Februar 28, 2008 at 1:41 pm
Verfasst von Jörn Preuß
Wie ich ja im letzten Eintrag erwähnte, stand innerhalb der vergangenen Woche relativ viel an.
Vorbereitung zum Drama Workshop
Am Donnerstag fand ein kleines Vorstandstreffen statt, das sich mit den Vorbereitungen für den „Drama-Workshop“ am folgenden Freitag beschäftigen sollte. Teil dieses Vorbereitungstreffens sollten diesmal vor allem Mitglieder des „jüngeren“ Jugendclubvorstandes sein. Dieser jüngere Jugendclubvorstand ist im Prinzip die Nachfolgegeneration des regulären Clubvorstandes. Eine Aufteilung in einen „jüngeren“ und „älteren“ Clubvorstand soll bewirken, dass die jüngere Generation sozusagen ihren kommenden Aufgaben gewachsen ist, bevor sie die Positionen der älteren Generation übernehmen, indem sie durch Einbindung in die Führung des Jugendclubs bereits Erfahrung in einigen Aufgabenbereichen erhalten.
Das Vorbereitungstreffen selber war eigentlich sehr erfolgreich, was das Strukturieren der kommenden Session anging. Sogar verhältnismäßig pünktlich fanden sich die drei Kandidaten, der Younger President, der Younger Treasurer (Schatzmeister), sowie der Porter („Hausknecht“) bei mir ein, um die Planung in Angriff zu nehmen. Es wurde unter anderem festgelegt, wer vorerst die „Führungsposition“ bei den kommenden Treffen innehalten solle; diese Aufgabe sollte auf Francis fallen, den Younger President. Weiterhin wurde eine Art Zeitplan erstellt, der dazu dienen sollte, etwas mehr Struktur in solche Treffen mit der Theatergruppe zu bringen, die ansonsten mehr oder weniger aus freien Stücken zusammenmodelliert werden. - Ein durchaus fruchtbares Treffen also.
Ein kleines „Drama“
Umso frustrierender war dann die Situation am nächsten Tag: Alle waren da, nur nicht Francis, der eigentlich durch die ganze Session führen sollte. Das war eigentlich das gewesen, womit ich am wenigsten gerechnet hatte - völlig unvorbereitet musste ich also irgendwas aus dem Stand inszenieren, um die Mitglieder zu beschäftigen. Da ich weder etwas über die bisherigen Theaterstücke, die der Jugendclub in der Vergangenheit einstudiert hatte, wusste, noch sonderlich mit den Mitgliedern der Theatergruppe und deren Erwartungen vertraut war (für mich war dies ja schließlich der erste richtige Workshop, dem ich teilhatte), wusste ich zuerst nicht richtig was ich anstellen sollte. Nachdem ich die Mitglieder gefragt hatte, was denn in ihrem Interesse liege und ich eine Art Antwort wie „keine Ahnung, was wir wollen“ erhielt, entschied ich mich dann einfach für die „Schauspielern aus freien Stücken“-Version. Mit anderen Worten, es wurden immer 2-3 zufällig ausgewählte Personen ausgewählt, die eine Szene spielen sollten, die vorher in einem gemeinsamen Beschluss festgelegt worden war. Z.B. sollte ein Streit zwischen einer Tochter und ihrem Vater gespielt werden - ein festes Skript für den Inhalt gab es dabei nicht; sprich es ging nicht um den Inhalt des Stückes, sondern vielmehr um die Fähigkeiten etwas spontan und möglichst überzeugend herüberzubringen. Ein anschließendes Feedback von Seiten der restlichen beobachtenden Mitglieder sollte dann positive, wie auch negative Kritiken beinhalten, die zu einer Verbesserung der Schauspielfähigkeiten der Darsteller führen sollten. So wurden die Darsteller darauf aufmerksam gemacht, wenn sie zu leise sprachen oder wenn sie sich nicht zum Publikum wandten. Genauso wurden gute Performances durch Applaus und positive Kommentare hervorgehoben.
