Dezember 30, 2007 at 3:12 am
Verfasst von Markus Maassen
Die vorletzte Woche verbrachten Hannes und ich in Fada N’Gourma. Übersetzt von fulfuldé: Zuhause der Gourmantché, die vorherrschende Ethnie im Osten Burkina Fasos]. Dort machten wir keinen Urlaub oder Änliches, nein, es ging für das Schulen-Projekt zu insgesamt 7 Schulen, die sich in der Region um Fada befinden.
Zu nächst wurde am ersten Tag die Schule von Nagré repariert: 4 neue Lampen, ein neuer Laderegler und eine neue Blei-Gel-Batterie wurde von Hannes und mir eingebaut. Nach 20 Minuten konnten sich die Lehrer und Bewohner des Dorfs wieder über einen hellleuchtenden Klassenraum freuen.
Darauf ging es nach Gnindouga, um einen regulären Nachbesuch durchzuführen. Dort waren wir positiv überrascht: Alle vorherigen Fremdenutzungen waren eingestellt worden.
…und dann wurden in den folgenden Tage noch die Schulen von Komangou, Komandougou, Bogré, Fonghin und Lantaogo besucht.
Mit meist erfreulichen Ergebnissen konnten wir dann nach 4 Tagen harter Arbeit die Rückreise antreten und ins heimische Ouaga zurückkehren (Hannes blieb noch 3 Tage in Niaamey (Niger)).
Somit haben wir nun in den letzten 3 Monaten alle Schulen von SEWA bis auf die fünf in Djibo besucht - vorab kann man sagen: Die Ergenbisse und technischen Zustände der Anlagen sind deutlich besser als bei den vorherigen Besuchen. Fremdnutzungen sind kaum noch vorhanden, doch ist die Wartung weiterhin ein Problem.
Dezember 24, 2007 at 12:22 pm
Verfasst von Jörn Preuß
Weihnachten steht vor der Tür. In Ghana bei 30 Grad und strahlender Sonne mit Fufu und Tuwa (auf Anfrage erkläre ich gerne genauer was das ist J), in Deutschland mit Minusgraden bei denen man lieber im Haus bleibt, Plätzchen bäckt und den Weihnachtsbaum schmückt. Und doch feiern wir das gleiche Ereignis: Christus Geburt auf Erden (das vergisst man manchmal gerne, in Deutschland vor lauter Vorbereiten, Schenken und Geschenken, in Ghana vor zu viel Essen oder grosser Geldnot – oder?).
Doch nun die Frage, was ist die letzten Wochen in Komenda passiert? Wie geht es unserem AIM. Youth Club? Was steht als nächstes an? Wie weit sind die Planungen fuer unsere Einweihungsfeier?
Die Workshops laufen mal besser mal schlechter, Donation Lists oder Gelder ohne Listen kommen schleppend und noch lange nicht vollzählig, die Jugendlichen wollen viel, doch wissen es nicht umzusetzen und ich renn täglich von einem zum anderen und versuche die Organisation und Gelderbeschaffung fuer die Veranstaltungswoche weiterzubringen. Dies bedeutet tägliche Laufarbeit von ein bis zwei Stunden durch Komenda, wobei ich entweder die betreffenden nicht antreffe oder diese mir sagen, sie konnten unsere Anfrage noch nicht bearbeiten, ich solle morgen nochmal kommen… Als ich im Sommer 5 Tage im Schwarzwald wandern war, dachte ich, meinen Laufrekord aufgestellt zu haben. Hier hab ich ihn jedoch bestimmt schon gebrochen. Es ist zäh, aber wenn wir uns nicht dahinter klemmen, wird es nichts.
Als kleine Erfolge kann man 5 Cedis (knapp 4 Euro – was hier schon einiges an Geld ist) vom Grace Hotel abzeichnen und die Möglichkeit vor zwei Wochen, vor gesammelter Kirchengemeinschaft AIM. vorzustellen. Die Kirche spielte mit dem Gedanken, einen Sonntag das Opfer fuer AIM. einzusammeln. Dies waere grossartig, nur leider konnten wir den Pastor die 7 mal, wo wir an seiner Tuer standen, nicht antreffen…
Ghanas Lifestile ist ein anderer. Lasst mich ein Ereignis genauer beschreiben: den Informationsnachmittag mit Vorführungen aus den Workshops für die Eltern unserer Jugendlichen. Am Vortag waren Proben angesetzt, bei denen schnell zu sehen war, das Programm ist noch nicht aufführungsreif. Was tun? Die Zeit eilt!
