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Archive for Juli, 2007ABFLUG: Aufwiedersehn Deutschland / Hallo Burkinabald ist es soweit - Sonntag gehts nach Burkina. Wir freuen uns auf die Arbeit in Ouaga und die Zusammenarbeit mit allen während des kommenden Jahres. Am kommenden Sonntag (29.07) werden wir, Hannes und Markus, uns dann auf den Weg nach Burkina machen - Montagnacht um 2.35 Uhr (westafrikanischer Zeit) werden wir dann ankommen. Wir sagen schonmal aufwiedersehen SEWA-Deutschland, wir sehen uns in frühestens 13 Monaten; Ein dickes Hallo an unsere Vorgänger “Wir kommen!” Mein Vorhang senkt sich - der nächste Akt wird vorbereitetSeit langem sehe ich meine afrikanische Sonne untergehen, und erschrecke Au revoir meinem Afrika! Zeit zum Abschied nehmenDa werden wir vom Administrator mit dem Arsch schon aus dem Blog gestoßen und Sudans Präsident behauptet, alles sei in Ordnung
Das vom Bürgerkrieg zerrütete Land ist seit 4 Jahren im Krisenzustand. Schwarzafrikanische Stämme kämpfen seitdem gegen die arabisch dominierte Regierung, der schwere Kriegsverbrechen wie Massenvertreibung und Völkermord vorgeworfen werden. Al-Baschir wird nach den neuerlichen Auskünften vorgeworfen, eine Lügen-Kampagne zur Verhinderung internationaler Friedenstruppen in der Darfur Region zu führen. In der TAZ liest man hierzu:
Mehr Informationen Kino: Als der Wind den Sand berührte
Ab 26. Juli im Kino. Mehr Infos Hungerkatastrophen in Afrika können sich ständig wiederholenIn einem neuen Bericht des International Institute for Environment and Development wird vor der weiterhin bestehenden Gefahr vor Hungerkatastrophen gewarnt. So sei von “chronischer Verletzbarkeit” zu sprechen, solange die Regierungen der betroffenen Länder ihre Politik an die Gefahren nicht anpassen. Laut dem Bericht mit dem Titel “Beyond any Drought” sind allein in Niger etwa 3 Millionen Menschen ständig in Gefahr, in tiefe Krisen zu fallen. “Die Geschichte wird sich wiederholen, wenn Regierungen und Geber für die Region nicht eine völlig neue Strategie entwickeln”, wird im Bericht unterstrichen. Regierungen der Länder Burkina Faso, Niger und Mali werden ausdrücklich aufgefordert, Investitionen im Agrarbereich und in der Bildung zu intensivieren. Die Ausdehnung der Wüste in der Sahelzone ist ein geologisches Problem, welches mit richtigen Entscheidungen begegnet werden muß. So fehlt vielen Menschen der freie Zugang zu Wasser. IIED - “Beyond any Drought” Report $100 Laptop geht in die Massenproduktion
Damit können Schüler nun bald lernen, mit dem Computer zu arbeiten, der für ihr späteres Berufsleben mit großer Sicherheit eine hohe Bedeutung einnehmen wird. Gerade Schüler, die später studieren oder ins Ausland gehen, werden so effizienter arbeiten können. Siehe auch Unser letzter StreichEin Jahr in Burkina Faso hat Spuren hinterlassen. Nicht nur bei den Zivis und in den Projekten. Sondern auch an unserem Büro. Ein Jahr Sandstürme, und rote Staubwolken, ein Jahr Hitze und ordentliches Schwitzen. So ist es für uns höchste Zeit Ordnung in unsere Jahreswirtschaft zu bringen, damit unsere Nachfolger Markus und Hannes nächste Woche eine saubere Arbeitsgrundlage haben, wenn wir sie in die Projekte einweisen. NIGER: Erneute Tuareg-Rebellion: Hypotheken der Vergangenheit?Seit Februar dieses Jahres schwelen im Norden der Republik Niger erneut Unruhen. Bereits werden zahlreiche Tote – darunter auch Zivilisten – und Vermisste gemeldet. Werden ungelöste Konflikte zur Neuauflage der Ereignisse von 1990-95 führen? Zahlreiche Tuareg rund um Vertreter der Tuareg-Rebellion der Neunziger Jahre haben sich im vergangenen Februar zu einer neuen Front mit dem Namen „Mouvement des Nigériens pour la Justice“*, kurz MNJ, zusammengeschlossen. Seither ist es zu mehreren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Armee des Niger und dem MNJ gekommen. Auch wurden mehrmals kommerzielle ausländische Einrichtungen angegriffen, so zum Beispiel ein Uran-Bergwerk der französischen Firma Areva. Die Verhaftung und Ermordung von drei zivilen, hochbetagten Tuareg-Männern durch das Militär in der Region Tezirzayt (inzwischen durch mehrere, auch militärische Quellen in Niger bestätigt) und Vermisstmeldungen von über 250 nach Verhaftungen verschwundenen Zivilisten, brachte den Konflikt zur Eskalation. Als Vergeltungsakt haben die Rebellen des MNJ einen Angriff auf den militärischen Stützpunkt in Tezirzayt unternommen, wobei 17 nigrische Soldaten getötet, weitere 43 verletzt und über 70 gefangen genommen wurden. Kurz nach dem Angriff rief der MNJ das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) an, die medizinische Versorgung der schwerverletzten Gefangenen zu sichern. Am 25. Juni wurden die 30 schwerstverwundeten Soldaten freigelassen und einer Delegation des IKRK zur Überführung ins Spital von Arlit übergeben.
