Weiterhin werden eifrig Steine gepresst. Bis Mittwoch werden unsere 1500 Bloecke fertig werden. Am gleichen Tag ist geplant, das Profil der Schule auf dem Land abzustecken, sollten wir bis dahin die notwendige, jedoch obligatorische Baugenehmigung bekommen
+++ Youth Club +++
Am Wochenende trafen sich unsere Jugendclubmitglieder zu ihrem allsamstaeglichen Meeting. Es wurde beschlossen, mit der Wahl der Aemter fuer den Jugendclub noch eine Woche zu warten. Dennoch stellten sich die einzelnen Kandidaten bereits einmal vor. Folgende Aemter gibt es zu vergeben. Praesident, Sekretaer, Projektmanager, Finanzwart und Porter („Maedchen“ fuer alles, Putze). Fuer jedes Amt gibt es zwei bis drei Anwaerter. Erfreulich auch die Geschlechterverteilung. Fuer das Amt des Porters gibt es zwei maennlich Kandidaten, sehr erfreulich :)
Anschliessend stellten die Gruppe des Workshops „Culture – Drumming and Dancing“ vor, was sie bisher gelernt haben.
Jörn Preuß, Internationaler Kulturmanager und freiberuflicher AIM. – Projektkoordinator in Ghana.
We are an indigenous Pastroralist Maasai group in Naivasha District formerly in Nakuru Kenya.This is a group of marginalized and the colonial rule and later the post independence governments.
The issue of land grabbed by the black farmers after the white farmers is a grave issue.The Maasai are being pushed out of their ancestral land every passing monute. We are nicknamed “Watu wa kuhamahama” in Kiswahili, people who enjoy moving from place to place for grass.But in reality we are forced out by ruling community with the support of the Government.
Animal routes to watering points, mineral lick areas or to markets have been clossed by farmers. They see us as second class citizens.
However for their survival they have committed to develop their areas.
1. Establish health facilities close to the people (on-going).
2. Transformation of Namundia Primary school into boarding school to serve as a rescue centre (on-going)
3. Taking water (clean and safe) to women and children.
4. Advocate for mixed farming by the community for food security.
5. Advocate for cultural reforms to minimize the thinking of FGM, girl’s early marriages and children educationl denial by parents (men)
6. Resurcitate the gone forests close to the community as they sustain the indegenous vegetation and wild life living within the community.
7. We dream to build a peace secondary school since we live in a land clash zone.
März 17, 2007 um 16:55
verfasst von Malte Viefhues
Irgendwie denkt man ja schon: Kindern ihre Spiel- und Bastelsachen kaputtmachen - das gehört eigentlich in das Portfolio von Comic-Schurken. Trotzdem machten wir uns letztens daran, in großem Stil Hefte auseinander zu nehmen und Buntstifte zu zersägen. Aber in diesem Fall für eine gute Sache. Im neu erleuchteten Klassenraum sollten die Kinder der Schule von Barga nämlich ein wenig malen und schreiben - dumm nur, wenn wir zwar ungefähr 50 Stifte, die Klassen aber an die 100 Schüler haben.
Also machten wir uns daran, aus den Materialien, die uns von hilfsbereiten Freunden und Bekannten zur Verfügung gestellt worden waren, eine Freude nicht nur für die größten und stärksten, sondern für sämltiche Kinder zu machen. Mit halsbrecherischen (naja, fast) Werkbank-Konstruktionen und den treuen Multitools, die uns hier in allen Lebenslagen begleiten, sägten, rissen und zerrten wir knapp eineinhalb Stunden an Heften und Stiften.
Dann kam allerdings das böse Erwachen, denn die zurechtgestutzten Stifte mussten ja auch noch angespitzt werden (das ist dann der Part, den sich die Comic-Schurken sparen). Wer denkt, dies sei eine einfache Arbeit, weil das die Leute bei Herlitz in der Fabrik acht Stunden am Tag tun, hat sich geschnitten. Wir jedenfalls hatten schon nach kurzer Zeit neben gewaltigen Bergen von Anspitz-Sondermüll (rot-grün-gelber Feinstaub und ungefähr zwei mittlere Eichen an Schnittmaterial) auch gewaltige Blasen an den Zeigefingern.
Drei Tage ganz im Zeichen der Vorbereitung für den Start der Fundamentlegung. Plötzlich gibt es dann doch noch viel mehr zu erledigen als geplant, und unerwartete Ereignisse verzögern den Start des Blockpressens.
Der Eigentümer der Blockpressmaschine hatte die Stromrechung nicht bezahlt, beziehungsweise einfach illegal Strom am Mast angezapft. Das mögen die Elektrowerke nicht, verständlich, wo doch Strom in Ghana so schon ein heiliges und auch seltenes Gut ist.
