Januar 31, 2008 at 12:14 am
Verfasst von Hannes Mehrer
Was für den Europäer erst nur eine Erweiterung der bisherigen Kommunikationsmöglichkeiten gewesen ist, war in Ländern wie Burkina eine Revolution sonder gleichen:
Mit der Einführung des Handys in Burkina Mitte der Neunziger konnte man nicht nur schnurlos telefonieren, sondern in den meisten Gegenden des Sahel-Staates überhaupt erst miteinander reden, obwohl der andere Meilen weit entfernt war. Zu diesem Zeitpunkt hatte es zwar schon Festnetztelefone gegeben, aber für die Menschen auf dem Land -und auch die meisten in der Stadt- gab es keine Möglichkeit, sich über so weite Distanzen auszutauschen.
Aus europäischer Sicht war das quasi ein Sprung aus dem Mittelalter ins digitale Zeitalter, ohne dabei die Zwischenschritte wirklich miterlebt zu haben.
Heute gibt es drei große Netzanbieter (celtel, telecel, telmob), die selbst in manch vergessenem Dorf die Möglichkeit eröffnen, zu erfahren, was in der Hauptstadt abends im Kino läuft.
Darüber hinaus kann man aber seit Dezember nicht nur in den entlegendsten Ecken telefonieren, sondern -das Handy an den PC angeschlossen- auch ins Internet.
Januar 28, 2008 at 2:10 pm
Verfasst von Jörn Preuß
Alrun, unsere erste weibliche deutsche Praktikantin, ist wieder gut in Deutschland angekommen. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für ihr außerordentliches Engagement, ihre nie enden wollende Motivation und ihre zukunftsgerichteten Ideen bedanken. Durch ihr Wirken ist der Jugendclub in Ghana nun das AIM. Flagschiff, wie unser lieber ghanaischer Vereinsvorsitzender Kojo Mbir zu sagen pflegt. Auch Solomon Appiah, unser Projektmanager, hat sie sehr ins Herz geschlossen. Danke, Alrun, für die erfolgreiche und schöne Zeit. Wir vermissen dich.
Von der Gründungsveranstaltung unserer Jugendclubs haben wir schon intensiv berichtet. Falls ihr noch mehr Fotos sehen möchtet, sagt einfach Bescheid, kein Problem. Und wenn ihr selbst Interesse habt, AIM. in Ghana als PraktikantIn zu unterstützen, freuen wir uns sehr auf eure Bewerbungen (Beachtet dafuer bitte unsere Website http://www.aim-ev.org ).
Danke auch an Baobab Children Foundation, Kissi, für ihre immerwährende Unterstützung. Als kleines Dankeschön und Zeichen unserer NGO-Partnerschaft überreichte unser Jugendclub während ihrer Gründungswoche dieses Banner an die Jugendlichen von Baobab.
Noch im alten Jahr tagte unser ghanaischer Vereinsvorstand. AIM. Ghana hat sein erstes Jahr als NGO nicht nur gut überstanden, sondern hervorragend gemeistert. Immer mehr Menschen konnten durch unsere Aktitäten von AIM. überzeugt werden. Wir bereiten uns nun darauf vor, unsere Strukturen zu professionalisieren, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Hinzu flitzen Solomon und ich von einen Meeting zum nächsten. Einmal, um AIM. in der gesamten Region und Ghana bekannt zu machen (wie zum Beispiel der Besuch bei der Parlamentsabgeordneten Christine Churcher, MP Cape Coast), und zum anderen, um auch in Ghana Geld zu akquirieren. Bereits für die Gründungsveranstaltung des Jugendclubs konnten viele kleinere Beträge gesammelt werden (zusammen mit Sachspenden umgerechnet insgesamt 150 Euro, bei der Veranstaltung selbst wurden noch einmal etwa 280 Euro eingenommen). Mit Dupaul Ltd. (dem größten nationalen Holzunternehmen) feiert AIM. Ghana nun jedoch seinen ersten ernsthaften Projektsponsoren. Etwa 80 Euro wurden bereits als Zeichen des guten Willens ausgehändigt. Es stehen aber noch abschließende Gespräche mit dem Besitzer an. Bei diesen Gesprächen wird dann auch unser ghanaischer Publicity Manager, Ekow Mensah Shalders (vom drittgrößten ghanaischen Radiosender Melody FM), mit von der Partie sein. Drückt uns dennoch die Daumen.
