Um unseren Blog nicht zu nahrhaft werden zu lassen stellten wir unsere Reihe “Essen in Ouaga” im November 2008 ein. Nun, kurz vor Ende unseres Dienstes, wollen wir unseren Lesern aber nicht mehr vorenthalten, wovon wir uns ein Jahr lang ernährten, und einen Blick in die Töpfe der “bonnes femmes” werfen.
Atiéké
Atiéké ist eines unserer absoluten Lieblingsgerichte und kommt eigentlich aus Côte d’Ivoire. Inzwischen wird der Maniok-Couscous, wie man Atiéké beschreiben könnte, aber auch in Burkina an jeder Straßenecke verkauft, was vor allem auf die vielen burkinischen Landarbeiter zurückzuführen ist, die in Côte d’Ivoire lebten und dann während der dortigen Krise zurückkehrten.
Atiéké ist ab 15 Cent zu bekommen, dazu gibt es meist frittierten Fisch (je nach Größe des Stücks 7 bis 35 Cent).
Benga
“Benga” ist Mooré und bedeutet auf Deutsch ganz einfach Bohnen, was das Gericht auch sehr gut beschreibt. Die Mischung aus Reis und Bohnen, die meist nur mit Öl, Salz und – mit ein wenig Glück – mit ein paar Zwiebeln gegessen wird, ist die billigste Möglichkeit sich in Ouaga zu ernähren und erfreut sich daher großer Beliebtheit. Benga ist äußerst sättigend und nahrhaft und wird morgens, mittags und abends gegessen. Unter den ADAlern gilt es als eines der gefährlichsten Gerichte, das schon so manch einem eine Woche im Krankenhaus bescherte. Wir hatten noch keine nennenswerten Probleme damit und essen Benga gern zu Mittag, auch wenn es aufgrund des vielen Öls einen Mittagsschlaf fast obligatorisch macht.
Reis mit Soße
Ohne riz sauce ist eine burkinische Speisekarte nicht komplett. Wählen kann man meist zwischen Tomaten und Erdnusssosße, wobei die Qualität oft sehr unterschiedlich ausfällt, je nach dem ob man seinen Reis lieber im Restaurant (80Cent) oder auf der Straße (15 Cent) kauft. Wie Benga ist der Straßenreis das Essen der einfachen Leute, da er sehr günstig und sehr sättigend ist. In den letzten Jahren ist der Reispreis aber wie der aller Lebensmittelpreise sehr gestiegen. Für das gleiche Geld bekommt man nun weniger auf den Teller als früher. Daher fordern viele Politiker, wieder mehr Reis in Burkina anzubauen und unabhängiger von Importen aus Asien zu werden.
Riz au gras
“Riz au gras” – kurz “riz gras” genannt – ist Reis, der bereits in der Sosse gekocht wird und sehr lecker sein kann. Ebenso wie riz sauce darf er auf keiner Speisekarte fehlen und wird bei fast jedem festlichen Anlass aufgetischt. Dabei hat jeder sein eigenes Rezept, weshalb kein riz gras dem anderen gleicht. Je nach Jahreszeit findet man auch unterschiedliches Gemüse auf dem Teller: mal mehr Igname, mal Karotten, mal mehr Kohl. Abwechslung garantiert!
Tô
Das westafrikanische “Regionalgericht” gibt es in ganz unterschiedlichen Formen und Farben und kann aus diverse Hirsesorten, Mais, Igname oder Bananen hergestellt werden. Vor allem in den ländlichen Gebieten ernährt sich die Bevölkerung hauptsächlich von Tô, weshalb wir das Gericht auch bevorzugt während unserer SEWA-Reisen gegessen haben. Tô sind Knödel-ähnliche Fladen, die im besten Fall nach nichts schmecken und meist mit Blätter- oder Gombosoßen gegessen werden. Vor allem der Anblick der schleimigen Gombo-Sausse (Gombo ist vermutlich besser als Okkra bekannt) ist für den durchschnittlichen Europäer etwas gewöhnungsbedürftig, da sie beim Verzehr oft Schleimfäden bildet. Es gibt aber eine noch schleimigere Soße, Capoc, deren Konsistenz an rohes Ei erinnert und mehr Fäden zieht als geschmolzener Käse.
