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Solaranlagen in Burkina Faso  - SEWA

COMPUTERSCHULE IN GHANA - AIM

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Kochbuch PDF Download - Fremdkochen für Afrika


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Archive for April, 2009

Was macht ein Schädelknochen in einem burkinischen Klassenzimmer?

Während unserer letzten Reise bemerkten wir in einer Schule, dass in jedem Klassenzimmer mehrere Schädelknochen von Ziegen und Schafen herumlagen. Wir fragten den Direktor der Schule, was es damit auf sich hat und er erzählte uns, wie er im Schulalltag mit einer kontrovers diskutierten Problematik im burkinischen Schulsystem umgeht: dem Sprachenkonflikt. Im Norden Burkina Fasos liegt die Analphabetenquote bei den Erwachsenen in fast allen Dörfern bei über 90 %, die allermeisten Menschen sind nie zur Schule gegangen. Das bedeutet auch, das unter den Erwachsenen über 90 % entweder gar nicht oder nur äußerst bruchstückhaft Französisch sprechen. Die Muttersprache der Kinder auf den Dörfern ist daher entweder Moorö, Fulfuldü oder eine andere afrikanische Sprache und da sie auch äußerst selten Zugang zu Radio oder gar Fernsehen haben, spielt Französisch in ihrem Alltag so gut wie keine Rolle. Französisch ist jedoch in Burkina Faso seit der Unabhängigkeit des Landes 1960 die alleinige Amtssprache. Die Bildungspolitiker des Landes haben daher entschieden, dass in den Grundschulen des Landes ausschließlich auf Französisch gesprochen und gelehrt werden soll. Die Lehrer haben den klaren Auftrag, mit den Kindern von Anfang an Französisch zu sprechen und jegliche Kommunikation auf einer Stammessprache zu vermeiden. Die burkinischen Grundschullehrer sind mit dieser Problematik alltäglich im Unterricht konfrontiert. Bei einem Schulbesuch in der Region Soum erzählt uns der Direktor einer Grundschule, auf welche Schwierigkeiten er stößt: “Wir haben hier nur drei Lehrer und viele, viele Schüler. In jeder Klasse sitzen über 50 Kinder. Die Lehrer sind völlig überfordert damit, die Schüler dazu zu bringen, auch untereinander Französisch zu reden. Französisch ist für sie eben eine Fremdsprache, sie fühlen sich nicht wohl damit.” Das erinnert uns stark an unsere Englisch- und Französischstunden am Gymnasium. Auch damals haben unsere Fremdsprachenlehrer oft vergeblich versucht, die Benutzung der deutschen Sprache im Unterricht so weit es geht zu vermeiden. Doch der Fremdsprachenunterricht war ja auf ein oder zwei Stunden am Tag begrenzt und außerdem waren wir schon älter. Von der ersten Klasse an jeden Tag pausenlos mit diesem Sprachenkonflikt konfrontiert zu werden? Für uns unvorstellbar. lese noch weiter! »

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AIM. Aktivitaeten fuer …

Körper…

img_3366_11„Coulibaly, Coulibaly – hu, hu, hu!”…

…ein in Afrika normalerweise eher selten zu hörender Ausruf. Nicht so jedoch in Komenda, der Kleinstadt in der Central Region in Ghana, wo sich das Projekt von African Information Movement befindet .

Hier ist der SC einigen besser bekannt als die großen Deutschen Bundesliga Clubs.

Bereits in den letzten zwei Jahren hatte AIM. Ghana Pakete mit T-Shirts, Fußballschuhen und Schreibutensilien vom SC Freiburg erhalten. Ein zweites Paket voller Überraschungen erreichte AIM. Ghana Beginn des Jahres, voller SC Trikots, T-Shirts, Schirmmützen und Geldbeutel für die beiden AIM. Jugendclubs.

All das musste natürlich gebührend eingeweiht werden.

Der 18. April, der erste Samstag in den Osterferien, war der perfekte Termin für einen großen AIM.-Sporttag, zu dem der Youth Club Komenda, die Youth Club Mitglieder aus Ayensudo einlud.  

Samstagmorgen um 10 trafen sich alle Beteiligeten an der Junior Highschool ‚B’ in Komenda.

img_3376_11Als erstes standen Sackhüpfen, Eierlauf und ähnliche Spiele auf dem Programm. Als dann alle ordentlich aufgewärmt waren, wurden die Mannschaften für Netball, Volleyball und Fußball gebildet.