Soviel für heute. Mehr beim nächsten Mal. Und falls ihr bestimmte Fragen habt, lasst sie mich wissen.
Januar 25, 2008 at 1:56 am
Verfasst von Markus Maassen
Diese Woche besichtigten wir mit dem Ex-SEWA-Zivi Eric Laurenz die Solar-Bäckerei in Saaba am Stadtrand von Ouagadougou.
Diese Solar-Bäckerei wurde im Jahre 2002/2003 erbaut, durch die Finanzierung des ansäßigen Collèges, dass von einer belgischen Organisation unterstützt wird. Hinzu flossen Gelder des deutschen Umweltminsiteriums für Forschungswecke hinein.
Das Jülicher Forschungsinstitut der Fachhochschule Aachen plante diese Anlage mit verschiedenen Forschungseinrichtung, wie z.B. einem israelischem Institut, dass die Technik der Receiver zur Verfügung stellte.
Die Technik dieser Solar-ANlage ist ganz neu und bisher noch nie erprobt worden. Hier werden 16 Scheffler-piegel mit einem computergesteuerten Gestell von Sonnenaufgang bis Untergang so ausgerichtet, dass sie jeweils zu zweit auf einen Receiver in der Luftröhre strahlen. Die gebündelte Sonnenenerige wird dann im Luftkanal durch solar betriebene Düsen in einen Energiespeicher geblasen - ein Kiesbett neben dem Backofen.
Da die Bäcker hier um etwa 4… 5 Uhr morgens anfangen zu backen muss die Energie (Wärme) des Vortags bis zu dieser Uhrzeit gespecihert werden. Durch große Wärmeverluste im Luftkanal und beim Speichern der Energie ist die ANlage nie richtig in Betrieb genommen worden. Es sind Fehler bei der Konstruktion entstanden, so dass die ANlage vorerst nicht wirtschaftlich genutzt werden kann - die Hitze zum Brot bakcne wird nicht erreicht.
Seit etwa 2 Jahren liegt die Anlage nun brach - anscheinend wird sie aber noch vom Forshcunginstitut betreut. Die Bäcker warten darauf, dass es sich wieder was tut. Denn nun wird wie zuvor mit Öl und Diesel geheizt und das wird immer teurer.
Januar 20, 2008 at 2:03 am
Verfasst von Hannes Mehrer
Am Wochenende fand die Hochzeit der Schwester eines Freundes statt, zu der auch wir eingeladen waren. Wie solch ein bedeutungsvoller Tag hier in Burkina gefeiert wurde, wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Ähnlich wie bei uns wird zum Fest eine Karosse geschmückt, die das Brautpaar von der standesamtlichen Trauung nach Hause bringt.
Dabei tragen die meisten umwerfende, traditionelle Gewänder.
Nachdem das Bürokratische erledigt war, das auch in Burkina nicht gering ist, wurde sich auf ewig die Treue geschworen und das Ganze mit einem Kuss besiegelt.
Anschließend ging es nach draußen in die burkinsche Mittagssonne, die selbst im tiefsten Winter erbarmunglos scheint. Dort wurden -ganz “comme il faut”- die Familienfotos geschossen.
Um in angemessenem Rahmen zu feiern, ging es mit großem Lärm nach Hause, wo ein rauschendes Fest gefeiert wurde.
Am späten Nachmittag ging es noch in die Moschee, um die Trauung auch auf religiöser Ebene zu vollziehen.
