März 17, 2007 at 4:55 pm
Verfasst von Malte Viefhues
Irgendwie denkt man ja schon: Kindern ihre Spiel- und Bastelsachen kaputtmachen - das gehört eigentlich in das Portfolio von Comic-Schurken. Trotzdem machten wir uns letztens daran, in großem Stil Hefte auseinander zu nehmen und Buntstifte zu zersägen. Aber in diesem Fall für eine gute Sache. Im neu erleuchteten Klassenraum sollten die Kinder der Schule von Barga nämlich ein wenig malen und schreiben - dumm nur, wenn wir zwar ungefähr 50 Stifte, die Klassen aber an die 100 Schüler haben.
Also machten wir uns daran, aus den Materialien, die uns von hilfsbereiten Freunden und Bekannten zur Verfügung gestellt worden waren, eine Freude nicht nur für die größten und stärksten, sondern für sämltiche Kinder zu machen. Mit halsbrecherischen (naja, fast) Werkbank-Konstruktionen und den treuen Multitools, die uns hier in allen Lebenslagen begleiten, sägten, rissen und zerrten wir knapp eineinhalb Stunden an Heften und Stiften.
Dann kam allerdings das böse Erwachen, denn die zurechtgestutzten Stifte mussten ja auch noch angespitzt werden (das ist dann der Part, den sich die Comic-Schurken sparen). Wer denkt, dies sei eine einfache Arbeit, weil das die Leute bei Herlitz in der Fabrik acht Stunden am Tag tun, hat sich geschnitten. Wir jedenfalls hatten schon nach kurzer Zeit neben gewaltigen Bergen von Anspitz-Sondermüll (rot-grün-gelber Feinstaub und ungefähr zwei mittlere Eichen an Schnittmaterial) auch gewaltige Blasen an den Zeigefingern.
März 17, 2007 at 11:38 am
Verfasst von Jörn Preuß
+++ Dienstag bis Donnerstag +++
Drei Tage ganz im Zeichen der Vorbereitung für den Start der Fundamentlegung. Plötzlich gibt es dann doch noch viel mehr zu erledigen als geplant, und unerwartete Ereignisse verzögern den Start des Blockpressens.
Der Eigentümer der Blockpressmaschine hatte die Stromrechung nicht bezahlt, beziehungsweise einfach illegal Strom am Mast angezapft. Das mögen die Elektrowerke nicht, verständlich, wo doch Strom in Ghana so schon ein heiliges und auch seltenes Gut ist.
Wir sind hier direkt am Strand, es gibt Unmengen von Strandsand, jedoch hat dieser leider einen zu hohen Salzgehalt, weshalb wir auf Flußsand zurückgreifen. Nur muss dieser auch in einer guten Qualität vorrätig sein. Da lassen sich findige Kipperfahrer schon mal was einfallen, und bringen eine nette Erde-Sand Mischung an … Man kann es ja mal versuchen, aber nicht so plump.
Hinzu kommt, dass wir Opfer der ghanaweiten Zementknappheit geworden sind. So wurde unser bereits gekaufter, jedoch zwecks der Lagerung im Geschäft gelassener Zement, einfach ein zweites Mal verkauft. Nun, die wichtigste Zutat beim Mixen und Pressen von vernünftigen Blocks ist Zement, also, was tun? Durch Insiderwissen erfuhren wir von einem kleinen Geschäft in einem Nachbarort, welches in der Nacht eine LKW-ladung voller Zement bekommen sollte. Also in einer Nacht und Nebel Aktion nach Ayensudo gedüst – der Insider sollte Recht behalten, es gab Zement – und sich mit harten Mitteln 30 Säcke Zement gesichert, die am nächsten Morgen um 5 Uhr auch zur Abholung noch bereit lagen.
Und damit wir nicht noch unter einem möglichen landesweiten Holzmagels leiden werden, haben wir unser notwendiges Holz dann auch schon mal gesichert.
Nun denn, zum Zeitpunkt, wo ich diesen Blog (oder war es Block?) schreibe, gehe ich davon aus, dass wir am Freitag in aller Frühe (sozusagen morgen) mit dem Blockpressen anfangen. Aber, in Afrika ist alles möglich .. und das Wichtigste ist stets: Ruhe bewahren und nach Alternativen suchen. Es klappt alles .. irgendwann .. und irgendwie .. so Gott will.