Großversammlung am Samstag
Am Samstag kam es dann zu unserem wöchentlichen „general assembly“, wobei die Mitglieder durch ihre fast makellose Pünktlichkeit sehr überzeugten! (Bis auf 2-3 Ausnahmen waren die ca. 30 Mitglieder alle pünktlich - Um so eine Statistik würde uns meine Schule in Deutschland beneiden.)
Abgesehen von einigen organisatorischen Dingen die anstanden, war der eigentliche Kern des Treffens ein Referat zu dem Thema „richtige Entscheidungen treffen (good decision-making)“. In dem Referat, das von unserem Gast von der „Central Regional Ghana Aids Commission“, Herrn Dramani, vorgetragen wurde, wurde den Jugendlichen verdeutlicht, wie schwerwiegend Entscheidungen das Leben eines jeden Einzelnen beeinflussen können. Ein sehr wichtiges Thema, bedenkt man doch, dass mir gerade einen Tag zuvor eines meiner Nachbarsmädchen von ihrer Freundin erzählt hatte, die im Alter von 16 Jahren schwanger geworden ist. Und wie Herr Dramani an eben dem Schwangerschaftsbeispiel richtig feststellte, kann der betroffene Junge in diesem Fall leicht behaupten, dass dies nichts mit ihm zutun habe - bei dem schwangeren Mädchen dürfte sich das jedoch spätestens ab dem dritten Monat als etwas schwieriger erweisen. Von daher auch Herrn Dramanis Appell an die Jugendlichen, wie wichtig es sei, Entscheidungen überlegt und nicht leichtsinnig zu treffen. Ein sehr sinnvolles Referat also, das sich die Jugendlichen hoffentlich zu Herzen nehmen.
Quiet Choir
Der ursprünglich für den Samstagnachmittag geplante „Singing-workshop“ fiel auf Grund von Zeitmangel, hervorgerufen durch den oben genannten Vortrag, an diesem Samstag auf Wunsch der Teilnehmer aus und wurde um eine Woche verschoben. Darüber also dann in einer Woche mehr.
Vorstandstreffen
Ansonsten stand abgesehen vom Wäschewaschen (ätzend) noch das Jugendclubvorstandstreffen an, das von nun an einmal wöchentlich, jeden Dienstag, stattfinden soll, und bei welchen der Jugendclubvorstand (jüngerer, wie älterer) gemeinsam organisatorische Dinge besprechen werden. Bei diesem Treffen standen die Planung von verschiedenen Workshops innerhalb der nächsten paar Monate im Vordergrund und es wurden zum ersten Mal sogenannte „task forces“ gebildet, die dazu dienen sollen, in kleinen Gruppen gezielt auf einzelne Workshops hinarbeiten zu können. Es wird also mehr und mehr Struktur innerhalb des Jugendclubs geschaffen, die sich hoffentlich als wirksam herausstellt; der erste Schritt zur Effizienzmaximierung ist bereits getroffen: Auch zum Vorstandstreffen waren alle Mitglieder pünktlich - bis auf mich; meine Uhr ging aber auch unfairerweise 10 Minuten nach.
Das war’s dann auch vorerst mal…
Liebe Grüße aus Ghana,
Max Obbarius
AIM. Voluntär in Komenda
Februar 27, 2008 at 6:07 pm
Verfasst von Hannes Mehrer
Eine der Frauenorganisationen, die im November letzten Jahres einen Solar-Kocher als Leihgabe erhalten haben (siehe Blog-Eintrag vom 17. Januar) heißt Mick-Songo.
Als wir neulich bei ihnen vorbeischauten, konnten wir einen Einblick in ihre Produktion erhalten. Hier wird nämlich nicht nur mittags mit dem Solarkocher “Papillon” gekocht, um teures Holz zu sparen, sondern ebenso das Wasser zum Färben der Stoffe erhitzt, die auf vielen benachbarten Höfen zu Stoffen verwoben werden.