Wir sind hier direkt am Strand, es gibt Unmengen von Strandsand, jedoch hat dieser leider einen zu hohen Salzgehalt, weshalb wir auf Flußsand zurückgreifen. Nur muss dieser auch in einer guten Qualität vorrätig sein. Da lassen sich findige Kipperfahrer schon mal was einfallen, und bringen eine nette Erde-Sand Mischung an … Man kann es ja mal versuchen, aber nicht so plump.
Hinzu kommt, dass wir Opfer der ghanaweiten Zementknappheit geworden sind. So wurde unser bereits gekaufter, jedoch zwecks der Lagerung im Geschäft gelassener Zement, einfach ein zweites Mal verkauft. Nun, die wichtigste Zutat beim Mixen und Pressen von vernünftigen Blocks ist Zement, also, was tun? Durch Insiderwissen erfuhren wir von einem kleinen Geschäft in einem Nachbarort, welches in der Nacht eine LKW-ladung voller Zement bekommen sollte. Also in einer Nacht und Nebel Aktion nach Ayensudo gedüst – der Insider sollte Recht behalten, es gab Zement – und sich mit harten Mitteln 30 Säcke Zement gesichert, die am nächsten Morgen um 5 Uhr auch zur Abholung noch bereit lagen.
Und damit wir nicht noch unter einem möglichen landesweiten Holzmagels leiden werden, haben wir unser notwendiges Holz dann auch schon mal gesichert.
Nun denn, zum Zeitpunkt, wo ich diesen Blog (oder war es Block?) schreibe, gehe ich davon aus, dass wir am Freitag in aller Frühe (sozusagen morgen) mit dem Blockpressen anfangen. Aber, in Afrika ist alles möglich .. und das Wichtigste ist stets: Ruhe bewahren und nach Alternativen suchen. Es klappt alles .. irgendwann .. und irgendwie .. so Gott will.
+++ Nachtrag von Freitag abend +++
ES GEHT LOS. Heute früh wurden die ersten AIM. – Blöcke gepresst. Dies ist der Auftakt für die Fundamentlegung des AIM. – computer-training centre. An dieser Stelle herzlichen Dank allen Unterstützern, die dies möglich gemacht haben. Am Nachmittag traf auch der restliche benötigte Zement ein. Die nächsten vier Tage werden 1500 Blöcke gepresst, dabei wird am Samstag und Sonntag ebenfalls gearbeitet. Schaffe, schaffe ..
Nach 3½ Monaten Trockenzeit fiel nun überraschend schon der erste Regen, begleitet von Stromausfällen. Drückt die Daumen, dass dies die Arbeiten nicht allzu sehr behindert.
Jörn Preuß, Internationaler Kulturmanager und freiberuflicher AIM. – Projektkoordinator in Ghana.
Das vierte Treffen der Functional Executive (das ausführende Gremium des lokalen Vereinsvorstanden) analysierte die Ereignisse der vergangenen zwei Wochen und steckte die Ziele für die kommenden 14 Tage fest. Die beiden Haupttagesordnungspunkte waren die Fundamentlegung, welche diese Woche begonnen wird, und der Jugendclub. Aus persönlichen Gründen musste unsere Jugendclubleiterin Justina Entsua-Mensah leider aussteigen, so dass wir nun auf der Suche nach einer neuen Leiterin sind.
+++ Donnerstag +++
Unser Bausupervisor Kwasi Kyarko traf sich am Abend mit den Bauarbeitern aus Komenda, speziell den Maurern, Zimmermännern und Stahlbeugern. Nach zähen Verhandlungen wurde dann ein guter Preis für alle Beteiligten ausgehandelt und die fähigsten Arbeiter ausgesucht.
+++ Freitag +++
Der Tag stand ganz im Zeichen der Fundamentlegung. Notwendige Vorkehrungen, wie der Kauf von Baumaterialien, wurden getätigt. Ebenso wurde Wasser geliefert. Die eine Hälfte wurde in den Tank gefüllt, wo unsere Steine gepresst werden; die andere ging in das Wasserreservoir auf unserem Land.
+++ Samstag +++
Es gibt nicht besonders viel Wasser in Komenda. Ein paar Brunnen, das Pupu, über welches wir schon berichtet haben, und teures „Leitungs“wasser, welches in grossen Tanks lagert und fuer Geld teuer erworben werden kann. Daher ist Wasser ist in Komenda sehr wertvoll, insbesondere natuerlich so gutes Wasser, wie es in unserem Reservoir lagert. Aus diesem Grund wurde unser Reservoir nun mit einer abschliessbaren Eisentür verschlossen.
