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Archive for Juni, 2007

Containerankunft

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Der gute Wille auf Ouagadougous Straßen

Wenn in Ouagadougou ein Hausumbau ansteht, oder in die Jahre gekommene
Häuser abgerissen werden, findet der Bauschutt schnell Verwendung. Die
Schlaglöcher sind tief in der Stadt, und der bevorstehende Regen wird
neue Rinnen in die roten Sandpisten reizen. So werden die Steinbrocken
auf die Straße geworfen, Löcher zum Auffüllen finden sich immer. Die
Steine kleinzuhacken wäre zu viel des Guten. Stattdessen hofft man auf
große Lastwagen, die den Schutt zu Staub fahren.
Straßenausbesserung
Es klappt gut - und wenn die Brocken noch richtig groß sind, kommt auch
mal ein Knabe mit seinem Eselskarren, um die Steine, oder selbst
zerbrochene Fliesen, für anderweitige Reparaturen am Haus einzusetzen…

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Burkina Faso: Tischler gesucht!

Burkina FasoFranz Grandits vom Verein Hilfe Direkt aus Österreich sucht für seine Projekte gerade eine qualifizierte Hilfe. Wenn sich jemand angesprochen fühlt, bitte direkt melden.

Für unsere Lehrlingsausbildungsstätte in Kongoussi suchen wir wieder einen Tischler, nachdem der Vertrag von Alexander Johannik am 20. August 2007 ausläuft.
Geboten wird eine interessante und spannende berufliche Herausforderung im Norden von Burkina Faso: Der österreichische Tischler soll gemeinsam mit dem Eigentümer einer Tischlerei zehn Lehrlingen im Alter von 14 bis 21 Jahren europäische Qualitätsstandards vermitteln.
Der Verein übernimmt Kosten für Flug, Versicherung, Unterkunft sowie eine angemessene Aufwandsentschädigung.

Grundkenntnisse in Französisch sind erforderlich.

Mehr Infos
Hilfe-Direkt.at - Tischler gesucht

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Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr

Der heilige Sankt FlorianSankt Florian. Er hält laut verbreitetem Volksglauben seine schützende Hand nicht nur über die Bürger und ihr Hab und Gut, sondern auch über alle Feuerwehrleute. Das er dabei anscheinend an den Grenzen des Abendlandes Halt macht, musste ich bei einem Besuch der hiesigen Berufsfeuerwehr feststellen:

Die Kameraden sind mit nur vier Krankenwagen ausgestattet, die jeden Monat zu über 500 Verkehrsunfällen ausrücken müssen. Für die Brandbekämpfung stehen in der Hauptfeuerwache drei Fahrzeuge zur Verfügung, von denen eines nur noch als großer Wasserspeicher fungiert - denn in Ouagadougou gibt es so gut wie keine öffentlichen Hydranten. Der zweite Wagen ist zwar in gutem Zustand und recht modern ausgestattet, kann aber als französisches Fabrikat mit dem dritten, einem japanischen Löschfahrzeug, nicht zusammen eingesetzt werden - es existieren keine Adapter für die unterschiedlichen Kupplungssysteme. Weitere vorhandene Gerätschaften sind fast alle defekt: im trocken-heißen Klima einmal liegengeblieben, finden sich für die ausländischen Wagen (fast alle Fahrzeuge sind Spenden) kaum Ersatzteile.

Ein Teil des Fuhrparks in Ouagadougou - nur die zwei rechten Fahrzeuge sind funktionsfähig.Beschriftungen und Anschlüsse am Wagen - leider nur auf Japanisch

Noch desolater ist die Lage bei den Feuerwehrleuten selbst. Ist in Deutschland jeder Kamerad im Gefahrenbereich mit schwerem Atemschutz gegen den giftigen Rauch ausgestattet, sind diese Geräte in Burkina unbekannt. Auch von der deutschen Sicherheitskleidung können die Burkinabè nur träumen: einige zerschlissene Lederjacken und Helme ohne Verschlussmechanismus sind alles, was auf den Fahrzeugen zur Verfügung steht - natürlich nie für die ganze Mannschaft.