+++ Nachtrag von Freitag abend +++
ES GEHT LOS. Heute früh wurden die ersten AIM. – Blöcke gepresst. Dies ist der Auftakt für die Fundamentlegung des AIM. – computer-training centre. An dieser Stelle herzlichen Dank allen Unterstützern, die dies möglich gemacht haben. Am Nachmittag traf auch der restliche benötigte Zement ein. Die nächsten vier Tage werden 1500 Blöcke gepresst, dabei wird am Samstag und Sonntag ebenfalls gearbeitet. Schaffe, schaffe ..
Nach 3½ Monaten Trockenzeit fiel nun überraschend schon der erste Regen, begleitet von Stromausfällen. Drückt die Daumen, dass dies die Arbeiten nicht allzu sehr behindert.
Jörn Preuß, Internationaler Kulturmanager und freiberuflicher AIM. – Projektkoordinator in Ghana.
März 14, 2007 at 12:40 pm
Verfasst von Jörn Preuß
+++ Mittwoch +++
Das vierte Treffen der Functional Executive (das ausführende Gremium des lokalen Vereinsvorstanden) analysierte die Ereignisse der vergangenen zwei Wochen und steckte die Ziele für die kommenden 14 Tage fest. Die beiden Haupttagesordnungspunkte waren die Fundamentlegung, welche diese Woche begonnen wird, und der Jugendclub. Aus persönlichen Gründen musste unsere Jugendclubleiterin Justina Entsua-Mensah leider aussteigen, so dass wir nun auf der Suche nach einer neuen Leiterin sind.
+++ Donnerstag +++
Unser Bausupervisor Kwasi Kyarko traf sich am Abend mit den Bauarbeitern aus Komenda, speziell den Maurern, Zimmermännern und Stahlbeugern. Nach zähen Verhandlungen wurde dann ein guter Preis für alle Beteiligten ausgehandelt und die fähigsten Arbeiter ausgesucht.
+++ Freitag +++
Der Tag stand ganz im Zeichen der Fundamentlegung. Notwendige Vorkehrungen, wie der Kauf von Baumaterialien, wurden getätigt. Ebenso wurde Wasser geliefert. Die eine Hälfte wurde in den Tank gefüllt, wo unsere Steine gepresst werden; die andere ging in das Wasserreservoir auf unserem Land.
+++ Samstag +++
Es gibt nicht besonders viel Wasser in Komenda. Ein paar Brunnen, das Pupu, über welches wir schon berichtet haben, und teures „Leitungs“wasser, welches in grossen Tanks lagert und fuer Geld teuer erworben werden kann. Daher ist Wasser ist in Komenda sehr wertvoll, insbesondere natuerlich so gutes Wasser, wie es in unserem Reservoir lagert. Aus diesem Grund wurde unser Reservoir nun mit einer abschliessbaren Eisentür verschlossen.
Ebenso am Samstag fand das vierte grosse Jugendclubmeeting statt. Solomon Appiah führte mit den Mitgliedern ein Wissensquiz durch, Jungs spielten dabei gegen die Mädels. „Welche Bedeutung hat das Rot in der Flagge von Ghana?, „Wie heißt das Zahlungsmittel von Japan?“ oder „Wer ist der derzeitige UN-Präsident?“ waren einige der Fragen. Die Sieger am Ende waren die Mädels, aber wir haben alle an Wissen dazugewonnen.
+++ Sonntag +++
Der Culture-workshop ist sehr erfolgreich verlaufen. Tief beeindruckend wie die Mitglieder unseres Jugendclubs sich selbst organisierten und drei erste Tänze ohne Anleitung eines professionellen Lehrers und ohne echte Trommeln erlernten. Fotos dazu kommen vom nächsten Workshop.
+++ Montag +++
Da es mit der Fundamentlegung diese Tage losgehen wird, muss natürlich unser Land entsprechend vorbereitet sein. Unsere Jugendgruppe entschied sich dafür, uns einen Teil der Arbeit abzunehmen und unser Land zu „weeden“, dass heisst, es von unnötigen Sträuchern und Gräsern zu befreien, damit es für die Bauarbeiten fertig ist. Am Freitag möchten sie sich noch einmal auf unserem Land treffen und die Arbeit beenden. Lieben Dank, AIM. – Jugend.
Jörn Preuß, Internationaler Kulturmanager und freiberuflicher AIM. – Projektkoordinator in Ghana.