Getränke
Neben Wasser, Bier und den Erfrischungsgetränken eines namenhaften amerikanischen Großkonzerns gibt es in Burkina eine reihe leckerer einheimischer Getränke, die es überall an der Straße in kleinen Plastiktüten zu kaufen gibt: Bissab wird aus Hibiskusblüten hergestellt und ist sehr süß und erfrischend Ingwersaft ist scharf, gesund, lecker und wird auch oft mit Bissap gemischt. Somkom ist Wasser mit Hirsemehl, das jedem Gast serviert wird, besonders auf dem Dorf. Tédo wird aus der Baobabfrucht hergestellt und schmeckt ein wenig wie Erdbeershake. Ochata sieht aus wie Milch und wird aus Kichererbsen gemacht. Sehr lecker, sehr erfrischend. Dolo ist Hirsebier und eigentlich nur auf dem Dorf erhältlich. Dort dafür sehr billig und in großen Kanistern.
In unserem Viertel Somgandé gibt es “die große Straße” (”la grande voie”), die von der Teerstraße Richtung Kaya ins Herz des Viertels, dem Markt, führt. An ihr liegen neben unserer Apotheke auch die Bäckerei, vor der es ständig nach frischem Baguette duftet. Diese Straße hat in den elf Monaten, die wir nun hier sind, derart häufig das Gesicht gewechselt, dass uns das einen Blogeintrag wert ist.
Ganz zu Beginn unserer Zeit wurde die Sandpiste frisch planiert, sodass sie richtig eben und dadurch sehr gut und zügig befahrbar war. Zu zügig befahrbar, fanden die Anwohner, die sich vom aufgewirbelten Staub der vorbeirauschenden Autos verständlicher Weise gestört fühlten. Sie halfen sich selbst und bauten so genannte “gendarmes couchés” (liegende Polizisten), kleine Schwellen, die Fahrzeuge zum Bremsen zwingen.
Das wiederum schien jemand anderem (vielleicht den reicheren Bewohnern des Viertels mit ihren schönen Autos?) nicht zu gefallen, denn nur wenige Wochen später wurde die Strasse erneut planiert. So konnten die Geländewägen wieder mit Tempo 70 durchs Viertel jagen.
Damit gaben sich die Anwohner aber nicht zufrieden, schließlich spielen am Straßenrand ja auch Kinder. Also verteilten sie auf der ganzen Piste fußballgroße Steine und Mauerreste, was die Straße für Autos quasi unpassierbar machte und alle Fahrad- und Mofafahrer zu einem Slalom-Parcours einlud (Bild). Wenige Tage später war die Piste wieder geräumt.
Doch die Anwohner ließen sich nicht unterkriegen und bauten die höchsten “gendarmes couchés” die Ouagadougou je gesehen hatte. Eigentlich konnte man nicht mehr von “liegenden Polizisten” reden, die standen nämlich ziemlich aufrecht mit einer Höhe von etwa 60cm. Sogar die Eselskarren scheiterten an ihnen. Die Strasse gab ein lustiges Bild ab: Alle 50 Meter sah man ein Auto oder einen Eselskarren, der sich mühte, über einen der Geschwindigkeitshügel drüber zu kommen.
Nun scheint das letzte Kapitel dieser Geschichte geschrieben zu worden. Seit einigen Wochen ist die Straße vollständig asphaltiert. Der “nouveau goudron” (die “neue Teerstraße”) ist sogar mit Straßenmarkierungen ausgestatet und zählt damit zu den besten der Stadt! Und so manch einer im Viertel munkelt, dass das etwas damit zu tun haben könnte, dass am Ende der Straße die Tochter des Präsidenten wohnt …
Juli 15, 2009 um 7:24 am
verfasst von Nils Goldbeck
Im Juni konnten wir die Grundschule von Yagance elektrifizieren. Damit ist der wichtigste Meilenstein des Projekts “Licht für Yagance” erreicht, dass uns beide seit Beginn unserer Zeit bei SEWA begleitet hat.