Schutzkleidung in OuagaMalte mit dem Kommandeur der Feuerwehr Ouagadougou und dem Schichtleiter

Auf den anderen Feuerwachen sieht es nicht besser aus - auch wenn sich jede Stadt, die eine Wache hat, glücklich schätzen kann: es gibt derer nämlich nur fünf in ganz Burkina. Östlich von Ouagadougou - in einem Gebiet so groß wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammengenommen - gibt es sogar gar keine Feuerwehren. Hier muss die Hilfe aus Ouaga anrücken, sollte es zum Großschadensfall kommen.

Wappen der Stadt SchüttorfSchüttorf, deutsche Kleinstadt mit etwa 12.000 Einwohnern, verfügt über eine Feuerwache mit etwa 65 aktiven Feuerwehrleuten und 12 Fahrzeugen. Die Freiwillige Feuerwehr Schüttorf rückte 2006 zu 65 Einsätzen aus.

Wappen der Stadt OuagadougouOuagadougou, burkinische Metropole mit etwa 1,3 Millionen Einwohnern, verfügt über drei Feuerwachen mit etwa 200 aktiven Feuerwehrleuten und ca. 15 (funktionierenden) Fahrzeugen. Die “Brigade Nationale de Sapeurs Pompiers de Ouagadougou” rückte 2006 zu 12.576 Einsätzen aus. Ohne Sankt Florian.

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Auf der Suche nach Madame Ouedraogo

“Wie hieß die Verkäuferin noch mal?”
“Mme Ouedraogo glaub ich”
“Ok, dann schau ich mal ins Telefonbuch”

Welch unmögliches Unterfangen in Ouagadougou. Denn hier hat die Familie Ouedraogo ihren Ursprung. Die Geschichte sagt, dass es einen großen Chef gab, dessen Tochter eine tapfere Kriegerin war. Deshalb wollte er sie nicht verheiraten. Doch ihre Sehnsucht war stärker, als der Wille des Vaters. So schwung sie sich auf ihr starkes Kriegspferd, und reitete bis an die heutige ghanaische Grenze. Dort traf sie auf einen Jäger, den sie zum Mann nahm. Ihr Kind nannten sie Ouedraogo, cheval male, Hengst. Als Enkel des großen Chefs zog es ihn raus aus den Urwald, in eine savannenähnliche Region, wo er die Stadt Ouagadougou gründete. Dort machte er gemäß seinem Namen viele Kinder, und die waren wiederum fleißig. Heute nehmen die Ouedraogos allein 17 Seiten im Telefonbuch ein. Dort sind nur Festnetzanschlüsse vermerkt - die gerade jeder 20.Haushalt in Ouagadougou vorweist.
Von Seite 293�Ouedraogo, Ouedraogo, Ouedraogoi�bis Seite 310
Unsere Suche blieb aussichtslos - wir fuhren lieber 45 Minuten ans andere Ende der Stadt, um Frau Ouedraogo nocheinmal zu treffen…

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Finanzierungssuche für unsere Ausbildung zum Mediengestalter

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Es geht weiter ..

Nachdem wir lange nichts von uns hören haben lassen, nun wieder ein paar Bilder aus Ghana. Grund für die lange Verzögerung ist, dass wir seit 2 Monaten keinen deutschen Projektkoordinator mehr vor Ort haben, die finanzielle Situation des Vereins lässt dies nicht zu.

Wir sind in dieser schwierigen Situation besonders stolz, dass wir funktionierende Strukturen in Ghana aufbauen konnten, so dass das Projekt auch ohne deutsche Vertretung voranschreitet. Insbesondere unser einheimischer Projektmanager Solomon Appiah ist es zu verdanken, dass es Fortschritte beim Bau gibt und auch die Aktivitäten des Jugendclubs nicht einschlafen. Aber auch unseren Vereinsvorstand gilt Dank, ohne seine beratende Funktion wäre es für uns in fernem Deutschland sehr schwierig zu handeln.

+++ Bau +++

Das rohe Fundament konnte mit Sand bis an die Bodendecke aufgefüllt werden. Derzeit werden die Vorbereitung für das Schliessen des Fundaments mit einem Eisen-Zement-Deckel getroffen. In 4 Wochen soll es weitergehen.