Die noch unbehandelte Wolle wird im Kochtopf gefärbt und anschließend zum Trocknen aufgehängt.
Die Fadenbündel werden dann in den Webstuhl eingearbeitet und am anderen Ende mit einem Stein befestigt, der durch sein Gewicht für die nötige Spannung sorgt.
Natürlich haben auch wir uns dann einmal daran versucht, das Weberschiffchen flitzen zu lassen und so ein Stück des Stoffes herzustellen.
Februar 24, 2008 at 6:51 pm
Verfasst von Markus Maassen
Die letzten zwei Wochen waren wir in Ghana, ja wohl, in Ghana. Am 09.Februrar macht wir beide, Hannes und ich, uns mit dem AMPO-Zivi Jonas und unserer Freundin Mirjam auf den Weg nach Ghana, Abetifi, um dort an einem Zwischenseminar (Refelktionsseminar) für deutsche Freiwillige tweilzunehmen.
Nach etwa 24 Stunden rehct anstrengdner und nervtötender Reise kamen wir am nächsten morgen in Abetifi (3 Stunden östlich von Kumasi) an.
Wir verbrachten vor dem Seminar noch eine Nacht im Zelt am Voltasee und genossen die herrliche Natur Ghanas. Ãberall grün, Bäume, Palmen, Vögelgezwischer und und und… Nach Burkina Faso waren wir alle von der Schönheit der ghanischen Natur wirklich begesitert.
Am 13.02 begann dann mit 9 anderen Deutschen (alle aus Ghana) das Seminar. Wir lernten uns selbstverständlich erstmal kennen und begannen sofort und angeregt auszutauschen. Jeder hatte seine Gesichten und Erfahrungen zu erzählen. ÃuÃerst verscheiden Personen und auch mit sehr verschiedenen Arbeitstätigkeiten stieÃen dann bei verschiedenen Gruppenarbeiten und Diskussionsrunden aufeinander.
Mir persönlich hat das Seminar sehr gut gefallen, ich habe viel über mich erfahren können und konnte viele Probleme ansprechen und mit anderen darüber diskutieren. Dazu habe ich einige neue Freunde gewonnen, und einen Freund wiedergetroffen, den ich vor 1 1/2 Jahren bei der ADA-Vorbereitung kennengelernt hatte.
Nun bin ich nach wieder nach Ouaga heimgekehrt und habe bereits die letzten 3 Tagen weitergearbeitet. Ab morgen ejdoch beginnt für mich der “offizielle” Urlaub, da dann meine Freundin Klara hier ist und wir Burkina und ganz Westafrika erkunden wollen.
Ich melde mich deshalb erst in einem Monat wieder!
Liebe GrüÃe aus Ouaga,
Markus
Februar 21, 2008 at 12:06 pm
Verfasst von Jörn Preuß
Vor etwas mehr als einer Woche, nämlich am Dienstag vergangener Woche, fand wie geplant das erste Jugendklubvorstand-Meeting in meiner Anwesenheit statt. Jede Menge organisatorische Dinge standen dabei auf dem Programm – von der generellen Struktur über geplante Projekte innerhalb des nächsten halben Jahres, wie auch die Frage, wie man in Zukunft für den finanziellen Rückhalt sorgen kann, den der Jugendclub benötigt, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Während des Treffens stellte sich vor allem heraus, dass noch einiges getan werden muss, was die Struktur des Jugendklubs angeht, vor allem, was das Verantwortungsbewusstsein der einzelnen Vorstandsmitglieder angeht. Einige Zeit wird so sicherlich noch vergehen, bis jeder der Vorstandsmitglieder seine eigenen Aufgabenbereiche kennt und seinen Pflichten dann auch ohne Anweisung selbstständig nachgeht – ein bisschen Routine fehlt hier noch, um den gewünschten Elan erzielen zu können.