Am naechsten morgen lief ich mit meinem Youth Club Praesident Theohilus durch ganz Komenda (schon wieder so viel laufen!), klapperte jede Schule ab und bat bei den Direktoren um Schulbefreiung unserer Mitglieder ab elf Uhr. Da es der letzte Schultag vor den Ferien war, gaben alle Rektoren ihre Einstimmung. Zwoelf Uhr sollten die Jugendlichen vor Ort, der Town Hall im Zentrum Komendas, sein. Zwoelf Uhr war ich die Erste. Ein Uhr waren wir zu Fünft. Zwei Uhr zu Zwoelft. Drei Uhr wollten wir starten und es war noch nichts geprobt. Baafi, unser Youths Leader, war plötzlich wieder verschwunden. Das selbe mit unserem Culture Workshop verantwortlichen. Zu allem Übel rief mich noch Solomon, unser Projektmanager, an. Er wäre gestürzt, hätte sich das Handgelenk verstaucht, und ist nun im Krankenhaus. Er will versuchen noch zu kommen.
Die Town Hall fühlte sich mittlerweile – nur leider nicht mit Eltern der Jugendlichen, sondern mit Hunderten von Kids, die mitbekamen, dass es hier etwas „umsonst zu schauen“ gab. Was sollte ich machen? Allein mit gerademal der Hälfte unserer Youth Club Member und umringt von unendlich vielen Kids, die sich wie ein Schwarm von Insekten überall hinsetzten und durcheinander summten. Dazu war die Hiplife Musik zur Unterhaltung so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte, und um dies noch zu bestätigen, trommelten die wartenden, gelangweilten Jugendlichen noch eifrig auf die Trommeln. Was lief schief? Wo sind die Jugendlichen? Einer unseren Jüngsten kam auf einmal zu mir, sagte mir, unser jüngerer Youth Club Präsident Francis (wir haben einen jüngeren und einen älteren Präsident zur Aufgabenteilung und Anleitung des Jüngeren..) wäre bei seiner Schule und spiele Fussball…?!
Das war die Höhe, ich konnte es nicht glauben. Zweieinhalb Stunden nach verabredetem Zeitpunkt vergnügt sich unser Präsident beim Fussballspielen? Hat er denn gar kein Verantwortungsgefühl?? Was geht in diesem Kopf vor??? Ich schnappte mir ein Fahrrad, trat in die Pedale, sauste zum Fussballfeld, schnappte mir Francis, hielt ihm eine Predigt ohne Punkt und Komma bis er ganz klein war und nur noch meinte: „Du musst mich bestrafen!“ Anschliessend fuhr ich zur nächsten Schule, schauen, wo die anderen sind. So zog ich aus jeder Schule, die ich am morgen noch besucht hatte, Jugendliche aus ihren Klassenzimmern. Die Erlaubniss der Rektoren war nicht zu den Lehrern weitergegeben worden und Jugendliche haben in Ghana meist nicht den Mut eigenständig nachzufragen. Sie warten bis sie durch einen Erwachsenen zum Gehen aufgefordert werden, ansonsten bleiben sie, wo sie sind.
Als ich nun völlig verschwitzt und fertig zurück bei der Townhall ankam, war es bereits nach drei Uhr. Trotz, dass wir die vorherigen Tage persönliche Besuche bei den Eltern gestartet hatten, um sie neben einem schriftlichen Brief auch noch persönlich einzuladen, waren nur drei Eltern sichtbar, die umständlich zwischen den ganzen Kids zu einem Stuhl gebracht wurden. Ich wollte auf Solomon warten, doch die Zeit lief. Auch war sein Telefon inzwischen ausgeschaltet, so dass ich gar nicht mehr wusste, wo er ist und ob er kommt.
Chaos; pures, blankes Chaos. Ich wollte einfach nur noch nach Hause gehen und schlafen! Was habe ich mir da nur überlegt, eine Aufführung für die Eltern? Wir sind nicht in Deutschland, hier laufen Dinge anders! Alrun, du musst auch immer meinen du könntest du Welt verändern, da hast du’s!