Begleitet von den Rhytmischen klängen afrikanischer Trommeln lieferten sich die beiden Jugendclubs spannende Matche in allen drei Disziplinen, die ausnahmslos von den Kids aus Komenda gewonnen wurden. Als Preise gab es SC Freiburg Mützen und Brustbeutel zu gewinnen – an dieser Stelle noch einmal herzlichsten Dank an den SC für die Unterstützung!!

Mit einem gemeinsamen Picknick wurde der absolut gelungene Tag abgeschlossen.

…und Seele

Neben so viel Körperlicher Betätigung bleibt bei AIM. auch der Geist  nicht auf der Strecke.

Bereits am 15. April hatte der Youth Club aus Ayensudo zu einem großen Programm geladen.

Perfekt organisiert hattenYouth Club Leader Michael Andoh und die Mitgliedern den Tag. Die Eltern der Jugendlichen, die Schüler und Lehrer der M/A Junior High School Ayensudo, wo das Programm stattfand, Birgit und Ralph, vom deutschen AIM. Vorstand, die eine Woche das Projekt von AIM. in Ghana besucht haben, und die anderen Besucher aus Komenda nahmen unter festlich geschmückten Zelten Platz .

Moderiert von Solomon, Project Manager von AIM. Ghana, begann das Programm mit Eröffnungsgebeten in den verschiedenen lokalen Sprachen. Danach trugen die Youth Club Mitglieder verschiedene Gedichte auf Englisch und Fante vor, unter anderem mit dem Thema AIDS.

Laute, aus riesigen Boxen, schallende Musik kündigte den nächsten Programmpunkt, eine Tanzchoreographie der Modern Dance Group des Youth Clubs an. Nach der gelungenen Vorstellung wurde es ganz traditionell. Zu rhythmischem Trommeln, tanzte die Cultural Group, traditionelle Ghanaische Tänze und erntete damit viel Applaus.

Solomon und Ralph von AIM. Germany hielten danach jeweils eine Rede und zeigten sich begeistert von Organisation und Umsetzung des Programmes. Danach ging es musikalisch weiter: Die Singing Group unter der Leitung von Milena, der Deutschen AIM. Volontärin, sang das gemeinsam einstudierte Lied ‚Aisha’.

Einer der Höhepunkte folgte mit einem, von Michael, geschriebenen Theaterstück zum Thema ‚teenage pregnancy’, bei dem sich echte Schauspieltalente zeigten. Unter viel Applaus präsentierten sich am Ende des Programms alle Teilnehmer noch einmal dem Publikum und wurden so gebührend verabschiedet.

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Wie sieht Ouaga eigentlich aus?

Ja wie sieht sie eigentlich aus, die Hauptstadt Burkina Fasos, der Stützpunkt für SEWA Burkina, die neue Heimatstadt der Zivis? Ein kleines Video mit Eindrücken einer Motoradfahrt. Ganz ohne Kommentare.

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Unser Zeitungsprojekt – neue Idee

photo-workshop2Neues gibt es auch beim Zeitungsprojekt des AIM. Youth Clubs.  Nachdem die Startfinanzierung durch eine Privatspende gesichert war, wollten wir das Projekt mit den Jugendlichen starten. Jedoch sind wir im Jugendclub in Komenda auf sehr wenig Begeisterung und Interesse gestoßen. Rückblickend sind die Jugendlichen wohl einfach zu jung, auch ihr Englisch, vor allem das schriftliche, ist einfach noch nicht sehr gut.

Aus dieser Situation heraus ist somit der Plan entstanden, eine AIM. Jugendgruppe an der Senior High School  (SHS), Komenstech, in Komenda u gründen. Die Idee, auch die älteren Schüler der SHS in AIM. Aktivitäten zu involvieren, gab es schon länger, so ist nun der perfekte Zeitpunkt gekommen.

Die Gruppe Jugendlicher wird sich vorerst hauptsächlich mit dem Youth Magazine beschäftigen.

Eine weitere Neuerung bezüglich des Projekts ist, dass ich inzwischen einen Mitstreiter in Kojo Okyere gefunden habe. Der neue Project Coordinator von AIM. Ghana hat ein ganz ähnliches Projekt bereits erfolgreich durchgeführt und steht mir nun mit Rat und tat und vor allem viel Erfahrung zur Seite.

