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Archive for Mai, 2006Nigeria’s Öl – Eher Fluch als Segen?Heute ereignete sich in Nigeria ein schrecklicher Unfall während sogenannte Öldiebe eine Pipeline anzapften. Durch einen Funken wurde eine Explosion ausgelöst, die etwa 300 Menschen das Leben kostete. Während die Regierung in Nigeria von „Dieben“ und „Tätern“ spricht, lässt sich ein Polizeisprecher sogar dazu hinreißen zu sagen, dass es „das Beste gewesen sei, die Diebe am Ort ihrer Taten zu beerdigen“. Doch obwohl es sich bei der Tat rechtlich gesehen zwar unbestrittenermaßen um Diebstahl handelt, sind die jahrelangen Korruptionsvorwürfe an die nigerianische Regierung nicht unbegründet. Nigeria hat die größten Ölvorkommen in Afrika und ist der sechstgrößte Exorteur von Öl weltweit. Und trotz seines Ressourcenrreichtums zählt dieses Land laut dem Handesblatt zu den 10 ärmsten Ländern der Welt. Nachder Demokratie-Organisation Transparency International ist Nigeria auf Platz 3 der korruptesten Staaten. Unweit vom aktuellen Schauplatz des Unglückes, in der ehemaligen Hauptstadt Lagos, herrscht regelmäßig Hungersnot. Dort leben beinahe 9 Millionen Menschen. Anschläge auf die Ölpipelines sind keine Seltenheit und nicht zuletzt in der Armut der Bevölkerung begründet, die in den Ressourcen ihren nationale Eigentum sieht und der Regierung den Ausverkauf an nationale Konzerne vorwirft. Rebellengruppen gehen organisiert gegen Shell, Mobil, Agip, Elf u.a. andere vor, indem sie wiederholt Mitarbeiter entführen und Explosionen verursachen. In dem akutellen Fall handelt es sich wohl weniger um eine Tat einer klassischen Diebesbande sondern schon eher um eine Art Versuch der Bevölkerung, nach dem Reichtum ihres Landes zu greifen. Es wird gemeldet, dass über 500 Kanister mit jeweils 50 Litern Inhalt abgefüllt wurden, über den genauen Ursprung der „Täter“ ist leider bisher noch nicht mehr bekannt. Die deutsche Politikern Ute Koczy von den Grünen hat heute mit einer Pressemitteilung auf den Vorfall reagiert. Dort kritisiert Sie, dass in einem Staat wie Nigeria überhaupt Ölpipelines gebaut worden. Ob es der zweifelos verarmten Bevölkerung in Nigeria aber mehr nütze, wenn das Öl einfach unter der Erde bleiben würde, ist zu bezweifeln. Vielmehr würde es Sinn machen, den Handel fairer zu gestalten und die Korruption auf nationaler Ebene einzudämmen. Die Gewinne aus dem Ressourcengeschäft sollten in die Infrastruktur des Landes fließen womit andere Wirtschaftszweige ausgebaut werden könnten. technocrati tags Vogelgrippe bei afrikanischem Mädchen nachgewiesenNachdem schon im April 4 Todesfälle aufgrund des Erregers in Ägypten gemeldet wurden, ist nun ein weiterer Fall in Dschibuti bekannt geworden. Experten sind der Meinung, die Vogelgrippe sei „kaum noch zu stoppen“. Obwohl aus den mainstream Medien weitesgehend verschwunden, breitet sich die Seuche ungehindert aus und greift auf den Menschen über. Die WHO sieht konventionelle Maßnahmen wie Gepäckkontrolle und Tiertransporte längst als gescheitert. „Mit den konventionellen Massnahmen stehen wir ein bisschen auf verlorenem Fuss.“ wird ein Mitarbeiter der WHO zitiert. Panik ist noch unangebracht, da es sich um eine Tierseuche handelt. Aber die Warnung der Experten, der Erreger könne mutieren ist noch immer unverändert. Gerade in Regionen wie Afrika, wo der Kontakt von Geflügel und Menschen viel öfter stattfindet ist die Wahrscheinleichkeit maximiert. Ein Ausbruch der Vogelgrippe als Epidemie hätte in Afrika fatale Folgen. Die Grundlage vieler Menschen, ihr Geflügel, wäre dahin. Gerade für die Ärmsten stellt Hühnerfleisch eine unentbehrliche Nahrungsgrundlage dar und sichert dazu noch das wirtschaftliche Überleben der Familie. Im Januar diesen Jahres mussten in Nigeria bereits 40.000 Hühner notgeschlachtet werden, das ist nur eine bekannte Meldung. In der Türkei sind an der Vogelgrippe bereits mindestens 88 Menschen gestorben. Weitere Informationen > Nachrichten.ch - Vogelgrippe bei Mädchen in Afrika technocrati tags Kann die EU dem Kongo eine sichere Demokratie bringen?Mitte Juni sollen im Kongo die ersten freien Wahlen seit Jahrzehnten stattfinden. Allerdings werden im Verlauf dieser Wahl Unruhen befürchtet, falls bestimmte Gruppierungen das Wahlergebnis nicht akzeptieren sollten. Aus diesem Grund haben sich die beiden EU-Staaten Frankreich und Deutschland nach langem internen Gezerre für eine Schutztruppe im Zeitraum der Wahlen und 4 Wochen danach entschieden. Viele zweifeln den Sinn dieser Mission an. Der aktuelle Präsident des Kongo, Joseph Kabila, gilt als Favorit der Wahl aber gleichzeitig auch Favorit von Frankreich, die als ehemalige Kolonialmacht ein großes wirtschaftliches Interesse in dieser Region verfolgen. Um den Zweiflern in diesem Punkt entgegenzuwirken, hat die EU zwar die Führung der Mission in deutsche Hand gegeben aber das wird nichts ändern an dem Verdacht, dass hier wiedereinmal weniger humanitäre statt wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Die Mission hat zum Ziel, einen reibungslosen Ablauf der Wahlen zu gewährleisten. Ausserdem steht der Schutz des Flughafens in Kinshasa an oberster Stelle. Es wird angezweifelt, ob die Soldaten bei ernsthaften Unruhen auch das Leben der Bevölkerung sicherstellen können. Die EU wird vor der Wahl 1450 Soldaten in die Hauptstadt Kongos, Kinshasa, schicken, was fast schon wie ein symbolischer Akt wirkt angesichts der 16.000 UN Soldaten im unruhigen Land. Mehr Informationen
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