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Solaranlagen in Burkina Faso  - SEWA

COMPUTERSCHULE IN GHANA - AIM

JUGENDZENTREN IN CABO VERDE - DELTA CULTURA

 

 





Kochbuch PDF Download - Fremdkochen für Afrika

 

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Zwei neue Solaranlagen in Burkina Faso dank vieler Crowdfunding-Unterstützer

Unser Projektmanager Yéral Dicko war vom 5. bis 7. April 2016 wieder einmal mit dem Team der Firma MicroSow unterwegs, um in zwei Projekten von SEWA Solaranlagen zu installieren. Erstes Ziel war das Dorf Gambo. Das dortige Gesundheitszentrum hatte sich bereits 2012 bei SEWA beworben, um eine Beleuchtung für die Geburtsstation zu erhalten. In dieser Geburtsstation kommen jährlich etwa 1000 Kinder zur Welt. Viele dieser Geburten finden nachts statt. Da es in Gambo kein Elektrizitätsnetz gibt, wurden nächtliche Geburten bisher im Licht von Taschenlampen betreut. Das macht die Arbeit für die Hebammen äußerst schwierig und stellt ein ernstes Gesundheitsrisiko dar, wenn es bei der Geburt zu Komplikationen kommt. Dank der neuen Solaranlage ist dieses Problem aber nun gelöst. Zwei 80-Watt-Solarpaneele erzeugen genug Strom für acht Energiesparlampen, die den Kreißsaal und die Bettenzimmer hell beleuchten. Während der Installationsarbeiten blieb die Geburtsstation geöffnet und in eineinhalb Tagen kamen sieben Frauen zur Entbindung in die Station.

  

Zweites Ziel war das Dorf Djouma Mossi. Die dortige Schule wurde ebenfalls für die Aufnahme in das Elektrifizierungsprogramm ausgewählt. April ist der heißeste Monat in Burkina Faso und nicht selten steigt das Thermometer auf bis zu 40 Grad Celsius. Die Hitze macht den Technikern der Firma MicroSow besonders beim Montieren der Solarpaneele auf dem Dach und beim Verlegen der Kabel zu schaffen. Ermutigt von den vielen Dorfbewohnern, die gekommen sind um den Installationsarbeiten beizuwohnen und großes Interesse zeigen, schaffen es die Techniker, dass noch am Abend zum ersten Mal in Djouma Mossi das Licht eingeschaltet werden kann. Das Staunen ist groß wie hell die LED-Lampen die Klassenzimmer ausleuchten und die Schule von weither sichtbar machen. Sogar aus benachbarten Dörfern kommen zwei Schuldirektoren, um die neue Solaranlage in Djouma Mossi anzusehen. Sie erkundigen sich sogleich bei SEWAs Projektmanager Yéral Dicko, wie auch ihre Schule sich um eine solche Förderung bewerben kann.

  

Weitere Photos und Informationen sind auf den Projektseiten von Gambo und Djouma Mossi zu finden. Dort sind das Gesundheitszentrum und die Schule auch auf einer Karte markiert. Wenn man auf Satellitenansicht umstellt und hereinzoomt, erkennt man das Dorf Gambo und die Gesundheitsstation und in Djouma Mossi das Schulgebäude und etwas weiter entfernt den Stausee zur Bewässerung der Gemüsegärten.

Die beiden Projekt in Gambo und Djouma Mossi wurden ermöglicht durch die vielen Spenden, die SEWA e.V. über die Crowdfunding-Webseite erhalten hat. Im Namen der Menschen in Gambo und Djouma Mossi bedanken wir uns bei allen Spendern! Wir haben bereits zwei neue Solar-Hilfsprojekt ausgewählt, für die wir nun über Betterplace.org Spenden sammeln!

Projektreferenz: 

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Weihnachts-Newsletter 2015

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und in der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Das betrifft die politischen Umwälzungen innerhalb Burkina Fasos, als auch die Arbeiten des Vereins. Vieles davon lässt sich nicht so leicht zusammenfassen, daher haben wir uns entschieden alle Entwicklungen in einem etwas umfangreicheren Weihnachts-Newsletter festzuhalten. Ein Schwerpunkt sind dabei die Erfahrungsberichte unserer Praktikanten, die durch ihren unermüdlichen Einsatz am Erfolg der Projekte maßgeblich beteiligt sind. Dabei danken wir auch unseren Mitarbeitern Solange, Souleymane und Yéral, die sich um das Tagesgeschäft kümmern und jede Praktikanten-Generation nach Kräften unterstützen. Ein Lob auch an all die ehrenamtlichen Mitglieder, die sich an vielen Wochenenden Zeit nehmen und ihre Familien dabei hoffentlich nicht zu kurz kommen. Zu guter Letzt ein großes Dankeschön noch an alle Förderer und Unterstützer des Vereins, ohne deren finanzielles Engagement unsere Arbeit nicht möglich wäre!