Einer nach dem anderen kam zu mir, fragte, was wir nun machen sollen? Ich beauftragte Theophilus, die Leute mit einem Spiel zu unterhalten, was er auch tat. Dann fingen die inzwischen vollzähligen Youth Club Member als Lückenfüller an zu tanzen. Dank Solomons Organisation hatten wir sogar Kostüme. Nach und nach trudelten noch ein paar Eltern ein. Wir konnten nicht mehr länger auf Solomon warten. Kurz nach halb vier begrüßte unser wieder aufgetauchter Cultur Workshopleiter Isaac die Anwesenden. Während dem ersten Programmpunkt tauchte nun auch Solomon auf. Seine Hand war verbunden aber ansonsten war ihm nichts schlimmes passiert. So konnten wir unser Programm doch noch nach Plan durchführen. Knappe 10 von 35 Eltern waren letztendlich da, immerhin! Auch wenn ich zu fertig war, um die Aufführung zu geniessen, wurde doch viel gelacht. Solomon und ich berichteten ueber AIM., über den Youth Club, unsere Aktivitäten und die bevorstehende Einweihungsfeier. Die Anwesenden hörten interessiert zu. Wäre ich selber erst um halb vier aufgetaucht und hätte den ganzen vorherigen Stress nicht gehabt, wäre ich sicher zufrieden gewesen! In Ghana bedarf es an unendlichem Durchhaltevermögen, gewaltigem Einsatz und grosser Geduld um ein einfaches Ereignis auch umsetzen zu koennen. Und doch würde ich unsere Bemühungen nicht als verschenkte Zeit bezeichnen. Jegliche Aufführung bringt Bewegung in unsere Jugendlichen, schweisst die AIM. Mitglieder zusammen und gerade diese Aufführung in der Town Hall mit all ihren Schwierigkeiten hat uns gezeigt, wie viel noch zu tun ist, bis unsere Einweihung ein gelingendes Ereignis werden kann.
Was bleibt mir noch hinzuzufuegen? Alrun rennt weiter und freut sich darauf, bald mit Jörn Preuß, unserem Project Director, der am 29. Dezember in Ghana eintreffen wird, zusammen zu rennen…
Dezember 22, 2007 at 2:44 pm
Verfasst von Hannes Mehrer
Letzten Mittwoch wurde auch in Ouaga das islamische Opferfest begangen.
Dabei wird “des Propheten Ibrahim gedacht, der die göttliche Probe bestanden hatte und bereit war, seinen Sohn Ismael Allah zu opfern. Als Allah seine Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt und Ibrahim und Ismail opferten daraufhin voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder.”
(Quelle: Wikipedia)
Kurz vor neun uhr morgens strömten die Massen in Richtung der Moscheen oder des Platzes der Revolution.
Einige zu Fuß, die anderen zu Pferd.
Alle gleichzeitig beten zu sehen war wirklich beeindruckend.
Unter ihnen war einer, der aus der Reihe tanzte
Anschließend werden Schafe als Opfergabe geschächtet
und anschließend auf dem Selbstgebauten Grill zum Verzehr bereitet.
Dezember 8, 2007 at 6:25 pm
Verfasst von Hannes Mehrer
Drei Tage der letzten Woche nutzten Jonas Lanz (Zivi bei AMPO - www.sahel.de) und wir, die beiden SEWA-Zivis, um uns vom stressigen Stadtleben zu erholen.
Auf dem AMPOeigenen Bauernhof nicht weit im Süden Ouagadougous werden alle zwei Jahre knapp 90 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren ausgebildet, um später ihr Feld bestellen zu können oder auch um Tiere zu halten.
Sie lernen hier nicht nur die Praxis in Form neuer Anbau- oder Bewässerungsmethoden kennen,
sondern auch die theoretischen Hintergründe dazu.
Gestärkt mit frischem Reisbrei starten auch wir Zivis in den Tag,
um uns bei der Reparatur von Schulbänken zu verdingen
oder um die hauseigene Biogas-Anlage zu besichtigen.
Drei erholsame gingen viel zu schnell vorüber, so dass wir nächstes Jahr wohl wiederkommen werden.
Dezember 6, 2007 at 11:39 am
Verfasst von Jörn Preuß
Heute ist Nikolaus und amüsanter Weise liefen heute früh Weihnachtslieder bei meinen Nachbarn im Radio. Nur die Schokolade und Nüsse in meinen Schuhen muss ich doch schmerzlich vermissen. Doch auch ohne sie habe ich süße Neuigkeiten von unserem Jugendclub in Ghana zu berichten.