Die Mitglieder des Jugendclubs selbst wurden dann innerhalb der Woche auf anstehende Chancen zur Projektförderung des Youth Clubs aufmerksam gemacht. Insbesondere sollen Projekte entwickelt werden, die sich mit der Verbesserung der Umweltsituation in Komenda beschäftigen, sowie aber auch im sozialen und sanitären Bereich gibt es Möglichkeiten für den Youth Club, die Hilfe von europäischen Benefizorganisationen sinnvoll in Anspruch zu nehmen. Konkrete Informationen wird es eventuell schon innerhalb der nächsten Wochen geben!
Ende dieser Woche werden sich nun erstmal am Freitag die Theatergruppe und am Samstag die Chorgruppe treffen. Auch hier hat der Vorstand einige Veränderungen vorgenommen, was die Strukturierung des Youth Clubs angeht: In Zukunft wird es unter der Woche verschiedene Workshops zu unterschiedlichen Themen wie Theater, Singen, Tanz und Gedichtvortragen geben. Diese Aufspaltung in verschiedene Themen gab es vorher noch nicht, sondern im Prinzip war ein großer Workshop für alle Bereiche zuständig. Durch diese Aufspaltung verspricht sich der Vorstand mehr Seriosität unter denn Teilnehmern, die sich die Workshops ihres Interesses nun frei auswählen können.
Abgesehen davon erwartet der Jugendclub am Samstag als Zusatzprogramm einen Vertreter der regionalen Ghana AIDS Commission. Dieser wird eine AIDS/HIV-Präventionslektion halten, und bestimmt werden hierbei auch eine Menge Fragen seitens der Mitglieder des Youth Clubs auftreten. Bereits im November 2007 hielt eine regionale Sozialarbeiterin einen speziellen Workshop für die Mitglieder unseres Jugendclubs zum Thema HIV/AIDS. Nun kann dieses Wissen vertieft werden.
Soweit also erst einmal – was sich dann aus den ganzen angesprochenen Dingen innerhalb der nächsten Woche entwickelt, werde ich dann so schnell wie möglich berichten.
Februar 11, 2008 at 1:53 pm
Verfasst von Jörn Preuß
Ersatz
Gerade einmal zwei Wochen nach Alruns Rückkehr nach Deutschland, freue ich mich, mich, Max Obbarius, als neuen „German Volunteer“ im AIM. Projekt vorstellen zu können. Am Freitag Abend kam ich mit dem Trotro-Kleinbus in Komenda an, um bei Jörn Quartier zu beziehen.
Ein „ganz“ neuer German Volunteer bin ich dabei gar nicht und so ganz das erste Mal, dass ich auf diese Art in Komenda ankomme, ist es eigentlich auch nicht, sondern inzwischen schon das dritte Mal. Bereits seit Anfang November, befinde ich mich in Ghana und arbeite hier als Freiwilliger, nicht aber bei AIM, sondern bisher in einem Waisenhausprojekt (Bau eines Waisenhauses, sowie Betreuung der Waisen) in der abgelegenen Northern Region Ghanas.
Wieso ich denn dann jetzt auf einmal bei AIM. bin, mögen sich einige fragen.
Aus dem Norden in den Süden
Ich war schon längere Zeit unzufrieden in meinem Projekt in der Northern Region, in welchem ich und die beiden anderen Freiwilligen, mit denen ich dort zusammengearbeitet habe, kennengelernt haben, wie eine von vielen ghanaischen NGOs an mangelnder Organisationsfähigkeit bzw. zu breiten Operationsradien scheitert. So war das Waisenhaus nur eines neben vielen anderen Projekten, die mein Gastvater, zugleich Projektkoordinator, im Namen seiner Organisation ins Leben gerufen hatte. Daraus resultiert in vielen Projekten, dass es zwar ein breites Operationsspektrum gibt, jedoch keines der Projekte die erforderliche Intensität innehält, die es benötigen würde, um wirklich effektiv zu sein.