Besinnliche Weihnachten und einen guten Start in das Neue Jahr!

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Große Pläne: Das SEWA Team trifft sich in Nürnberg um Ziele für das kommende Jahr zu besprechen

Die aktiven Mitglieder von SEWA haben sich am vergangenen Wochenende in der Jugendherberge Nürnberg getroffen um die Projektarbeit für das kommende Jahr zu planen. Für das Seminar war auch der SEWA-Projektleiter Yéral Dicko aus Burkina Faso angereist. So konnten die Ehrenamtlichen auf deutscher Seite aus erster Hand von der aktuellen Situation in Burkina Faso erfahren. Herr Dicko wusste zu berichten, dass trotz der vielen neu eröffneten Schulen die Bildungssituation im ländlichen Raum weiterhin problematisch ist. Zum Beispiel machte zuletzt die Grundschule Napalgué Schlagzeilen, da dort in diesem Jahr aus einer Klasse von 42 Schülern kein einziger die zentralen Prüfungen des Grundschulabschlusses erfolgreich absolvierte. Genau diesem Problem widmet sich SEWA mit dem Programm "Licht für Schulen", das Schulen mit Solaranlagen ausstattet und so unter anderem Schülern bessere Lernmöglichkeiten und Lehrern eine bessere Unterrichtsvorbereitung ermöglicht.

Für das nächste Jahr sind bereits einige neue Schulelektrifizierungen geplant. Hierfür hat SEWA sich erfolgreich bei der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg um eine Projektförderung beworben. Die Förderung soll auch eine technische Weiterentwicklung der SEWA-Solaranlagen ermöglichen. In Zukunft soll in vielen Schulen und Krankenstationen auch das Laden von Handys mit Solarenergie möglich sein. Damit reagiert SEWA darauf, dass Mobilgeräte in Entwicklungsländern eine immer wichtigere Rolle bei der Alphabetisierung spielen, wie ein Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF feststellt.

Besonders erfreulich ist auch der gelungene Start des Praktikantenprogramms. Mit Jan Wohland, Jens Brand und Barbara Weinzierl nahmen an dem Seminar drei ehemalige PraktikantInnen teil, die jeweils für mehrere Monate für SEWA in Burkina Faso im Einsatz waren und sich jetzt weiterhin für SEWA engagieren. Ihre Erfahrungen aus der Arbeit vor Ort waren bei der Projektplanung von großer Hilfe. Im nächsten Jahr werden voraussichtlich Thomas Koch und Niccolo Manych für ein Praktikum nach Burkina reisen. Die beiden konnten sich nun bereits ein ausführliches Bild vom aktuellen Stand der SEWA-Projekte machen und wertvolle Tipps für das Alltagsleben in Ouagadougou mitnehmen.

  

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Eine Welt: Für ein SEWA-Hilfsprojekt engagieren sich Menschen aus Burkina Faso, Österreich und Deutschland

Die SEWA Hilfsprogramme zur Elektrifizierung von Schulen und Gesundheitsstationen haben wieder einmal Menschen aus verschiedenen Ecken der Welt zusammen gebracht. Die an dem Projekt beteiligten Burkinabé, Österreicher und Deutsche haben das gemeinsame Ziel, Bedürftigen Menschen neue Perspektiven zu bieten.

Die Initiative Eine Welt (IEW) aus Braunau am Inn hat 2014 eine Spendenaktion für die Förderung von Solarenergie in Westafrika organisiert. Zu den Spendern gehörte Zagler's Naturladen, der das gesamte Budget für die Elektrifizierung der Grundschule Gambo A spendete. Die Pfarre Geretsberg konnte die Finanzierung für die Solaranlage in der Geburts- und Krankenstation Rakaye beisteuern. Dank einer großzügigen Einzelspende von Herrn Thomas Forster konnte auch die Schule Saguebtenga neu in das Elektrifizierungsprogramm aufgenommen aufgenommen. Und schließlich ermöglichten viele weitere große und kleine Spenden auch noch die Installation einer vierten Solaranlage in der Schule Issri-Yaoghin.