Vom Ablauf her gar nicht so ungewöhnlich. Und doch war alles sehr anders als zu Hause.
Januar 17, 2008 at 7:12 am
Verfasst von Markus Maassen
…im November und Dezember2007 haben wir einiges für die Solar-Kocher Verbreitung und Sensiblisierung getan. Zudem machte unsere Promotion der solaren Karité-Butter Fortschritte.
Zunächst haben wir bei der Frauenorganisaiton RIMTEREB-SOM am 24.11.2007 eine Fortbildung mit insgesamt 25 Frauen zum Solar-Kochern “Papillon” gemacht. Diese organisierten wir zusammen mit der Päsidentin von RIMTEREB-SOM M. Kaboré. Die eigentliche Sensibiliserung übernahm Kadissa Paré, die mit ihren Mooré- und Fachkenntnissen dies deutlich kompententer leiten konnte, als wir selbst.
Am 9.12.2007 war bereits ein weiteres Treffen mit einer anderen Frauenorganisation names ICCV / Nazemse. Dort arbeitet eine befreundete Freiwillige, die den Kontakt zu dieser sehr engaierten Organisation herstellte. Dort hatten wir zwar keinen Solar-Kocher für die praktische Vorführung zur Verfügung, dennoch diskutierten wir mit den 35 anwesenden Frauen über Solar-Kocher und solare Karité-Butter.
Vom 15.12 bis 24.12 präsentierten wir uns mit unserem Partner RIMTEREB-SOM auf der SIAO (Promotionsmesse). Dort stellten wir mit Banner, Flyer und Solar-Kocher unser gemeinsames Projekt vor und verkauften gemeinsam unser Produkt “Karité Solaire”. Die Messe war jedoch leider sehr rar besucht und somit konnten wir das Projekt, die Butter als auch den Solar-Kocher nur sehr wenigen Interessenten vermitteln.
…nun haben wir im Dezemeber auch noch einen Solar-Kocher reparieren lassen und drei weitere Kocher in das Viertel Tampouy gebracht, um sie dort drei verschiedenen Frauenorganisationen als Leihgabe zur Verfügung zustellen.
… am kommenden Wochende stehen nun insgesamt drei Fortbildungen zur Solar-Kocher-Nutzung aus… natürlich wieder mit Kadissa Paré.
Januar 15, 2008 at 2:02 pm
Verfasst von Jörn Preuß
Lange haben wir euch auf die Folter gespannt, jetzt lasst uns berichten wie die Einweihungswoche unseres Jugendclubs verlaufen ist.
Montag morgen starteten 15 Jugendliche im Trotro nach Elmina. Die Fahrt verlief mit Gesang und Geklatsche bis wir bei der Radiostation Ahomka FM eintrafen. Dort hoerten unsere Kids mehr ueber die Ablaeufe beim Radio und hatten die Moeglichkeit, Fragen zu stellen, bevor sie live die Hoerer mit Interviews und dem deutschen Hit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ begluecken konnten. Gleichzeitig lief in Takoradi bei Melody FM ein Interview mit unserem Youth Club Leader und einem unserer Juengsten im Club: John, 12 Jahre jung, gewaehlter Jugendclubschatzmeister, und die Faehigkeit sich zu presentieren, wie ein ganz Grosser.
Kurz gesagt war AIM. Montag morgen auf zwei Programmen in halb Ghana uebers Radio zu hoeren. Ein toller Erfolg!
Vom Radio ging es nach Cape Coast. Im Internetcafe „Obi“ gab es eine kostenlose Einfuehrung in die Welt der Computer und des „world wide webs“ (in Ghana manchmal mehr :world wild warten…“). Anschliessend durften die Jugendlichen selber an die Computer. Die meisten sassen das erste mal in ihrem Leben vor einem Computer und die Moeglichkeiten des Internets faszinierte alle. Dabei besuchten sie die AIM. website und konnten ueber google kleine recherchen machen (habe ich bei meinen ersten Versuchen auch so lange nach den richtigen Tasten gesucht???). Allerseits sehr zufrieden fuhren wir zurueck nach Komenda.
