Februar 19, 2007 at 2:16 pm
Verfasst von Jörn Preuß
+++ AIM. - Jugendclub in Ghana +++
Am Samstag trafen sich die Jugendlichen des AIM. Youth Club zum zweiten Mal in der Aula der JSS ’B’ in Komenda. Einzelne Arbeitsgruppen wurden gebildet, ich welchen folgende Fähigkeiten auf traditionelle Art und Weise erlernt werden: Graphik Design, Herstellung von Ketten und Armbändern, Nähen, Traditioneller Tanz, Drumming, Gesang und Gedichte. Die Jugendlichen treffen sich nun in Workshops und werden von qualifizierten Lehrern ausgebildet. Diese Woche starten bereits vier bis fünf Arbeitsgruppen. Wir werden darüber berichten.
+++ Renovierung des Wasserreservoirs +++
Wir freuen uns, dass es hier wieder voran geht. Der notwendige Sand ist endlich wieder vorraetig und wird am Dienstag auf unser Land gebracht. Am Sonntag haben wir daher zwei Steineklopfer kommen lassen, welche bereits gekaufte, jedoch zu große, Steine verkleinert haben. Am Dienstag geht es weiter mit der Abdeckung unseres Wasserreservoirs.
Jörn Preuß
Selbständiger Internationaler Kulturmanager & AIM. Projektkoordinator in Ghana
Februar 17, 2007 at 1:07 pm
Verfasst von Jörn Preuß
+++ Youth Club +++
Unsere Jungs haben sich ja wacker geschlagen, aber die Mädels sahen doch ziemlich alt aus gegen das Schulteam der Junior Secondary School (JSS) `B´. Aber von vorne.
Wie berichtet sollte die erste Aktivität unseres Jugendclubs eine sportliche sein: Fußball. Am Mittwoch war es dann soweit, und etwa 15 Jungs und 20 Mädchen kamen wie vereinbart um 16 Uhr zum Sportplatz.
Die Jungs spielten in den vom K.E.E.A. District Assembly (Gemeinderat der Region) geborgten Trikots (in weiß) gegen das Fußballteam der JSS `B´. Und sie schlugen sich gut. Nach dreißig Minuten Null zu Null. Das kann sich sehen lassen. Zu verdanken war das besonders unserem Schlußmann, der mit zwei Großparaden den vermeintlichen Rückstand verhindern konnte. Aber ansonsten zeigt sich mal wieder das afrikanische Fußballproblem. Schön spielen, aber zu spätes Passen, und damit schlechte Verwertung der Torchancen.
Dass Fußball bei den Mädels nicht gar so beliebt ist, kennt man aus Deutschland. Nicht viel anders ist es in Ghana. Und so entschieden sich unsere Jugendclub Mädels für Netzball (netball). Nach einem kurzen Training traf unser Spielpartner ein, das Netballteam des JSS `B´. Unsere Mannschaft machte in ihren roten Trikots (gesponsorte Shirts vom SC Freiburg) einen professionellen Eindruck, nur leider konnten sie das nicht auf dem Spielfeld umsetzen. Ein bitteres 2:7 nach dreißig Minuten, da müssen wir noch ordentlich üben.
Aber das Wichtigste: Allen hat es Spaß gemacht und sie freuen sich auf das zweite AIM. Youth Club Treffen am Samstag. Mögen sie zahlreich erscheinen.
Jörn Preuß
Selbständiger Internationaler Kulturmanager & AIM. Projektkoordinator in Ghana
Februar 15, 2007 at 9:00 pm
Verfasst von Mathias Hbener
In Deutschland fanden wir Orientierung am Wetter, die vier Jahreszeiten haben ihre typischen Eigenschaften, nach denen wir uns zu richten hatten, angefangen bei den Klamotten. Hier ist das Wetter in der Trockenzeit Tag ein, Tag aus nahezu gleich. Und dennoch haben wir unsere Jahreszeiten, die unser Verhalten beeinflussen. Denn war im Oktober die Zeit der Melonen gekommen, konnten wir Ungetüme für 40 Cent kaufen.
Nun im Februar ist der Preis bis auf 1.50 EUR gestiegen. Anders bei den Kartoffeln. Kaufte ich ein Kilo im August für 1.20 EUR, kaufe ich dafür heute 3 Kilogramm.