März 8, 2007 at 3:10 pm
Verfasst von Mathias Hübener
Heute steht in Burkina Faso die Arbeit still. Denn der Tag gehört den Frauen - die Männer haben sie zu umsorgen. Ernst wird es genommen, Einkäufe und der Haushalt den Herren aufgetragen. Mit Respekt und Hochachtung treten sie ihnen heute in Burkina Faso gegenüber - und wir tun es ihnen gleich. So übermitteln wir dan dieser Stelle unseren tiefen
Respekt an unsere Mütter, weiblichen Freunden, Bekannten, Spenderinnen und Blogleserinnen in Deutschland und der Welt!
Als wir auf dem letzten Jugendclubtreffen unsere Jugend fragten, wie sie den 6.März, an dem sich dieses Jahr immerhin die Unabhängigkeit Ghanas zum 50ten mal jährt, verbringen wollen, waren die Alternativen rar gestreut. Die meissten waren von der Schule zum marschieren durch Komenda eingeteilt worden, und die anderen wollten einfach den Marschierenden zusehen. So haben wir es am vormittag ihnen nachgemacht und den Marsch der Schulen, Frisör- und Schneidervereinigungen etc. verfolgt.
Doch so ein eintöniges Programm konnten wir natürlich nicht zulassen, und so veranstalteten wir einen Sportturnier mit unserer AIM. Jugend. Ein Volleyballnetz samt –ball wurden aufgetrieben, noch ein Fussball eingepackt, und los ging es.
Gestartet wurde mit einem Volleyballspiel, welches mit einem knappen 27:25 ausging, und das vorallem durch seine ungezwungene Atmosphäre glänzte. Selbst die doch enormen Altersunterschiede (von 5 bis 25 stand alles auf dem Platz) und natürlich Leistungsunterschiede taten den Spielspaß keinen Abbruch.
Danach musste natürlich auch noch ein Fußballspiel folgen, in welchem die Jugendlichen dann auch noch die letzten ihrer schier unendlich scheinenden Energien verbrauchen konnten. Also die Ziegen vom Platz getrieben, die dort grasten, Teams gebildet und ab gings. Die beiden weißen Riesen, Jörn und Carsten, liefen natürlich mit ihrem Team in den SC Freiburg Trikots auf. Da hört dann allerdings die erbrachte Leistung, die von uns berichtet werden kann, schon auf, denn spielerisch war das Auftreten eher unbeholfen. Doch glichen unsere Teampartner dieses noch aus und so brachten uns die roten SC Jerseys Glück und wir gewannen mit 1:0 nach einem sehr erschoepfenden Spiel unter der sengenden Tropensonne.
Nun musste natürlich noch die Frage geklärt werden, wer die Trikots wäscht, welche für den männlichen Teil eigentlich gar keine Frage darstellte… Klar, die Mädels müssen ran… die hatten zwar kein einziges Trikot getragen, aber dass ist ja nunmal ein Fakt, an dem man sich nicht stören braucht…
Groß war deshalb das Entsetzen, als doch die Jungs zum Waschen bestimmt wurden, aber da müssen sie jetzt durch. Schließlich sollen sie später mal ihren Ehefrauen beim Haushalt helfen.
Insgesamt jedenfalls war der Sporttag sehr gelungen und war für alle ein riesiges Vergnügen. So warten wir also alle auf den nächsten Feiertag, wo es wieder heissen kann: „Sport statt Marschieren“
Wir freuen uns sehr, dass wir fuer die heiße Phase des Starts bei der Fundamentlegung noch eine tatkräftige Unterstützung bekommen haben. Carsten Malisch, ebenfalls Freiburger, arbeitete die letzten 6 Monate fuer verschiedenen NGO’s als Praktikant in Ghana. Für zwei Wochen möchte er nun noch AIM. in Komenda helfen, bevor es für ihn wieder Richtung Heimat geht. Lieben Dank und herzlich Willkommen bei AIM.
Schlechte Neuigkeiten vom Graphik Design Workshop. Da unser Lehrer am Dienstag leider kurzfristig auf Achse war, fiel dieser Woorkshop leider aus. Vereinzelt arbeiteten die Jugendlichen zuhause und erstellten neue AIM. - Logos.