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+++ Jugend +++

Neben den allwöchentlich Samstagstreffen wurde auch mal wieder ein wenig Sport gespielt. Beim Fussball verlor unser Team leider gegen eine Auswahl von Collegespielern 2:0. Keine Schande … weiter trainieren.

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Alle weiteren News auf www.aim-ev.org

Herzliche Grüße,

Jörn Preuß

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Eindrücke einer Sahel-Reise

In der letzten Woche ging es für uns noch einmal in die trockene Sahelzone im Norden des Landes. Wieder trieb uns der Nachbesuch unserer Projektschulen in den Busch, um dem Einfluss der solaren Installationen auf den Grund zu gehen, und, wenn nötig, Reparaturen durchzuführen. Wir meinen: Bilder schenken doch bessere Eindrücke als lange Texte. Daher: Eindrücke einer Sahelreise…

auf nach DjiboBegrüßung im SahelBeim Interview mit dem Direktor.Diskussion vor den VerantwortlichenEin Tag in Westafrika geht zuendeEin Umzug im Sahel.Eine Einladung lassen wir uns nicht ausschlagenIm SahelSchulbesuchKamelKamele überall.KameleKinder am Rande der Wüste.Missionsleiter Yéralobligatorisches Abschiedsbild2Sandsturm aus der Sahara 1Sandsturm aus der Sahara 2Sandsturm aus der Sahara 3SchulengesprächStrohhüttensiedlung der PeulhYéral beim Abwarten einer Besprechung.Zum Dank gabs wieder Hühner.

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Monatsbericht diesmal als Quartalsbericht

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Eye on Darfur - Satellitenbilder von der Krise

Flüchtlingslage in DarfurDarfur im Sudan ist durch seinen als “Darfur Krise” bekannten Konflikt weltweit zu traurigem Ruhm gekommen. Seit 2003 kämpfen zwei schwarzafrikanische Stämme gegen die arabisch dominierte Regierung in Khartum.

Vertreibung und Massenmord haben bis zu einem Friedensabkommen Anfang diesen Jahres zu geschätzten 400.000 Opfern und unzähligen Flüchtlingen geführt. Der Konflikt ist jedoch noch nicht beendet, da nicht alle Stämme dem Abkommen beigetreten sind.

Das Projekt Eyes on Darfur dokumentiert mit Satellitenbildern Dörfer und Flüchtlingslager, bringt die scheinbar unbeachtete Katastrophe jedem nach Hause.

12 von Amnesty International als von einem Angriff gefährdete Dörfer sind mit Live-Satelliten Bildern zu sehen.

Peter Mühlbauer von Telepolis (heise) dazu:

Eines der 16 Dörfer unter Beobachtung ist die Zaghawa-Siedlung Malam el Hosh, im Zentrum eines begehrten Weidegebiets im trockenen Norden. Sie gilt als ein mögliches Ziel für Angriffe von Dschandschawid-Reitern. Was die Bilder nicht zeigen, ist, ob ein Angriff nicht möglicherweise auch deshalb erfolgt, weil die Einwohner arabischen Nomaden traditionelle Tränkerechte versperren, auf welche diese angewiesen sind. Malam el Hosh wird von der islamistischen (genauer: [extern] turabistischen) Zaghawa-Rebellengruppe Justice and Equality Movement (JEM) kontrolliert, die sich dem Friedensabkommen vom 5. Mai 2006 verweigert. Nach Angaben der AAAS-Sprecherin Suzanne Trimel ist der Brunnen seit 2003 für arabische Nomaden vollständig gesperrt. Früher kamen in der von Februar bis Juli andauernden Trockenzeit Nomaden aus der gesamten Umgebung mit ihren Herden – auch der bekannteste und wegen Kriegsverbrechen gesuchte Dschandschawid-Führer Musa Hilal. Doch nicht nur er, auch die Regierung des Sudan hat ein Interesse daran, das JEM von einer wirtschaftlichen Lebensader abzuschneiden und so leichter besiegen zu können.

> Eyes on Darfur
> Wikipedia - Konflikt in Darfur
> Telepolis - Computerwache

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