So erwarten wir nun noch sehnsüchtig die Mango-Zeit im Mai, wenn unsere Kartoffeln wieder teurer sind. Sind diese ganzen Fluten wieder abgeschwemmt, kommt die erleichterndste Zeit aller: Die Regenzeit!
Februar 14, 2007 at 2:00 pm
Verfasst von Jörn Preuß
[Dies ist der erste Artikel unserer Jugendgruppenleiterin Justina Entsua-Mensah. Seit Dezember 2006 arbeitet sie ehrenamtlich für African Information Movement in Komenda und trägt maßgeblich zur Gründung des ersten AIM. Youth Club in Ghana bei. Mit ihrem Bericht im AIM. – Blog von AfricaHelp.org möchte sie den Lesern den Jugendclub ein wenig näher vorstellen.
Kritik und Kommentare, Lob und Hintergrundfragen ausdrücklich erwünscht und erhofft.
Eine Bitte an die Leser: Bitte hinterlasst Kommentare, ob es notwendig ist, die englischen Artikel in Deutsch zu übersetzen. Lieben Dank.]
„The First Youth Club Meeting”
“On Saturday, the 10th February 2007, Justina Entsua-Mensah (Youth Club Leader), Joern Preuss (Project Co-ordinator), Eric Sommer (Volunteer), Solomon Appiah (Project Manager) and Papa Kojo Mbir (Chairman of the Ghana Board) met the interested pupils from the various Junior Secondary Schools in Komenda for the first Youth Club meeting.
During the meeting, Justina deliberated into details of the aims and objectives of the Youth Club concept. Eric and Solomon discussed with the members the activities, which are possible to be undertaken by the club. These activities included media works such as newspaper and radio, social activities such as clean-up and weeding campaigns, workshops like bead making, sewing, drumming, singing and dancing, information events like talk on teenage pregnancies and HIV/AIDS, excursions to some places of interest (e.g. Kakum National Park, Cape Coast Castle) and sport activities like football.
The executives invited questions from the members, which we had so much to answer.
A Committee of five volunteers was formed to support the further going of the Youth Club in the mean time to undertake all its activities successfully.
It was planned that the club was going to undertake its first activities, which is a football match on Wednesday, the 14th February (Valentinsday) 2007, at 4 pm. The second Youth Club meeting was scheduled on Saturday, the 17th February 2007.”
Justina Entsua-Mensah
(Bitte teilt uns als Kommentar mit, ob ihr mehr ueber den AIM. - Jugendclub in Ghana oder auch in Deutschland erfahren moechtet. Lieben Dank und einen schoenen Valentinstag :) )
Februar 12, 2007 at 4:13 pm
Verfasst von Jörn Preuß
+++ Eilmeldung +++
Hurra, erstes Treffen das AIM. – Jugendclubs in Ghana / Komenda. Die Teilnahmeranzahl war überragend, die rege Partizipation der Jugendlichen klasse. Wir waren davon überzeugt, und nun haben wir den Beweis: Ghanaische Schüler möchten die Zukunft von Komenda gemeinsam mit African Information Movement aktiv mitgestalten. Ein umfangreicher Bericht von unser Jugendclubleiterin Justina Entsua-Mensah über das erste Treffen folgt am Mittwoch.
Jörn Preuß
Selbständiger Internationaler Kulturmanager & AIM. Projektkoordinator in Ghana
Februar 10, 2007 at 2:13 pm
Verfasst von Jörn Preuß
+++ Lokaler Vereinsvorstand +++
Auch das zweite Treffen des ghanaischen Vorstands von AIM. in Ghana am vergangen Sonntag ist erfolgreich verlaufen. Offene Fragen der Mitglieder über die Vereinsarbeit konnten beantwortet werden. Im Anschluß wurde wurde mit Solomon Appiah der vorläufige Financial Controller (Schatzmeister) des Vorstands bestimmt. Jörn Preuß informierte über anstehende Sponsoring und Fund Raising Aktivitäten und sammelte aufkommende Ideen der Mitglieder zur Finanzierung der Vereinsarbweit sowie des Projektes. Justina Entsua-Mensah berichtete über die Fortschritte des Jugendclubs und lud die Mitglieder zum ersten informellen Treffen am kommenden Samstag, 10. Februar 2007, ein. Nachdem Solomon Appiah die Aufgaben der drei zu bildenen Arbeitsgruppen erläuterte, wurde beschlossen, zunächst nur die Arbeitsgruppe „Fund Raising“ zu bilden, in welche Solomon Appiah, Kojo Mbir, Jörn Preuß sowie zwei weitere noch zu findende Experten bestimmt wurden. Die Zusammenstellung der Arbeitsgruppen „Bildung“ und „Wohlfahrt / Soziales“ wurden aufgrund der noch fehlenden Notwendigkeit verschoben. Wie es in Ghana üblich ist: Wenn das Meeting mit einem Gebet begonnen wird, so endet es auch mit einem Gebet .. Amen.