Mit dem Plan, eine SHS Gruppe zu gründen haben wir, Kojo und Janna, also im März die High School besucht. Grund diese Besuchs war ein Termin mit dem Schulleiter um die zukünftige Kooperation mit ihm abzusprechen, unsere Pläne vorzustellen, und ihn auch noch genauer über die sonstigen Aktivitäten von AIM. zu informieren. Nach einem sehr kurzen, aber konstruktivem und erfolgreichen Gespräch, fanden Kojo und ich uns dann plötzlich vor den ca. 200 Schülern der ersten und zweiten Klasse der SHS wieder, um ihnen von unseren Plänen zu berichten. Auch diese Präsentation unserer Ideen verlief absolut positiv, so waren viele Schüler interessiert, haben offensichtlich alles verstanden und Fragen gestellt, einige wollten auch direkt Mitglied unserer Gruppe werden.

Am liebsten hätten wir sofort mit der Gründung der Gruppe begonnen, jedoch waren in der folgenden Woche Prüfungen und danach drei Wochen Osterferien.

So müssen wir bis zum Ende der Ferien warten, um dann am ersten Schultag wieder zum Komenstech zu gehen und endlich die Arbeit zu starten.

Bis dahin werden wir einen detaillierten Plan für den Ablauf des Projekts erstellen und die einführenden Workshops planen und organisieren.

Der ursprüngliche Plan, die Zeitung mit dem Youth Club in Komenda zu verlegen, geht bei diesem neuen Plan auch nicht völlig verloren, jeder Beitrag der Jugendlichen ist herzlich willkommen, Interessierte können selbstverständlich auch permanente Mitglieder des Project Teams werden.

 

 

Sonnige Grüße aus Komenda

 

von Janna Peters

AIM. Weltwärts Volontärin,

Komenda, Ghana

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Längste SEWA-Mission aller Zeiten absolviert!

Insgesamt neun Tage waren wir zusammen mit unserem Mitarbeiter Yral und den MicroSow-Technikern Dimaz, Basil und Hamidou im Norden Burkinas unterwegs und haben dabei in fnf Schulen Solaranlagen installiert.

Es war nicht nur die lngste Reise fr uns beide, sondern auch die lngste SEWA-Mission berhaupt: Neun Tage lang waren wir in der Provinz Soum unterwegs. In der Hauptstadt der Provinz, Djibo, hatten wir uns eine Art “Basislager” errichtet. Dort konnten wir bei Verwandten von Yral bernachten und praktischerweise auch unser Material fr die Solaranlagen zwsichenlagern. Von Djibo aus starteten wir dann unsere Touren in die Drfer, in denen wir Schulen elektrifizieren wollten. Wir begannen in dem Dorf Firguindi, das nur 7 km von Djibo entfernt liegt. Die Techniker arbeiteten sehr konzentriert und hatten so schon am Abend die zwei Klassenrume elektrifiziert. Am nchsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Bouro, dazu mussten wir etwa 40 km Richtung Norden fahren. Fr diese Fahrt auf einer eher schlechten Sandpiste brauchten wir etwa zwei Stunden. Daher konnten die Techniker die Installation der Solaranlage hier erst am nchsten Vormittag abschlieen. Von Bouro ging es weiter in das 8 km entfernte Nachbardorf Nassoumbou. Auch in Nassoumbou verbrachten wir eine Nacht und am nchsten Tag machten wir uns gegen Mittag wieder auf den Weg nach Djibo. Nun fehlten nur noch die Schulen von Pougouzaibaogo und Noufoundou. Dort war aber jeweils nur eine Elektrifizierung von einem Klassenraum vorgesehen und dies konnte in “Tagesausflgen” erledigt werden. Ganz am Ende dieses Blogartikels ist unsere Reiseroute auf einer Karte eingezeichnet.

