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Archive for Juni, 2007Der gute Wille auf Ouagadougous StraßenWenn in Ouagadougou ein Hausumbau ansteht, oder in die Jahre gekommene Burkina Faso: Tischler gesucht!
Mehr Infos Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr
Die Kameraden sind mit nur vier Krankenwagen ausgestattet, die jeden Monat zu über 500 Verkehrsunfällen ausrücken müssen. Für die Brandbekämpfung stehen in der Hauptfeuerwache drei Fahrzeuge zur Verfügung, von denen eines nur noch als großer Wasserspeicher fungiert - denn in Ouagadougou gibt es so gut wie keine öffentlichen Hydranten. Der zweite Wagen ist zwar in gutem Zustand und recht modern ausgestattet, kann aber als französisches Fabrikat mit dem dritten, einem japanischen Löschfahrzeug, nicht zusammen eingesetzt werden - es existieren keine Adapter für die unterschiedlichen Kupplungssysteme. Weitere vorhandene Gerätschaften sind fast alle defekt: im trocken-heißen Klima einmal liegengeblieben, finden sich für die ausländischen Wagen (fast alle Fahrzeuge sind Spenden) kaum Ersatzteile. Noch desolater ist die Lage bei den Feuerwehrleuten selbst. Ist in Deutschland jeder Kamerad im Gefahrenbereich mit schwerem Atemschutz gegen den giftigen Rauch ausgestattet, sind diese Geräte in Burkina unbekannt. Auch von der deutschen Sicherheitskleidung können die Burkinabè nur träumen: einige zerschlissene Lederjacken und Helme ohne Verschlussmechanismus sind alles, was auf den Fahrzeugen zur Verfügung steht - natürlich nie für die ganze Mannschaft. Auf den anderen Feuerwachen sieht es nicht besser aus - auch wenn sich jede Stadt, die eine Wache hat, glücklich schätzen kann: es gibt derer nämlich nur fünf in ganz Burkina. Östlich von Ouagadougou - in einem Gebiet so groß wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammengenommen - gibt es sogar gar keine Feuerwehren. Hier muss die Hilfe aus Ouaga anrücken, sollte es zum Großschadensfall kommen.
Auf der Suche nach Madame Ouedraogo“Wie hieß die Verkäuferin noch mal?” Welch unmögliches Unterfangen in Ouagadougou. Denn hier hat die Familie Ouedraogo ihren Ursprung. Die Geschichte sagt, dass es einen großen Chef gab, dessen Tochter eine tapfere Kriegerin war. Deshalb wollte er sie nicht verheiraten. Doch ihre Sehnsucht war stärker, als der Wille des Vaters. So schwung sie sich auf ihr starkes Kriegspferd, und reitete bis an die heutige ghanaische Grenze. Dort traf sie auf einen Jäger, den sie zum Mann nahm. Ihr Kind nannten sie Ouedraogo, cheval male, Hengst. Als Enkel des großen Chefs zog es ihn raus aus den Urwald, in eine savannenähnliche Region, wo er die Stadt Ouagadougou gründete. Dort machte er gemäß seinem Namen viele Kinder, und die waren wiederum fleißig. Heute nehmen die Ouedraogos allein 17 Seiten im Telefonbuch ein. Dort sind nur Festnetzanschlüsse vermerkt - die gerade jeder 20.Haushalt in Ouagadougou vorweist. Es geht weiter ..Nachdem wir lange nichts von uns hören haben lassen, nun wieder ein paar Bilder aus Ghana. Grund für die lange Verzögerung ist, dass wir seit 2 Monaten keinen deutschen Projektkoordinator mehr vor Ort haben, die finanzielle Situation des Vereins lässt dies nicht zu. Wir sind in dieser schwierigen Situation besonders stolz, dass wir funktionierende Strukturen in Ghana aufbauen konnten, so dass das Projekt auch ohne deutsche Vertretung voranschreitet. Insbesondere unser einheimischer Projektmanager Solomon Appiah ist es zu verdanken, dass es Fortschritte beim Bau gibt und auch die Aktivitäten des Jugendclubs nicht einschlafen. Aber auch unseren Vereinsvorstand gilt Dank, ohne seine beratende Funktion wäre es für uns in fernem Deutschland sehr schwierig zu handeln. +++ Bau +++ Das rohe Fundament konnte mit Sand bis an die Bodendecke aufgefüllt werden. Derzeit werden die Vorbereitung für das Schliessen des Fundaments mit einem Eisen-Zement-Deckel getroffen. In 4 Wochen soll es weitergehen. +++ Jugend +++ Neben den allwöchentlich Samstagstreffen wurde auch mal wieder ein wenig Sport gespielt. Beim Fussball verlor unser Team leider gegen eine Auswahl von Collegespielern 2:0. Keine Schande … weiter trainieren. Alle weiteren News auf www.aim-ev.org Herzliche Grüße, Jörn Preuß Eindrücke einer Sahel-ReiseIn der letzten Woche ging es für uns noch einmal in die trockene Sahelzone im Norden des Landes. Wieder trieb uns der Nachbesuch unserer Projektschulen in den Busch, um dem Einfluss der solaren Installationen auf den Grund zu gehen, und, wenn nötig, Reparaturen durchzuführen. Wir meinen: Bilder schenken doch bessere Eindrücke als lange Texte. Daher: Eindrücke einer Sahelreise… Eye on Darfur - Satellitenbilder von der Krise
Vertreibung und Massenmord haben bis zu einem Friedensabkommen Anfang diesen Jahres zu geschätzten 400.000 Opfern und unzähligen Flüchtlingen geführt. Der Konflikt ist jedoch noch nicht beendet, da nicht alle Stämme dem Abkommen beigetreten sind. Das Projekt Eyes on Darfur dokumentiert mit Satellitenbildern Dörfer und Flüchtlingslager, bringt die scheinbar unbeachtete Katastrophe jedem nach Hause. 12 von Amnesty International als von einem Angriff gefährdete Dörfer sind mit Live-Satelliten Bildern zu sehen. Peter Mühlbauer von Telepolis (heise) dazu:
> Eyes on Darfur
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