Alle Projekte wurden zudem auch vom Land Oberösterreich bezuschusst.

Die SEWA-Praktikantin Barbara Weinzierl war bei drei der Elektrifizierungen dabei und hat ihre Erfahrungen bei der Durchführung der einzelnen Projekte in Berichten festgehalten. Unter den folgenden Links können Sie die Dokumente als PDF-Dateien herunterladen. Viel Spaß beim Lesen!

Bericht Gambo A

Bericht Issiri-Yaoghin

Bericht Rakaye

Bericht Saguebtenga

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Vorbereitungen des Peace Projektes

Nach mehr als einen Monat Ferien sind wir zurück in Komenda und zurück in der Arbeit.
Seit Anfang Januar laufen die Workshops wieder und durch den langen Urlaub können wir uns durch neue Ideen und Motivation einzubringen.

Besonders für Janna ist jetzt Endspurt, am 21. Februar geht es zurück nach Deutschland und die Zeit bis dahin soll sinnvoll genutzt werden.
Der Musikworkshop ist bei der Halbzeit angekommen und das erste Ziel, eine CD mit den Kindern des Workshops aufzunehmen, nimmt Gestalt an. Letzte Woche ging es ins Tonstudio, um die Instrumente aufzunehmen und Anfang Februar werden die Kinder der Junior  High Schools in Ayensudo und Komenda  mit dem Trotro ins Aufnahmestudio gefahren um dem Instrumentalen Gesang hinzu zufügen.

Beim Youth Magazine Workshop geht es nun auch in die heiße Phase. Der Druck der ersten, etwas kleineren Ausgabe des Magazins steht  bevor. Dafür schreiben die Schüler fleißig Artikel, Kurzgeschichten und Gedichte rund um das Thema Peace. Das 6-seitige Magazine soll nämlich am 15. Februar beim Peace Projekt verkauft werden.

Auch Hannes, der Hahn im Korb und Leiter des Movie Workshops, verbringt seine Tage (und oft auch Nächte) vor dem Laptop in der WG-Küche, um an der Dokumentation über das Peace-Projekt zu arbeiten. Material sichten, auswählen, bearbeiten, schneiden und und und…

Ihr seht es wird fleißig gearbeitet für das Peace Projekt und wir sind alle sehr gespannt und aufgeregt!

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Jahresrückblick 2014

Der SEWA Burkina Jahresrückblick aus der Sicht der Praktikanten

Das Ende eines ereignisreichen Jahres kommt natürlich auch in Burkina Faso nicht ohne Rückblick aus. Besonders das letzte Viertel von 2014 hatte es in sich. Der Beginn des Praktikums im September bzw. Oktober von Barbara und Jens hätte besser nicht sein können. Unsere Vorgänger Jan und Keno haben uns ein ordentliches Netzwerk an guten Bekanntschaften, Freunden und Nachbarn hinterlassen. Das war für das Einleben schon ein enormer Vorteil.
Die Arbeit vor Ort wurde noch gemeinsam vorgeplant, auch wenn wir die meisten Ortsnamen der anstehenden Besichtigungen und Solarinstallationen noch nicht mal aussprechen, geschweige denn uns merken konnten. Die ersten Wochen im Oktober wurde dann das SEWA-Büro zum Messlabor für die anstehenden Aufgaben umfunktioniert. Die Analyse unserer Solarsysteme samt Laderegler, Batterien und Photovoltaikmodule sollte uns in die Lage versetzen, die auftretende Überschussenergie zur Aufladung von Mobiltelefonen zu verwenden.

Windmessungen in der Sahelzone
Die erste Reise nach Pathiri zum Austausch der Batterien unserer Windmessstation stand Mitte Oktober an. Von dem Wasserturm, an dem unsere Anlage befestigt ist, hatte man eine wunderbare Aussicht über die Region. Die Sahelzone besteht zu weiten Teilen aus flachem Land und von exponierten Orten aus kann man kilometerweit in die Ferne schauen. Das weist aber auch schon auf die Herausforderung hin, einen geeigneten Standort zur Windenergienutzung zu finden. Die gewonnenen Messdaten aus knapp einem Jahr lassen den wirtschaftlichen Betrieb einer Windenergieanlage hier nicht zu – so ist das mit der Wissenschaft. Daher wird unsere Suche nach einem weiteren potentiellen Standort für Messungen in der Region um Banfora an der Grenze zu Mali im nächsten Jahr fortgesetzt.