In unserem Projekt verdeutlichte sich das besonders dadurch, dass die Fertigstellung des fertigzustellenden Waisenhaus-Gebäudes immer weiter hinauszog, was unsere Arbeit mit den Waisen erheblich erschwerte und ineffizient machte; war doch ursprünglich Anfang Dezember für die Fertigstellung des Baus vorgesehen gewesen, ist jetzt gerade einmal die Hälfte geschafft—sprich die Bauzeit hat sich bereits versechsfacht.
Vor etwa 2-3 Wochen begann ich dann irgendwann, ziemlich frustriert, mich nach Alternativprojekten umzuschauen und wie es der Zufall oder Google so wollte, traf ich bei meiner Internetdurchforstung auf die Internetpräsenz von africahelp.org und den damit verbundenen Blog von AIM. in Komenda. Wahrscheinlich war hierbei auch die Aufmachung der Internetpräsenz, die mir besonders ins Auge fiel, ein Grund dafür, mich bei dem Projekt zu bewerben und mich dann ca. eine Woche später persönlich nach Komenda zu begeben, um das Projekt persönlich begutachten zu können und mich einem Interview durch die AIM. Functional Executive Ghana unterziehen zu lassen. Ein weiterer Besuch anlässlich einer sehr gelungenen Aufführung des Youth Clubs folgte genauso wie ein „Willkommen“ von Seiten der ghanaischen Geschäftsführung.
So befinde ich mich jetzt also in Komenda — vorerst einen Monat, findet meine Arbeit Gefallen, aber auch gerne bis zum Ende meines Ghanaaufenthalts im Juni.
AIM. Youth Club
Als „German Volunteer“ wird der Fokus meiner Arbeit, wie bei Alrun, wohl auf den Youth Club fallen. Dementsprechend habe ich mich am Samstag kurz mit zwei Mitgliedern des Youth Club-Vorstandes getroffen und mich ein bisschen einweisen und informieren lassen. Hauptanliegen war hierbei vor allem die Gestaltung von Projekten für das Youth Club-Projekt für das kommende Quartal – wie gestaltet man so ein Programm am besten, was gehört dazu? Wie bettet man politische, kulturelle und soziale Aspekte am besten in ein Jugendclub-Programm ein, möglichst ohne dabei an Schule zu erinnern?
Ideen und Anregungen von eurer Seite sind hier ganz besonders willkommen!!
Dies wird also die Aufgabe für den Jugendclub-Vorstand und mich für die nächste Woche sein, wobei ich als Volunteer, der laut Youth Club Constitution die „Oberserver-Funktion“ innehält, versuchen werde, besonderen Wert darauf zu legen, dass die unter Alrun ins Leben gerufene Struktur des Vorstandes, der für Autonomie des Jugendclubs sorgen soll, eingehalten und sinnvoll genutzt wird. Das wird ein Zusammenwirken aller Mitglieder des Vorstandes voraussetzen, was sich vielleicht als etwas kompliziert bei der ghanaischen Denkweise herausstellen könnte… Pünktlichkeit und Verlässlichkeit seien hier mal an erster Stelle genannt. Aber auch das bekommt man schon irgendwie hin!
Zuletzt sei noch einmal kurz gesagt, dass ich mich echt freue, von jetzt an Teil des AIM.-Projektes zu sein und ich hoffe, meine Arbeit wird eben, wie jene von Alrun, Früchte tragen!
Dank an dieser Stelle nochmal an das gesamte AIM.-Team für die freundliche und problemlose Aufnahme in das Projekt!
Februar 5, 2008 at 3:27 pm
Verfasst von Markus Maassen
Am letzten Samstag fand in der nähe des Waisenhauses AMPO die Einweihung des zweiten Mia-Hauses statt - ALMA.