Angefangen hat alles während unserer Vorbereitungsphase für den Freiwilligendienst in Burkina. Kurz nachdem wir im Januar 2008 die Zusagen für die ADA-Stellen bei SEWA erhalten hatten, machten wir uns daran Informationsmaterial, wie z.B. einen Flyer und eine Homepage, zu erstellen und Menschen in unserem Umfeld über die Projekte von SEWA zu informierten. So wollten wir die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins unterstützen und gleichzeitig Sponsoren für unseren Freiwilligendienst gewinnen. Rückblickend war dies auch die beste Vorbereitung auf unseren Einsatz in Burkina, denn dadurch, dass wir uns damit beschäftigten, wie wir Unterstützer für unseren Verein und unseren Freiwilligendienst gewinnen können, machten wir uns viele Gedanken über den Sinn der Arbeit von SEWA. Viele Leute stellten uns Fragen, wie z.B.: Was sind die Ziele von SEWA? Was macht die Projekte von SEWA nachhaltig? Warum macht es Sinn, dass deutsche Freiwillige für SEWA in Burkina arbeiten?
Während dieser Vorbereitungsphase wurde ich (Nils) auch aufmerksam auf ein Forum zum Thema “Elektrifizierungen im ländlichen Raum” an der Hochschule Ulm. Dort stellten einige Studentengruppen ihre Projekte vor und es gab verschiedene Podiumsdiskussionen. Durch Zufall traf ich bei diesem Forum auch Ilse Rüggenmann und Inossa Guene. Inossa Guene kommt aus dem Dorf Yagance in Burkina und die beiden waren zu dem Forum gekommen, um sich über Solarenergieprojekte zu informieren. Ich erzählte ihnen von dem Verein SEWA, von unserem Programm zur Elektrifizierung burkinischer Grundschulen und dass ich im Sommer 2008 meinen Freiwilligendienst bei SEWA beginnen würde. Ilse und Inossa waren sehr interessiert und nur kurze Zeit später wurde das Projekt “Licht für Yagance” ins Leben gerufen. Während Jan und ich schon nach Burkina gereist war, begannen Ilse und Inossa, Spenden für die Finanzierung einer Solaranlage in der Grundschule von Inossas Heimatdorf zu sammeln. Im Dezember 2008 kamen Ilse und Inossa zu Besuch nach Burkina und gemeinsam führten wir einen Vorbesuch in Yagance durch. Schließlich bereiteten wir alles für die Elektrifizierungsreise vor, die wir dann im Juni durchführten. Und nun haben wir auch endlich die Dokumentation für das Projekt fertiggestellt. Mehr Details über das Projekt “Licht für Yagance” finden Sie in dem Projektbericht. Ausserdem haben wir zu dem Projekt einen kurzen Film erstellt:
Juli 13, 2009 um 10:46 am
verfasst von Jan Sonntag
Lange haben wir beide uns nicht auf dem Blog zu Wort gemeldet. Nichts passiert? Nichts erlebt? Nichts zu berichten? Ganz im Gegenteil! Wir waren einfach so beschäftigt, dass überfällige Blogeinträge einfach hinten runtergefallen sind. Deswegen hier die wichtigsten Ereignisse der letzten Zeit im Schnelldurchlauf:
Elektrifizierung der Grundschule in Saya
Lange mussten die Spender, wir aber vor allem die Dorfgemeinschaft Sayas darauf warten, dass der burkinische Zoll die Solarpaneele freigibt, die für diese Schulelekrifizierung vorgesehen waren. Aber Mitte Juni war es endlich soweit und wir konnten uns mit den Technikern auf den Weg in das abgelegene Dorf im hohen Norden machen, in das noch nicht mal eine Piste führt. Während der Arbeiten auf dem Dach der Schule zog ein kleiner Sandsturm herauf, der ein beeindruckendes Spektakel bot, uns aber nicht davon abbringen konnte, die Anlage aufzubauen. Film und Bericht sind in Arbeit!
Besuch von Philip Mewes
Wichtige neue Impulse für die Arbeit brachte auch der Besuch von Philip Mewes, dem stellvertretenden Vorsitzenden von SEWA Deutschland. Philip ist ehemalier ADAler und ist nun seit seinem Dienst das zweite Mal wieder in Burkina gewesen. Er war nicht nur bei der Elektrifizerung Sayas mit von der Partie, sondern vor allem gekommen, um mit uns an einem neu entstehenden Projekt zu arbeiten, das wir in Kürze auf Bolg und SEWA-Homepage (www.solar-afrika.de) vorstellen werden.