Nach meinem letzten Artikel reiste ich für ein paar Tage in den Norden Ghanas. Ich äußerte vorher eindringlich den Wunsch, bei meiner Rückkehr eine Überraschung vorzufinden. Während ich nun durch Ghanas Städte zog, im Mole Nationalpark die Antilopen, Affen und Elefanten genoss und eine Fülle an Erfahrungen und Eindrücken aufsog, traf ich eine Familie aus Kalifornien. Der Sohn studiert ein Semester in Ghanas Hauptstadt Accra; Eltern und Schwester besuchten ihn, um gemeinsam Ghana zu erkunden. Kurz entschlossen lud ich sie nach Komenda und zu unserem Jugendclub ein. Ich kontaktierte unseren Youth Club Präsident mit der Bitte, alles bestmöglich vorzubereiten. Am Tag darauf traf ich in Komenda ein, warf meine Reisetasche in die Ecke und flitzte von einem zum anderen, um sicherzustellen, dass alles organisiert ist, damit sich unsere Gäste in Komenda wohl fühlen.
Da die Bitte aufkam, neben meiner Arbeit, auch etwas Persönliches von mir lesen zu können (obwohl ich behaupten würde, das eine geht hier in das andere über), an dieser Stelle ein Einwurf.
Die ghanaische Mentalität im Umgang mit Gästen lässt keine Fragen zu. Werden Gäste erwartet, wird alles getan, dass sie sich wohl fühlen können. Es wird sichergestellt, dass sie etwas zu trinken und zu essen bekommen. Sie sollen selber nichts bezahlen und keinerlei Umstände erfahren. Das geht soweit, dass nicht vorhandenes Geld ausgegeben wird, dass man jegliche andere Verpflichtungen ganz hinten anstellt und keine Grenzen der eigenen Bemühungen kennt.
Während meiner ersten Zeit in Ghana empfand ich dieses Verhalten als übertrieben und überflüssig. Nach und nach konnte ich es jedoch nachvollziehen. Von dem Schritt des Nachvollziehens lernte ich es zu verstehen und zu schätzen.
Jetzt erlebte ich diese ghanaische Mentalität jedoch am eigenen Leib. Nichts war mir so wichtig, als sicherzustellen, dass es unseren Gästen hier gut gehen wird.
Ich eilte zur Nachbarin Sarah und bat sie, für uns zu kochen. Ich lief zu Kojo, unserem Vereinsvorsitzenden, und strukturierte die Tagesplanung ab dem Eintreffen der Gäste. Weiter ging es zum Jugendclub um ein Programm zu erarbeiten und die einzelnen Punkte zu besprechen. Zwei Jugendliche sollten der Familie die Sehenswürdigkeiten Komendas zeigen, bevor sie zum Jugendclub kommen würden. Ich organisierte ein Taxi, welches meine Gäste noch am späten Abend zum Brenu Beach fahren sollte.
Alles ging Schlag auf Schlag und schon waren unsere kalifornischen Gäste in Komenda. Als sie zum Jugendclub kamen, erwartete uns ein gewaltiges Programm. Die Jugendlichen müssen diese Woche hart gearbeitet haben. Meiner Bitte, mich bei meiner Rückkehr zu überraschen, wurde mehr als nur erfüllt.
Voller Stolz betrachtete ich Ketten, lauschte Gedichten, verfolgte Theatervorführungen, sah Tänze, hörte Trommeln und empfang die Gesänge. Es war einfach großartig den traditionellen Performances einer tief verankerten Kultur zu folgen. Zum Abschluss brachte die kalifornische Familie ihren Beitrag und sang und tanzte für unseren Jugendclub den Beatlessong „Help!“ wodurch fast alle Anwesenden zum ersten Mal von einer berühmten Band namens Beatles hörten.
Alle waren hoch zufrieden, ich war voller Stolz und die Californier sagten mir, das war das Eindrücklichste, was sie auf ihrer Reise durch Ghana erlebt hatten. Anschließend genossen wir Sarahs einheimische Kost und ein anschließendes Bier mit Kojo im Grace Hotel in Komenda. Der Abend klang mit anregenden Diskussionen über Traditionen, verschiedene Kulturen und insbesondere Kojo´s Buch über Korruption in Ghana aus. Die Hoffnung auf eine große Einweihung des Jugendclubs im Januar war wieder geweckt.
Gerne würde ich diesen Artikel so stehen lassen. Doch nach diesem großartigen Ereignis wurden schnell wieder die Herausforderungen deutlich, mit welchen wir zu kämpfen haben. Unser Jugendclub Bankkonto beinhaltet noch gerade einmal 26 NGC (20 Euro). Wie sollen wir damit eine Einweihung planen?