 

Vorbesuch der Grundschule in Baskoudré
Nach der Rückkehr aus Pathiri konnten wir noch einen Vorbesuch in einer Schule in Baskoudré machen. Mit dem Direktor verbindet uns seither eine enge Freundschaft, sodass er uns zum Kulturfest nach Korsimoro einlud. Das waren die ersten Eindrücke der traditionsreichen afrikanischen Kultur mit Tänzen, Gesang, Vorträgen, Handarbeiten und einer Theatervorstellung am Ende des Abends.

 

Die Arbeit von SEWA in aller Munde
Während des Mittagessens wurde dann deutlich, wie sich unsere Arbeit verbreitet. Ein Schuldirektor aus einem Nachbarort sprach uns an, ob wir denn nicht auch in seiner Schule vorbeischauen können. Wir gaben ihm die Nummer unseres burkinischen Kollegen und einen Monat später trafen wir uns bereits mit den Elternvertretern, Lehrern und dem Dorfältesten. Seitdem warten Baskoudré und Taonsgo auf Spenden, um die Beleuchtung der Klassenräume im Jahr 2015 durchführen zu können.

Die Burkinabé gehen gegen eine Verfassungsänderung auf die Barrikaden
Ende Oktober fanden wir uns dann inmitten eines Volksaufstandes gegen eine Verfassungsänderung wieder. Das traf uns zwar nicht unvorbereitet, vor unserer Ausreise waren wir uns bereits darüber im Klaren, aber es war durchaus eine Phase der Ungewissheit. Es wurde auch die Ausreise diskutiert, aber da die deutsche und französische Botschaft keine entsprechenden Empfehlungen gaben, blieb dieser Notfallplan in der Schublade und wir während der heißen Phase der Revolution in unserem Stadtviertel. Die Grenzen waren ohnehin abgeriegelt und eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft.


So erlebten wir die Flucht des seit 27 Jahren im Amt befindlichen Präsidenten Blaise Compaore samt seines Clans. In der anschließenden Phase war unklar, wie das Militär agieren würde, aber es kam nicht zu weiteren Ausschreitungen. General Zida erklärte sich zum vorübergehenden Staatschef und ist derzeit auch Premierminister bis zu den regulären Wahlen im November 2015.
Die Ausgangssperre wurde auf angenehmere Zeiten von 0–5 Uhr verschoben – man witzelte, dass die Frauen der ehemaligen Minister während dieser Zeit ungestört ihre üppige Garderobe außer Landes schaffen würden.


Wiederaufnahme der Reisetätigkeiten
Und am 17.11.2014 stand dann eine Übergangsregierung fest und damit auch die Wiederaufnahme der Arbeiten für SEWA. In den darauf folgenden Wochen wurde die Krankenstation in Rakaye, sowie die Grundschulen von Gambo A und Issiri-Yaoghin mit unseren Anlagen ausgestattet. Eine spannende Zeit für uns, bei den ersten Solarinstallationen mit Hand anlegen zu können.

Das sind gleichzeitig die ersten Anlagen, mit denen wir tagsüber bei voller Batterie die Überschussenergie nutzen, um Handys aufzuladen. Dazu haben wir unterschiedliche Reglertypen eingesetzt und untersuchen derzeit die ersten Messergebnisse. Das Projekt läuft laut Nutzerbefragung sehr gut und sowohl medizinisches Personal als auch die Lehrer sind sehr zufrieden mit dieser zusätzlichen Arbeitserleichterung, denn die nächste Steckdose ist ja oft einige Kilometer entfernt.

Ein großes Dankeschön und eine schöne Weihnachtszeit!

 

In den kommenden Tagen werden wir erfahren, wie sich Weihnachten bei über 30°C anfühlt. Auf diesem Wege möchten wir uns im Auftrag aller Eltern, Lehrer, Kinder, Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger und Patienten für die Unterstützung und Verbesserung der Versorgung bedanken und euch gleichzeitig ermutigen, anderen von unserer Arbeit zu berichten.
Denn ohne Euch könnten wir hier nur sehr wenig ausrichten, bei unserer Arbeit zur Erhöhung der Bildungschancen und Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Ärmsten und Jüngsten hier in Westafrika.

Gesegnete und besinnliche Weihnachten und kommt gut in das neue Jahr!