Für 20 Mädchen und junge Frauen, wie deren Kinder, die durch ihre Krankheit - AIDS - von der Gesellschaft ausgestossen werden, gibt dieses Haus Zuflucht und Geborgenheit. Hier leben die jungen Frauen mit ihren Kindern in einer Gemeinschaft - arbeiten, kochen und versuchen den Alltag zu leben. So wie bereits im Haus Mia seit Jahren sehr erfolreich funktioniert.
Kahtrin Rohde, Mama Tenga, von den Einheimischen genannt, Gründerin von AMPO, organisierte den Bau dieses neuen AMPO-Hauses, das nun etwa das zehnte Haus von AMPO schon sein müsste. Die bereits bestehenden Projekte und Häuser: AMPO-Jungen, AMPO-Mädchen, Krankenstation, Schneiderei, Restaurant, Boutique, Seifenherstellung, Behindertenwerkstätten, StraÃenjungen-Projekte , die Ausbildungsfarm Ton-Tenga, das Aufklärungsprojekt Pili Pili, das Haus Mia und vieles mehr…
Verantwortlich für den Bau war Issaka, die rechte Hand von Kathrin Rohde. Er hat ein sehr schönes und idylisches Haus bauen lassen, in dem man sich sofort wohl fühlt.
Der Spender dieses neuen Hauses ist eine Familie vom linken Niederrhein, die Familie Trienekens. Sie spendeten die gesamte Finanzierung des Projekts inkulisve der Unterhaltungskosten von 5 Jahren. Dazu spendete das Landwirtschaftsministerium an diesem Tag 5 Tonnen Reis für alle AMPO-Projekte. Diese Spende ist die erste Geste des burkinschen Staats AMPO material bzw. finanziell zu unterstützen.
Mit etwa 100 geladenen Gästen, darunter einige Prominenten (Botschaftern, Vertretern verschied. Organisationen,…), feierte auch ich die Einweihung. Die Schirmherrschaft dieser Einweihung trug der deutsche Botschafter, der eng mit AMPO zusammenarbeitet.
Mit westafrikanischer Trommel-Musik, AMPO-Kinder-Chor, Reden und Danksagungen und zum Schluss mit Imbiss (Pizza) gestaltete sich ein wunderschönes unvergessliches Fest.
Februar 1, 2008 at 10:22 pm
Verfasst von Markus Maassen
Ja, es ist wieder Messe in Ouagadougou - die chinesisch-taiwanesische Kooperation hat mit der burkinischen Regierung eine große Messe “SAHEL-Woche” in der SIAO organisiert.
Dort präsentieren sich alle großen Firmen und Organisationen. Unter anderem auch unser Partner im Karité-Projekt - die Frauen Organisation RIMTEREB-SOM. Sie sind auch Partner der chinesisch-taiwanesisch Kooperation und können somit diese Woche dort ausstellen. Natürlich ist auch das Gemeinschaftsprodukt -”Karité Solaire” auf dem Präsentierteller.
M. Kaboré, die Präsidentin der Organisation, ist begeistert von der Messe - “Unmengen an Menschen und großes Interesse an Karité-Produkten - ich mache großen Gewinn”. Wie bei der letzten Messe im Dezemeber ist “Karité Solaire” sehr beliebt.
Doch nicht nur unser Partner für das Karité-Projekt ist vertreten, sondern auch viele andere namhaften Firmen und Organisationen. Somit konnten wir bereits einige alten Kontakte auffrischen und neue Kontakte für die Projektarbeit knüpfen.
Die Veranstalter der Messe haben sich wirklich ins Zeug gelegt, um eine beeindruckende Ausstellung zu veranstalten. Von großen Traktoren über Bewässerungsanlagen, Mühlen, Pumpen, Fisch-Auqarien, Essen und Trinken bishin zur Live-Musik …
Dem SIAO-Gast wird reichlich was geboten…
…und wir freuen uns auf die nächste Messe bei dir wir selbst als SEWA präsent sein können.