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Solaranlagen in Burkina Faso  - SEWA

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Archive for Juli, 2007

Ferien und Ansuchen bei der Knight Foundation

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ABFLUG: Aufwiedersehn Deutschland / Hallo Burkina

bald ist es soweit - Sonntag gehts nach Burkina.

Wir freuen uns auf die Arbeit in Ouaga und die Zusammenarbeit mit allen während des kommenden Jahres.

Am kommenden Sonntag (29.07) werden wir, Hannes und Markus, uns dann auf den Weg nach Burkina machen - Montagnacht um 2.35 Uhr (westafrikanischer Zeit) werden wir dann ankommen.

Wir sagen schonmal aufwiedersehen SEWA-Deutschland, wir sehen uns in frühestens 13 Monaten; Ein dickes Hallo an unsere Vorgänger “Wir kommen!” :)

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Mein Vorhang senkt sich - der nächste Akt wird vorbereitet

Seit langem sehe ich meine afrikanische Sonne untergehen, und erschrecke
jetzt doch mit der Einsicht, dass dieses begrenzte Jahr in der einstigen
Fremde schon zu Ende ist. So empfangen wir schon in wenigen Stunden die
Nachfolger am Flughafen. Unser eingesessener Platz wird von frischen
Wind gelüftet. Was mir bleibt von diesem aufregenden Jahr sind
Erinnerungen, an herzliche Freunde, beeindruckende Bekannte, spannende
Arbeit, viel Spaß und unmenschliche Hitze. So ist dies nach einem
gemeinsamen Jahr meine letzte Meldung im Ouagadougou-Calling. Ich
verlasse meine liebgewonnene Welt mit einem tränenden Auge, aber auch
einer großen Vorfreude auf die alte neue Welt. Ich verabschiede mich bei
allen Lesern, die uns so ausdauernd in unserem Jahr begleitet haben, und
hoffentlich ein Stück Afrika in der Heimat mitfühlen konnten.

Erinnerungen…
anklemmendausruhendbesuchendcoole Geschenkeduschendenthüllendfahrendheizendlachendprüfendpumpendreitend

Au revoir meinem Afrika!
Bienvenue unseren Nachfolgern …

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Zeit zum Abschied nehmen

Da werden wir vom Administrator mit dem Arsch schon aus dem Blog gestoßen und
sind noch garnicht weg. So möchten wir uns jetzt noch persönlich von unseren
treuen und neuen, kritischen und flüchtigen Lesern bedanken…

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Sudans Präsident behauptet, alles sei in Ordnung

sudan al-baschirSudans Präsident al-Baschir unternahm eine dreitägige Reise durch sein Land um danach die Lage als “ruhig” zu bezeichnen.

Das vom Bürgerkrieg zerrütete Land ist seit 4 Jahren im Krisenzustand. Schwarzafrikanische Stämme kämpfen seitdem gegen die arabisch dominierte Regierung, der schwere Kriegsverbrechen wie Massenvertreibung und Völkermord vorgeworfen werden. Al-Baschir wird nach den neuerlichen Auskünften vorgeworfen, eine Lügen-Kampagne zur Verhinderung internationaler Friedenstruppen in der Darfur Region zu führen.

In der TAZ liest man hierzu:

Kritiker warfen Baschir am Montag die Verleugnung der Wirklichkeit vor: “Baschir hat kein einziges Flüchtlingslager besucht, mit keinem Kriegsversehrten gesprochen und sich vor allem in klimatisierten Räumen aufgehalten”, so ein mitreisender Journalist. Baschirs Provokationen sind Teil einer seit Wochen laufenden Kampagne, die die geplante Entsendung von 26.000 Friedenssoldaten unter gemeinsamem Mandat von UN und Afrikanischer Union (AU) verhindern soll. Baschir hatte kürzlich behauptet, die auf zweieinhalb Millionen geschätzten Flüchtlinge seien spätestens in einem Monat wieder zu Hause. Im staatlichen Fernsehen wurde zudem vor Krankheiten und Unmoral gewarnt, die die Soldaten nach Darfur bringen würden.

Mehr Informationen
taz - Sudans Präsident im Blindflug
Wikipedia - Darfur Krise
Africa-Help.org - Eye on Darfur - Satellitenbilder von der Krise

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Kino: Als der Wind den Sand berührte

Die Wüste wächst, die endlose Dürre lässt die Brunnen austrocknen. Ihrem Instinkt folgend, ziehen die meisten Bewohner eines afrikanischen Dorfs nach Süden. Nur Dorflehrer Rahne hält das für falsch und geht mit seiner Frau Mouna und seinen drei Kindern nach Osten, obwohl dort Krieg herrscht. Ihre einzigen Besitztümer sind ein paar Schafe, einige Ziegen und Chamelle, das Dromedar. Doch ihr Marsch führt sie unter brennender Sonne direkt in Feindesland.