Barbara und Jens

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Schnupperstunde in der AIM. Culture Troup

Wir befinden uns bei einer von den AIM. Freiwilligen initierten Veranstaltung, bei der es darum geht, den Jugendlichen der Musik- und dem Film-Workshop Raum zu bieten, sich kennen zu lernen. Schließlich steht das gemeinsame Peace Projekt bevor. Kinder toben über den Schulhof, die Älteren spielen Fußball oder Volleyball, während die kleinen Geschwister übermütig umher rennen und ihren Spaß zu haben scheinen. Bei dem zwei Meter hohen Boxenturm, hat sich eine kleine Tanzgruppe gebildet, die sich synchron und sehr gekonnt zu der ghanaischen High-Life Musik bewegen, die über den Schulhof tönt. Die AIM. Culture Troup hat sich mittlerweile versammelt und bereitet ihre Trommeln und Tänzer auf den bevorstehenden Auftritt vor. Abrupt wird die Musik unterbrochen und als auch der letzte Mann auf dem Fußballfeld mitbekommen hat, dass es im Programm weitergeht, heißt es: Bühne frei für Oboye und seine Tänzer und Trommler. Sowohl Kinder als auch Erwachsene haben sichtlich Spaß, den Jungs und Mädels zuzugucken und wir Freiwillige sind begeistert, besonders, wenn wir an unsere bevorstehende Tanzstunde mit dem Lehrer der Culture Troup denken. Uns geht in diesem Moment wohl allen die Frage durch den Kopf, ob wir uns überhaupt jemals wie James und Martha bewegen können werden. Mit unglaublich viel Elan springen und tanzen die beiden, bis sie von einer staubig roten Sandwolke umgeben sind und das Publikum zum Jubeln bringen.

In den Stunden mit dem Tänzer und Trommler aus Cape Coast lernen wir verschiedene Trommelrhythmen und –techniken kennen und spielen und studieren traditionell ghanaische Tänze ein. Dazu muss man sagen, dass der kleine Mann, mit Rastalocken und dem nettesten Lächeln der Welt, ein wirklich guter Lehrer ist, der es schafft, uns die Rhythmen und Schritte Stück für Stück beizubringen, ohne uns zu überfordern, wenn wir sie dann verbinden. Auch wenn die meisten Bewegungen für uns teilweise sehr gewöhnungsbedürftig sind, oder vielleicht auch gerade deswegen, hatten wir alle großen Spaß, einen der Dwarf-Tänze zu lernen. Einer ghanaischen Legende zufolge, hat sich ein Jäger diesen Tanz bei einem Volk von kleinwüchsigen Waldbewohnern abgeguckt, über die er auf seiner Suche nach Wild, gestolpert ist. Die Ghanaer erzählen sich außerdem, dass diese Menschen um 180 Grad gedrehte Füße haben, bei denen die Zehen nach hinten zeigen und die Ferse nach vorne. Der Tanz sieht dementsprechend sehr amüsant aus und hat bei uns allen für Unterhaltung gesorgt.

Sowohl Trommeln, als auch Tanzen ist ein ganz schönes Workout, das einen – besonders in ghanaischem Klima – sehr zum Schwitzen bringt. Trotz leichtem Muskelkater und blauen Flecken an den Händen, haben mir (Johanna) die zwei Stunden mit Oboye unglaublich Spaß gemacht und ich freue mich sehr darauf, das nun wöchentlich machen zu können.  Ich fände es genial, am Ende des Jahres wenigstens einen Tanz gemeinsam mit der AIM. Culture Troup aufführen zu können. Dafür ist allerdings regelmäßiger Unterricht und Spaß unserer Seits Voraussetzung, schließlich wollen wir uns neben den Culture Troup Mitgliedern nicht komplett blamieren. Bis dahin sind wir alle gespannt und, wer weiß, vielleicht kann einer von uns in ein paar Monaten von einem grandiosen Auftritt der AIM. Culture Troup, inklusive der Volus 2015, berichten. Wir werden sehen!

