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Archive for November, 2009

Weihnachtliche Stimmung in Ghana

Weihnachten ist doch schon näher als man denkt. Vor allen Dingen wenn man im September im sonnigen Ghana anfängt Weihnachtskarten und -schmuck herzustellen. Genau dies war meine erste Aufgabe für unseren Youth Club. Denn AIM. in Deutschland wird unsere Karten auf Weihnachtsmärkten in Freiburg verkaufen. Zum ersten Mal sollten unsere Jugendlichen sich damit auseinander setzen, wie man kreativ mit den einfachsten Mitteln etwas Schönes basteln kann. Zur Verfügung standen uns Pappkarten, viele schöne Stoffreste und jede Menge Buntstifte und Malfarben.

In der Anfangszeit stellte ich fest, dass es allen schwer fiel, eigenständig eine Idee für ihre Karten zu entwickeln. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass es keinen Kunstunterricht in den Schulen gibt und generell wenig Kreativität im Schulalltag gefördert wird. Zudem konnte sich auch keiner wirklich vorstellen, was für Motive es in Deutschland für Weihnachten gibt.

Deshalb war es besonders schön mit anzusehen, wie die ersten Kunstwerke entstanden sind und die Vielfalt der Motive immer größer wurde.

Nun sind alle gespannt wie ihre Karten in Deutschland angenommen werden. Denn stolz auf unsere vollendeten Werke sind wir auf jeden Fall.

Deswegen werde ich mich nun weiterhin damit auseinander setzen, wie wir unseren Kunst-Workshop weiterführen können und sich die Jugendlichen auch mehr mit ihren eigenen Ideen einbringen.
Eure Hanna

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24 Leute basteln an einem Werkzeugkasten … 2 Tage Umwelt-Workshop in Komenda

Am 21. & 22. Oktober 2009 fand in Komenda ein Workshop zum Thema „Socially acceptable water supply and sanitation solutions for peri-urban areas“ statt. Es ging hierbei um die Ausarbeitung einer „Toolbox“, einem Konzept, welches alle erdenklichen Lösungen für jede Kategorie eines Problems beinhaltet.

Konkret heisst das Problem hier: Wie lässt sich die Situation in Bezug auf sanitäre Anlagen in Komenda verbessern? Die Toolbox soll Lösungsvorschläge für den Bereich der Wasserversorgung, der Toiletteninstallation, der Verwertung der Ausscheidungen & der Belastung des Bodens liefern. Ist sie fertiggestellt, soll man sich ihrer in Komenda bedienen können und Fragen wie „Welche Toilettenlösung ist am rentabelsten bei welchen Bodenbedingungen und wie lassen die Ausscheidungen sich entfernen oder gegebenenfalls anderweitig verwenden?“ durch die individuellen Lösungsvorschläge der Toolbox beantwortet werden können.

Zur Entwicklung eines solchen Konzepts waren auch Spezialisten der unterschiedlichen Arbeitsbereiche aus Deutschland in Komenda:

Dr. Himmelsbach und Frau Nick von der BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) befassen sich mit Bodenanalysen und Grundwasserforschung.

Herrn Bergers Firma Berger Biotechnics entwickelt Toilettenanlagen & -systeme und ist auch auf dem Gebiet der Entwicklung von Trockentoiletten sehr innovativ.

Dr. Germer von der Universität Hohenheim ist Agronom und befasst sich mit der Verwertbarkeit von biologischen Abfällen in der Landwirtschaft.

Daneben waren viele wichtige Vertreter von diversen lokalen Einrichtungen wie Assemblymen, Lehrern des Komenda College of Education, Professoren der Universität Cape Coast sowie Vertretern des Chief geladen.

In den zwei Tagen des Workshops wurde viel analysiert, was die aktuelle Situation angeht (Nachmittags fanden auch Ortsbesuche und Besichtigungen von bestehenden Anlagen statt) und es wurden Aufgaben vergeben, die zur gemeinsamen Fertigstellung der Toolbox dienen.

AIM. fällt hierbei ein wichtiger Punkt zu: AIM. stellt auf der einen Seite die Brücke zum Volk dar, kann Stimmen vernehmen und deuten, den Grad der Akzeptanz messen, Unterstützer finden & bei der Anwendung der Toolbox in Komenda durch Ortskenntnis entscheidende Hilfe leisten. Auf der anderen Seite kann AIM. Leute finden, die ausgebildet werden können, wissenschaftliche Arbeit vor Ort zu leisten und Hinweise zur Optimierung der Toolbox zu geben, sowie Leute, die das Wissen über die Brisanz der Situation und die möglichen Lösungen verbreiten können.

Eine Deadline ist auf den 14. Januar 2010 gesetzt. Bis dahin soll die Toolbox in einer ersten Form stehen und man wird sich erste Gedanken über deren Anwendung in Komenda machen können. Insgesamt ist das Projekt auf 3 einhalb Jahre ausgelegt.

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Neues vom AIM. Cyber Café

Lange genug hat es nun gedauert, bis es mal wieder Projekt-news aus Komenda gibt. Die neuen Voluntäre haben sich eingelebt und mit ihrer Projektarbeit begonnen und können nun auch genug davon berichten.

Ich möchte anfangen mit einem Lagebericht des AIM. Cyber Café.

In 2 anstrengenden Wochen inklusiver 2er langer Sonntage haben wir den gesamten technischen Inhalt des Containers (siehe http://africahelp.org/blog/aim/1-buch-1-zeitungsartikel-1-container/) mit Hilfe eines spezialisten aus Cape Coast gesichtet, getestet und repariert. Viel nützliches war dabei und so konnten wir das Cyber Café nun vollständig einrichten:

Cyber Café - so siehts aus

Cyber Café - so siehts aus

8 Arbeitsplätze mit relativ schnellen Pentium IV Computern sollen den Besuchern ein angenehmes Surfen und Arbeiten ermöglichen. Auch der Administrators Desk ist mit einem guten Rechner ausgestattet, es gibt einen Farb- & einen Schwarzweissdrucker sowie einen Flachbettscanner und eine (leider noch defekte) Kopiermaschiene.

In wenigen Tagen soll die Internetverbindung stehen und damit das Cyber Café in Betrieb gehen. Die Anbindung an das World Wide Web erfolgt über eine Satellitenschüssel, die auch bereits aufgebaut ist und einen Haufen Geld gekostet hat. 5000 GHc, das sind 2500 € kostet das Equipment und 450$/Monat werden die Kosten für die Bandbreite darstellen. Bisher konnte AIM. 2000 GHc tilgen und sucht eifrig nach Sponsoren (!!).

Desweiteren wird es im Cyber Café ab Anfang Dezember Computerkurse für Einsteiger, Microsoft Word und Allgemeinkurse über das Internet geben. Dies wird mein (Adrians) Hauptprojekt sein, ich bin zur Zeit dabei, zu werben und Lehrpläne zu erstellen.

Hier findet also ein großes Projekt einen vorzeitigen Abschluss, das AIM. Cyber Café ist startklar!

Raymond, zukünftiger Cyber Café Administrator, malt den Aufsteller

Raymond, zukünftiger Cyber Café Administrator, malt den Aufsteller

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