Ab 26. Juli im Kino.

Mehr Infos
Kinowelt - Details zum Film

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Hungerkatastrophen in Afrika können sich ständig wiederholen

In einem neuen Bericht des International Institute for Environment and Development wird vor der weiterhin bestehenden Gefahr vor Hungerkatastrophen gewarnt. So sei von “chronischer Verletzbarkeit” zu sprechen, solange die Regierungen der betroffenen Länder ihre Politik an die Gefahren nicht anpassen.

Laut dem Bericht mit dem Titel “Beyond any Drought” sind allein in Niger etwa 3 Millionen Menschen ständig in Gefahr, in tiefe Krisen zu fallen. “Die Geschichte wird sich wiederholen, wenn Regierungen und Geber für die Region nicht eine völlig neue Strategie entwickeln”, wird im Bericht unterstrichen. Regierungen der Länder Burkina Faso, Niger und Mali werden ausdrücklich aufgefordert, Investitionen im Agrarbereich und in der Bildung zu intensivieren.

Die Ausdehnung der Wüste in der Sahelzone ist ein geologisches Problem, welches mit richtigen Entscheidungen begegnet werden muß. So fehlt vielen Menschen der freie Zugang zu Wasser.

IIED - “Beyond any Drought” Report
Africa-Start.de - Strategie gegen ständige Anfälligkeit gefordert

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$100 Laptop geht in die Massenproduktion

OLPCZugegeben, der ursprünglich mit $100 günstige Laptop kostet nun $175 - aber günstiger als andere Geräte ist er immernoch. Das ehrgeizige Projekt von Nicholas Negroponte soll nach mehreren Jahren Entwicklungsarbeit nun in die Masseproduktion gehen und in wenigen Monaten Schulen in Entwicklungsländern erreichen. Ziel ist, die sogenannte “digitale Kluft” zwischen westlichen Ländern und ärmeren Regionen zu minimieren.

Damit können Schüler nun bald lernen, mit dem Computer zu arbeiten, der für ihr späteres Berufsleben mit großer Sicherheit eine hohe Bedeutung einnehmen wird. Gerade Schüler, die später studieren oder ins Ausland gehen, werden so effizienter arbeiten können.

Siehe auch
OLPC - offizielle Webseite
heise.de Technikticker - “One Laptop per Child” geht in die Massenproduktion
sueddeutsche.de - Laptop für die Lehmhütte

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Unser letzter Streich

Ein Jahr in Burkina Faso hat Spuren hinterlassen. Nicht nur bei den Zivis und in den Projekten. Sondern auch an unserem Büro. Ein Jahr Sandstürme, und rote Staubwolken, ein Jahr Hitze und ordentliches Schwitzen. So ist es für uns höchste Zeit Ordnung in unsere Jahreswirtschaft zu bringen, damit unsere Nachfolger Markus und Hannes nächste Woche eine saubere Arbeitsgrundlage haben, wenn wir sie in die Projekte einweisen.
Ein Jahr hat Spuren hinterlassenAuf zu letzten TatenUnd los geht esAlles muss raus
So hieß es jetzt für uns, letzte Spuren zu verwischen, und den Maler ins Haus zu holen. Mit dem Team räumen wir das Büro leer, entwirren den Kabelsalat, finden viele vermisste Kugelschreiber hinter Tischen und Schränken wieder, und dann wird der Fachmann in unsere Pläne eingeweiht. Da sich SEWA seit Juli im neuen Vereinsgewand zeigt (www.solar-afrika.de), soll auch das Büro in Ouagadougou repräsentativen Charakter bekommen.
Und es wird schön… noch schöner ……am Schönsten!Und fertig!
Die Arbeit ist geschafft, das Büro wieder eingeräumt. Wir bedanken uns beim Maler: Guter Streich!

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NIGER: Erneute Tuareg-Rebellion: Hypotheken der Vergangenheit?

Seit Februar dieses Jahres schwelen im Norden der Republik Niger erneut Unruhen. Bereits werden zahlreiche Tote – darunter auch Zivilisten – und Vermisste gemeldet. Werden ungelöste Konflikte zur Neuauflage der Ereignisse von 1990-95 führen?

Zahlreiche Tuareg rund um Vertreter der Tuareg-Rebellion der Neunziger Jahre haben sich im vergangenen Februar zu einer neuen Front mit dem Namen „Mouvement des Nigériens pour la Justice“*, kurz MNJ, zusammengeschlossen. Seither ist es zu mehreren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Armee des Niger und dem MNJ gekommen. Auch wurden mehrmals kommerzielle ausländische Einrichtungen angegriffen, so zum Beispiel ein Uran-Bergwerk der französischen Firma Areva.