Ebenso am Samstag fand das vierte grosse Jugendclubmeeting statt. Solomon Appiah führte mit den Mitgliedern ein Wissensquiz durch, Jungs spielten dabei gegen die Mädels. „Welche Bedeutung hat das Rot in der Flagge von Ghana?, „Wie heißt das Zahlungsmittel von Japan?“ oder „Wer ist der derzeitige UN-Präsident?“ waren einige der Fragen. Die Sieger am Ende waren die Mädels, aber wir haben alle an Wissen dazugewonnen.
+++ Sonntag +++
Der Culture-workshop ist sehr erfolgreich verlaufen. Tief beeindruckend wie die Mitglieder unseres Jugendclubs sich selbst organisierten und drei erste Tänze ohne Anleitung eines professionellen Lehrers und ohne echte Trommeln erlernten. Fotos dazu kommen vom nächsten Workshop.
+++ Montag +++
Da es mit der Fundamentlegung diese Tage losgehen wird, muss natürlich unser Land entsprechend vorbereitet sein. Unsere Jugendgruppe entschied sich dafür, uns einen Teil der Arbeit abzunehmen und unser Land zu „weeden“, dass heisst, es von unnötigen Sträuchern und Gräsern zu befreien, damit es für die Bauarbeiten fertig ist. Am Freitag möchten sie sich noch einmal auf unserem Land treffen und die Arbeit beenden. Lieben Dank, AIM. – Jugend.
Jörn Preuß, Internationaler Kulturmanager und freiberuflicher AIM. – Projektkoordinator in Ghana.
März 8, 2007 um 15:10
verfasst von Mathias Hübener
Heute steht in Burkina Faso die Arbeit still. Denn der Tag gehört den Frauen - die Männer haben sie zu umsorgen. Ernst wird es genommen, Einkäufe und der Haushalt den Herren aufgetragen. Mit Respekt und Hochachtung treten sie ihnen heute in Burkina Faso gegenüber - und wir tun es ihnen gleich. So übermitteln wir dan dieser Stelle unseren tiefen
Respekt an unsere Mütter, weiblichen Freunden, Bekannten, Spenderinnen und Blogleserinnen in Deutschland und der Welt!
Als wir auf dem letzten Jugendclubtreffen unsere Jugend fragten, wie sie den 6.März, an dem sich dieses Jahr immerhin die Unabhängigkeit Ghanas zum 50ten mal jährt, verbringen wollen, waren die Alternativen rar gestreut. Die meissten waren von der Schule zum marschieren durch Komenda eingeteilt worden, und die anderen wollten einfach den Marschierenden zusehen. So haben wir es am vormittag ihnen nachgemacht und den Marsch der Schulen, Frisör- und Schneidervereinigungen etc. verfolgt.
Doch so ein eintöniges Programm konnten wir natürlich nicht zulassen, und so veranstalteten wir einen Sportturnier mit unserer AIM. Jugend. Ein Volleyballnetz samt –ball wurden aufgetrieben, noch ein Fussball eingepackt, und los ging es.
Gestartet wurde mit einem Volleyballspiel, welches mit einem knappen 27:25 ausging, und das vorallem durch seine ungezwungene Atmosphäre glänzte. Selbst die doch enormen Altersunterschiede (von 5 bis 25 stand alles auf dem Platz) und natürlich Leistungsunterschiede taten den Spielspaß keinen Abbruch.
Danach musste natürlich auch noch ein Fußballspiel folgen, in welchem die Jugendlichen dann auch noch die letzten ihrer schier unendlich scheinenden Energien verbrauchen konnten. Also die Ziegen vom Platz getrieben, die dort grasten, Teams gebildet und ab gings. Die beiden weißen Riesen, Jörn und Carsten, liefen natürlich mit ihrem Team in den SC Freiburg Trikots auf. Da hört dann allerdings die erbrachte Leistung, die von uns berichtet werden kann, schon auf, denn spielerisch war das Auftreten eher unbeholfen. Doch glichen unsere Teampartner dieses noch aus und so brachten uns die roten SC Jerseys Glück und wir gewannen mit 1:0 nach einem sehr erschoepfenden Spiel unter der sengenden Tropensonne.
Nun musste natürlich noch die Frage geklärt werden, wer die Trikots wäscht, welche für den männlichen Teil eigentlich gar keine Frage darstellte… Klar, die Mädels müssen ran… die hatten zwar kein einziges Trikot getragen, aber dass ist ja nunmal ein Fakt, an dem man sich nicht stören braucht…
Groß war deshalb das Entsetzen, als doch die Jungs zum Waschen bestimmt wurden, aber da müssen sie jetzt durch. Schließlich sollen sie später mal ihren Ehefrauen beim Haushalt helfen.
Insgesamt jedenfalls war der Sporttag sehr gelungen und war für alle ein riesiges Vergnügen. So warten wir also alle auf den nächsten Feiertag, wo es wieder heissen kann: „Sport statt Marschieren“