Die drei Techniker von MicroSow kann man fr ihre Leistung auf dieser Reise eigentlich nur bewundern. Der Mrz ist schon fast der heieste Monat des Jahres, aber trotz 45 Grad im Schatten arbeiteten die drei jeden Tag routiniert und przise von morgens bis abends. Wir gingen ihnen so gut es ging zur Hand, indem wir z.B. auch mal eine Lampenfassung installierten, das Gerst aufbauten oder halfen, die Rahmen fr die Paneele zu befestigen. Gerade auf dem Dach war die Arbeit besonders schweitreibend, denn auf dem Alublech stellt sich in der prallen Sonne schnell das Gefhl ein in einer Bratpfanne zu stehen.
Aber auch fr das SEWA-Team gab es genug zu tun: Wir photographierten und filmten nicht nur, um spter eine Dokumentation des Projekts zu erstellen, sondern wir baten auch in jeder Schule alle Lehrer und Mitglieder der Elternorganisation zu einem Treffen, bei dem wir sie an die bereits getroffenen Vereinbarungen zur Wartung und Benutzung der Solaranlage erinnerten. In dieser Versammlung und auch in vielen Gesprchen versuchten wir die Schulgemeinschaft bestmglich auf die Verantwortung, die sie fr die Solaranlage bernehmen, vorzubereiten. Wir erklrten ihnen z.B., dass sie im Falle eines Defekts auf keinen Fall einen unqualifizierten Techniker aus dem Dorf an der teuren Solaranlageherumbasteln lassen drfen, sondern lieber als erstes uns kontaktieren sollen. Wir zeigten ihnen, wie man das Photovoltaikpaneel waschen muss, vorsichtig ohne Seife und mit viel Wasser, damit es nicht zerkratzt. Und um ihnen Ideen fr die Nutzung der solaren Installation zu geben, erzhlten wir ihnen, wie in anderen Schulen nicht nur die Schler abends lernen, sondern auch Alphabetisierungskurse fr Erwachsene angeboten werden oder gelegentlich die beleuchteten Rume fr Hochzeiten vermietet werden, um Geld fr die Wartungskasse einzunehmen.

Wir hatten uns entschieden, dass wir das Leben auf einem burkinischen Dorf noch einmal intensiver kennen lernen wollten, und hatten uns daher gegen Ende der Reise einen Kurzaufenthalt auf zwei Drfern organisiert: Jan blieb nach der Elektrifizierung noch zwei Nchte in Pougouzaibaogo, Nils verbrachte einige Zeit in Noufoundou. Nicht nur fr uns war es eine spannende Erfahrung, das Dorfleben noch einmal ganz anders kennen zu lernen, auch die Menschen in Pougouzaibaogo und Noufoundou zeigten viel Interesse an uns, auch wenn wir des fteren an sprachliche Grenzen stieen. Franzsisch wird auf dem Land kaum verstanden und unser Moor und Fulfuld ist eher unzureichend. Dennoch fand ein sehr interessanter Austausch statt und wir konnten noch ein vllig neuen Blick auf das Leben in Burkina werfen.
Wir erlebten, dass man zu den Menschen im Dorf auf eine ganz andere Art Beziehungen aufbaut, wenn man fr einige Tage mit ihnen zusammen lebt und nicht nur mit einem Team fr die Elektrifizierung der Schule gekommen ist. Wir lernten, was es bedeutet, dass es z.B. in einem Dorf fr 2 500 Menschen nur einen einzigen Brunnen gibt. Und nicht zu letzt war unser Aufenthalt auch fr den Erfolg des Elektrifizierungsprojekts sehr hilfreich, da wir einfach viel mehr Zeit hatten, mit der Schulgemeinschaft ber die neu installierte Solaranlage zu reden und evt. erst spter auftauchende Fragen zu beantworten. Auerdem wurde die Beziehung der Verantwortlichen vor Ort zu SEWA sicherlich noch einmal gestrkt, dadurch dass sie von der rein “geschftlichen” Verbindung auf eine persnliche Verbindung ausgeweitet wurde.

Am letzen Tag unserer Reise wurden wir noch mit einem ganz besonderen Spektakel belohnt: In Djibo fand ein Dohi-Festival statt. Dohi ist die traditionelle Musik des Peulh-Volkes und ist unmglich mit Worten zu beschreiben. Zu dem Festival versammelten sich aber nicht nur verschiedene Peulh-Gruppen, sondern auch Touareg, die mit beeindruckenden Tnzen brillierten. Auch wenn wir dem eigentlichen Wettbewerb der Gruppen leider nicht mehr folgen konnten, war es doch ein interessanter Einblick in die Kultur der Volksstmme im Norden Burkinas, die wir noch kaum kennen.

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