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AIM.’s Peace Project

Und schon sind es zwei Monate seit wir unser ‚Abenteuer‘ Ghana begonnen haben. Wie die Zeit verfliegt. Langeweile gibt es selten und wir lernen immer mehr von unserer neuen Heimat Komenda und dem dortigen Alltag und Arbeitsleben kennen von dem es sich zu berichten lohnt. Diesmal sitze ich, Janna, vor dem Laptop auf unserer schattigen Veranda in Komenda um diese Zeilen für euch zu schreiben. Es ist 16 Uhr. Wenn der Strom heute Abend, wie auch schon den ganzen Tag, weiterhin wegbleibt, wird das bunte Treiben hier im Dorf ein frühes Ende nehmen. Was es aber eigentlich auch mit Strom tut. Gegen 18:30 Uhr geht die Sonne unter und der Tag neigt sich dem Ende zu. Auch wir passen uns dem Rhythmus an, gehen meist zwischen 21 und 22 Uhr ins Bett um in aller Frühe wie auch alle unsere Nachbarn zwischen fünf und sechs Uhr (der ein oder andere auch ein wenig später) wieder den Tag zu beginnen. Ein komplett neuer Rhythmus, besonders das frühe Schlafengehen. Aber ich finde es sehr schön mich an den hier herrschenden Alltagsrhythmus anzupassen. Auch  wenn wir unsere Workshops meist erst gegen frühen Nachmittag beginnen bleibt so viel Zeit um die morgendliche Energie zu nutzen.

Aber nun zu den wichtigeren Dingen, nämlich unserer Arbeit für AIM. im Rahmen unserer Workshops mit Kindern und Jugendlichen an Schulen in und um Komenda. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, Kommunikationsproblemen mit den Schulen sowie dem ein oder anderen krankheitsbedingten Hindernis stehen wir nun alle, nach mehr als einem Monat Projektarbeit, auf festen Füßen im Musikworkshop, den ich gemeinsam mit Melli und Lea betreue, in Hannes‘ Movie Workshop sowie in der Arbeit rund um das K.E.E.A district übergreifende Jugendmagazin welches Johanna und Selina betreuen. Wir alle haben große und kleine Ziele vor Augen und arbeiten mittlerweile mit mehr oder weniger festen Gruppen an interessierten und motivierten Schülern in den unterschiedlichen Junior und Senior High-Schools. Da lassen wir uns auch nicht so leicht von dem Lehrer Streik, welcher letze Woche in Ghana  begonnen hat und die Schüler dadurch momentan auf unbestimmte Zeit keinen Unterricht haben, abschrecken und organisieren uns selbst mit unseren Schülern. Denn wir sind motiviert in unserer Zeit hier etwas zu bewegen!

Zusammen haben wir als Leiter des Music und des Movie Workshops schon früh beschlossen gemeinschaftlich etwas anzugehen. Angeregt von der Idee des AIM. Mitarbeiters Francis setzen wir unsere Arbeit für das nächste halbe Jahr vorerst, dann werde ich für meinen Teil Ghana verlassen, unter das Thema ‚Frieden‘. Im Rahmen des von uns ins Leben gerufenen ‚Peace Projects‘ soll es nun darum gehen zum Einen die beiden Workshops durch die thematische Arbeit und durch geplante gemeinschaftliche Freizeitaktionen zu verbinden um einen Zusammenhalt in der AIM. Jugend zu kreieren, zum Anderen soll unser Projekt den Kindern und Jugendlichen Raum geben sich mit dem Thema Frieden, mit all seinen Facetten, auf  künstlerischer Art und Weise  auseinanderzusetzen. Im Musikworkshop wird das Thema also musikalisch verarbeitet und neben aktiver Chorarbeit  ist ein Ziel selbst geschriebene Lieder mit den Jugendlichen zu erarbeiten. Der Filmworkshop wird eine Dokumentation zum Thema drehen, die Interviews mit interessanten Personen der Umgebung zeigt sowie die Perspektive zum Thema Frieden seitens der ghanaischen Jugend. Auch die Arbeit des Musikworkshop soll dokumentarisch begleitet werden. Später wird dann auch, als Highlight und wenn die Arbeit so läuft wie wir uns das vorstellen, ein Musikvideo zu einem der selbstgeschriebenen Songs entstehen. Zum Abschluss des Projekts Ende Februar 2015 planen wir mehrere Besuche in einem Tonstudio in Cape Coast sowie als Highlight ein Abschlusskonzert, bei welchem wir einerseits die eigenen Lieder aber auch Chorstücke zum Thema Frieden vortragen wollen. Anschließend soll die Premiere des Dokumentarfilms im Rahmen des Konzertabends stattfinden. Ihr seht, große Pläne! Wir freuen uns riesig auf die bevorstehende Arbeit. Weitere Infos zu unserem Projekt und wie ihr uns unterstützen könnt unter https://www.betterplace.org/de/projects/21324-african-information-movement-peace-project.

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