Dienstag ging es mit der gesammelten Mannschaft uniform, in unseren selber mit dem AIM. Logo bedruckten T-Shirts zum Castle in Elmina. Ein freundlicher Fuehrer brachte uns durch das Schloss und erzaehlte uber die Zeiten der Sklaverei von 1448 bis 1957 wo tausende von Menschen unter schwersten Bedingungen Leben und Sterben mussten. Etwas erschuettert aber doch aufgrund des angereicherten Wissens zufriegen ging es am fruehen Nachmittag wieder nach Komenda.
Mittwoch war der Tag des Sports. Filling of Bottles, Sack races, table tennis und natuerlich Fussball war angesagt, wobei unser tapferes AIM. Team nach hartem Kampf und unzaehligen vergebenen Chancen, 1:2 unterlag (gegen das gleiche Team haben wir vor ein paar Monaten noch 1:4 verloren!)
Donnerstag ging es zu unserer Partnerorganisation „Baobab Children Foundation“ in Kissi. Baobab ist eine Organisation aus Deutschland, welcher der unseren zeitlich um ein paar Jahre vorraus ist. Kinder, einst von der Strasse, wohnen und besuchen die Schule auf dem Gelaende. Nach einem muendlichen, als auch einem taenzerischen und sportlichen Austausch mit zwischendrin gemeinsamen Essen und spaeterer Ausgabe von Cola und Fanta waren alle sehr gluecklich und zufrieden.
Freitag wurde morgens ab sieben Uhr Komenda gereinigt. Anschliessend die Zelte aufgebaut und die letzten Vorbereitungen getroffen, wobei die Jugendlichen ein dickes Lob verdienten. Die Selbstverstaendlichkeit, mit der hier in Ghana besonders von Kindern mit angepackt wird, erstaunt mich immer wieder aufs neue. Am Nachmittag bei den Final Rehearsals (Generalproben) musste unser Project Manager Solomon Appiah mit geschickt gewaehlten Worten noch einige Unstimmigkeiten in der Gruppe beseitigen, die wohl ueberall auf der Welt zustande kommen, wenn Jugendliche viel Zeit auf engem Rahmen gemeinsam verbringen.
Zusammengefasst moechte ich zu dieser Woche sagen, dass einige der Youth Club Members zum ersten Mal Komenda richtig verlassen haben (dass heisst, mehr als 10km von ihrem Heimartort entfernt waren) und das die Umsetzung und Teilnahme an einer solchen Aktivitaetenwoche fuer alle grossartig und keineswegs sebstverstaendlich war.
Samstag war nun der grosse Tag. Durbar Day! Ab halb sechs uhr morgens war alles auf den Beinen. Stuehle wurden von den Kirchen geholt, Musikanlage, Buehne und Tisch fuer die special guests gerichtet und hier und da versucht, alles bestmoeglich in Ordnung zu haben. Mit ghanaischer Verspaetung und nach der enttaeuschenden Nachricht, dass unserer Partner und Publicity Manager Ekow Mensah Shalders von Melody FM, der eigentlich durch das Programm fuehren wollte, krank ist und nicht kommen kann, nahm Solomon das Mikrofon und startete das Programm. Um die Menschen in Komenda anzulocken, tanzte die Baobab Truppe als warming up, bevor die grossen AIM. Anhaenger ihre Reden schwangen und unserer eigener Club ihre Taenze und ein Theaterstueck vorfuehrten. Kurzer Schock nach Haelfte des Programms: Der geborgte Eektrizitaetsgenerator hatte ein Loch im Benzintank, daher ging uns der Saft aus. Komenda hatte den ganzen Vormittag keine Elektrizitaet, aber das auch noch unser geliehener Generator kaputt ist, war nicht geplant. Das Problem konnte Gott sei Dank nach seiner Endhuellung schnell behoben werden und das Programm ging weiter. Die geladenen Gaeste genossen das Programm und hielten ihre Reden. Besonders hervorzuheben ist hierbei Dr. Mrs. Linda Dzama Ford, Professorin an der Universitaet von Cape Coast. Das Fund Raising brachte uns 402 Ghana Cedis (ca. 290 Euro) ein, ein voller Erfolg fuer den Jugendclub und auch das Projekt (Der ghanaische Jugendlcub hatte vorab entschieden, 90 Prozent der Einnahmen an das Gesamtprojekt zu spenden!).
