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Archive for Oktober, 2009

Die neuen AIM. Voluntäre

Mittlerweile sind wir 33 Tage in Komenda. Die neuen AIM. Volontäre sind angekommen.
Wir haben  viele Leute kennen gelernt, die lieben Youth Club Kids getroffen, die naheliegenden Städte Takoradi und Cape Coast besucht und und und…
In der letzten Zeit sollten wir, neben AIM. Meetings, einfach in Komenda ankommen und uns langsam einleben. Bevor wir jetzt anfangen über unsere Projektideen und den Verlauf im Einzelnen zu berichten, wollen wir uns erstmal kurz vorstellen.

Adrian & Francis

Adrian & Francis

Zivi in Deutschland? Ne …

Eines war für mich von Anfang an klar: Ich will meinen Zivildienst im Ausland ableisten, am liebsten in Afrika. Ich recherchierte und stieß auf AIM., eine überschaubare NGO mit sehr positiven Visionen und bin jetzt sehr glücklich, meinen Freiwilligendienst hier ableisten zu dürfen. Es ging für mich also raus aus dem Badnerland, zum ersten Mal raus aus Europa nach Komenda auf einen anderen Kontinent, in eine andere Kultur, eine komplett andere Welt. Sie gefällt mir sehr gut, soviel kann ich nach einem guten Monat schon sagen! Meine Ideen für AIM. sind, im neu entstandenen Cyber-Café Computer- & Internetkurse für Lehrer und Jugendliche zu geben, sowie jemanden auszubilden, der das fortsetzen kann. Desweiteren werde ich mich für das AIM. Umweltprojekt engagieren. Ich freue mich auf die Arbeit und auf mein Jahr in Komenda!

Adrian Schlossig, 20 Jahre aus Kandern in Baden-Württemberg

Hanna

Hanna

Nun werde ich ein Jahr in Komenda verbringen und sehe es gar nicht mehr als so viel Zeit an, da die Tage wie im Fluge vergehen. Natürlich kommt dies auch durch die vielen Eindrücke die man hier in Ghana sammelt. Mein erstes Projekt wird eine Bastel-Werkstatt sein, bei dem wir Weihnachtskarten und Dekoschmuck herstellen. Zudem entwerfe ich den ersten AIM.-Kalender.  Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit unseren Jugendlichen und auf weitere Aufgaben die auf mich zukommen.

Hanna Geers, 21 Jahre aus Börger in Niedersachsen

Tom

Tom

Es ist schwer einen Anfang zu finden, da wir in dieser kurzen Zeit schon so viel erlebt haben und ich am liebsten gleich damit anfangen würde. Nun mal von vorne. Meine Idee war es, für die Jugendlichen vom AIM. Youth Club einen Filmworkshop anzubieten. Filmemachen – und das in Afrika? Diese Frage kam das ein oder andere mal als ich noch in Deutschland war. Wenn man aber überlegt, dass Nigeria (Nollywood) nach Hollywood und Bollywood die drittgrößte Filmproduktion der Welt ist , ist der Gedanke gar nicht mehr so falsch. Film und Fernsehen ist schwer im Kommen.
Das heißt gleichzeitig neue Perspektiven, neue Berufsgruppen, neue Chancen. Ich finde es wichtig, dass die Jugendlichen auch lernen, dass es  durchdachtes, lehrreiches und nachhaltiges Filmemachen gibt, da die Gefahr des Abkopierens des westlichen „TV-Mülls” (Talkshows, billige  Soaps und Werbung)  groß ist. Mittlerweile hat es sich rumgesprochen und die Nachfrage und das Interesse der Jugendlichen steigt. Parallel plane ich, ein Open-Air-Cinema aufzubauen, um die Filme die im Workshop entstehen, den Einheimischen zu zeigen und darüber hinaus mit einem „guten” Filmprogramm die afrikanische Kultur zu fördern.

Tom Plümmer, 19 Jahre aus Gelnhausen in Hessen

Soweit erstmal der Überblick von uns drei. Bis bald und seit gespannt!

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Ein erstes Hallo!

Nachdem wir ja eigentlich schon seit genau 2 Monaten in Ouagadougou sein und theoretisch schon Jan und Nils aus dem Land gejagt haben wollten, wollen wir uns nun endlich mal vorstellen. Leider immer noch von Deutschland aus.