Der Beadmaking Workshop am Mittwoch unter Leitung von unserem Vorstandsmitglied Hanna Etru war wieder rege besucht. Es dauert doch länger, als man denkt, um eine Kette, etwa, aus Bambus- oder Rohrstock- stücken herzustellen, aber es geht voran, und wir hoffen, dass wir bis zur großen offiziellen Gründungsveranstaltung eine Menge zu verkaufen haben.
Am Donnerstag nachmittag wurden weitere praktische Tragetaschen aus alten Wassertüten hergestellt. Die Teilnehmer des Näh-workshops werden geschickter im Umgang mit Nadel und Faden, und werden sicher noch viele Taschen herstellen. So wird diese Idee der Müllverwertung in Komenda Verbreitung finden.
Der Gesangsworkshop fiel leider aus. Grund dafür sind hauptsächlich die Proben für die Parade für Ghana @ 50 am Dienstag.
Am Samstag traf sich der Beadmaking Workshop zu seinem dritten Treffen, um wieder Schmuckstücke aus Naturprodukten, wie Bambus, Rohrstock, Samen, Muscheln etc. herzustellen.
Leider war die Teilnehmerzahl diesmal etwas gering, was speziell nach dem hohen Ansturm bei der letzten Versammlung etwas verwunderte.
Dementsprechend floß auch die Arbeit etwas zäh dahin, und es wurden leider nur kleinere Fortschritte verzeichnet, aber wir sind ja auch immernoch in der Anlaufphase, und insofern lassen wir uns von so kleinen Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen.
Sonntags sollte eigentlich der Auftakt für den Poem Workshop werden, in dem die Jugendlichen unter Anweisung von Hanna Etru Gedichte selbst verfassen und dann vortragen sollen. Dabei soll ihnen auch das Gefühl für Gedichte nähergebracht werden, um eine passende Intonation zu wählen, die den Gedichtsinhalt unterstreicht. Leider fiel dieser Workshop ebenfalls wegen mangelnder Anwesenheit aus.
Planmäßig stattgefunden hat dafür der Culture Workshop, der den Jugendlichen Trommeln und Tanzen näherbringen soll.
Er traf sich diesmal bereits zum zweiten mal, allerdings ist es uns bis jetzt noch nicht gelungen einen für uns zufriedenstellenden Lehrer zu finden. Dies wurde heute allerdings durch einen Schüler kompensiert, der sich sofort bereit erklärte, den Unterricht für heute zu übernehmen und aufgrund fehlender Musikinstrumente mit den anwesenden Jugendlichen das Thema: „Was ist eigentlich Kultur, und was bedeutet sie für uns?“ zu debattieren.
Abgeschlossen wurde das Treffen mit einem spontan von den Jugendlichen iniziiertem Abschlussgebet, in welchem sie ihre Hoffnung für ein erfolgreiches Weiterbestehen des Jugendclubs zum Ausdruck brachten.
+++ Jugendclub / Aufräumaktion +++
Am Samstag fand unsere erste grosse Aufräumaktion in Komenda statt, um auch weiterhin Zeichen für ein sauberes Komenda zu setzen.
Nach der typisch-ghanaischen Verspätung, die aber immerhin schon kleine Zweifel an dem Erfolg unseres Aufrufes wachwerden liess (bei unserem Auftauchen war nur 1 Person ausser uns anwesend) wurden danach dafür all unsere Erwartungen uebertroffen.
Als Ort unserer Bemühungen wurde das Komenda Castle ausgewählt, welches immerhin eine potenzielle touristische Attraktion darstellt und insofern natuerlich glaenzen muss.
Die Jugendlichen begingen ihre Arbeit mit einem spielerischen Eifer, sodass die Aufgabe weniger als Arbeit, als als Vergnügen fuer die ca. 30 anwesenden Mitglieder unseres Jugendclubs wirkte. Doch auch lokale Anwohner liessen sich leicht dazu bewegen mitanzufassen: Soviel jugendliche Energie steckt nunmal richtig an.
Gereinigt wurden der Vorplatz des Castles, die Strasse, und natürlich ganz speziell die Abwassergraeben, die notorisch mit Plastikmuell und ähnlichem verstopft sind, sodass ein stark riechender schwarzer Schlamm entsteht, der ausserdem einen hervorragenden Brutplatz fuer Moskitos bietet. Durch das entfernen des Müllberges wurde ein Abfliessen des Wassers möglich, was diese Brutplaetze zerstoert.