+++ Renovierung des Wasserreservoirs +++
Am vergangenen Montag wurden die erforderlichen Vorkehrungen für den Guß des Deckels getroffen. Eric transportierte mit den Arbeitern die notwendigen Materialien auf unser Land. Anschließend zimmerte Schreier Sammy die Verschalung, bevor Steelbender Christian die Eisen einlegen konnte (siehe Bilder). Leider gibt es nun einen kleinen Baustopp, da der notwendige „River“ Sand beim Händler ausgegangen ist. Dieser ist erforderlich, da „Beach“ Sand zuviel Salz enthält, was den Deckel instabil und die Eisen rosten lassen würde. Wir halten euch auf dem Laufenden.
+++ Treffen der Functional Executive +++
Zum zweiten Mal traf diese Woche das ausführende Kommittee (die „Functional Executive“) des lokalen Vereinsvorstandes (Local Board) zusammen, um über die einzelnen Projektfortschritte zu diskutieren und die nächsten Aktionen abzusprechen. Unter anderem wurde die Arbeitsgruppe „Bau“ gebildet (Kojo Mbir, Nana Appiah-Korang und Justina Entsua-Mensah), welche sich mit allen Fragen während der Fundamentlegung und des Baus unserer Computerschule auseinandersetzen wird. Das anstehende erste Jugendclubtreffen am heutigen Samstag war einer der größten Tagesordnungspunkte. Anfang kommender Woche könnt ihr euch im AfricaHelp.org Blog darüber informieren.
+++ Treffen mit unserem Bau – Supervisor +++
Die Fundamentlegung für das „Computer-training centre“ rückt immer näher. Zwar fehlt noch immer ein nicht unerheblicher Batzen Geld, jedoch muessen die notwendigen Vorkehrungen getroffen werden, damit es sofort losgehen kann, wenn das Geld vorhanden ist.
Aus diesem Grund traf sich am Freitag die Functional Executive mit dem Bau – Supervisor Kwasi Nyarko, einem Bauunternehmer aus Accra, welcher für AIM. bereits seit geraumer Zeit ehrenamtlich beratend tätig ist. Nachdem AIM. verschiedene Bauunternehmer beauftragt hatte, einen Kostenvorschlag für den Bau der Computerschule zu kalkulieren, war sein Kostenvorschlag der beste und seriöseste. Nun wird ihn AIM. als künftigen Supervisor beschäftigen, welcher uns während der gesamten Bauphase beraten sowie die Arbeiter und die Arbeit kontrollieren wird.
Bei dem Treffen wurden die notwendigen nächsten Schritte abgesprochen und vertragliche Detailfragen geklärt. Nun fehlt nur noch das Finanzielle, dann kann es losgehen. Interessenten senden wir gerne einen ausführlichen Kostenplan für die Fundamentlegung zu. Email dafür bitte an info@aim-ev.org mit dem Betreff „Bau – Kostenplan“ senden. Wir freuen uns auf deine Anfrage.
Jörn Preuß
Selbständiger Internationaler Kulturmanager & AIM. Projektkoordinator in Ghana
Februar 9, 2007 at 7:35 pm
Verfasst von Mathias Hbener
In einer großen Abstimmung haben wir euch Blog-Leser über den Namen des Ehegatten von unserem Huhn Helga entscheiden lassen, unserem Geschenk der ersten Schulelektrifizierung. Heribert sollte er heißen, und so heißt er auch heute noch. Ihm geht es blendend. Nun ist aber die Zeit gekommen, zu der wir uns trauen, an unser Blog-Publikum zu treten, um Ihnen beizubringen, dass unsere Helga gestorben ist! Sie entschlief im Beisein ihres Gatten, der sie in den letzten Stunden begleitete. Wir haben alles getan, doch warum auch immer war ihre Zeit gekommen. An Beileidsbekundungen im Kommentarfenster bitten wir teilzunehmen. Nun aber eine Gedenkminute für Helga…
Um Heriberts Schmerz zu lindern, besorgten wir ihm eine neue Flamme, jung und dynamisch. Damit die Umstellung für ihn nicht zu krass wird, wollten wir fast alles beim Alten belassen - und nannten sie Helga II.