Vielen Menschen gebuehrt unser Dank, ohne sie haette das ganze Programm niemals stattfinden koennen. Sowohl Sach- also auch Geldspenden vorab erbrachten genug Unterstuetzung (ca. 250 Euro) um im Endeffekt auf Null zu laufen. Der groesste Erfolg ist jedoch, dass die Interessierten in Ghana und besonders die Menschen in Komenda endlich verstehen, was wir von African Information Movement vorhaben, und worum es hier eigentlich geht. Die Einweihung des Jugendclubs hat in vieler Hinsicht bei den verschiedensten Menschen die Augen geoeffnet und ein Fundament geschaffen, auf das wir unbedingt aufbauen mussen, damit sowohl das Gebaeude, als auch das Bewusstsein ueber unseren Verein weiter wachsen kann.
Danke an alle Helfer und Unterstuetzer, an alle Ghanaien, alle Spender, das AIM. Local Board, die deutschen Aktiven und schlussendlich auch den Jugendclub, ohne dessen grossen Einsatz die Veranstaltung nicht moeglich gewesen waere.
In diesem Sinne, in allem Ende steckt ein neuer Anfang. Meine Zeit in Komenda ist am Donnerstag beendet. Ich hoffe der Jugendclub wird seine Aktivitaeten dadurch nicht stoppen und jemand anderes kann weiterfuehren, wofuer ich mich hier ueber fast vier Monate eingesetzt habe.
Ganz liebe Gruesse und bis bald in Deutschland oder wo auch immer?!
Januar 11, 2008 at 11:40 am
Verfasst von Jörn Preuß
.. bis zur offiziellen Gründungsveranstaltung des AIM. Youth Club in Ghana. Und wir können euch garantieren: Dies wird ein Spektakel, das Komenda und Umgebung so schnell nicht vergessen werden.
Die vergangenen Tage haben unsere Jugendlichen die verschiedensten Exkursionen und Aktivitäten unternommen. Wir haben zwei Radiofrequenzen zeitgleich mit einem speziellen AIM.-Programm blockiert, die Kolonialgeschichte mit einem Besuch bei einer früheren Sklavenburg aufgearbeitet, erste Schritte im Internet mit unseren Jugendlichen unternommen, ihnen africahelp.org gezeigt, wo sie ihre fotos bestaunen konnten, und und und …
Aber all das wird vom Durbar Day am Samstag übertroffen werden, zu dem es nun nur noch 19 Stunden und 40 Minuten sind. Daher, wir müssen los, die Vorbereitungen rufen.
Wenn ihr Zeit habt, kommt morgen nach Komenda .. Ihr werdet sonst was verpassen.
Herzliche Grüße,
Alrun & Jörn
PS: Keine Sorge, ausführliche Berichte und Fotos folgen.
Januar 10, 2008 at 9:49 pm
Verfasst von Markus Maassen
Vom 15. bis 24.Dezember fand auf dem großen Messegelände Ouagadougous - der SIAO - eine Promotionsmesse statt. Bei der wir, wie schon berichtet, mit der Frauenorganisation RIMTEREB-SOM unser Karité-Projekt mit Karité-Butter, Flyern und einem Solar-Kocher präsentierten.
Am Samstag dem 22. Dezember kam auch Prominenz vorbei: Der burkinische Präsident Blaise Compaoré.