Trotz der internationalen Beachtung, welche die Ereignisse in den letzten Wochen fanden, spricht die Regierung des Niger weiterhin von “bewaffnetem Banditentum” und “Drogenschmuggel“. Sie weigert sich, die Tuareg-Rebellen und ihre Organisation MNJ anzuerkennen, welche sich gemäss der MNJ-Website für alle Nigerier, unabhängig ihrer ethnischen Zugehörigkeit, einsetzt. Entsprechend haben sich bereits zahlreiche Nicht-Tuareg den MNJ-Kämpfern angeschlossen. Neben der Weigerung der Regierung, die Rebellion anzuerkennen, wird eine aktive Pressezensur betrieben: Am 1. Juli wurde die unabhängige Zeitung “Aïr Info” in Agadez aufgrund ihrer Berichterstattung über die Geschehnisse für 3 Monate suspendiert. Drei andere private Zeitungen in Niamey erhielten Verwarnungen. Aktuell hat der französische Radiosender RFI Radio France International ein Sendeverbot für 1 Monat erhalten. RFI hatte gegen das Verbot der Regierung von Niger, einen Sonderberichterstatter in die Konfliktzone zu entsenden, Widerspruch eingelegt. Der RFI-Sonderberichterstatter Moussa Kaka, ist daraufhin von einem der obersten nigrischen Militärs, General Moumouni Boureima, mit dem Tode bedroht worden. Die Tuaregrebellen haben mehrmals ihre Bereitschaft zu Gesprächen mit der Regierung signalisiert. Dies jedoch unter der Bedingung, dass diese ihre Organisation MNJ als Rebellionsbewegung anerkennt. Mehrmals kuriserten (allerdings unbestätigte) Informationen, gemäss welchen die Regierung des Niger andere Länder um militärische Untersützung angefragt hätte. Zuletzt wurde am 3. Juli auf der Website des MNJ gemeldet, Präsident Mamadou Tandja wolle von der Ukraine Kampfhubschrauber des Typs MI-24 erwerben, um die Lager des MNJ anzugreifen.
Die Gründe für den Konflikt sind in der anhaltenden Benachteiligung des Nordens sowie in der Ausbeutung und Exploration (insbesondere durch Frankreich und China) der reichen Uranvorkommen zu sehen, die ein bedeutendes Gesundheits- und Umweltrisiko für die dort lebende Bevölkerung darstellt. Unter der Mediation von Frankreich, Algerien und Burkina Faso war 1995 der letzte bewaffnete Aufstand der Tuareg durch ein Friedensabkommen zwischen den Tuareg und der nigrischen Regierung beendet worden. Dieses Abkommen beinhaltet neben einer umfassenden administrativen und militärischen Dezentralisierung des Landes auch vermehrte Investitionen in die nördliche Region, insbesondere in das Bildungswesen und die medizinische Grundversorgung. Ebenso wurde der Bevölkerung des Nordens, grösstenteils aus Tuareg bestehend, gewisse Selbstverwaltungsrechte zugestanden. Gemäss dem MNJ wurden die Zugeständnisse aus dem Friedensabkommen von 1995 von der Regierung allerdings nur punktuell bis gar nicht in Tat umgesetzt.
* Bewegung der Nigerier für die Gerechtigkeit
newsgroup.nordniger newsgroup.nordniger berichtet über Ereignisse im Norden Nigers seit Frühjahr 2007, insbesondere über die Aktivitäten von MNJ und alle damit in Zusammenhang stehenden Ereignisse und Hintergründe.
newsgroup.nordniger steht in Kontakt mit anderen Gruppen gleicher Zielsetzung.
E-Mailadresse: newsgroup.nordniger[at]yahoo.de
Internetquelle MNJ: http://m-n-j.blogspot.com/
siehe auch: RFI
und: REUTERS
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