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Archive for September, 2007

UNICEF befürchtet Krise wegen Überschwemmungen

Ghana
Die von Hannes erwähnten Überschwemmungen betreffen leider auch andere Ländern wie den Sudan, Ghana, Togo, Ruanda und Uganda. Laut UNICEF sind es die schlimmsten Überschwemmungen seit 30 Jahren.

Problematisch sind dabei nicht nur die Aufrechterhaltung der Lebensmittelzufur zu entlegenen Gebieten sondern auch drohende Krankheiten. Die EU hat Fördergelder von 2 Mio Euro zugesagt. Fraglich, ob das bei mittlerweile über 1,5 Millionen Obdachlosen Menschen reichen wird.

Mehr Infos
AFP – Unicef warnt vor schleichender humanitärer Krise in Afrika

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Tea time in Burkina – Teil 1

Das letzte Wochenende wurde von uns genutzt, um sich etwas weiter an die kulinarische Welt Burkinas anzupassen. Beim geselligen Zusammensein wird oftmals Tee gereicht, der à la façon burkinabée produziert wird.

Dieser Tee darf nicht einfach so gekocht werden, sondern kann ausschließlich mit den dafür vorgesehenen Utensilien die Vollendung seines Geschmacks erreichen. Dafür ging es also am Samstag auf den Markt.

Mit unserem Nachbarn Augustin kauften wir das Stövchen, die beiden Kessel und die Schnapsgläser.

Unser Nachbar Augustin

An einem weiteren Stand wurden dann Tee und ein Tablett erworben.

Das Allesständchen

Und am Schluss haben wir noch Kohle vom Straßenrand mitgenommen.
Kohle in Plastiksäcken

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Überschwemmungen in Burkina

Wie man in den deutschen Nachrichten anscheinend noch öfter mitbekommt als in den hiesigen, wüten in großen Teilen West- und auch Ostafrikas heftige Unwetter, deren Regengüsse große Teile des Landes unter Wasser setzen.

Die Angaben über die Anzahl der Betroffenen schwanken mitunter gewaltig. So heißt es in einer Zeitung aus Österreich (1) 6.000 Menschen seien von der Flut betroffen. Bei n-tv (2) sind es schon eine Million und die FAZ (3) berichtet von 1,5 Millionen. Es ist aber einstimmig zu vernehmen, dass sich die Anzahl der Toten auf ca.250 beläuft.

In mindestens 14 Ländern West- und Ostafrikas herrschten seit Ende der Regenzeit chaotische Verhältnisse, berichtete die BBC. (4) Eines dieser Länder sei Burkina-Faso.

Die Tatsache, dass hier von einem Krisengebiet auf das ganze Land geschlossen worden sein muss –hier in Ouaga kann von Chaos keine Rede sein- schmälert natürlich nicht die Tatsache, dass in einigen Regionen wirklich schlimme Zustände herrschen. Man kann sich gut vorstellen, dass manche Hütte auf dem Dorf den hier zu sehenden Stürmen nicht standhalten kann.

Sturm Wolkenfront Zerstörerisch

Ob die vermeintliche Katastrophe allerdings –wir enthalten uns eines Urteils- tatsächlich nur eine „Inszenierungen von Hilfsorganisationen,“ sei, „(…) um ihre Spendenkassen zu füllen“ (5) sei dahingestellt.

Vor dem Hintergrund, dass Afrika allerdings nicht nur wirtschaftlich schon lange ein Schlusslicht darstellt –um sich einmal zu solchen Verallgemeinerungen hinziehen zu lassen- erscheint die Überschrift der FAZ zumindest unpassend. Diese lautet: „Afrika steht vor einer Hungersnot.“ (3)

Wir sind trotz aller Medienwirrnis von den Folgen der starken Regenfälle schockiert und versuchen weiterhin, das wirkliche Ausmaß der Katastrophe vor Ort abzuschätzen.

(1)http://www.vienna.at/news/welt/artikel/ueberschwemmungen-in-burkina-faso/cn/news-20070816-07374357

(2)http://www.n-tv.de/853231.html

(3)http://www.faz.net/s/Rub9FAE69CECEA948EAAFE2806B54BF78AA/Doc~ED5284269AFA5469FBE798F9C267816F4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(4)http://www.bbc.co.uk/weather/world/news/15092007news.shtml

(5)http://www.tagesschau.de/ausland/afrika2.html

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Ouaga 2000 – das andere Burkina Faso

Auch wenn Burkina Faso das drittärmste Land der Welt ist, hat Ouagadougou dennoch ein modernes, westliches, luxuriöses Viertel, das nicht wirklich in das restliche Stadtbild von Ouagadougou und schon gar nicht in die Landschaft von Burkina Faso passt. Gemeint ist das so genannte noch im Bau befindende Ouaga 2000.

Ein Eifelturm, Prachtbauten, Villen, Hotels, Konferenzhallen, ein Sportstadion, eine modernes Krankenhaus, eine neuer Präsidentenpalast und einige Ministeriengebäude. Das ist die eine Seite von Ouaga 2000: Ein Viertel für Reiche und für die zukünftige Verwaltung des Staats Burkina Faso.

Der Eifelturm von Ouaga2000Die neue Presidents in Ouaga 2000

Die andere Seite: Leere große Avenuen, leer stehende Häuser, riesengroße leerstehende Landstriche. Der Grund: Die Mietkosten und Grundstückspreisen sind viel zu hoch. Somit wirkt das Viertel eher wie eine Geisterstadt.

