung des erfolgreichen Ausbildungsgangs Informatik durch den Verein Delta Cultura wird wegen des Verhaltens des Direktors des CEFP Assomada, Paulino Moreira, in Zukunft nicht mehr möglich sein. Seit Monaten werden durch den CEFP Gehälter und Zeugnisse für die [...]

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Heimspiel in Djibo

Fünf Tage war ich mit dem Team in Djibo und Umgebung unterwegs um zwei Schulen und eine Krankenstation mit einer Solaranlge auszurüsten. Djibo ist die Hauptstadt der Provinz Soum im Norden des Landes, in der SEWA so viele Schulen in sein Programm aufgenommen hat wie in keiner anderen Provinz.

Das Dorf Pougouzaibaogo

Ein straffes Programm hatten wir uns für die Reise aufgestellt: In nur 5 Tage wollten wir in zwei Schulen und einer Krankenstation Solaranlagen montieren. Doch schon auf dem Weg nach Djbo war nicht klar, ob wir das schaffen würden. Noch auf der Teerstraße hatten wir die erste Panne, die wir zum Glück aber realtiv schnell beheben konnten. Aber die Sandpiste, die die letzten 100 Kilometer nach Djibo führt ist so schlecht, dass es teilweise schneller und sicherer war, einfach neben der Straße zu fahren. Mehr als 3 Stunden holperten wir mit dem schwer beladenen Minibus über Schlaglöcher und Wellblechpisten bis wir gut durchgeschüttelt unser Ziel erreichten. Von dort aus machten wir uns gleich weiter in das Dorf Pougouzaibaogo, in dem wir die ersten Arbeiten durchführen wollten.

Die frisch erweiterte Schule Pougouzaibaogo B...

Der klangvolle Name Pougouzaibaogo kommt dem ein oder anderem Leser vielleicht bekannt vor. Vor etwas mehr als einem Jahr installierten wir dort auf dem Dach der Schule “B” eine Solaranlage und ich nutzte die Gelegenheit um noch ein paar Tage allein auf dem Dorf zu bleiben um das Leben dort ein bißchen kennenzulernen und die ersten Tage mit der Anlage zu begleiten. So war es für mich natürlich etwas besonderes in das Dorf zurückzukehren und ich war um so erfreuter festzustellen, dass sich in der Zwischenzeit einiges getan hat in Pougouzaibaogo. Die Schule “B” wurde um 3 Klassenräume erweitert und hat nun einen eigenen Brunnen; Latrinen und Lehrerhäuser sind bereits in Bau.

...wird sogleich mit einem Solarpaneel versehen.

...wird sogleich mit einem Solarpaneel versehen.

Da es neben der nun vergrößerten Grundschule “B” noch die Schule “A”, sowie eine franko-arabsiche Schule und sechs kleinen Alphabetisierungszentren gibt, hat das Dorf einen Bedarf an beleuchteten Räumen, der die Kapazitäten des einzelnen beleuchteten Klassenzimmers der Schule “B” übersteigt. Deshalb entschied sich SEWA zum ersten Mal in der Geschichte des Schulenprogramms eine Anlage an einer Schule zu erweitern und eine weitere Schule im gleichen Dorf, wenngleich auch einige Kilometer entfernt, ebenfalls mit einer Anlage zu versehen. Bedarf und Engagement des Dorfes schienen diesen Schritt zu rechtfertigen. In den kommenden Jahren wird sich zeigen ob unsere Rechnung aufgeht. Denn die zusätzlichen Installationen dienen auch als Ansporn und sollen für das Engagement belohnen. Gleichzeitig soll es anderen Dörfern zeigen, dass sich gute Wartung und großes Engagement auszahlt.

Neugierige Kinder

Am zweiten Tag unserer Arbeiten in Pougouzaibaogo kam der Direktor der Schule B strahlend auf uns zu und berichtete uns, dass er gerade die Ergebnisse von den Abschlusstests bestätigt bekommen habe, die die Woche zuvor geschrieben wurden: Alle seine Schüler haben bestanden. Ein sehr gutes Ergebnis, das der Direktor darauf zurückführt, dass er seine Abschlussklasse in den Wochen zuvor bis spät abends in der Schule lernen ließ. Mit der Solaranlage wird das “internement” im nächsten Jahr noch sehr viel besser funktionnieren meint er, denn bisher mussten sich immer sechs Schüler um eine Petroleumlampe setzen, was die Augen stark ermüdet und einfach sehr unpraktisch und kostspielig ist.

Das CSPS Badnogo

Nachdem die Techniker die Installation erfolgreich abgeschlossen und Yéral und ich der Dorfgemeinschaft die Schlüssel zum Batteriekasten und damit symbolisch die Verantwortung für die Solaranlage übergeben hatten, machten wir uns auf den Weg ins Dorf Badnogo, das nur etwa zehn Kilometer von Djibo entfernt liegt. Strom gibt es hier keinen, dennoch ist die Krankenstation voll ausgelastet. Täglich kommen schwangere Frauen und Kranke aus Badnogo und den umliegenden in das so gennante CSPS um sich pflegen zu lassen. Besonders wichtig ist die Geburtenstation, die der Schwangeren weitaus bessere hygienische Bedingungen für eine Geburt anbietet, als die heimische Hütte,

Mit einer Taschen- und Petroleumlampe ist die Arbeit schwer

auch wenn man hier noch weit von europäischen Standards entfernt ist. Besonders wenn es zu Kompliaktionen kommt, ist es wichtig, dass geschultes Personal zur Stelle ist. Allerdings mussten die Angestellten der Krankenstationen nachts bisher bei beinahe völliger Dunkelheit arbeiten – lediglich eine Taschenlampe sorgte bei der Versorgung der Patienten für ein wenig Licht. Es beeindruckt mich nach wie vor jedes Mal, wenn mir eine Hebamme zeigt unter welchen Bedingungen sie arbeiten muss.

Die beleuchtete Krankenstation

Nach Abschluss der Elektrifizierung sieht die Situation jedoch bereits deutlich besser aus: Zwar erinnert das CSPS nach wie vor nicht im entferntesten an ein hochmodernes Krankenhaus, doch ist der Fortschritt durch das Licht wirklich beeindruckend. Vier 70 Watt Paneele sorgen nun für Licht in den Räumen der Geburten- und der Krankenstation. Außenlampen machen das CSPS auch nachts weithin sichtbar und beleuchten die freie Fläche um den Gebäudekomplex, sodass der Weg zur Station nachts nun leichter zu finden ist.

Als Dank schenkt man uns zwei junge Haehne

Bevor wir aber den Heimweg nach Ouagadougou antraten, besuchten wir noch die Schule von Gankouna, die uns eine Bitte um eine Solaranlage geschrieben hatte. Hier trafen wir uns nun mit den Lehrern und Elternvertretern, um zu besprechen, wie eine solche Elektrifizierung vorbereitet werden muss. Wir erklärten der versammelten Dorfgemeinschaft, dass wir im Gegenzug für die kostenlose Solaranlage das Engagement des Dorfes für ihre Nutzung, Sicherheit und Instandhaltung fordern. Nachdem alle Fragen geklärt werden konnten, unterzeichneten Direktor und Elternsprecher die Vereinabarung, die SEWA mit allen Schulen im Programm unterzeichnet. Damit ist der Weg geebnet für eine Elektrifizierung, sobald auf deutscher Seite ein Spender für die Schule gefunden wurde.

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