Die Spendenlisten, mit denen die Jugendlichen Gelder sammeln sollten, kamen nicht wie ausgemacht zurück. Verloren hieß es, wodurch man sich schnell logisch erklären kann, dass das Geld anderweitig verwendet wurde. Die Förderanträge mit Anfragen auf Unterstützung sind verteilt. Täglich gehen wir zu Kirchen, Banken, Hotels und wohlhabenden Menschen oder Organisationen um rückzufragen. Doch die Antwort ist meist: „Kommt morgen wieder.“.
Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit haben sich wenig verbessert. Dienstag hatten wir einen guten und wichtigen HIV/AIDS Workshop, geleitet von Cecilia vom Social Welfare Office aus Elmina, der Chefin vom Sozialdezernat der regionalen Hauptstadt. So schön der Workshop auch war, er kam über eine Stunde zu spät zu Stande (die Alten sind noch schwerer auf Pünktlichkeit zu trimmen, als die Jungen), und mit nur der Hälfte unserer Jugendclubmitglieder.
Das Interesse und die Stimmung schwanken, die Planung hängt. Trotzdem haben wir gesehen, was möglich ist. Manchmal arbeitet man hart ohne Aussicht auf Verbesserung. Aber auch das kann belohnt werden. In Ghana denken die Menschen grundsätzlich erstmal positiv, sind wenig nachtragend und alles kann in Minuten von null auf hundert umschlagen, sich verändern.
Wir werden uns weiter den Herausforderungen stellen. Vielleicht sollte ich noch einmal auf Reisen gehen, um den Erfolg hinterher sichten zu können?!
Dezember 6, 2007 at 10:20 am
Verfasst von Markus Maassen
Und es war wiedermal soweit…
Letzte Woche Montag (26.11) ging es für uns wieder im geliehenen 4×4 aufs Land, um Schulen nachzubesuchen!
Diesmal standen die Schulen von Tamsé, Pathiri, Tindila und Barga auf dem Plan. Zusätzlich war die Schule von Saya auf der Tagesordnung, um diese vorzubesuchen.
Zunächst ging es am Montag um 7.00 Uhr los…. nach 3 1/2 Stunden Fahrt und davon 2 1/2 (Irrfahrt) durch den Busch erreichten wir nicht die Schule von Tamsé, sondern eine unbekannte andere Schule die bei Pathiri lag. Somit bedankten wir uns bei den vielen Bauern, die uns sehr genau und sicher nach Tamsé geführt hatten
In Pathiri kam Hannes Größe richtig zum Einsatz: Die Außenlampe musste ausgetauscht werden.Als Dankeschön wurde uns zum Abschied und Dank ein Hahn geschenkt.
…weiter gings nach Tindila! Dort wird die Installation täglich von über 200 Schülern genutzt!
Zum Abscheid gab es auch dort einen Hahn als Dank unseres Besuches…
…danach übernachteten wir in Ouahigouya, um am nächsten morgen früh auf zu brechen, um die Schulen von Barga und Saya zu besuchen!
In Barga wurde zu nächst wie iimmer das obligatorische technische Gutachten vollzogen und danach eine Gesprächsrunde mit den Verantwortlichen geführt. Leider stellte sich später heraus, dass die zweite Batterie bisher nicht gewartet wurde, da man dort davon ausgin, es würde reichen eine Batterie zu warten.
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Anschließend ging es weiter durch die Trockensavanne, um die Schule von Saya vor zubesuchen…
…nach Unterzeichnung der “Fiche d’Engagement”, also Engagement-Verträg für Lehrer und Elternvertretung, reisten wir nach Ouahigouya zurück, um dort in Hannes 20. Geburtstag hineinzufeiern…
Am nächsten Morgen wurde auf dem Weg nach Ouaga ein CSPS bei Gourcy besucht.
Hier sieht man wie man mit etwas Licht auf dem Land in einer Geburtenstation arbeitet:
…Zum Schluss besuchten wir noch die Schule von Tamsé.
Dort waren so gut wie alle Lampen defekt. Wir konnten durch mitgebrachte Lampen die Installation wieder reparieren…
…jetzt können wieder deutlich mehr Kindern abends von dem Licht in den zwei Klassenräumen profitieren!
Dann wurde es auch schon dämmerisch und wir kehrten gegen 18 uhr nach Ouagadougou zurück!
Melody FM ist der drittgrößte Radiosender in Ghana. Seit nunmehr zwei Wochen
ist zudem Alruns Stimme jeden Tag zu hören, da Melody FM, unser neuer Partner
in Ghana, mit ihr Radioansagen aufgenommen hat. Klasse!