Die Verhaftung und Ermordung von drei zivilen, hochbetagten Tuareg-Männern durch das Militär in der Region Tezirzayt (inzwischen durch mehrere, auch militärische Quellen in Niger bestätigt) und Vermisstmeldungen von über 250 nach Verhaftungen verschwundenen Zivilisten, brachte den Konflikt zur Eskalation. Als Vergeltungsakt haben die Rebellen des MNJ einen Angriff auf den militärischen Stützpunkt in Tezirzayt unternommen, wobei 17 nigrische Soldaten getötet, weitere 43 verletzt und über 70 gefangen genommen wurden. Kurz nach dem Angriff rief der MNJ das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) an, die medizinische Versorgung der schwerverletzten Gefangenen zu sichern. Am 25. Juni wurden die 30 schwerstverwundeten Soldaten freigelassen und einer Delegation des IKRK zur Überführung ins Spital von Arlit übergeben.

Trotz der internationalen Beachtung, welche die Ereignisse in den letzten Wochen fanden, spricht die Regierung des Niger weiterhin von “bewaffnetem Banditentum” und “Drogenschmuggel“. Sie weigert sich, die Tuareg-Rebellen und ihre Organisation MNJ anzuerkennen, welche sich gemäss der MNJ-Website für alle Nigerier, unabhängig ihrer ethnischen Zugehörigkeit, einsetzt. Entsprechend haben sich bereits zahlreiche Nicht-Tuareg den MNJ-Kämpfern angeschlossen.

Neben der Weigerung der Regierung, die Rebellion anzuerkennen, wird eine aktive Pressezensur betrieben: Am 1. Juli wurde die unabhängige Zeitung “Aïr Info” in Agadez aufgrund ihrer Berichterstattung über die Geschehnisse für 3 Monate suspendiert. Drei andere private Zeitungen in Niamey erhielten Verwarnungen.

Aktuell hat der französische Radiosender RFI Radio France International ein Sendeverbot für 1 Monat erhalten. RFI hatte gegen das Verbot der Regierung von Niger, einen Sonderberichterstatter in die Konfliktzone zu entsenden, Widerspruch eingelegt. Der RFI-Sonderberichterstatter Moussa Kaka, ist daraufhin von einem der obersten nigrischen Militärs, General Moumouni Boureima, mit dem Tode bedroht worden.

Die Tuaregrebellen haben mehrmals ihre Bereitschaft zu Gesprächen mit der Regierung signalisiert. Dies jedoch unter der Bedingung, dass diese ihre Organisation MNJ als Rebellionsbewegung anerkennt.

Mehrmals kuriserten (allerdings unbestätigte) Informationen, gemäss welchen die Regierung des Niger andere Länder um militärische Untersützung angefragt hätte. Zuletzt wurde am 3. Juli auf der Website des MNJ gemeldet, Präsident Mamadou Tandja wolle von der Ukraine Kampfhubschrauber des Typs MI-24 erwerben, um die Lager des MNJ anzugreifen.

Die Gründe für den Konflikt sind in der anhaltenden Benachteiligung des Nordens sowie in der Ausbeutung und Exploration (insbesondere durch Frankreich und China) der reichen Uranvorkommen zu sehen, die ein bedeutendes Gesundheits- und Umweltrisiko für die dort lebende Bevölkerung darstellt. Unter der Mediation von Frankreich, Algerien und Burkina Faso war 1995 der letzte bewaffnete Aufstand der Tuareg durch ein Friedensabkommen zwischen den Tuareg und der nigrischen Regierung beendet worden. Dieses Abkommen beinhaltet neben einer umfassenden administrativen und militärischen Dezentralisierung des Landes auch vermehrte Investitionen in die nördliche Region, insbesondere in das Bildungswesen und die medizinische Grundversorgung. Ebenso wurde der Bevölkerung des Nordens, grösstenteils aus Tuareg bestehend, gewisse Selbstverwaltungsrechte zugestanden. Gemäss dem MNJ wurden die Zugeständnisse aus dem Friedensabkommen von 1995 von der Regierung allerdings nur punktuell bis gar nicht in Tat umgesetzt.

* Bewegung der Nigerier für die Gerechtigkeit

newsgroup.nordniger

newsgroup.nordniger berichtet über Ereignisse im Norden Nigers seit Frühjahr 2007, insbesondere über die Aktivitäten von MNJ und alle damit in Zusammenhang stehenden Ereignisse und Hintergründe.


In der newsgroup.nordniger sind engagierte Menschen aus dem deutschsprachigen Raum aktiv, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die ansonsten nicht bzw. wenig verbreitete Nachrichten über die Situation im Norden von Niger, die sogenannte. Tuareg-Rebellion, die Aktivitäten von MNJ und alles, was damit im Zusammenhang steht, weiter zu verbreiten.

newsgroup.nordniger steht in Kontakt mit anderen Gruppen gleicher Zielsetzung.

E-Mailadresse: newsgroup.nordniger[at]yahoo.de

Internetquelle MNJ: http://m-n-j.blogspot.com/

siehe auch: RFI
und: REUTERS

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