Na da hatten wir uns schon so gefreut - doch leider ließ er wegen seiner Anwesenheit die Ausstellung für 7 Stunden schließen, da er im benachbarten Gebäude eine Konferenz mit den Jugendvertretern des ganzen Landes hatte. Dabei spendete er eine Millarde Francs CFA - etwa 1,5 Mio. Euro für die Jugendarbeit in Burkina.
Seinen Auftritt nenen die Leute hier nicht ohne Grund, wie den eines Königs.
Hier einige Fotos von der Konferenz
… und von der “Abschiedszeremonie” des Präsidenten.
Wir melden uns im Jahr 2008 nun zu zweit aus Ghana. Das Team Jörn Preuß (Project Director), Alrun Schnabel (Volontaer) und alle ghanischen Aktiven sind vollauf mit den Vorbereitungen fuer die Einweihung des Jugendclubs beschäftigt.
Am Montag 7. Januar beginnt das einwoechentliche Programm mit einem Auftritt beim Radio und anschliesendem Besuch im Internet Cafe in Cape Coast. Dienstags wird das Elmina Castle besichtigt und fuer Mittwoch ist Spiel und Sport angesetzt. Donnerstag gehts nach Kissi zur Baobab Children Foundation zum Tanzen und Trommeln und Freitag wird die Stadt gesäubert, damit Samstag beim grossen Festtag auf dem Marktplatz in Komenda alles sauber verlaufen kann.
Mehr gibt’s nach Abschluss der Feierlichkeiten von den hoffentlich nicht zu überarbeiteten Germano Ghanaiens – und bis dahin drückt uns die Daumen, oder überschlagt eure Fusszehen, wie man es in Ghana machen wuerde, dass alles gut klappt und unser AIM. Youth Club in Komenda erfolgreich eingeweiht wird.
Januar 4, 2008 at 5:04 pm
Verfasst von Markus Maassen
Weihnachtszeit ist auch Ferienzeit, also nahm ich, Markus, mir einige Tage frei, um mit zwei deutschen Freunden und einem brukinischen Freund den Süden Burkina Fasos um Bobo-Dioulasso und Banfora zu erkunden.
Am 25. Dezember gings dann mit dem Reise-Bus nach Bobo, dort verweilten wir bei der Tante meines Freundes Adama.
Zu nächst besichtigten wir die Altstadt Bobo-Dioulasso, die im 15 Jh. gegründet wurde, von Animisten, Muslime, Gauklern/Händlern, und der Ethnie Dioula. Dabei wurde uns die tradionelle Herstellung von Dolo-Bier (Hirse-Bier) erklärt und wir durften auch mal kosten. Danach gings in die große Moschee von Bobo, die eines der bedeutestens Bauwerke Westafrikas ist - zum klettern bestiegen wir die Türme
Am nächsten Tag fuhren wir nach Banfora, um die Wasserfälle und Felsformationen zubesichtigen. Wirklich beeindruckend.
…weiter gings schließlich an einen Fußpferde-See, leider sahen wir jedoch keine.
… am letzten Tag gings dann nochmal mit den Mopeds in die Umgebung von Bobo - wir besichtigten das auf einem Berg gelegene Dorf Koro - hier leben Animisten, Protestanten und Muslime auf engsten Raum in einer harmonischen Gemeinschaft wie vor hunderten von Jahren.
Als letztes Highlight besichtigten wir einen Wald - hört sich seltsam an, aber war sehr schön: Man fühlte sich beinahe so als wäre man im tropischen Regenwald - zum Glück war es nicht so schwül.
… abschließend noch ein Blick auf die Straßen von Bobo. Hier leben zwar auch 450.000 Menschen, dennoch ist es hier im Gegensatz zu Ouaga tags und nachts recht ruhig, generel nicht sehr verdreckt und sehr grün.
Am 29. kehrten wir reichlich mit Eindrücken und Bildern nach Ouaga zurück, um am 31. ins neue Jahr zu feiern.