Jonas und Markus in Ouaga 2000 Leerstehende Häuser - die Geisterstadt Ouaga 2000 Hannes auf seiner P50

Es ist umstritten, ob dieses Viertel zukünftig das erreicht, was es erreichen soll, eine Auslagerung der Staatsverwaltung mit sämtlichen Ministerien aus dem Stadtzentrum, wo kein Platz zur Ausweitung vorhanden ist.
Zudem sollen hier die Reichen und Betuchten in ihren Villen und Hotels hausen. Eine klare Trennung zwischen arm und reich. Fraglich ist zudem, wann dieser Projekt beendet ist, denn es sieht nicht mal annähernd fertig aus.

Ein weiterer Grund für den Bau von Ouaga 2000 war eine Konferenz der Staatschef Frankreichs und Afrikas im Jahre 1996 in Ouagadougou.
Die Staatschef und Diplomaten wurden mit Autos direkt vom Stadtzentrum, Flughafen, ins Randviertel Ouaga 2000 gefahren.
Der Grund: Man wollte nicht, dass man sieht, dass es Burkina Faso – dem drittärmsten Land der Welt – schlecht geht und unter Armut und wirtschaftlichen Problemen leidet. Also zeigte man den Besuchern nur Ouaga 2000 mit seinen modernen Luxusbauten und großen Straßen.

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Auf dem Markt

Um sich hier in Ouaga etwas zu essen zu beschaffen, kann man nicht nur am Straßenrand ein paar leckere Snacks erhaschen, sondern auch auf den Markt gehen, um sich seine Zutaten für das Mittagessen zusammen zu suchen. Solch ein Markt gibt schon ein ganz anderes Bild ab, als er dies in der trauten Heimat tut.

Es wird entweder auf Ständen,

Stand

oder auf dem Boden verkauft.

Boden

Fleisch wird vor Ort geschlachtet,

Fleischstand

und selbst eine Apotheke ist hier zu finden.

Apotheke

Auf der uns nicht verständlichen Sprache Mooré kann man sich dann beraten lassen, welches Kräuterchen, welche Wirkung hat. Gute Besserung!!

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50 “Teamgeist Fussbälle” für die Fussballschule

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Raus aufs Dorf!


Vorletzte Woche besuchten wir mit unserem Freund Tasséré und Sebastian, unserem ADA-Betreuer und Ex-SEWA-Zivi, das Dorf Tamsé und die Familie von Tasséré.

Wir fuhren mit einem geliehenen Auto raus aus Ouaga…

Und dann…

Endlich!!! Kein Staub und keine Abgase.

Überall ist Grün – und unglaublich frische Luft.

Die Straße ist völlig leer und man fühlt sich ganz plötzlich wie am Ende der Welt.

Vorher in der Stadt mit den vielen Mopeds, Autos, Lärm, Unmengen an Menschen und vielem mehr und dann auf einmal Ruhe und unendliche grüne Weite.

Afrikanische Natur - überall grün

 

Angekommen am Hof der Familie Darra, werden wir von allen Mitgliedern des Hofes herzlichst begrüßt.

Es werden lange Begrüßungsreden auf Mooré gehalten. Man gibt sich 10-mal die Hand und bejaht alles mit einem „mhm“. Das hier dasselbe bedeutet wie bei uns „Ja“- für eine Bestätigung. Hört sich gewöhnungsbedürftig an, denn es klickt für einen Deutschen wie „mhmm - ja sehr interessant“.

Hier ist man sehr herzlich und freundlich, man wünscht sich während der Gespräche gegenseitig Gesundheit, ein langes Leben und vieles mehr.

Ein afrikanischer Hof

 

Nach der Begrüßung und unsere Übergabe der kleinen Gastgeschenke, werden wir aufs Feld der Familie geführt, wo wir uns die Feldarbeit ansehen können.

Natürlich dürfen wir auch mal mit der Hacke anpacken und mitarbeiten.

Durch die Arbeit mit Hand und Hacke fühlt man sich etwa 100 Jahre zurück versetzt.

Richtige Feldarbeit

Nach 4 Stunden müssen wir uns schon wieder von der Familie verabschieden. Länger können wir nicht bleiben, denn vor Dämmerungsbeginn müssen wir wieder in Ouaga. Abschiedsfoto

Nun treten wir 2-stündige Rückfahrt über Schotterpistenund später Nationalstraße an.

Als wir in einem kleinen Straßendorf einkehren, um uns am Nachmittag noch was mit Fleisch und Brot zu stärken, überrascht uns eine Gewitterschauer.

Dennoch schaffen wir es heil wieder im wohlbehüteten Zivi-Haus anzukommen :)

Regen!

 

 

 

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Stationäres Handy in Uganda

Uganda Telefon
In Uganda geht die Entwicklung im mobilen Telefonsektor ständig voran. Der mobile Anbieter hier fährt mit dieser Installation auf dem Fahrad durchs Land und verlangt 200 ugandische Schilling pro Gesprächseinheit, was hier etwa 8 Cent entspricht.

via afrigadget

Übrigens: Afrika ist keineswegs im “mobilen Mittelalter”. Das oben gezeigte Beispiel ist eine Kuriosität, auch vor Ort. In Uganda werden Ende des Jahres 2 neue Netzbetreiber das Geschäft eröffnen. Währenddessen weiß FastAfrica.net darüber zu berichten, dass Handys den freien Journalismus unterstützen können, zumindest solange die Regierung der Technik noch hinterher ist…

Doch gerade durch fehlendes Festnetz wird das Handy in weiten Teilen Afrikas immer mehr zur Standartausstattung der normalen Bevölkerung: 94 Millionen waren es schon 2005!

Mehr dazu
FastAfrica.net – Handy-Revolution in Afrika

Kommentare (1)

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