Elektrifizierung der Grundschule Yagances
Mit der endlich freigegebenen Panellieferung konnten wir auch zwei Klassenräume der Grundschule in Yagance beleuchten. Ebenso wie in Saya wird die Solaranlage dem ganzen Dorf zugute kommen. Den Kindern, da sie nun nachmittags und abends einen Ort zum lernen und Hausaufgaben machen haben, den Lehrern, da sie ihren Unterricht auch ohne Petoleumlampen vorbereiten können und der Dorfgemeinschaft, die nun in Abendkursen lesen und schreiben lernen kann. Wir ADAler habern viel gefilmt und Bilder geschossen, sodass es schon Bald einen Film und einen ausführlichen Bericht geben wird.
Elektrifizierungen in Satonévri
Nachdem SEWA für den Verein Focus e.V. Viernheim bereits im Dezember die Schule von Tonon elektrifizert hatte, konnte Dank der neuen Paneele nun auch die Schule des Nachbardorfes Sadouin mit einer Solaranlage ausgerüstet werden und eine bereits bestehende Anlage in Névri erweitert werden. Diese Arbeiten boten auch Gelegenheit für einen ersten Besuch in Tonon, bei dem wir uns über den Nutzen der Anlage unterhalten konnten. Die Lehrer waren begeistert, denn die Anlage wird vom Dorf bestens angenommen: Nicht nur kommen die Kinder abends zum Lernen, auch Alphabetisierungskurse für all diejenigen, die nicht zur Schule gehen konnten, finden statt.
Jan in Togo
Von so viel Arbeit muss man sich auch mal erholen, und wo könnte man das besser als im grünen Nachbarstaat Togo? 11 Tage (10 waren geplant aber wir sind nunmal in Afrika) reiste er mit einer Freundin durch das kleine Küstenland und lernte einmal mehr Westafrikas Vielfalt kennen. Denn trotz der relativ geringen Distanzen unterscheiden sich die einzelnen Länder untereinander doch sehr und bieten dadurch immer wieder spannende Entdeckungen.
Verschlungene Lianen, Bäume so hoch wie Wolkenkratzer, tellergroße Blätter, exotisches Vogelgezwitscher im dunkelgruenen Dickicht…
…und mittendrin, im Ghanaischen Regenwald – ca. 70 Jugendliche, die interessiert einem Tourguide lauschen und von denen einige sogar die, für sie wichtigsten, Fakten mitschreiben.
Wir befinden uns nördlich von Cape Coast, im Kakum National Park in der Central Region in Ghana auf einer Exkursion mit den zwei AIM. Jugendclubs aus Komenda und Ayensudo
Ganz aufmerksam sind die Jugendclubmitglieder, kaum das wir den Wald betreten haben. Und das, nachdem sie keine zwanzig Minuten zuvor, die gesamte einstündige Fahrt von Komenda zum Nationalpark, noch einen permanenten Sturm aus afrikanischem Gesang, Rhythmus und überschäumender Freude produziert haben.
In einem Mix aus Fante und Englisch, damit auch Volus und der Director etwas verstehen, berichtet der Ranger anschaulich und informativ über das Ökosystem Regenwald und seine verschiedenen Pflanzen- und Tierarten.
Wir lernen, in welchem Baum Papageien nisten, aus welchem traditionell Weihrauch gewonnen wird und welche Baumrinde zu wohlriechendem Parfum verarbeitet wird.
Nach diese lehrreichen Expidition durch den dichten Urwald, begeben wir uns in luftige Höhen…
Einzigartig in Ghana, bietet der Kakum National Park den Canopy Walk: Eine aus fünf Hängebrücken bestehende und insgesamt über 300 Meter lange Begehung des Regenwaldes in luftigen 30 Meter Höhe. Hier kann man gut Vögel beobachten und das riesige Waldareal von oben betrachten ohne ihm dabei zu schaden.
Bis auf drei Jugendclub Mitglieder wagen sich auch alle auf die wackeligen Brücken. Der ein oder andere bekommt dabei einen ordentlichen Adrenalinstoß, was sich wahlweise in lässigen Tanzschritten in den Baumwipfeln des Regenwalds, lautem kreischen oder auch einfach der permanenten Wiederholung des Satzes: „I’m not scared at all!” äußert.
Nachdem alle den atemberaubenden Ausblick genossen und mit mehr oder weniger wackeligen Knien wieder festen Boden unter den Füßen haben, wird der lehrreiche Tag, noch mit einer Führung durch die anschaulich-bunt gestaltete Ausstellung zum Kakum National Park abgerundet.
Ganz entspannt im Schatten, stärken sich alle mit den von zu Hause mitgebrachten Lunch Pakten und erholen sich von so viel Input, Bewegung und Adrenalinzufuhr.