Insgesamt brachte uns diese Aktion jede Menge positive Publicity und wir wurden mehrmals auf unsere Mission in Komenda angesprochen und unsere Arbeit wurde sehr dankbar aufgenommen.
Abgeschlossen wurde dieses Kapitel in der noch sehr jungen Jugendclub Geschichte mit einem Ausflug zum Strand, wo wir unsere Arbeitsinstrumente gewaschen haben und einige die Gelegenheit noch zu einem erfrischenden Bad nutzten.
Insgesamt sprach dieser Tag sehr für die Zuverlässigkeit vieler unserer Teilnehmer und sie zeigten ein grosses Mass an Eigenständigkeit und Tüchtigkeit, die auf eine sehr vielversprechende Zukunft der AIM. Jugend hinweist.
+++ Jugendclub / 4. Treffen +++
Ebenfalls am Samstag fand auch das 4. Treffen des Jugenclubs statt, diesmal allerdings leider in der Abwesenheit von Justina Entsua-Mensah und Solomon Appiahs, welche wegen Vorlesungen verhindert waren. Doch Jörn Preuß hat ja Gottseidank auch ein gutes Händchen für unsere Jugendlichen, und so übernahm er den entertainenden Part.
Besprochen wurde in erster Linie die magere Ausbeute einiger Workshops, und was getan werden kann/muß um diese zu verändern.
Die Probleme lagen hier hauptsächlich in dem schlechten Zeitmanagment der Jugendlichen, die ihre Hausarbeit häufig solange aufschieben, daß diese dann erledigt werden muß, wenn die Workshops laufen.
Alles in allem also ein Problem, das lösbar scheint und wir haben an die Jugendlichen appelliert, ihre Prioritäten richtig zu setzen. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich die Besucherzahlen weiterhin entwickeln.
Anschließend wurde noch ein Resumee über die Aufräumaktion des Morgens gezogen, die auch bei den Jugendlichen sehr gut angekommen war. Eine Wiederholung steht also unter einem guten Stern.
Bevor wir uns dann trennten wurde noch besprochen, wie wir gemeinsam den Nationalfeiertag „Ghana @ 50“ am Dienstag, den 6. März 2005, verbringen wollen.
Geplant wurde ein Volleyballspiel und, je nach Teilnehmerzahl, ein anschließendes Fußballspiel. Sport frei!
+++ Wasserreservoir +++
Die Renovierung unseres Wasserreservoirs ist endlich abgeschlossen. Nach einigen Tagen des Trocknens wurde die Verschalung um den Beton entfernt, damit ist die Abdeckung nun fertig.
Bevor wir jedoch das für die Fundamentlegung benötigte Wasser einfüllen können, muss das Reservoir noch gereinigt werden. Das wird am heutigen Montag morgen geschehen. Anschließend werden wir eine Eisentüre installieren, damit unser kostbares Wasser nicht aus merkwürdigen Gründen abhanden kommen kann.
+++ Fundamentlegung +++
Nahezu alle Vorbereitungen für die Fundamentlegung sind getroffen. Wir haben den Vertrag mit unserem Supervisor für den Bau unterzeichnet. In dieser Woche wird er die Bauarbeiter auswählen, sowie die ersten Schritte für den Baubeginn in die Wege leiten.
Unsere Bauingenierin Christiane Bergmann aus Accra ist uns bei den Formalitäten für die Baugenehmigung sehr behilflich. Wenn alles gut läuft, haben wir Ende nächster Woche alle notwendigen Papiere, um die Fundamentlegung starten zu können. Bis dahin können wir allerdings auch schon eine Reihe Arbeiten veranlassen. So werden wir am Donnerstag damit anfangen, Blöcke zu pressen. Kurz darauf werden wir das Grundstück von Bäumen und Sträuchern befreien.
Sobald wir die Baugenehmigung haben (hoffentlich bis Ende diese Woche), werden dann die ersten Gräben für das Fundament ausgehoben. Es geht also voran…
Eric Sommer & Carsten Malisch, AIM. - Volontäre in Komenda
Jörn Preuß, AIM. Projektkoordinator
Im folgenden Video erzählt Solomon Appiah im ersten Youth Club Meeting seinen Schülern von der ersten Begegnung von Ghanesen und bewaffneten Europäern, auf eine lustige Art ;-)
In diesem kurzen Video sehen wir zwei Mitglieder des Youth Clubs beim Einsingen für den Gesangsworkshop.