Wir, das sind Marco Obrecht aus Stuttgart und Stefan Haußner aus Rösrath.
Wie auch bei unseren Vorgängern haben die Vorbereitungen auf unseren Dienst natürlich schon viel früher angefangen. Wir schrieben Ende November unsere Bewerbungen und wurden für Januar zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Wenige Tage später erreichte uns der Anruf, dass wir die Glücklichen wären die für SEWA dieses Jahr nach Burkina reisen.

Es begann die Zeit des Kennenlernens, zunächst per Skype und Mail, im Mai dann aber auch persönlich auf dem internen Vorbereitungsseminar in München.
Dort lernten wir auch einige aktive Mitglieder von SEWA kennen, die uns möglichst viel von ihren Erfahrungen aus Burkina mit auf den Weg geben wollten. Wir bekamen schon einige Worst-Case-Stories erzählt, wurden aber auch immer wieder ermutigt, dass sich bisher jede SEWA-Generation verbessert hätte und dass das auch dieses Jahr so sein würde.

Aufgrund der großen Erfahrung die SEWA mittlerweile im Umgang mit Freiwilligen hat, fassten wir sehr schnell großes Vertrauen in die Organisation und freuten uns mehr und mehr auf unseren Abflug. Wir waren auch die erste Generation die Souleymane Sow, den Chef von SEWA Burkina und Microsow, schon vor ihrer Ankunft in Burkina kennen lernte.

Einen endgültigen Startschuss stellte dann das fid-Seminar im Juli dar. Wir verbrachten 10 Tage in Köln und besprachen mit 25 weiteren Freiwilligen aus den verschiedensten Organisationen und Ausreiseländern unzählige Themen die das Thema Freiwilligendienst betreffen. Uns wurde schnell klar, wie viel wir noch nicht wussten oder worüber wir uns noch gar keine Gedanken gemacht hatten, waren aber auch überrascht wie gut wir von SEWA vorbereitet worden waren und wir im Gegensatz zu vielen anderen unser Arbeitsfeld schon recht genau definieren konnten.

Nun waren noch die letzten Vorbereitungen zu treffen: Jan und Nils schickten uns eine Einkaufsliste mit Sachen, die wir in Ouaga evtl. könnten oder die für die Arbeit im Büro wichtig sind wie z.B. eine Festplatte oder DVD-Rohlinge.
Es hieß aber auch Abschied von Familie und Freunden zu nehmen. Es wurde also noch mal kräftig gefeiert während man in den letzten Wochen merkte, wie viel man doch vergessen hatte und was man noch erledigen musste.

Wir hatten schon angefangen zu packen als Philip anrief. Stefan war grade bei seinen Großeltern um sich zu verabschieden, als die Nachricht wie eine Bombe einschlug: „Scheiß Nachrichten. Ihr könnt nicht fliegen.“ Stefan rief Marco an der zunächst mal mit den Worten antwortete: „Alter, du verarscht mich!“. Nein, tat er nicht.
Nach einigen Telefonaten und Skype-Konferenzen war die Sache weitestgehend klar. Mindestens bis zur Bundestagswahl würden wir wohl nicht ausreisen können.

Jetzt begann erstmal die Zeit gekommen, in der wir viel Zeit hatten, denn soviel hatten wir uns für Deutschland nicht mehr vorgenommen.
Die Koffer wurden wieder ausgepackt oder voll auf dem Speicher verstaut.
Es vergingen einige Stichtage, an denen wir doch noch hofften auszureisen und jetzt warten wir immer noch zuversichtlich auf den 20. Oktober.
Wir beide sind immer noch überzeugt davon, unseren Dienst in Burkina Faso zu leisten und sitzen deshalb weiter trotzig auf unseren Koffern. Wir hatten beide auch schnell für uns entschieden unseren Dienst nur für SEWA zu machen, da uns beiden diese Organisation mittlerweile ans Herz gewachsen ist und das schon vor unserem intensivsten Jahr.

Wir hoffen bald frohe Neuigkeiten verbreiten zu können und baldige Blogeinträge auch aus Ouagadougou schreiben zu können.

Schöne Grüße
Marco und Stefan

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