Noch ein paar Gruppenfotos vor der imposanten Kulisse des Regenwaldes und schon ging es zurück an die Küste nach Komenda und Ayensudo.
Wie kommen es dazu, dass Vertreter der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika AIM. in Komenda besuchen? Geht es um Vorbereitungsgespraeche fuer den anstehenden Besuch von Praesident Barack Obama in Ghana (10.Juli). Soll die AIM. Culture Truppe fuer Barack tanzen? Geht es um Absprachen zum Oelfund in Ghana? Was steckt hinter dem Besuch?
… kaum war Projektdirektor Jörn Preuß für einen Workshop nach Deutschland entschwunden, erhielten wir in Ghana einen Anruf der US-Botschaft in Ghana, welche Interesse bekundete das Komenda Beach Café zu finanzieren.
Ex-Volontär Franz Schorn und Jörn hatten die Hauptarbeit an dem Antrag für den Fund der US-Embassy geleistet und befanden sich beide in Deutschland. So trafen sich alle anderen AIM. Mitarbeiter zu einem Notfall-Meeting in Komenda um alle auf den neuesten Stand des Projektkonzepts zu bringen und uns alle gut auf das Treffen vorzubereiten.
Knapp vierzig Stunden nach ihrem Anruf trafen dann am Dienstag, den 9. Juni, auch schon Jennifer und George von der US-Embassy in Komenda ein.
Dank der guten Vorbereitung verlief das Meeting auch ohne die Beiden Konzeptverantwortlichen äußerst erfolgreich. Alle AIM. Mitarbeiter waren anwesend und konnten so AIM. Ghana und unsere Arbeit gut vorstellen und repräsentieren.
Nach einer Begehung des angedachten Raums für das KBC zeigten sich beide Vertreter der Botschaft positiv angetan von der Arbeit AIM.s in Ghana.
Dieser Eindruck wurde noch verstärkt, als beide am Nachmittag, trotz vieler anderer Termine, noch Zeit fanden den Musik Workshop des AIM. Jugendclubs in Ayensudo zu besuchen.
So hoffen wir nun alle auf eine positive Rückmeldung aus Accra, um so bald wie möglich die Arbeit am KBC zu beginnen. Drückt die Daumen!
Dank einer grosszuegigen Spende erwartet AIM. einen Container aus Deutschland. Innerhalb der naechsten Tage sollte er in Ghana ankommen. Wie es dazu kam? Lest weiter.
So schnell kann das gehen…
Angefangen hat alles mit einer, von dem ehemealigen AIM. Freiwilligen Max vermittelten, Presseanfrage des Complot Verlags aus Mainz. Dieser suchte Beiträge von Freiwilligen im Ausland, die in dem Buch „Unsere Welt”, welches sich in Beiträgen von Literaten, Entwicklungshelfern und Karikaturisten, mit dem Thema: „Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern auseinandersetzt”, erscheinen sollten.
Seit Frühjahr 2009 ist das, absolut lesenswerte, Buch nun für 19.90 € mit einem Beitrag von Janna, als AIM.Volontärin, im Buchhandel erhältlich.
Darüber wiederum berichtete eine Lokalzeitung aus dem Harz, Jannas Heimat, und rief gleichzeitig dazu auf, Computer und Zubehör für das AIM. Projekt in Ghana zu spenden. Schnell kamen so gut 40 Arbeitsplätze und einige Drucker und Scanner zusammen. Außerdem spendeten viele Leute noch weitere Dinge, die uns in Ghana bei der Umsetzung unserer Projekte ein großes Stück weiterbringen, wie z.B. Toiletten – und Waschbecken, Fliesen, einen Betonmischer und einen großen Wasertank.
Schön und gut, aber wie kommt all das nun von Deutschland nach Westafrika?
Die Lösung brachte Jannas Familie in Deutschland, sie erklärte sich nicht nur bereit, alle Spenden zu sammeln, zu verstauen und zu packen, sondern auch einen kompletten Container nach Ghana zu finanzieren.
Gesagt – getan, nach einigen Arbeits- und erlebnisreichen Wochen befindet der Container sich nun bereits auf der großen Reise nach Süden und wird Anfang Juli in Tema, Ghana eintreffen.
Ein großer Dank gilt allen Spendern und vor allem Jannas Familie und allen Helfern, für so viel Engagement und den unermüdlichen Einsatz