Sie haben sich arrangiert, der Schmerz unseres Witwers ist überstanden, er kräht wieder - und siehe da: Helga II schenkt uns sogar Eier! Welch eine Überraschung, an die wir im Laufe der Zeit überhaupt nicht mehr dachten.
Die vom US-Technologieveteranen Nicholas Negroponte gegründete Organisation hatte sich zum Ziel gesetzt, Laptops zum Preis von 100 $ für Entwicklungsländer zu produzieren. Mit den Geräten soll der Anschluß betroffener Ländern an die aktuellen technischen Entwicklungen sowie deren Vorteile gesichert werden.
Eines vorweg: der Preis des Laptops wird mittlerweile mit etwa 140 $ beziffert. Grund dafür sind die wohl zu gutgläubigen Erwartungen an die Herstellungskosten. Ausgestattet wird das Gerät mit OpenSource Software wie dem Linux Betriebssystem Fedora. Ein WLAN Modul soll für drahtlose Netzwerkverbindungen sorgen.
Die Produktion findet im Auftrag des taiwanesischen Herstellers Quanta Computer statt, der Fabriken in der ostchinesischen Stadt Changshu mit dem Bau beschäftigt. Mittlerweile wird vom Plan zur Herstellung von 10 Millionen Stück gesprochen, die dann an Bildungseinrichtungen von Staaten geliefert werden wollen, die Bestellungen eingereicht haben. Bisher liegen Bestellungen für etwa 4 Millionen Laptops vor.
Um der wachsenden geostrategischen Bedeutung Afrikas gerecht zu werden, will die US-Regierung laut Verteidigungsminister Robert M. Gates nun die 5 bisherigen, lokalen Militär-Kommandos auf 6 erweitern.
Bis jetzt wurde Afrika vom Kommando USEUCOM kontrolliert, dessen Sitz sich in Stuttgart befindet. Doch nun soll das “United States Africa Command” die Befehlsstrukturen für diese Regionen “integrieren und zentralisieren”.
Die neue Befehlsstelle soll zum “Schutz nichtmiliträischer Missionen und sofern es nötig ist, auch für militärische Operationen zur Verfügung stehen”, so Gates.
Ökonomisch ist Afrika für die USA sehr bedeutend, es ist trotz der weit verbreiteten Armut in der Bevölkerung in weiten Teilen mit großer Rohstoff-Reichheit gesegnet. Außerdem gilt es als großer Absatzmarkt für die kommenden Jahrzehnte und in solchen Fällen haben sich gesicherte Verhältnisse für hegemoniale Mächte schon immer als äußerst lohnenswert gezeigt.
Diplomatisch fragwürdig ist die Aktion vor allem durch den aktuellen Besuch des chinesischen Regierungschefs Hu Jintao. China hat die Beziehungs zu vielen afrikanischen Staaten in den letzten Jahren erheblich erweitert. Es geht um Erdöl und Gas, auch Konsumgüter wird der ehemals kommunistische Staat hier los - das Handelsvolumen zwischen den China und Afrika wird auf 50 Milliarden Dollar jährlich geschätzt. China zahlt darüberhinaus große Summen an Entwicklungshilfe.
Februar 6, 2007 at 12:29 pm
Verfasst von Mathias Hbener
Voller Power nach dem Ghana-Besuch wieder in die Arbeit gestartet, ist uns der Saft nun schon wieder ausgegangen. So haben Hitze und Staub dazu beigetragen, dass unsere Festplatte den Geist aufgab. Und das an unserem Hauptcomputer, der die Basis für das Arbeitsnetzwerk darstellt. So können wir nur noch über das Internetcaf� mit unseren Projektverantwortlichen kommunizieren. Die Arbeit an Dokumenten und weitere Planungen müssen warten, bis sich ein lieber Engel meldet, der in den Weiten seiner Schubladen vielleicht noch eine Festplatte findet, der er es gönnt, nach Burkina zu fliegen. Maltes Papa wird in einer Woche eintreffen. Vielleicht hat er für uns tatendrängende Solarzivis eine neue Arbeitsgrundlage im Gepäck.